14 Tage lebenslänglich

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Der Knast

5  03.12.2003

Pro:
Story, Darstellung etc .

Kontra:
Nix .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Laundry

Über sich: Muss für 10 Klausuren lernen. Melde mich im Februar wieder. Frohes Neues!

Mitglied seit:05.06.2002

Erfahrungsberichte:359

Vertrauende:48

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 57 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo ihr Lieben! Heute berichte ich über den Knastthriller ,,14 Tage lebenslänglich" mit Kai Wiesinger in der Hauptrolle. Der Film macht deutlich, dass der Knast eigene Gesetze hat...

Der Plott:

Der erfolgreiche Jurist Konrad von Seidlitz gibt nach außen hin fast immer den freundlichen, netten Typ, doch zu seinen Kollegen und zu seiner Freundin Cornelia ist er ein Kotzbrocken. Er genießt es förmlich, es seiner Frau demütigend von hinten zu besorgen und im Koksrausch seine Kollegen zu dirigieren, indem er ihnen sagt, sie sollen vorerst alle Termine absagen. Kurz und gut, er ist ein wahrer Sadist mit einem gehörigen Spritzer Arroganz.

Seine Mengen an Strafzetteln, wegen Falschparkens, möchte er auf keinen Fall bezahlen. Deshalb gibt er auf einer Party bekannt, dass er statt zu bezahlen, seine Zeit im Knast absitzen will. Damit verspricht er sich genug Publicity für seine Kanzlei. Außerdem gibt er noch bekannt, dass er sich mit Cornelia verloben möchte. Ihre Eltern schauen ganz verdutzt, als ob sie nicht einverstanden wären. Natürlich hat Konrad auch hier einen korrupten Hintergedanken gehabt, Cornelia's Vater ist nämlich Justizminister und deshalb wäre er sehr hilfreich für seine ohne hin schon große Karriere.

Mit viel Jubel und Tam-Tam wird Konrad ins Gefängnis gebracht. Seine eingebildete Haltung gefällt den Wärtern auf Anhieb nicht. Insgesamt 14 Tage soll er dort bleiben. Die ersten Tage laufen noch relativ gut für ihn, da er sich mit dem Gesetz auskennt und sein Handy, seinen Anzug und seine Arbeitsmaterialien mit in die Zelle nehmen darf. Er ist sogar so dreist und gibt den anderen Häftlingen Geld, damit sie für ihn putzen.

Am Tag seiner Entlassung fragt ihn ein Wärter, ob er an Gerechtigkeit glaube. Konrad bejaht und kurz darauf stürmen mehrere Männer in seine Zelle und durchsuchen sie nach Drogen. Konrad ist ganz aufgebracht von der Aktion, weil sie so rüpelhaft mit seinen Sachen umgehen. Im Klo versteckt finden sie zweihundert Gramm Kokain. Tja, das wars dann wohl mit der Freiheit und der Karriere. Es werden auch einige Häftlinge verhört, die alle gegen ihn aussagen und somit verliert Konrad den Prozess...

Meine Meinung:

Als erstes habe ich mir die Frage gestellt, welcher Anwalt (!) ist so dumm und nimmt Koks mit in den Knast? Man kommt leicht darauf, zu behaupten, dass Koks stamme von ihm, da man Konrad in einer der ersten Szenen auf einer Toilette mit Cornelia koksen sieht. Dennoch sollte man auch noch unter Betracht ziehen, dass wirklich jemand dieses Zeug bei ihm in der Toilette versteckt hat. Möglichkeiten gäbe es genug, da Konrad ja andere Häftlinge bei sich putzen lässt. Ich finde es gut, dass man darüber im Unklaren bleibt, denn so wirkt der Film noch spannender und man will unbedingt wissen, wie die Geschichte endet.

Schon an den Blicken von Cornelia's Eltern auf der Party, lässt sich erkennen, dass sie mit der Verlobung und der schnell darauffolgenden Heirat nicht einverstanden sind. Als rauskommt, dass Konrad wegen übermäßigem Drogenbesitzes noch länger sitzen muss, will der Vater unbedingt, dass Cornelia sich von ihm trennt. Verständlich. Doppelpech für Konrad, denn danach lässt sie sich prompt mit einem seiner Kollegen ein. An diesem Beispiel sieht man ganz gut, wie viel man doch auf einen Schlag im Leben verlieren kann.

Axel Milberg spielt ,,Kleinschmidt", ein Mann, der erst so tut, als wäre er Konrad's Freund, aber später entpuppt er sich als Wolf im Schafspelz und vergewaltigt ihn. Krass dabei finde ich, dass er ihm vorher eine Geschichte erzählt von Soldaten, die sich gegen den Feind gewehrt haben und letztendlich alle gestorben sind. Daraufhin stellt er nämlich die Hypothese, ,,Wehren tun sich nur die Dummen!", womit er sein anschließendes Vergehen an Konrad rechtfertigen will.

Aber ist es denn wirklich so schlimm in Gefängnissen Deutschlands, wie es in Filmen wie diesem oder in der Serie ,,Hinter Gittern" (gut, dass ist vielleicht jetzt ein schlecht passendes Beispiel, weil es sich um einen Frauenknast handelt) gezeigt wird? Ich habe mal gehört, manchen Häftlingen soll es ganz gut gehen, sie haben regelmäßige Mahlzeiten und dürfen fernsehen usw.. Wie sieht die Wirklichkeit aus? Grausam oder Annehmbar?

Ich gebe dem Film 5 Sterne, wegen den oben erwähnten Gründen.

Darsteller: Kai Wiesinger alias Konrad von Seidlitz,
Silvia Leifheit alias Cornelia,
Axel Milberg alias ,,Kleinschmidt".

Regie: Roland Suso Richter.

Lauflänge: 100 Minuten.

FSK: Ab 16 Jahren.

Drehort: Deutschland, 1996.

By Laundry ;-)
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Cybersyssy

Cybersyssy

10.10.2009 17:22

Ach ne, deutsche Filme *grusel* Liebe Grüße, Elena

Carmelita2905

Carmelita2905

08.02.2004 01:23

Meiner Meinung nach ist dieser Film einer der besten deutschen Kinofilme. Tolle Besetzung, Dramatik und eine Handlung, die sicherlich ein ums andere Mal in der Justiz passiert! Dein Bericht hat mich erinnert, dass ich den Film schon ca. 6 Monate nicht gesehen habe... ;-) Ich kann ihn bald synchron sprechen!

BillMaplewood

BillMaplewood

03.12.2003 19:01

Und noch zum Koks. Soweit ich mich recht entsinne wurde ihm das schon untergeschoben. Ist lange her, dass ich den Streifen gesehen habe, aber es gab ziemlich sicher die direkte Aussage, dass es ihm untergeschoben wurde (vielleicht auch nur auf der DVD, aber es gab sie).

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