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Interessantes Gefängnisdrama aus deutschen Landen: ein Anwalt sieht den Knast einmal aus einer anderen Perspektive...
Konrad von Seidlitz (Kai Wiesinger) hat gemeinsam mit seinem Partner Axel Häring (Axel Pape) eine gutgehende Anwaltskanzlei. Allerdings ist er ein notorischer Falschparker und weigert sich, die innerhalb von zwei Jahren angesammelten Knöllchen zu bezahlen - auch weil er sich durch die drohende Erzwingungshaft von 14 Tagen einen Popularitätsschub verspricht. Am Abend vor seinem ersten Tag auf der anderen Seite der Gitter feiert er daher eine große Abschiedsparty und verlobt sich außerdem mit seiner Freundin Cornelia (Sylvia Leifheit), die nebenbei noch die Tochter des Justizministers ist. In der Anstalt angekommen macht er sich durch sein arrogantes Auftreten keine Freunde, weder bei den Beamten, noch bei den Insassen. Insbesondere mit dem Gefangenen Viktor Czernetzky (Michael Mendl) eckt er immer wieder an. Am Tage seiner geplanten Entlassung durchsuchen die Vollzugsbeamten Konrads Zelle und finden dort ein Paket mit Kokain. Aus der Freiheit wird also vorerst nichts - Seidlitz wird zu zwei Jahren Knast ohne Bewährung verurteilt. Bei der nun folgenden Suche nach dem Organisator des Komplottes entdeckt er neue Freunde, aber auch neue Feinde...
Gut gemacht ist vor allem die Charakterisierung des Hauptdarstellers, der sich von einem arroganten Yuppie zu Beginn des Filmes zu einem umgänglichen Zeitgenossen am Ende wandelt. Auch überrascht die Handlung immer wieder durch Wendungen, die die Beziehungen zwischen den Figuren immer wieder in einem neuen Licht erscheinen lassen.