... Und zwar über die Realverfilmung von “101 Dalmatiner” aus dem Jahre 1996.
Erstmal was zur GESCHICHTE: Durch ihre beiden Dalmatiner Pongo und Perdi lernen sich Roger und Anita kennen. Dann bekommt Perdi auch noch 15 süße Welpen. Anitas Chefin, die unsympathische Pelzliebhaberin Cruella ... Bericht lesen
Pongo und Perdita wie er bei seinem Kinostart 1961 in Deutschland hieß -- ein Kind seiner Zeit. Entstanden in einer Phase, in der die Disney-Studios auf dem Realfilm-Sektor vor allem leicht verdauliche Familienkost ohne Anspruch kreierten, in deren Mittelpunkt stets der weiße Durchschnittsamerikaner und sein ach so lustiger und unpolitischer Alltag standen, wirkt 101 Dalmatiner wie das Zeichentrick-Pendant zu diesen Filmen. Er ist amüsant, keine Frage. Aber er ist auch bieder und frei von Überraschungen -- zumindest für Erwachsene. Man weiß nicht nur von Anfang an, wie der Film enden wird (mit Happy End, das ist uns allen klar). Man weiß vielmehr von Anfang an, wie sich die einzelnen Szenen in ihrer Abfolge entwickeln werden. Im Mittelpunkt stehen die Dalmatiner Pongo mit Herrchen Roger und Perdita mit Frauchen Anita. Die beiden Dalmatiner finden Gefallen aneinander, also bringen sie flugs ihre Besitzer zusammen. Das Glück ist perfekt, als sie dann auch noch Nachwuchs werfen und schon bald 101 Dalmatiner das Haus besetzen. Sehr zur Freude der Pelz-Fanatikerin Cruella de Vil. Diese hat nämlich die Idee, aus den sanften Welpenfellen einen Dalmatiner-Pelzmantel für ihre private Sammlung zu kürschnern. Was die Helden des Filmes Pongo, Perdita, Roger und Anita angeht, wirken sie, egal ob Mensch oder Hund, klinisch rein, als seien sie einmal im Schleudergang von Meister Propper auf Glänzend getrimmt worden. Selten waren die Figuren eines Disney-Filmes von solcher Durchschnittlichkeit. Hinzu kommt, dass der Film, im Vergleich zu früheren Werken zeichentricktechnisch einen Rückschritt darstellt. Die Figuren sind eher einfach gezeichnet, Hintergründe wirken oft starr und unbeweglich. Dass der Film nicht in der Versenkung verschwunden ist, ist vor allem der Figur der Cruella de Vil zu verdanken, einem der wahrscheinlich einprägsamsten Bösewichter aller Disney-Filme. Cruella verkörpert jede bekannte Boshaftigkeit und Gemeinheit in Person. Sie immer und immer wieder scheitern zu sehen, verpasst einem als Zuschauer ein derart beglückendes Gefühl, dass man über die Unzulänglichkeiten des Filmes im Endeffekt wieder gerne hinweg sieht. Ein bisschen mehr Cruella hätte dem Film also durchaus gut getan. --Christian Lukas
Pongo und Perdita wie er bei seinem Kinostart 1961 in Deutschland hieß -- ein Kind seiner Zeit. Entstanden in einer Phase, in der die Disney-Studios auf dem Realfilm-Sektor vor allem leicht verdauliche Familienkost ohne Anspruch kreierten, in deren Mittelpunkt stets der weiße Durchschnittsamerikaner und sein ach so lustiger und unpolitischer Alltag standen, wirkt 101 Dalmatiner wie das Zeichentrick-Pendant zu diesen Filmen. Er ist amüsant, keine Frage. Aber er ist auch bieder und frei von Überraschungen -- zumindest für Erwachsene. Man weiß nicht nur von Anfang an, wie der Film enden wird (mit Happy End, das ist uns allen klar). Man weiß vielmehr von Anfang an, wie sich die einzelnen Szenen in ihrer Abfolge entwickeln werden. Im Mittelpunkt stehen die Dalmatiner Pongo mit Herrchen Roger und Perdita mit Frauchen Anita. Die beiden Dalmatiner finden Gefallen aneinander, also bringen sie flugs ihre Besitzer zusammen. Das Glück ist perfekt, als sie dann auch noch Nachwuchs werfen und schon bald 101 Dalmatiner das Haus besetzen. Sehr zur Freude der Pelz-Fanatikerin Cruella de Vil. Diese hat nämlich die Idee, aus den sanften Welpenfellen einen Dalmatiner-Pelzmantel für ihre private Sammlung zu kürschnern. Was die Helden des Filmes Pongo, Perdita, Roger und Anita angeht, wirken sie, egal ob Mensch oder Hund, klinisch rein, als seien sie einmal im Schleudergang von Meister Propper auf Glänzend getrimmt worden. Selten waren die Figuren eines Disney-Filmes von solcher Durchschnittlichkeit. Hinzu kommt, dass der Film, im Vergleich zu früheren Werken zeichentricktechnisch einen Rückschritt darstellt. Die Figuren sind eher einfach gezeichnet, Hintergründe wirken oft starr und unbeweglich. Dass der Film nicht in der Versenkung verschwunden ist, ist vor allem der Figur der Cruella de Vil zu verdanken, einem der wahrscheinlich einprägsamsten Bösewichter aller Disney-Filme. Cruella verkörpert jede bekannte Boshaftigkeit und Gemeinheit in Person. Sie immer und immer wieder scheitern zu sehen, verpasst einem als Zuschauer ein derart beglückendes Gefühl, dass man über die Unzulänglichkeiten des Filmes im Endeffekt wieder gerne hinweg sieht. Ein bisschen mehr Cruella hätte dem Film also durchaus gut getan. --Christian Lukas
Geschwister aus den Fängen der schrecklichen Cruella befreien will -- auch der zweite Teil von 101 Dalmatiner ist ein tierisch lustiges Familienvergnügen. Der kleine Patch träumt davon, etwas Besonderes zu sein anstatt bloß einer in einem quirligen Haufen von 99 Geschwistern. Als seine Familie von London aufs Land zieht, bleibt er durch Zufall zurück, nutzt dann aber seine Freiheit, um auf Abenteuersuche zu gehen. Er begegnet seinem großen Idol, dem TV-Hundestar Thunderbolt. Als seine Geschwister von Cruella de Vil entführt werden, erwartet er von seinem großen Vorbild eine augenblickliche Heldenrettungstat. Doch Thunderbolt ist von Beruf Schauspieler und nicht Held... Also muss Patch über sich hinauswachsen, um seine Geschwister aus den Fängen der punkteverrückten Schreckse zu befreien. Und nicht nur seine Kenntnisse aus der Thunderbolt-Fernsehserie helfen ihm, auch sein Vorbild entdeckt heldenhafte Züge in sich. Gut, der Kern der Geschichte ist nicht neu: ein Filmheld entpuppt sich im wahren Leben als eingebildeter Nichtskönner. Doch ist die Begegnung des drolligen, gutgläubigen Patch mit dem selbstverliebten Schäferhund Thunderbolt witzig und originell inszeniert, sodass die Kenntnis des Grundplots nicht das Filmvergnügen trübt. Patch ist ein liebenswerter, sogar liebenswerterer Held als seine etwas blässlichen Eltern dies waren und die 98 Geschwister tun ihr Übriges am wuseligen, trubeligen Filmvergnügen. Cruella de Vil ist genauso teuflisch wie im ersten Film, nur hat sie ihr Auge dieses Mal auf die Kunst und nicht auf einen Pelzmantel geworfen. Als Muse will sie den herrlich durchgeknallten Maler Lars dazu bewegen, aus den Hündchen das perfekte Punkte-Kunstwerk zu schaffen. Hier entstand kein bloßer Aufguss eines Erfolgskonzeptes, die Geschichte verfügt über eine eigenständige, filmtragende Handlung, liebenswerte, neue Charaktere und wunderbare Weiterführungen bekannter Figuren. Beibehalten wurde der sympathisch antiquierte Zeichentrickstil, der sich nicht an technisch Machbarem selbst überbietet, sondern ganz schlicht -- und das ist mittlerweile eine hohe Kunst -- seine Geschichte erzählt. --Christina Kalkuhl
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Erfahrungsbericht von NIPB über 101 Dalmatiner (in echt) VHS 01.11.2009
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Glenn Close als Cruella de Vil, teilweise lustig, niedliche Hunde
Kontra:
teilweise langweilig, nur eine Durchschnittskomödie
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Heute gibt’s von mir mal wieder einen Filmbericht. Und zwar über die Realverfilmung von “101 Dalmatiner” aus dem Jahre 1996.
Erstmal was zur GESCHICHTE: Durch ihre beiden Dalmatiner Pongo und Perdi lernen sich Roger und Anita kennen. Dann bekommt Perdi auch noch 15 süße Welpen. Anitas Chefin, die unsympathische Pelzliebhaberin Cruella de Vil, will die Welpen haben. Als Roger und Anita ihr sagen, dass sie unverkäuflich sind, lässt Cruella sie von zwei trotteligen Ganoven entführen…
Die Story ist, wie schon bei dem Zeichentrickfilm, nicht so berauschend. Man kann sich halt denken, was so alles passiert. Und die Umsetzung? Ich muss sagen: Der Film fängt nicht übel an. Da sind schon ein paar gute, wenn auch ein wenig übertriebene, Gags dabei. Gegen Ende wird der Film aber immer langweiliger! Darum ist man auch nicht traurig, wenn er vorbei ist. Einen Pluspunkt gibt es aber noch dafür, dass er zu großen Teilen in London spielt (wie ich schon mal geschrieben hab, ich mag diese Stadt!). Was man bei diesem Film natürlich auch kritisieren kann: Viele kleine Kinder, die ihn sehen, wollen danach selber einen Dalmatiner. Dann wird einer gekauft- und nach 2 Monaten wieder im Tierheim abgegeben, weil er nicht mehr interessant genug ist.
Kommen wir zu dem SCHAUSPIELERN. Die fiese Cruella wird gespielt von Glenn Close (“Gefährliche Liebschaften“, “Eine verhängnisvolle Affäre“). Keine einfache Rolle! Aber sie hat es super gemacht und überzeugt von Anfang bis Ende in der Rolle der herzlosen Hexe. Das Einzige, was nicht ganz so passt: Sie sieht etwas zu gut aus für Cruella (im Trickfilm ist diese ja recht hässlich), aber sonst ist Glenn Close in dieser Rolle wirklich grandios! Roger wird von Jeff Daniels (”Dumm und dümmer”, “Amy und die Wildgänse”) und Anita von Joely Richardson (“Der Patriot”). gespielt. Beide machen das ganz ordentlich. Aber so gut wie Glenn Close sind sie lange nicht! Die trotteligen Ganoven werden gespielt von Mark Williams (besonders bekannt durch seine Rolle als Arthur Weasley in den “Harry Potter”-Filmen) und Hugh Laurie (besonders bekannt durch seine Rolle als “Dr. House”). Eigentlich machen sie das sehr gut, aber sie erinnern ziemlich an die Ganoven aus “Kevin allein zu Haus”, auch vom Optischen her. Das mag daran liegen, dass bei “101 Dalmatiner” John Hughes der Produzent ist. Und der war auch der Produzent von “Kevin allein zu Haus” und “Kevin allein in New York”. Ansonsten sind natürlich die niedlichen Hunde die Stars! *g*
Und da komme ich auch schon zur Frage: Wer ist die ZIELGRUPPE? Ich würde sagen, der Film ist gut geeignet für Kinder und Komödienliebhaber. Wer allzu viel Niveau und Spannung braucht, um sich gut unterhalten zu fühlen, sollte den Film lieber nicht sehen. Auch Romantiker werden nicht viel Gefallen an diesem Film finden. Es gibt zwar romantische Stellen, aber die sind ganz selten. Und natürlich ist er auch nichts für Leute, die Filme doof finden, in denen Tiere die Hauptrollen spielen. Ich finde es aber gut, dass die Tiere in diesem Film nicht reden können, das wirkt meistens irgendwie lächerlich!
Zur MUSIK lässt sich nicht viel sagen. Sie ist gut- aber dann ist auch gut! Die Musik stammt von Michael Kamen (“Stirb langsam”, “Robin Hood- König der Diebe”).
Abschließend muss ich sagen, dass der Trickfilm besser ist. Die Realverfilmung ist sicher süß und nett, aber dennoch reicht es nur für 3 Sterne. Kann man gucken, aber es ist auch nicht schlimm, wenn man ihn nicht anguckt- es ist letztendlich eben doch nur eine durchschnittliche Komödie!
Zur VHS an sich ist wenig zu sagen, außer, dass sie freigegeben ist ab 0 Jahren und eine Laufzeit von ca. 98 Minuten hat. Ein Making-of oder Ähnliches ist leider nicht vorhanden. Bei amazon.de kann man die VHS schon ab günstigen 1 € bekommen.
In letzter Zeit wühle ich häufiger in meiner Videosammlung, die hauptsächlich mit Kinderfilmen aus meiner Kinderzeit bestückt ist. Meine Kinderzeit ist noch nicht so lange her, also ist der Film von dem ich erzählen möchte auch noch gar nicht all zu ...
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101 Dalmatiner, wer kennt diesen Film nicht??? Dennoch möchte ich ihn hier vorstellen, falls es doch wirklich noch jemanden gibt, der diesen Film nicht kennt. Es geht um den Rüden Pongo und seinen verkappten Musiker den er als Herrchen hat, die be ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich