Über sich:Bin jetzt wieder 100% hier aktiv ! 7.5.-11.5 Urlaub, noch 37000 bis Gold - müsste 2012 machbar sein;...
Mitglied seit:05.10.2007
Erfahrungsberichte:989
Vertrauende:323
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Über den Film der 13. Krieger gab es hier nun einige unterschiedliche Bewertungen. Während ein user eine vernichtende Kritik schrieb da er den Film am historischen Vorbild Ahmad ibn Fadlan misst - dem natürlich weder das Buch noch der Film das Wasser reichen können, sind andere User meiner Ansicht nach wieder zu euphorisch.
Ich denke der Film ist am Anfang sehr gut und verkommt erst am Schluß zur Farce....
Wie hier auf ciao.de schon erwähnt wurde basiert der 13. Krieger auf dem Abenteuerroman von Michael Crichton der wiederum auf einer Art historischer Reisebeschreibung eines arabischen Gesandten basiert. Das der Roman hier katastrophal versagt dafür kann der Film der auf dem Roman basiert nichts. Außer Spielberg gibt es sowieso keinen Regisseur der einen Crichton Roman erfolgreich umsetzen konnte. Philip Kaufman ging mit "Die Wiege der Sonne" unter, Frank Marshalls "Congo" wurde eine Katastrophe und auch der Regisseur von der 13. Krieger John McTiernan scheiterte.
Wobei der erste Teil des Films durchaus interessant und unterhaltsam ist. Aber da führte wohl noch McTiernan Regie - die schmiss er im Laufe des Films hin und Michael Crichton himself übernahm den Regiestuhl. McTiernan meinte übrigens er hätte den Film nie angesehen. Am Anfang des Filmes kommt der Kulturclash - hier die barbarischen, ungehobelten Wikinger dort der feinsinnige, kluge Araber - sehr gut heraus.
Im Film schließt sich der Araber Ahmahd Ibn Fahdalan (gespielt von Antonio Banderas) einer Wikingertrupe angeführt von Buliwyf (gespielt von Vladimir Kulich) an die einem weit abgelegenen Wikingerdorf zu Hilfe kommen wollen. Laut einem Orakel gelingt dies aber nur wenn der dreizehnte Krieger kein Wikinger ist.
Die Annäherung zwischen Ahmahd Ibn Fahdalan und den Wikingern fand ich sehr gelungen, der Prozeß indem der Araber deren Sprache lernt usw. Zudem gibt es hier einige gelungene Witze.
Leider zerhackt der defnitiv für die Regiearbeit untalentierte Crichton alle Handlungsstränge und bietet nur noch unlogische Schlacht- und Kampfszenen. Dazu ersetzte er den ursprünglichen Sound mit dem 08/15 Sound von Jerry Goldsmith. Die zu hektischen Schnitte verschlimmern alles. Von den Logikfehlern mal ganz zu schweigen wenn etwa der Sohn des "Königs" Rothgar als Bösewicht dargestellt wird und dann einfach verschwindet. Vor allem sind aber die Feinde der Wikinger nicht ernst zu nehmen. Während auch hier am Anfang noch Ehrfurcht vor den zuerst anonymen Feinden - den Totessern - vorherrscht so sind diese bald nur noch lächerliche Abziehbilder. Die Übermacht des Feindes kommt dabei nie zu tragen da sie komplett hirnlos gegen eine dezimierte, unterlegene Wikingertruppe anrennen und unrealistischerweise verlieren.
Kein Wunder das der Film zuerst im Archiv verschwand (er hätte eigentlich am Juli 1998 in die US Kinos kommen sollen erreichte diese aber erst am 09.09.1999)
Auch die Nordmänner sind zu oberflächlich dargestellt. Wären die Nordmänner so dumm gewesen und so ungebildet wie in Crichtons Machwerk, so ungeordnet in der Schlachtformation (hat der Autor schon mal was vom dänischen Schildwall gehört) so hätten sie kaum halb Europa in Angst und Schrecken jagen können. Die Figuren bleiben blass und oberflächlich. Dabei waren mit Vladimir Kulich und Dennis Storhoi zwei erstklassige Schauspieler am Set die einen besseren Film verdient hätten. Antonio Banderas überzeugte hingegen nur am Anfang, am Schluß wirkt er nur noch fehl am Platz. Von der Schwertkampftechnik mal ganz zu schweigen.
Das Ende des Filmes ist dann noch eine Spur liebloser als der ganze Film eh schon ist und verkommt total in der Lächerlichkeit.
30.04.2011 21:02
Ich mag den Film auch nicht. Viele Grüße!
28.04.2011 11:08
Ein flacher Film, der mit der Realität extrem wenig zu tun hat. LG Gudrun
28.04.2011 09:35
schade...