100 Prozent Michael Jackson (RTL)

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Heute möchte ich mich wieder einmal mit dem Thema Michael Jackson berichten. Der King of Pop ist auch nach seinem tragischem Tod im vergangenen Sommer nicht aus den Medien wegzudenken und so gab es eine Dokumentation über den Ausnahmekünstler auf RTL, die den Namen trägt "1oo Prozent Michael ... Bericht lesen





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100 Prozent: MICHAEL JACKSON
Erfahrungsbericht von Sylviane über 100 Prozent Michael Jackson (RTL)
14.03.2010


Produktbewertung des Autors:   

Informationsgehalt informativ 
Verständlichkeit: ausgezeichnet 
Präsentation: ausgezeichnet 

Pro: guter Querschnitt durch das Leben des Michael Jackson
Kontra: späte Sendezeit, viele Sequenzen waren schon bekannt aus dem Fernsehen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Heute möchte ich mich wieder einmal mit dem Thema Michael Jackson berichten. Der King of Pop ist auch nach seinem tragischem Tod im vergangenen Sommer nicht aus den Medien wegzudenken und so gab es eine Dokumentation über den Ausnahmekünstler auf RTL, die den Namen trägt "1oo Prozent Michael Jackson", zu der ich heute gern Stellung nehmen möchte.

Die Sendezeit:
Recht spät am Abend hat RTL den Sendetermin für diese Dokumentation angesetzt. Erst um 22.30 Uhr sollte die Sendung über den Bildschirm flimmern. Einerseits gut für mich, da ich erst gegen 21 Uhr von der Arbeit gekommen bin, andererseits fand ich den Termin relativ spät gewählt für eine Dokumentation, die vom Thema auch viele junge Leute begeistern könnte. Ein Kompromiss zwischen der besten Sendezeit um 20.15 Uhr und deutlich vor 22.30 Uhr hätte ich persönlich besser gefunden. Aber dennoch denke ich, dass der Name Michael Jackson auch heute noch viele eben auch zur späten Stunde vor die Bildschirme locken kann, vielleicht war es auch einfach nur Taktik von RTL, um auf ihre Quote zu kommen.

Werbeunterbrechungen:
Natürlich wurde auch diese Sendung mit Werbung unterbrochen, aber dabei handelte es sich wenigstens zum Teil um Produkte, die sich mit Jackson befassten. Das war dann in der Werbezeit ein kleiner Lichtblick.

Worum geht es in der Dokumentation?
In dieser Dokumentation wurde auf das Leben und Wirken von Michael Jackson eingegangen. Man sah den King of Pop als Kind, erste Auftritte mit den Brüdern, die angestrebte Solo-Karriere, die Wirkung der Medien auf Jacksons Karriere wurde angesprochen, Michaels leben zwischen der Welt da draußen wie wir sie kennen und der Wirklichkeit, die die seine war.
Ebenso kamen seine Ehen zur Sprache, die unglücklichen Seiten in Michaels Leben, die Anklagen wegen Kindesmissbrauchs und sein plötzlicher Tod.
Ein kleiner Querschnitt durch Michael Jacksons bewegtes Leben vom Superstar, dem die Fans zu Füßen lagen zum Opfer der Schönheitschirurgie, die ihm zuviel des Guten angetan hat, einen schönen Mann in ein Wesen verwandelte, das in den Medien mehr und mehr als Freak bezeichnet wurde, der den ganz tiefen Fall durchleben musste mit der Anschuldigung Kinder sexuell belästigt zu haben, um sich dann nach Jahren wieder zu fangen und ein Comeback zu planen, das dann nicht mehr in die Tat umgesetzt werden konnte.

Wie ist die Dokumentation aufgebaut?
Ich bin vom Aufbau der Dokumentation begeistert gewesen. Man hat hier viele Ausschnitte aus den Konzerten von Michael Jackson gesehen (ebenso als Jackson 5 mit seinen Brüdern) und viele Videoausschnitte, die einst in den Medien um die Welt gingen. Denken wir an die Situation in Berlin, wo Michael seinen Fans seinen jüngsten Sohn Blanket zeigen wollte und ihn zum Fenster hinaushielt.
Doch diese Ausschnitte werden nicht einfach nur gezeigt, sondern auch dokumentiert von anderen Prominenten, die zum Teil zu Michaels Bekannten und Freunden gehört haben oder aber auch einfach nur so ihre Meinung zum jeweiligen Top kundgetan haben. Unter den Prominenten, die über Michael Jackson sprachen waren unter anderem Uri Geller und Sarah Connor.
Die Prominenten geben ihre Statements zu den Bildern ab, die vorher von Michael Jackson gezeigt wurden, die entweder ihrer Meinung entsprechen, oder aber die genau mit dem Geschehen zu tun hatten, so gesehen Augenzeugen waren und einige Dinge darlegen konnten. So wird auch über Michaels Hautkrankheit gesprochen, sein immer heller werden von der Hautfarbe her und über seine Gesichtsmasken, die er gern trug. Dieses soll laut Aussage eines Prominenten mit seiner durch die Schönheitsops verstümmelte Nasen zu tun gehabt haben. So werden Details aus dem Leben des Michael Jacksons besprochen, die in den Medien seit Jahr und Tag herumgeisterten, vieles wird aufgeklärt oder man versucht eine Erklärung abzugeben, sagen wir es einmal so.
Auch die Mitarbeiter zu seiner vorgesehenen Show "This is it" kommen zu Wort. Tragischerweise bekommt man zu hören, dass niemand erwartet hatte, dass es zu einem Zusammenbruch Michaels kommen würde, geschweige denn zu seinem Tod. Er hatte sich an seinem letzten Probentag sogar mit einem "Bis morgen" verabschiedet.
Besprochen wurde auch, warum "This is it" überhaupt in Planung gekommen war. Darüber munkelte man, dass Jackson seinen Kindern zeigen wollte, wie ihr Vater auf der Bühne agierte. Er wollte seinen Kindern eine Wahnsinnsshow zeigen und es sich natürlich noch einmal selbst beweisen. Ein letztes Mal an den Ort treten, wo er sich am sichersten auf der Welt fühlte. An den Ort seines Lebens: Die Bühne.
Die Geldnöte eines Michael Jacksons seinen eine Erfindung der Presse gewesen, er hätte zwar Schulden gehabt aber konnte ein Vermögen dagegensetzen, das diese bei weitem übertraf.
Auch die Trauerfeier im Staple Center und die rührende Szene mit seiner Tochter Paris findet Platz in dieser Dokumentation. Man läßt also keinen Fernsehmoment aus, der in irgendeiner Weise bewegend gewesen war und mit Jackson verbunden.

Meine Meinung zu der Sendung:
Ich hatte mich sehr auf die Sendung gefreut und gehofft, viel Neues zu erfahren. Doch im Großen und Ganzen habe ich zwar viele zum Teil tolle Videoausschnitte mit Michael Jackson gesehen, aber wirklich gänzlich neue Infos hat mir die Sendung nicht gebracht. Nun habe ich mich mit dem Thema Michael Jackson aber auch schon lange beschäftigt, viel gelesen und gesehen über den Superstar. So dass es vielleicht nicht verwunderlich ist, wenn ich dann nicht das Gefühl habe, besonders gut informiert zu sein, oder eher neue Infos herausziehen konnte.
Grundsätzlich fand ich das Besprechen der Szenen mit den Prominenten sehr interessant. Mit einigen konnte ich meine Ansichten teilen, andere wiederum waren nicht ganz mit meiner Meinung konform. Doch das ist gerade bei einem soviel diskutiertem Thema nun einmal so.
Viele Ausschnitte, die in dieser Sendung gezeigt wurden, kannte ich schon vom Fernsehen her oder aus dem Internet. So waren es sehr bekannte Sequenzen, die hier einfach zu einer Dokumentation zusammengefasst wurden.
Letztlich aber fand ich, dass der Querschnitt durch Jacksons Leben, der gezeigt wurde, ihm gerecht wurde. Er wurde nicht verurteilt in dieser Dokumentation, noch wurde posthum beschönigt, was niemals schön gewesen ist.
Ich habe diese Dokumentation sehr nachdenklich verfolgt und kam zu dem Schluss, dass ein Michael Jackson auch mit noch soviel Geld und noch soviel Ruhm ein oftmals sehr sehr trauriger Mensch gewesen sein muss, ein Mensch, der alles hatte und doch immer auf der Suche war. Wonach? Ich glaube ganz einfach nach Liebe. Nach einer Liebe, die dem Menschen Michael Jackson galt und nicht dem Superstar. Das wurde mir vielfach in dieser Dokumentation klar. Michael war einsam und suchte Freundschaft. Vielleicht war das auch der Grund, warum er sich gern mit Kindern umgab, denn diese waren ehrlich. Ebenso wie seine Liebe zu Tieren. Auch diese begegnen einem mit Ehrlichkeit und streben nicht danach, einen Popstar zum Freund zu haben, sondern den Menschen dahinter.
Michael Jackson, wir können wohl noch soviel über ihn hören, lesen oder sehen, ihn richtig verstehen und kennen lernen werden wir ihn nie. Und jetzt erst recht nicht mehr.
Für die einen mag er der Freak sein, für die anderen sogar das Monster, das sich an Kindern vergeht, für andere das absolute musikalische Genie.
Für mich ist und bleibt er der King of Pop, ein Ausnahmekünstler, ein Gigant auf der Bühne und menschlich im privaten ein Mann, der sich auf der Suche nach dem Glück verloren hat...
Sei nun seine schwere Kindheit daran Schuld, der frühe Ruhm, was auch immer.

Fazit:
Ich möchte die Dokumentation mit vier Sternen auszeichnen. Einen behalte ich ein, weil ich mir mehr neue Infos über das Leben des Michael Jackson erhofft hatte. Das war leider für mich nicht der Fall. Doch im Großen und Ganzen ist die Sendung gut aufbereitet gewesen und damit besonders für alle zu empfehlen, die bisher noch wenig Interesse am King of Pop hatten. Für Einsteiger in die Materie war die Dokumentation mit Sicherheit hochinteressant.
   


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