17. Weihnachten für Kinder

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17. Weihnachten für Kinder

Gesamtbewertung (19): Gesamtbewertung 17. Weihnachten für Kinder

 


Kindheitserinnerungen an Weihnachten

4  17.12.2001 (04.02.2002)

Pro:
Gemeinsamkeit, Familie, Geschenke, Freude .  .  .  .

Kontra:
Streß, Konsum .  .  .  .

Empfehlenswert: Ja 

ritaritter

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Hallo liebe Ciao Leser und Leserinnen

ich habe vor ein paar Tagen von der Weihnachtsaktion von Ciao gelesen und habe auch schon einen Bericht dazu geschrieben. (Wer Lust hat kann sich ja mal bei mir umschauen). Ich schaue jeden Tag nach, über was für ein Thema geschrieben werden kann. Und wenn ich ehrlich bin, finde ich die Idee von Ciao ganz witzig, irgendwie ist es so, als wenn man eine Tür vom Weihnachtskalender aufmacht und sich überraschen läßt was es wohl diesmal ist.
Und irgendwie erinnert mich das schon an meine Kindheit und an Weihnachten.

Ich bin die älteste von noch 4 Geschwistern und noch 2 Halbgeschwistern (mit denen ich aber wenig zu tun habe) und Weihnachten ist in unserer Familie immer ein sehr wichtiges Fest gewesen und ist es auch heute noch. Auch wenn ich, meine Geschwister und meine Eltern ein paar Jahre älter geworden sind.
Und auch wenn sich viel in den Jahren verändert hat, nicht nur das wir älter geworden sind. In den Jahren ist doch einiges passiert, was uns als Familie geprägt hat...

Ich erinnere mich noch daran, ich war 3 Jahre alt, das der Weihnachtsmann kam und die Hausschuhe von meinem Vater anhatte. Und ich meine Mutter gefragt habe, wieso der Weihnachtsmann die Hausschuhe von meinem Vater trägt. Ich glaubte wie alle kleinen Kinder noch an den Weihnachtsmann und vor lauter Aufregung ist mir damals gar nicht aufgefallen das mein Vater nicht mehr da war.
Meine Mutter mußte sich das Lachen verkneifen und sich schnell was ausdenken. Sie sagte, das sie ja alles sauber gemacht und geputzt hätte und der Weihnachtsmann nicht alles wieder dreckig machen möchte.

Bei uns ist es immer so gewesen, das am 23. Abends der Weihnachtsbaum angeschückt wird, als ich kleiner war, durfte ich nie dabei sein, wir mußten immer ins Bett, keiner durfte ihn von uns Geschwistern vorher sehen. Die Stube wurde abgeschlossen und wir waren immer alle ganz neugierig und gespannt.
Irgendwie lag damals mehr Heimlichkeiten in der Luft, meine Mutter verschwand für 2-3 Stunden, hatte sich eingeschlossen, um die Weihnachtsgeschenke für uns große Familie einzupacken.

Am 23. Nachmittags wurde auch meist schon das Essen vorbereitet. Bei uns ist es Tradition, das es Kartoffelsalat mit Hähnchen gibt. Und für 7-9 Leute Kartoffelsalat zu machen dauert schon eine Weile.
Wir halfen alle mit, der eine pellte die Kartoffeln ab und schnitt sie klein, der andere schnitt saure Gurken und Gemüse....
Es machte Spaß alles vorzubereiten, auch wenn die Küche danach aussah wie ein Schlachtfeld, aber auch das meisterten wir gemeinsam.

Wir halfen auch alle mit im Haushalt, meine Mutter ist immer der Ansicht, das alles Blinken und Sauber sein müßte. Ich muß dazu sagen, das wir damals in einem großen Haus lebten und viel zu tun war. Da wurde gestaubsaugt, gewischt, geputzt....
Und wenn ich mich daran zurückerinnere, gab es auch immermal ein bisschen Streit zwischen uns deswegen, weil einfach zuviel erledigt werden mußte und wir immer Angst hatten alles nicht zu schaffen.

Aber wir schafften es immer und wir saßen meist um 16 Uhr alle friedlich zum Kaffee am Tisch. Vorher verschwanden wir nacheinander in unsere Zimmer und standen vor den Schränken und überlegten uns was wir wohl anziehen könnten. Denn es sollte ja schon festlich sein. Wir halfen uns immer gegenseitig, schminkten uns, machten uns die Haare... oder halfen uns gegenseitig bei der Auswahl der Sachen.

Mein Vater holte unsere Großeltern vorher ab und wir alle waren gespannt auf die Geschenke.
Es gab selbstgebackene Plätzchen, Stolle, duftenden Tee oder frisch gekochten Kaffee. Und noch heute ist es so, daß am 23. Abends der Baum angeschmückt wird, nun aber von uns allen, das unser Haus von oben bis unten geputz wird und das wir heute alle zum Kaffee am Tisch sitzen und gespannt sind.

Und doch ist es irgendwie anders, es hat sich so einiges Verändert. Ich lebe jetzt in Hameln und muß bis zum 23. abends arbeiten (Gastronomie) und fahre spät abends nach Hause über die Autobahn und erlebe es nicht mehr wie der Weihnachtsbaum geschmückt wird oder wie alle durchs Haus wusseln und aufräumen. Auch meine Schwester wohnt nicht mehr bei meinen Eltern und kommt auch erst am 24. mit Ihrem Freund zu uns. Und auch ich bringe meinen Freund mit, und schon sind wir wieder 2 Personen mehr und unser Eßtisch muß nochmal ausgezogen werden, so daß alle daran Platz haben.

Früher und auch heute ist es noch so, das alle Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen. Bei uns in der Familie ist es so, daß wir gerne schenken und sich jeder sehr große Mühe gibt bei der Auswahl und auch beim Einbacken.
Meine Mutter denkt sich jedes Jahr was neues aus, sie macht immer ein Spiel daraus, den wir sollen unsere Geschenke nicht einfach so bekommen.

Als ich kleiner war, habe ich ein Gedicht vorgetragen oder gesungen, später habe ich mit der Flöte ein paar Stücke gespielt. Heute finde ich mich ein wenig zu alt dafür, obwohl das quatsch ist, den wir haben immer gemeinsam gesungen oder Musik gemacht.
Ich muß dazu sagen, das wir alle musikalisch sind, meine Mutter war Musiklehrerin und wir können fast alle ein Instrument spielen.

Aber irgendwie geht das von Jahr zu Jahr ein wenig verloren, wir singen kaum noch gemeinsam oder spielen gemeinsam auf den Instrumenten und irgendwie vermisse ich das ein kleinwenig.

Für mich ist Weihnachten nicht mehr das Weihnachten was es für mich als Kind war. Es liegt wohl darin, das ich es mit anderen Augen sehe, irgendwie ist der Zauber den man als kleines Kind gespühr hat vor Weihnachten weg. Für mich artet es teilweise zum Streß aus, den ich arbeite jetzt sehr viel.
Wir haben unzählige Weihnachtsfeiern auf Arbeit und ich mache viele Überstunden zur Zeit. Ich komme auch nicht mehr dazu meine Geschenke selbst zu basteln oder zu sticken, nähen.... so wie ich es früher meist tat. Und so kaufe ich meist was und auch dazu fehlt mir schon fast die Zeit. Denn ich überlege mir immer lange was ich schenke und ob ich damit auch demjenigen eine Freude machen kann.

Früher habe ich es einfach schön gefunden wenn die Schaufenster weihnachtlich geschmückt waren und man Ware (Geschenke) im Schaufenster präsentiert hat. Heute wirkt für mich viele überladen, zu bunt und zu krell.

Wenn ich ehrlich bin, vermisse ich die Zeit als ich Kind war und sehne mich ein bischen danach zurück.

Aber trotzallem wünsche ich Euch allen eine frohe uns Streßfreie Weihnachtszeit.


Eure Rita


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Michi_01

Michi_01

01.10.2002 21:55

Kannst Dich aber nicht erinnern können. ISt erwiesen, dass man sich auf keinen Fall vor seinem 4. Lebensjahr erinnern kann. Dachte ich zwar auch bei manchen Sachen, aber denke, ich weiß es doch nur von Erzählungen und Bildern, die sich dann so verinnerlicht haben.

AT82_02

AT82_02

19.02.2002 14:50

Ist ja witzig!!! :-)

FrancanNicole

FrancanNicole

11.01.2002 18:03

Hi! Ich vermisse auch manchmal die Zeit, als ich noch ein kleines Kind war und an das christkind geglaubt habe. Aber so wie es jetzt ist, ist es auch ok :) MFG Nicole

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