09: Tod in der Nachtzinne - Die Elfen

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09: Tod in der Nachtzinne - Die Elfen

. - 1 - CD - Folgenreic - Universal - 14. Februar 2014 - 602537390298

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Erfahrungsbericht über "09: Tod in der Nachtzinne - Die Elfen"

veröffentlicht 24.02.2014 | mima17
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Bitte keine Leserunden! +++ Bericht Nr. 4887 online : "Blutmale" (Buch). +++ LG
Sehr gut
Pro etwas spannend, actionreich, romantisch, Horror, professionell inszeniert
Kontra setzt Kenntnis der Vorgänger voraus, hoher Preis
besonders hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:

"Schwarze Messen vor dem Krieg"

09: Tod in der Nachtzinne - Die Elfen

09: Tod in der Nachtzinne - Die Elfen

Nach der grausamen Schlacht am Mordstein zwischen den Trollen und den Elfen gibt es keinen wirklichen Sieger, denn die Verluste sind auf beiden Seiten verheerend. Um eine Entscheidung herbeizuführen, versucht die Trollhexe Skanga den Heerführer Orgrim, der eigentlich Frieden will, zu überzeugen, dass allein er die Trolle zum Sieg führen kann.

"Erst wenige Wochen ist es her, dass die Trolle das Fjordland verwüstet und die Menschen hinauf ins Gebirge getrieben haben. Bei den Aufbauarbeiten begegnet der Königssohn Ulric einem Anhänger der unheimlichen Tjured-Bruderschaft, Bruder Jules. Ist es Jules wirklich möglich, in die Zukunft zu sehen? Weiß er, wann Ulric sterben wird? Ulric ahnt nicht, dass er einem Teufel in Menschengestalt begegnet ist …

Der Devanthar, der Jules in Wahrheit ist, schürt mit Hilfe der Tjured-Religion ständig weiter den Hass der Menschen auf die Elfen und die Trolle, weil er ihre Welt endgültig ins Chaos stürzen will……(ergänzte Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Hörspiel ab 12 Jahren. Ich empfehle es ab 14 Jahren.

Der Autor
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Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Asiatische Altertumskunde. Mit dem Auftakt zu seiner atemberaubenden Elfensaga, Die Elfen, stürmte der Autor zahlreicher phantastischer und historischer Romane in kürzester Zeit die Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Bernhard Hennen lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Krefeld.

Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung:

Der “Elfen”-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. “Die Elfen” als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von “Elfenwinter”. Dessen Hörspielumsetzung besteht aus fünf Teilen. Ab Teil sechs beginnt die Hörspielumsetzung des nächsten Bandes, “Elfenlicht”, die insgesamt sechs Teile umfassen soll. Der darauf folgende Band, “Elfenkönigin”, ist laut Verlag bereits in Planung.

Die Elfen:

Band 1: “Die Elfen”
Band 2: “Elfenwinter”
Band 3: “Elfenlicht”
Band 4: “Elfenkönigin”
Band 5: “Elfenlied”

"Elfenwinter" als Hörspielumsetzung:

Folge 1: “Der Untergang von Vahan Calyd”
Folge 2: “Firnstayns Kinder”
Folge 3: “Königstein”
Folge 4: “Der Fluch des Schicksalswebers”
Folge 5: “Elfenwinter”

"Elfenlicht" als Hörspielumsetzung:

Folge 6: “Die goldenen Pfade”
Folge 7: “Die Bibliothek von Iskendria”
Folge 8: "Die Schlacht am Mordstein"
Folge 9: Der Tod in der Nachtzinne
Folge 10: Totenfeuer

Die Sprecher/Die Inszenierung
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Die Sprecher und ihre Rollen:

MENSCHEN

Guido: Helmut Krauss
Kadlin: Ranja Bonalana
Ulric: Dennis Schmidt-Foß
Ulric (jung): Philipp Draeger
Björn Lambison: Patrick Güldenberg
Bruder Jules: Gerd Rigauer
Halgard: Joey Cordevin
Abt Lucien: Jürgen Kluckert
Lambi: Dirk Hardegen
Kalf: Martin May
Eirik: Steffen Gräbner
Eirik (jung): Bendix Ingwersen
Ottar: Flemming Draeger

Trolle

Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga: Luise Lunow

Elfen

Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Emerelle: Daniela Hoffmann
Alathaia: Alexandra Lange
Ollowain: Bernd Rumpf

Kobolde

Ganda: Laura Maire
Nikodemus Glops: Thomas Wenke
Elija Glops: Rasmus Borowski

Weitere Bewohner von Albenmark

Wolf Frass, Jürgen Holdorf, Marco Göllner, Matthias Klie, Achim Schülke sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach
Technik-Credits:

Ein Fantasy-Hörspiel von Dennis Ehrhardt nach Elfen-Romanen von Bernhard Hennen
Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Dennis Ehrhardt im Studio Konterfei, Berlin
Johannes Steck, Schlosstonstudio, Seefeld
Schnitt & Sounddesign & Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Helge C. Balzer (Titel), Sandobal

Handlung
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Rückblick

Ollowain und Ganda wären in der Bibliothek von Iskendria um ein Haar unter die Räder gekommen. Ein tückischer Anschlag eines gestaltwandelnden Devanthars kostete sie um ein Haar ihr Leben. Im Kampf hat Ganda, die Lutin, ihre linke Hand eingebüßt, doch sie hat sie abgebunden. Als der Kentaur Chiron mit Kriegern, die über Armbrüste verfügten, auftauchten, öffnete Ganda ein Albentor und sprang mit Ollowain hinein. 15 Jahre später landeten sie wieder in der Albenmark - gerade noch rechtzeitig, um den Trollen die Schlacht am Mordstein zu liefern…

Haupthandlung (unchronologisch)

Doch anders als vielfach beobachtet und berichtet haben die Trolle Schwertmeister Ollowain zwar niedergeschlagen, doch er ist nicht gestorben. Vielmehr sucht die kleine Lutin Ganda auf dem Schlachtfeld nach ihm - und wird mit der Hilfe des Lutin Nikodemus fündig. Ollowain liegt im Sterben, doch es ist noch nicht zu spät. Sie will ihn gesundpflegen, doch ihr Boss Elias ist entschieden dagegen. Als er es ihr schließlich erlaubt, steht sie tief in seiner Schuld, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf…

Ulrik ist nach den 15 Jahren, die seit der Trollschlacht von Sunnaberg vergangen sind, zusammen mit Kadlin, der Tochter des Recken Alfadas, zu einem jungen Krieger herangewachsen (vgl. Folgen 4 und 5). Aber er erinnert sich in seinen Träumen an jenen Tag, als er einem unheimlichen Mönch begegnete, der sich Bruder Jules nannte und ihm drei Holzfiguren gab, je eine für Ulric, für Halgard und Blut, seinen Hund. Eine davon stach Ulric einst. Jules sagte, sein Gott Tjured, der mächtiger sei als selbst Lut, werde ihn heilen. Als Jules gegangen ist, entdeckte Ulric in jeder der Figuren Fäden des Schicksals. Und der von Halgard war kürzer als der der anderen…

Nun treten Ulric und Kadlin in Firnstayn, das im Fjordland liegt, gegen andere junge Bogenschützen an. Unter den Rivalen tut sich besonders Björn Lambison, der Sohn des Barons Lambi, hervor, indem er Kadlin verspottet. Doch Kadlin lässt sich nicht kleinkriegen und liefert sich mit dem Rüpel eine zünftige Prügelei. Schließlich erhebt sich Björn mit einer blutigen Nase und will Wiedergutmachung für Kadlins zerrissene Hose leisten. Er darf ihr ein Kleid kaufen - und nach dem Schießwettbewerb ihr Lastenträger sein.

Der Schneelöwe

So kommt es, dass Kadlin und Björn auf ihrem Weg nach Sunnaberg in den Bergen erst einem Schneelöwen und gleich darauf einem Troll begegnen. Im Verlauf der Auseinandersetzung verschwindet das Mädchen spurlos. Björn ist klug genug, Hilfe zu holen. Zusammen mit Ulric und Halgard will er den Troll angreifen, um seine Freundin zu befreien.

Auf Halgards Rat hin stellen sie dem Troll eine Falle. Sie lockt den Troll aus seiner Berghöhle, und die beiden Jungs schlagen ihn mit ihren Schwertern in die Flucht. Zum Glück lebt Kadlin noch. Merkwürdig nur, dass sie behauptet, sie sei gar nicht entführt, sondern vielmehr vor dem Schneelöwen gerettet worden. Macht nichts! Der verletzte Troll ist für Skanga, die Trollschamanin, der willkommene Vorwand, den Krieg mit den Menschen vom Zaun zu brechen. Den Krieg, den Fürst Orgrim bislang stets hat vermeiden können.

Bruder Guido

Umgekehrt gilt das Gleiche: Baron Lambi ruft zum Marsch gegen die verhassten Trolle auf. Da mag Kadlin noch so sehr protestieren, sie wird nicht angehört. Vielmehr hat sie mit der Pflege des verwundeten Björn Lambison alle Hände zu tun. Der alte Bruder Guido von der Tjured-Kirche bietet ihr an, mit Kräutern zu helfen. Guido ist ein seltsamer Mann. Der Baumeister, der für Alfadas eine Burg errichten soll, tritt rätselhafte Zeichen in den Schnee und kritzelt sie zu Bildern in ein Buch. Ja, er ist ein seltener Mensch: Er kann lesen und schreiben!

Und nicht nur das: Er warnt sie, dass jemand will, dass Menschen und Trolle gegeneinander Krieg führen. Doch als er den Namen aussprechen will, weigert sich seine Zunge und er selbst windet sich in Schmerzen. Er ächzt: "Der Wurm!" Welches grausige Geheimnis verbirgt der alte Mann?

Mein Eindruck
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Diese Folge ist eine, die kommende Ereignisse vorbereitet und zurückliegende Ereignisse nachbereitet. Sie hat also die Funktion eines Scharniers. Das macht sie zwar notwendig und wissenswert, aber nicht weniger reizvoll. Die Dramaturgen haben sich klugerweise auf wenige eindrückliche Szenen beschränkt und diese so ausgebaut, dass sie in Erinnerung bleiben. Denn eine führt zur anderen, wenn auch auf verschiedenen Erzählsträngen.

In meinem Handlungsabriss habe ich mich auf die Erlebnisse Gandas und Ulric beschränkt. Sie sorgen immerhin für zwei Drittel der gesamten Handlung. Die Beobachtungen Ulrics hinsichtlich Kadlins und Björns beschreiben einigermaßen, wie es zum nächsten krieg zwischen Menschen und Trollen kommt.

Doch was ist mit den Elben, die im vorhergehenden Krieg die Niederlage der Trolle herbeiführten? In einer weiteren Nebenhandlung muss Königin Emerelle erkennen, dass ihre Fürsten ihr nicht mehr helfen wollen. Aber warum? Wie es scheint, ist dem Elfenheer zusammen mit Ollowain auch der Zusammenhalt abhanden gekommen.

Die wahre URSACHE für den kommenden Krieg reicht viel tiefer. Ulric erinnert sich an jenen rätselhaften Bruder Jules, der ketzerische Reden gegen Lut führte und seinen eigenen Gott namens Tjured lobte. Diesen Strang greift Bruder Guido auf, der alte Baumeister, der Kadlin 15 Jahre später seine Aufzeichnungen übergibt.

Was Guido einst zusammen mit Jules erlebte, macht ein Drittel der Handlung aus, darunter den Mittelpunkt. Diese Erinnerungen erklären nämlich, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Sidhe Handan geschaffen wurden, die im Schattenreich der Albenpfade als Yingiz ihr Unwesen treiben. Es begann mit einer Lüge über den Kirchengründer Guillaume, musste Guido erfahren, und endete mit dem Horror einer Schwarzen Messe. Doch darüber muss Guido schweigen, wenn ihm sein Gehirn lieb ist…

Man sieht also, dass Action, ein Quentchen Romantik und sehr viel Horror in die handlung gemischt wurden. Aus diesem Grund würde ich das Hörspiel erst ab 14 Jahren empfehlen.

Die Sprecher/Die Inszenierung
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Die Sprecher

Helmut Krauss, einer der Veteranen unter den Synchronsprechern (dt. Stimme von Marlon Brando u.a.) und Vorlesern ("Vampirric"), spricht Bruder Guido. Es ist aber auch ein solch erfahrener Sprecher nötig, um dieser Figur die nötige Autorität zu verleihen. Denn was sagt Bruder Guido: Dass eine teuflische Macht nicht nur die Albenpfade verseucht habe, sondern auch den Untergang von Menschen und Elben betreibe - mit Hilfe der Kirche von Tjured.

Solche ketzerischen Reden dürften Menschen, die an Lut glauben, wohl wenig ernstnehmen. Außergewöhnliche Autorität ist vonnöten, um dies zu vermitteln. Zudem unterliegt Guido einem grausamen bann. Er darf nichts verraten, sonst bemächtigt sich ein Parasit, der ihm eingesetzt wurde, seines Gehirns. Hier ist zweifellos Schwarze Magie am Werk. Die Wahrheit bereitet Guido Schmerzen, und auch diese muss Helmut Krauss glaubhaft ausdrücken. Beides, finde ich, gelingt ihm ausgezeichnet.

Die anderen Rollen sind wie gewohnt besetzt. Die fünfzehnjährigen Krieger und Kriegerinnen klingen entsprechend jung und unerfahren. Der Baron Lambi, der schon seit Folge 4 als Großmaul aufgetreten ist, reißt auch hier wieder den Mund weiter auf, als es sein Hirn rechtfertigt. Und Ganda, die kleine Rotmütze mit den Zauberkräften, bringt Ollowain in Sicherheit. Skanga ist wieder Skanga, eine hinterlistige hexenfigur.

Neu ist lediglich Bruder Jules, der es an Hinterlist und Bosheit locker mit Skanga aufnehmen kann. Die unheimlichste Szene ist sicherlich die Schwarze Messe, bei der ein Choral singt. Bruder Jules' Stimme nimmt unvermittelt einen sehr viel tieferen Ton an und wirkt verzerrt. Sein teuflisches Gelächter begleitet die einsetzenden Schreie.

Bei den Stimmen der Trolle wurde jedoch vernehmlich am Klangregler gedreht. Tilo Schmitz, der Sprecher des Orgrim (und die Stimmbandvertretung von Schauspielern wie Ving Rhames), klingt in natura wesentlich höher als hier. Seine Frequenzlage wurde wohl digital nach unten verschoben. Das dürfte durchweg für alle Trolle gelten.

Geräusche

Die Geräuschkulisse ist in der Haupthandlung auf mehrere Schauplätze verteilt und dementsprechend vielfältig: die erhabene Burg Elfenlicht, der Wald der Sippe Kadlins und Ulrics, Burg Nachtzinne, das Dorf Firnstayn, der Berg mit dem Schneelöwen und dem Troll… Hieraus ergibt sich eine Vielzahl von Lauten und Klängen, vom Vogelgezwitscher bis zum Löwengebrüll. Am ulkigsten ist sicherlich der tiefe Laut, den das Trampeln einer Riesenschildkröte verursacht. Auf dieser reiten Ganda und ihre Begleiter.


Musik

Immer wenn die Trolle auftreten, erdröhnen die Trommeln. Und zwar in jeder erdecklichen Tonlage. Seien es tiefe Basstrommeln, hohe Tablas oder sonstwas, Hauptsache, es hat ordentlichen Wumms. Um die Sache abzurunden und noch eine Schippe Bedrohlichkeit draufzulegen, wurde ein fetter Bass druntergelegt, der am Rande des Hörbereichs liegt. An einer Stelle fiel mir auf, wie unpassend das ständige Getrommel doch wirkt. Da hat es der Komponist leider übertrieben.

Mehrmals erklingt zünftige, sehr derbe Tanzmusik. Sie dient als Intermezzo, um anzudeuten, dass eine dörfliche Szene entweder beginnt oder zu Ende ist. Die Instrumentierung ist wohl absichtlich sehr mittelalterlich gehalten. Die ungewohnten Klänge lassen vermuten, dass es sich um authentische Instrumente handelt.

Das kirchliche Ambiente verlangt natürlich eine andere Hintergrundmusik. Durch unheilvollvoll dräuende Musik eingeleitet beginnt ein Männerchor einen Choral anzustimmen. Dies wird kontrastiert mit den Actionszenen, die sich bei dem Kampf mit dem Troll ergeben, der angeblich Kadlin entführt hat.

Musik, Geräusche und Stimmen wurde so fein aufeinander abgestimmt, dass sie zu einer Einheit verschmelzen. Dabei stehen die Dialoge natürlich immer im Vordergrund, damit der Hörer jede Silbe genau hören kann. An keiner Stelle wird der Dialog irgendwie verdeckt.

Das Booklet

Der Autor Bernhard Hennen schreibt in seinem Begleitwort: "Die Tjured-Kirche ist ein dunkles Spiegelbild des Christentums", insbesondere der römisch-katholischen Kirche mit seinem Papsttum, seinen Ritterorden und der Inquisition. Wichtiger als diese auffällige Parallele ist seine Nacherzählung des Urmythos der Tjured-Kirche, der auf dem Tod ihres Gründers Guillaume beruht. Anders als vom Devanthar verbreitet, wurde Guillaume, der Sohn des Devanthar und der Elbin Noroelle, nicht von "den Elben" heimtückisch ermordet, sondern es war ein Unglücksfall, an dem zufällig auch Ollowain beteiligt war.

Die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen wurde fein säuberlich nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kobolde, Menschen, Minotauren, Kentauren und den restlichen Bewohnern von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache, um seinen Roman "Drachenelfen: Die Windgängerin" (2011) vorzustellen.

Das Titelbild von Helge C. Balzer zeigt einen unidentifizierbaren Krieger vor der Nachtzinne, der Burg der Trolle. Um wen es sich dabei handelt, bleibt unklar, da sein Gesicht abgewandt ist. Ich kann mich nicht erinnern, diese Szene in dieser Folge geschildert bekommen zu haben. Aber es gibt eine Andeutung. Der Elbenkrieger Eludrin hab sich ohne Königin Emerelles Erlaubnis auf den Weg zur Nachtzinne gemacht…

Unterm Strich
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Junge Damen, tapfere Jungkrieger, fiese Verräter, listige Kobold-Revolutionäre, verschlagene Schamaninnen und schließlich brutale Trolle - sie alle treffen hier aufeinander und sorgen für reizvolle Kontraste. All dies kennen wir bereits. Nun kommt mit der Kirche Tjureds ein neuer Faktor ins Spiel: ein "dunkles Spiegelbild des Christentums", wie es der Autor formuliert.

Mit diesem Orden, in dem Schwarze Magie ausgeübt wird, erhält die Geschichte definitiv ein gehöriges Quentchen Horror. Sogar der Bannkreis darf nicht fehlen, um den Betrachter vor dem Bösen zu bewahren. Freunde von Schauergeschichten kommen also gut auf ihre Kosten. Fan der Serie bekommen hingegen erklärt, woher die Yingiz stammen.

Während die Vergangenheit erhellt wird, so wird die Zukunft verdüstert: Krieg zieht herauf. Beides hängt eng zusammen, doch der einzige zeige, der diesen Zusammenhang herstellen könnte, muss unbedingt schweigen, wenn ihm sein Leben lieb ist. Wird Kadlin die Zeichen deuten können, die er ihr zu lesen gibt? Vielleicht wenn sie sie zusammen mit dem klugen Ulric liest. Unterdessen beginnt der Angriff auf Burg Nachtzinne, wo der Troll-Lord Orgrim seinerseits zum Angriff rüstet…

Das Hörbuch

Ich fand die akustische Umsetzung durchaus gelungen, selbst wenn der Regisseur Dennis Ehrhardt mir persönlich kein Begriff ist. Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und geschulte Stimmen von Synchronsprechern einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen.

Besonders gut gefiel mir die sehr sorgfältig ausgearbeitete Geräuschkulisse. Allenfalls der ständige Szenenwechsel und das umfangreiche Personal könnten das Aufnahmevermögen des Hörers ein klein wenig überanstrengen. Dem kann aber ein Blick in die Figurenliste abhelfen.

Fazit: vier von fünf Sternen.

Der Titel der nächsten Folge (#10) lautet "Totenfeuer".

Michael Matzer © 2014ff

INFO: Audio CD (14. Februar 2014)
1 CD; Spielzeit: 70 Minuten
Label: Folgenreich (Universal)
ASIN: B00GSCJLLI
EAN: 0602537390298
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • hasen4 veröffentlicht 20.03.2014
    BH ist daaaaaa, lg
  • hasen4 veröffentlicht 17.03.2014
    BH kommt nachgeliefert, lg
  • momo40 veröffentlicht 02.03.2014
    ein BH verdienter Bericht, LG
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Produktdaten : 09: Tod in der Nachtzinne - Die Elfen

Produktbeschreibung des Herstellers

. - 1 - CD - Folgenreic - Universal - 14. Februar 2014 - 602537390298

Haupteigenschaften

Titel: 09: Tod in der Nachtzinne

Künstler: Die Elfen

Komponist: .

Genre: Wort (Kinder)

Schlagworte: Hörspiel

Medium: CD

Set-Inhalt: 1

Veröffentlichungsdatum: 14. Februar 2014

Label: Folgenreic

Vertrieb: Universal

EAN: 602537390298

Titel auf CD 1

1.: Tod in der Nachtzinne - Teil 01

2.: Tod in der Nachtzinne - Teil 02

3.: Tod in der Nachtzinne - Teil 03

4.: Tod in der Nachtzinne - Teil 04

5.: Tod in der Nachtzinne - Teil 05

6.: Tod in der Nachtzinne - Teil 06

7.: Tod in der Nachtzinne - Teil 07

8.: Tod in der Nachtzinne - Teil 08

9.: Tod in der Nachtzinne - Teil 09

10.: Tod in der Nachtzinne - Teil 10

11.: Tod in der Nachtzinne - Teil 11

12.: Tod in der Nachtzinne - Teil 12

13.: Tod in der Nachtzinne - Teil 13

14.: Tod in der Nachtzinne - Teil 14

15.: Tod in der Nachtzinne - Teil 15

16.: Tod in der Nachtzinne - Teil 16

17.: Tod in der Nachtzinne - Teil 17

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