13. Krieger, Der (Film)

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13. Krieger, Der (Film)

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Ungwöhnlich, blutig, rätselhaft und sehr spannend

5  04.06.2001

Pro:
sehr spannend, ungewöhnliche Handlung, gute Schauspieler, gute Verfilmung des Buches

Kontra:
ziemlich grausam und blutrünstig

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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Miara

Über sich: Ich möchte mich bei allen bedanken, die bisher bei mir gelesen haben und vielleicht auch jetzt noch ...

Mitglied seit:22.03.2000

Erfahrungsberichte:713

Vertrauende:324

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 77 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

EINLEITUNG

Der 13te Krieger ist ein Film, den ich mir jetzt schon zum Zweitenmal angesehen habe. Letztes Jahr habe ich den genialen Film im Kino gesehen und jetzt habe ich mir die Kassette beim Weltbild-Verlag gekauft. Übrigens kenne ich auch das Buch zum Film.


HANDLUNG

Der arabische Poet Ahmed Ibn Fahdlan verliebt sich im Jahre 922 vor Christus in eine verheiratete Frau. Wegen dieser Angelegenheit wird er als Botschafter hoch in den Norden geschickt und somit aus seiner Heimat verbannt.

Zusammen mit einem älteren Gelehrten reist er durch äußerst gefährliche Gegenden und im letzten Moment werden die Reisenden vor Hunnen durch das Erscheinen eines Wikinger-Schiffes gerettet. Und hier beginnt auch Ahmed's neues Leben mit den so anderen und barbarischen Nordmännern.

Kurz nach der ersten Begegnung, kommt ein weiteres Wikingerschiff mit einem Boten eines anderen Wikinger-Königs hinzu. Der junge Bote bittet um Hilfe, da etwas, was nicht genannt werden darf, das Reich des Königs verwüstet und erbarmungslos Menschen tötet. Die Wikinger beschließen nach Befragung einer Seherin, dem anderen König zu helfen. Die Seherin sagt, dass alles nur gut wird, wenn 13 Krieger an den fremden Ort reisen. Und einer der Krieger darf kein Wikinger sein. Somit beschließen die Wikinger, den unerfahrenen Ahmed Ibn Fahldlan mitzunehmen, obwohl dieser kein Wort ihrer Sprache versteht.

Nach einer nicht ganz einfachen Reise erreichen die 13 Männer unter der Führung von Buliwyf den fremden König und bieten ihm die Unterstützung an. Und schnell werden sie auch mit dem Feind konfronziert. Weniger dem Feind selbst als das, was er anrichtet. Menschen werden ohne Gnade getötet und teilweise angegessen.

Der Feind selbst wird als Bären/menschenartiges Wesen angesehen, der mit Hilfe eines flammenden Drachen alles verwüstet, was sich ihm entgegenstellt. Und nach und nach zerstört dieser Feind sämtliche Siedlungen der Wikinger, die scheinbar chancenlos sind.

Ahmed Ibn Fahlan muss sich als Krieger beweisen, denn in diesem gnadenlosen Land hat er ohne dass er kömpfen kann, keinerlei Überlebensmöglichkeit. Zum anderen will er auch den für ihn so barbarischen Nordmännern zeigen, dass er durchaus etwas taugt und wie sie kämpfen kann.


MEINUNG

Der 13te Krieger basiert auf dem Roman von Michael Crighton "Die ihre Toten Essen". Der Film wurde sehr gut und genau umgesetzt, so dass man auch als Leser des Buches seinen Spaß mit dem Film hat. Spaß ist hier nicht darauf bezogen, dass es sich um eine Komödie handelt. Denn das ist der 13.te Krieger in keinem Falle.

Es handelt sich hier um einen sehr harten und brutalen Action-Film. Dieser spielt allerdings nicht in unserer Zeit sondern im Jahre 922 vor Christus. An sonsten hat man hier alles, was einen Action-Film ausmacht.

Neben dem Kampf mit den geheimnisvollen Feind, dessen Identität sich erst nach und nach hinauskristallisiert, geht es aber auch um Freundschaft und um das sehr interessante Wesen der Wikinger, die sich total von dem damals dagegen zivilisierten Arabern unterschieden. Es geht darum, dass der junge Araber von dem Wikingern akzeptiert werden will und gleichzeitig auch um sein Leben kämpfen muss, wie jeder der dort lebenden Wikinger.


*********** Nur lesen, wer die Handlung kennt*************

Daneben geht es aber auch um einen seltsamen Konflikt. Es geht um das Nebenherexistieren zweier Menschlicher Arten. Einer frühmenschlichen, die der Erdmutter huldigt und die Menschen nicht als irgend etwas artverwandtes betrachtet. Und den Wikingern, die in der gleichen Gegend leben und von den "anderen" keine Ahnung haben. Bis sie unmenschlich überfallen werden.

******************* jetzt wieder für alle ****************

Antonio Banderas spielt den jungen Araber, als wäre ihm die Rolle auf den Leib geschrieben worden. Der Zuschauer erlebt das geheimnisvolle Geschehen und auch das für uns barbarische Verhalten aus Sicht des jungen Arabers. Das ergibt eine ganz besondere Faszination. Und man erlebt selbst mit, wie aus einem nichtkämpferischen Poeten ein Krieger wird, der durchaus mit dem Mut und dem Durchhaltevermögen der Wikinger mithalten kann. Nur macht er eben alles auf seine Art.

Neben Antonio Banderas spielt übrigens auch eine Weile der den meisten doch bekannte Omar Sharif mit. Er ist es, durch den überhaupt eine Kommunikation zwischen Wikinger und Araber ermöglicht wird. Denn er spielt einen Araber, der schon weit gereist ist und sehr viele Sprachen und Sitten kennt.

Für Menschen, die kein Blut sehen können oder die Gewaltszenen meiden, ist der Film nicht geeignet. Denn trotz einiger humorvoller Szenen durch die unterschiedlichen Lebensweisen geht es hier nur eines. Um den erbarmungslosen Kampf ums Überleben der Wikinger, die von irgend etwas unbekannten bedroht werden. Es geht um Töten oder Getötet werden und dieses Thema liegt nicht jedem. Wenn man dann noch abgerissene menschliche Glieder sieht und bemerkt, dass diese angeknabbert wurden, dann ist das noch weniger Jedermanns Sache. Aber insgesamt wurde hier doch weniger Wert auf die Blutszenen gelegt als auf den Kampf selbst, auf den Mut der Wikinger und die Zähheit des jungen Arabers, der sich in einer völlig fremdartigen Welt zurechtfinden muss.


BESONDERES

Die Video-Kassette enthält nach dem eigentlichen 100 Minuten dauernden sehr spannenden Spielfilm noch 10 Minuten mit Interview. Auch diese sind sehr interessant, sowohl Antonio Banderas, andere Schauspieler als auch der Regisseur und sogar Michael Crichton selbst kommen hier zu Wort und geben noch interessante Informationen zum Film ab.


DATEN

Titel: Der 13te Krieger
Regie und Produktion: John Mc Tiernan
Buch und Produktion: Michael Crichton
Laufzeit: 100 Minuten plus 10 Minuten Interviews
Altersfreigabe: ab 16 Jahre
Preis: DM 19,90 im Weltbild-Verlag


FAZIT

Ein sehr blutrünstiger und brutaler Actionfilm, der im Jahre 922 vor Christus spielt. Humorvolle Szenen wechseln sich mit nachdenklichen oder brutalen Stellen ab. Der Aspekt der Freundschaft und auch der der Menschlichkeit sind hier sehr hoch neben dem Kampf ums Überleben angesiedelt. 100 Minuten ohne Langeweile.


Liebe Grüße - Miara
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Birgit1957

Birgit1957

09.01.2005 23:25

Prima dein Bericht, der Film wurde erst vorige Woche wieder im TV ausgestrahlt und hat mich wieder fasziniert.LG

BigKing87

BigKing87

26.04.2003 16:47

Blutrünstig ist vielleicht nicht unbeding schlecht (In deinem Fall CONTRA). Viele mögen solche mysteriösen und blutigen Filme. Ansonsten super Bericht.

xxxxxBxxxxxxx

xxxxxBxxxxxxx

20.01.2003 15:24

Dein Bericht ist echt gut und den Film finde ich auch einsame spitzenklasse. MFG Benny

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