13. Krieger, Der (Film)

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13. Krieger, Der (Film)

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Hinter den Toren von Walhalla...

5  09.05.2003

Pro:
alles

Kontra:
nichts, null, nada !

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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diala

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:107

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kurz vorab
~~~~~~~

„Die ihre Toten essen“ – nach dieser Romanvorlage von Michael Crichton („Jurassic Park“, „emergency room“) wurde 1999 der Film „Der 13. Krieger“ verfilmt. Regisseur John McTiernan ist unter Actionfreunden bekannt durch „Stirb langsam“ und den guten alten „Predator“. Das lässt einiges hoffen...


Klappe – und Aktion...
~~~~~~~~~~~~~

Der Film, der mitten in der Wikingerzeit spielt, beginnt überraschender Weise in wärmeren, entlegenen Gefilden – Bagdad im Jahre 922 v. Christus. Der Araber Ibn Fahdlan wird nach einem Verhältnis mit einer verheirateten Frau auf Reisen geschickt – wohl in der Hoffnung, dass er bei einem seiner Abenteuer umkommt und nie wieder zurück kehren wird. Wie ihm geheißen erkundigt er die ihm bis dahin völlig unbekannten Länder im Norden – und stößt auf eine riesige Gruppe Nordmänner, bei denen er einige Tage verweilt.

Während seinem Aufenthalt erlebt er die Beerdigung eines großen Häuptlings – der Wikinger wird auf seinem Schiff aufgebahrt und mitsamt Hab und Gut verbrannt. Die Frau des Nordmann folgt ihm in den Tod – mit den Worten „Dort treffe ich meinen Vater, dort treffe ich dann meine Mutter, meine Schwestern und meine Brüder...“
*gänsehaut*
Thronfolger ist der hünenhafte Krieger Buliwyf, das absolute Bild eines Wikingers. #

Dessen Thronfolge ist noch nicht ganz gefeiert, da bitten bereits ein Abgesandter eines anderen Wikingerkönigs den Krieger um Hilfe – das Reich des Königs wird heimgesucht von einer Kreatur, deren Namen nicht genannt werden darf. Der flammende Drache, der Lindwurm, der sich in nebligen Nächten aus den Mooren erhebt, durstig nach Blut, angeblich unbezwingbar – er soll bezwungen werden von Buliwyf und seinen Mannen.

Ein Orakel wird zu Rate gezogen. Die alte Frau wirft die Runen und verkündet ihre Weissagung – 13 Männer sollen ziehen, sie allein können das unaussprechliche besiegen. Ibn Fahdlan verfolgt das Spektakel interessiert – einer nach dem anderen erhebt sich und verkündet, er sei der 1te, 2te, 3te,... Mann. Beim 13ten Stein hält das Orakel inne und verkündet, der 13te Krieger darf kein Nordmann sein...

So zieht Ibn Fahdlan zusammen mit 12 Wikingern in ein Abenteuer...

Die Verständigungsschwierigkeiten am Anfang sind enorm. Ibn lernt zwar die Sprache der Nordmänner verblüffend schnell (ein bisi unrealistisch schnell mein ich...), doch die Vorurteile der beiden Welten lassen sich nicht sofort abbauen. Die Nordmänner sehen in Ibn einen kleinen unwissenden Kameltreiber, während Ibn die Wikinger für grobe, ungeschlachtete und dumme Barbaren hält...

Doch der Araber und die Krieger lernen voneinander und bald kämpft Ibn Seite an Seite mit Freunden, nicht mit Barbaren, gegen das unaussprechliche...


Meine Meinung - allgemein
~~~~~~~~~

Kult. Der Film überhaupt. MEIN Film.
Allein 3 Mal war ich im Kino. Und hab ihn natürlich hier. Und kenn ihn natürlich fast auswendig. Ist klar!

Eigentlich ist der 13. Krieger „nur“ ein spannender Actionfilm, kurzweilig, nett besetzt und mit schönen Bildern. Die Geschichte ist gut und eigentlich durchgehend glaubwürdig, die Wendungen, die die Story im Film teilweise nimmt (z.B. wenn klar wird, WAS das unaussprechliche ist) sind gut und durchdacht, aber nicht vorsehbar.

Die Nordmänner werden netterweise mal nicht dargestellt wie dumme, langhaarige Barbaren, im Gegenteil, man gewinnt ein sehr positives Bild von diesen tapferen Männern. Allen voran Buliwyf, der den Araber dadurch überrascht, dass er schreiben will...

Die Kampfszenen in dem Film sind gut, die Atmosphäre stimmt und der Zuschauer lebt mit. Zurücklehnen und mit auf die Reise in das Abenteuer gehen, das verspricht dieser Film!

Das ist so das allgemein zu dem Film – und jetzt sag ich euch, wie das aus meinen Augen aussieht:

Meine Meinung – sehr persönlich *g*
~~~~~~~~~

Wunderbarer Film über und mit Wikingern (und ja, ich hab da ein Faible für!), Gänsehaut für den Nordland-Anhänger alle 10 Minuten. Da fährt ein Drachenschiff durch Nebel, der Mann am Bug ruft „Odin“. Die Nordmänner werden super rübergebracht, ich schließ jeden einzelnen sofort ins Herz und kann mich auch beim hundertsten mal kucken nicht entscheiden, wenn ich am liebsten mag – auf Platz zwei natürlich, nach dem fantastischen Buliwyf, der sie alle anführt.

Das Drumherum – Landschaft, Gebäude, Gebräuche und Gebaren – absolut glaubwürdig und schön. Sofort fühlt man sich in eine andere Zeit zurückversetzt, in eine Welt, in der Tapferkeit, Ehre und Mut an erstere Stelle kamen.

Auch Antonio überrascht mich – als ich ins Kino ging dachte ich „Mensch, DER in einem Wikingerfilm, muss das sein?!“ aber er spielt seine Rolle genial. Bald auch schließe ich den kleinen Araber in mein Herz, der von den riesigen Kriegern auf ihren hünenhaften Streitrossen ausgelacht wird, als er sein arabisches Pferd „auspackt“, dass neben den anderen wie ein Hündchen wirkt. Und der auf das selbige springt und den Nordmännern in einem Anflug von Trotzt zeigt, was so ein „Hündchen“ alles kann.

Und das erste Mal im Kino wurde es auch peinlich für meinen Freund – da schleppt sich auf der Leinwand der sterbende Buliwyf (*heul*) mit seinem Schwert in der Hand in den letzten Kampf, um dort, und nicht im Bett zu sterben – und ich in der letzten Reihe seufzte ich gut hörbar „Kuck, nur, damit er nach Walhalla kommt“ und blinzele ganz heftig.. *lach*

Und als die Krieger, zusammen mit dem Araber, vor dem Kampf ihr „Gebet“ sprechen, hab ich eine Ganzkörpergänsehaut:
„Dort treffe ich dann meinen Vater, dort treffe ich meine Mutter, meine Schwestern und Brüder. Dort treffe ich all jene Menschen meiner Ahnenreihe, von Beginn an. Sie rufen bereits nach mir. Sie bitten mich, meinen Platz zwischen ihnen einzunehmen, hinter den Toren von Walhalle, wo die tapferen Männer für immer leben.“

Einige ziehen nach Walhalla nicht alle 13 Gesandten des Orakels überleben. Und jeder einzelne von ihnen reißt mir ein Loch ins Herz *schnief*

Fazit
~~~

Für Action-Fans unbedingt sehenswert!

Für Menschen, die die nordische Mythologie, Lebensweise usw. interessiert ganz ganz arg empfehlenswert!

Für andere – ansehen. Ihr werdet nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen wie ich, aber ihr werdet es sicher nicht bereuen, da der Film alles hat, was eine gute Abend-Unterhaltung verspricht: Spannung, Action, ein wenig Gefühl, starke Bilder und schlüssige Handlung.

Für mich – Kultfilm, direkt neben Braveheart (*seufzt*) und Killers (!!). Kann ich jeden Tag kucken wenn’s sein muß!


In Liebe ;-)
diala

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Birgit1957

Birgit1957

09.01.2005 23:30

Guter Bericht mir hat der Film auch sehr gefallen.Lg

Casi08

Casi08

12.08.2003 16:25

Ich habe den Film auch schon mehrfach gesehen und war wie Du zuerst ein bißchen skeptisch ob Antonio Banderas in so einen Streifen passt. Wie Du war auch ich anschließend positiv überrascht. Über die Sache mit dem normannisch lernen - ich habe mir halt vorgestellt, dass die Reise länger dauert als dargestellt und er somit genügend Zeit hat. Das ist zwar nicht so expilzit dargestellt (mit einer Einblendung "3 Monate später" oder so ähnlich, scheint mir aber für die damalige Zeit angemessen. Ich fand eher unrealistisch, wie und wann die "Monster" ihre Toten nach der ersten Schlacht (bei der die massig umkommen) mitgenommen haben. Ist aber nur ein Film und soll unterhalten - warum also groß darüber nachdenken. Toller Bericht Gruss carsten

Sturmvogel

Sturmvogel

19.07.2003 20:28

*Lob ;)

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