Erfahrungsbericht über

100 Spiele gegen Langeweile / Almuth Bartl

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Langeweile gibt es hierbei nicht

5  13.12.2007

Pro:
viele tolle Spielideen, einfache Bastelanleitungen, ganz viel Spaß

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

joel30706

Über sich:

Mitglied seit:26.12.2006

Erfahrungsberichte:47

Vertrauende:27

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 153 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo ihr lieben.


Mein heutiger Bericht ist vielleicht ein ganz besonderer Tipp für genervte Eltern und gelangweilte Kinder oder aber auch für alle die nach guten Spielen für einen bevorstehenden Kindergeburtstag suchen.
Ich habe da ein Buch entdeckt, welches sehr hilfreich dabei sein könnte. Ich habe es selbst beim Tessloff - Verlag online bestellt.
Es handelt sich um ein Spielebuch, welches voller lustiger und außergewöhnlicher Ideen und Anregungen gegen Langeweile steckt - ob allein, zu zweit oder in der Gruppe.


Zum Buch :

Wie der Titel schon sagt " 100 Spiele gegen Langeweile" ist es ein Spielebuch mit Spielen gegen die Langeweile für draußen oder drinnen.
Fingerabdrücke identifizieren, eine Flaschenpost verschicken, mit einer selbstgebastelten Unterwasser - Lupe auf Entdeckungsreise gehen - spannend faszinierende Spiele für zu Hause und auch in den Ferien werden in diesem tollen Buch angeboten.
Das Buch ist in 12 verschiedene Themengebiete aufgeteilt :


1. Abenteuerspiele

Völlig klar, dass richtige Abenteurer sich zuerst einmal einen gemütlichen Unterschlupf bauen, bevor sie sich anderen Arbeiten und weiteren Abenteuern zuwenden.
Je nach den örtlichen Gegebenheiten können sich die Kinder vielleicht ein Lager aus Stöcken, Ästen, einer großen Zeltplane und Schnur bauen.
Auch große Pappkartons, Badetücher und Decken sind bestens geeignet.
Ist das Lager fertig kann es losgehen.

Hierzu ein Spielbeispiel :

Das Löffel - Duell

Zwei besonders wilde Abenteurer tragen dieses Duell gegeneinander aus. Jeder Spieler bekommt zwei Suppenlöffel, einen in die linke und einen in die rechte Hand. Auf die linken Löffel werden jeweils eine Aprikose gelegt. Anstatt Aprikosen kann man auch Kartoffeln oder Tischtennisbälle ersetzen.
Kämpfen dürfen die beiden wilden Kerle aber nur mit dem rechten Löffel. Dabei müssen sie höllisch aufpassen, dass die eigene Aprikose schön im Gleichgewicht gehalten wird und keinesfalls vom linken Löffel purzelt. Wem das passiert, der hat nämlich verloren. Bei diesem Spiel ist die Kraft bei Weitem nicht so wichtig wie die Geschicklichkeit.


2. Ideen für die große Pause

Beispiel :

Münzen - Billard

Ein beliebtes Spiel für die Pause oder die Zeit vor dem Unterricht.
Gespielt wird am besten mit Zehncentmünzen.
Jeder Mitspieler sollte wenigstens drei Stück besitzen.
Zu Beginn werden drei Münzen in einigem Abstand voneinander in die Mitte des Tisches gelegt. Die münzen bilden ein Dreieck. Nacheinander darf jeder Mitspieler versuchen, ein eigenes Zehncentstück von der Tischkante aus mit Zeigefinger und Daumen so wegzuschnippen, dass es gegen eine der Münzen auf dem Tisch stößt.
Gelingt das, darf der Spieler seine Münze und auch die, mit der seine Münze zusammenstieß, behalten.
Gelingt es nicht, bleibt die eingesetzte Münze ebenfalls auf dem Tisch liegen, und zwar dort, wo sie sich gerade befindet.
Achtung ! Vom Tisch geschnippte Münzen gehören dem Spieler, der die drei ersten Münzen auf dem Tisch gelegt hat.


3. Ball(on)spiele

Beispiel :

Kopfball- Transport

Der Spieler geht in Krabbelstellung, legt sich seinen Ball vor dem Kopf und muss nun möglichst schnell von der Startlinie bis zur Ziellinie ( etwa fünf Meter entfernt ) krabbeln.
Dabei darf er den ball nur mit dem Kopf vorwärts treiben.
Sehr spannend wird das Spiel natürlich im Wettbewerb.
Leider sind die Bälle ja rund und rollen deshalb auch gerne mal ganz anders, als der jeweilige Transporteur will.
Große Kinder erschweren sich das Spiel, indem sie zwischen der Start- und der Ziellinie zum Beispiel Stühle und Kartons aufstellen, um die sie dann herumkrabbeln oder durch die sie hindurchkrabbeln müssen.


4. Das ist ja Zauberei !

Beispiel :

Nicht zu glauben was passiert, wenn man vor den Augen der Zuschauern einen Teelöffel voll Zauberpulver ( Backpulver ) mit einigen Tropfen Zauberwasser ( Essig ) vermischt. Das ganze beginnt zu schäumen und zu schäumen , und unter Umständen kriecht der Schaum sogar aus dem Glas.
Noch spannender wird es, wenn man folgendermaßen vorgeht : Man schüttet in ein Glas etwa einen Kaffeelöffel Zauberpulver, gibt einige Tropfen Hexensirup ( Lebensmittelfarbe ) dazu und einige Tropfen Gespensterpunsch ( Geschirrspülmittel ).
Wenn man nun beim Murmeln diverser Zaubersprüche noch etwas Zauberwasser hinzugießt, fängt die ganze Mischung an, bunte Blasen zu werfen. Ein wirklich eindrucksvoller Zauber !


5. Solospiele

Beispiel :

Das Taschenlampen - Kaleidoskop

Für dieses Spiel braucht man eine Taschenlampe.
Dann schneidet man aus gewöhnlichem Schreibpapier einen Kreis aus, der genauso groß ist wie die Taschenlampe.
Jetzt wird das Papier zum Halbkreis gefaltet, danach zum Viertelkreis. Nun schneidet man mit einer scharfen Schere Muster in das Papier.
Jetzt wird das Papier wieder aufgefaltet und glatt gestrichen.
Die Musterscheibe legt man auf die Taschenlampe und klebt sie mit durchsichtigem Klebeband fest.
Wenn die Lampe nun angeknipst wird, erscheinen tolle Muster überall dort, wo man hinleuchtet.
Wer es besonders gruslig haben will, der schneidet in das Papier eine schaurige Gespensterfratze und leuchtet damit herum.


6. Neues aus der Presse

Beispiel :

Knüllturm

"Auf die Zeitung fertig, los !" heißt das Startzeichen zu diesem Wettbewerb. Alle Kinder knüllen so schnell sie können Zeitungspapier zu Bällen und stapeln sie zu einem möglichst hohen Turm aufeinander.
Wer nach fünf Minuten Spieldauer Bauherr des höchsten Zeitungsturmes ist, gewinnt das Spiel.
Am besten baut man die Knülltürme an einer Wand hoch.
So lassen sich die Zeitungsbälle besser stapeln.
Die Wand stützt den Turm und verhindert , dass er allzu schnell umfällt.

7. Ich schenk dir was

Beispiel :

Ich denk an dich !

Ein Geschenk muss ganz bestimmt nicht immer ein in Geschenkpapier gewickeltes Ding sein, das zu Weihnachten oder zum Geburtstag feierlich übergeben wird.
Viel, viel wichtiger sind die kleinen Aufmerksamkeiten, die unverhofft einfach so und ohne bestimmten Anlass gemacht werden.
Hier ein paar Tipps, mit denen man anderen bestimmt eine Freude bereiten kann:

- ein selbst gepflückter Blumenstrauß

- für kleinere Geschwister kann man einen Bonbon im Zimmer verstecken; die Kleinen suchen und man gibt Tipps, zum Beispiel " Kalt!", " Wärmer!", " Heiß!"

- man stellt eine Riesenmenge Popcorn her, verpackt es in Tüten und verschenkt es an Freunde, Geschwister und Mitschüler.
leere Kartons kann man einfach in Puppenbettchen oder Häuser für Teddybären verwandeln. Kleine Geschwister freuen sich bestimmt darüber.
- Post bekommt jeder gern. Wenn man also das nächste Mal an einen ganz lieben Menschen denkt, schreibt man ihm einfach einen Mini-Brief. Manchmal reicht schon eine nett geschriebene Zeile.
Freunde und Freundinnen überrascht man, wenn zusätzlich noch ein weiterer Inhalt beigelegt wird :
- eine besonders schöne Briefmarke
- ein aus der Zeitung ausgeschnittener Witz
- der neuste " dumme" Spruch
- ein Foto
- eine Ansichtskarte , die man in ein achtteiliges Puzzle zerschnitten hat

7. Regenmantel und Gummistiefel

Beispiel :

Gummistiefel - Weitwurf

Hat es endlich aufgehört zu regnen ? Dann ist der richtige Moment für`s Gummistiefelweitwerfen gekommen.
Alle Spieler versammeln sich an der Abwurflinie. Auf die Plätze fertig, los !
Jedes Kind schleudert seinen Gummistiefel so weit wie möglich nach vorne.
Jetzt laufen alle Kinder vor und bleiben am Landeplatz ihres Stiefels stehen.
Na, wer kann seinen Stiefel jetzt am weitesten schleudern ?
Achtung: Niemand bekommt gern einen Gummistiefel an den Kopf geworden ! Auch Fensterscheiben sind in Gefahr ! Deshalb auf freies Wurffeld achten.

8. Frau Holle schüttelt Kissen auf

Beispiel :

Knöpfe für den Schneemann

Für diese Spiel baut man keinen "richtigen" Schneemann, sondern zeichnet ihn mit einem Stock in den Schnee. Von Kinn bis hinunter zu den Füßen wird ihm eine senkrechte Linie aufgemalt.
Nun bekommt jeder Spieler drei "Knöpfe", zum Beispiel drei gleich große Steine.
Die Spieler begeben sich zur Abwurflinie, die ungefähr zwei Meter vom Schneemann entfernt ist. Von hier aus versuchen nun alle Spieler, ihre Knöpfe so auf den Schneemann zu werfen, dass sie auf der Knopfleiste liegen bleiben.
Wem das gelingt, der erhält für jeden Treffer einen Punkt. Die übrigen Knöpfe werden von ihren Besitzern wieder aufgesammelt und noch so lange auf den Schneemann geworfen, bis auch sie auf der Linie landen. Kleinen Kindern erlaubt man schon mal, dass sie zum Knopfwerfen noch einen Schritt näher an den Schneemann herangehen dürfen.

9. Schlechtwetterspiele

Beispiel :

In der Dichterwerkstatt

Alle Kinder sitzen gemütlich im Kreis. Ein Kind überlegt sich ein beliebiges Wort und dazu ein passendes Reimwort. Zum Beispiel das Wort "Traum". Den Mitspielern gibt das Kind aber nur ein Reimwort dazu an, nämlich "Baum".
Nun darf jeder Mitspieler raten, wie das eigentliche Rätselwort heißen könnte. Die Kinder fragen zum Beispiel nach "Schaum", "Raum", "kaum", "Flaum" und so weiter.
Wer zuerst das gesuchte Wort nennt, der hat gewonnen und darf sich das nächste Rätselwort überlegen.

10. Streng geheim

Beispiel :

Unterwasser- Spürnasen

Eine Lupe für Unterwasser-Entdeckungen kann man ganz leicht selber basteln.
Dazu braucht man :
eine möglichst dicke Konservendose
eine Dosenöffner
ein Stück durchsichtige Plastikfolie
etwas Schnur und Klebeband
Mit dem Dosenöffner entfernt man auch den Boden der Konservendose, sodass ein stabiles Blechrohr entsteht. Aufpassen, dass man sich nicht an den scharfen Kanten schneidet.
Nun stellt man die Dose auf die Plastikfolie, zieht die Folie straff und bindet sie mit der Schnur fest.
Zusätzlich kann man die Folie noch mit dem Klebeband an der Dose festkleben.
Taucht man nun die Unterwasserlupe ins Wasser, so wölbt sich die Plastikfolie durch den Druck nach innen. Dadurch wirkt die Folie wie eine gewölbte Linse, und man sieht die Dinge unter Wasser vergrößert.
Weil man die Augen oftmals sehr nah an den oberen Deckelrand führen wird, ist es sicherer, wenn dieser Rand mit Klebeband beklebt wird. Auch die Finger sind nun besser geschützt.

11. Superspaß für Kinderfeste

Beispiel :

Steinzeit

Dieses spannende Steinspiel eignet sich ganz toll für Kinderfeste.
Alle Kinder sitzen am Tisch. Jedes Kind erhält ein kleines Schüsselchen und ein Buttermesser. In der Tischmitte steht eine große Schüssel mit Steinen. Nun wird reihum gewürfelt. Wer eine 6 würfelt, darf mit seinem Messer Steine aus der großen Schüssel in sein eigenes Schüsselchen hinüberbalancieren. Jedoch ohne Zuhilfenahme der anderen Hand und natürlich nur so lange, bis ein anderes Kind ebenfalls eine 6 würfelt. Die anderen würfeln also ganz schnell weiter, um die Steinzeit für dieses Kind möglichst kurz zu halten.
Haben dann alle Steinchen ihre Besitzer gefunden, ist das Spiel zu Ende. Jetzt werden die erbeuteten Steine gezählt.
Als Belohnung kann man dann die Steine vielleicht gegen Gummibärchen, Bonbons oder anderes eingetauscht werden.


12. Gute - Nacht - Spiele

Beispiel :

Fußtheater

Bevor das Kind ins Bett geht, legt es sich zwei kleine Mützen zurecht.
Entweder geliehen von den kleinen Geschwistern, oder es werden Puppenmützen benutzt.
Dann krabbelt das Kind ins Bett und lässt am unteren Deckenende die Füße herausgucken. Jeder Fuß bekommt ein Mützchen übergezogen. Dann werden auf den Füßen noch Gesichter aufgemalt, damit man zwei lustige, gut bewegliche Fußpuppen hat, mit denen sich das Kind nun selber ein kleines Theaterstück vorspielen kann.
Tipp : Wer keine geeigneten Mützen auftreiben kann, der bastelt welche aus Krepppapier und zwar so :
Einen Bogen Krepppapier , ca. 16 cm lang, oben ganz oft einschneiden. Das Papier muss locker um den Fuß herumpassen. Papier zum Kreis schließen, Papierenden aufeinanderkleben und mit einem Schleifchen die Fransen binden.


Buchdaten :

100 Spiele gegen Langeweile von Almuth Bartl

Illustriert von Jose A. Martin Vilchez

Ab 7 Jahren

Aus dem Tessloff Verlag

ISBN 978-3-7886-3174-1

Flexcover, 96 Seiten

17 x 24 cm Buchgröße

Preis : 7,95


Meine Meinung :

Ich denke mal, das in diesem Spielebuch für jedes Kind etwas dabei ist. Ich finde manche Spiele ganz lustig und manche auch spannend. Gebastelte Sachen sind schnell und einfach nachzumachen. Ich habe dieses Buch auf dem Geburtstag meines Sohnes eingesetzt, da wir draußen überhaupt nichts machen konnten, da es nur geregnet hat. Die Kinder haben die Spiele sehr schnell verstanden und auch großen Spaß dabei gehabt. Es war trotz des verregneten Tages ein gelungener Geburtstag. Viele Spiele waren auch Gruppenspiele von drei, vier oder fünf Spielern. Da gab es dann manchmal schon etwas Streit, wer mit wem zusammen spielen darf oder wollte.
Da habe ich mir zwei Auslosungsspiele einfallen lassen, um weiteren Streit zu vermeiden und um jedem Kind gerecht zu werden.

Ich habe Zettelchen mit Tiernamen vorbereitet und sie ganz klein gefaltet. Jetzt darf sich jedes Kind bzw. Spieler einen Zettel nehmen und ihn auseinanderfalten.
Sofort liest jeder was darauf steht und beginnt sofort, in der "Sprache" diese Tieres zu schreien. Die Schafe blöken "Mäh, mäh !" , die Frösche quaken, die Bienen summen…
Die "Tiere", die zusammengehören, müssen sich schnell finden und bilden eine Gruppe.

Eine andere Variante ist das Kordeln.
Für je zwei Kinder braucht man ein Stück Kordel oder Schnur.
Für zehn Kinder braucht man also fünf Stücke.
Diese Stücke werden ein bisschen verworren auf einen Haufen gelegt. Dann gibt der Spielleiter das Startzeichen, und jeder Spieler greift sich ein Ende einer Kordel.
So, nun noch ein bisschen entwirren, und jeder weiß, mit wem er zusammenspielt.


Fazit :

Ein sehr unterhaltsames Buch mit vielen Spielemöglichkeiten für draussen und drinnen .Es begeistert wohl auch jedes Kind, da für jeden etwas dabei ist. Daher volle Sternenzahl und meine Kaufempfehlung.

Ganz lieben Dank für eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare.

Ich wünsche euch noch eine schöne Adventszeit.

Eure

Miriam



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
roadrunnerundkojote

roadrunnerundkojote

03.02.2008 10:26

Suppi Bericht, ein Buch gegen Langeweile. Das kannte ich noch gar nicht. Gruß Monika

EmskoppEL

EmskoppEL

01.02.2008 00:20

echt ein super Bericht, der alles beantwortet, daher auch eine bh Bewertung von mir. lg nicole

esposa1969

esposa1969

07.01.2008 20:22

suuuper Bericht, bh

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