Ein Low-Budget-Film in Schwarz-Weiß hat mich wieder mal in ein Kino getrieben. Nach "Mutti- Der Film" hat Ades Zabel, die Königin der Berliner Tunten-Trash-Szene wieder einmal zugeschlagen. Dieses Mal kommt sie uns als Miss Marple, nur dass sie in 18:15 Karin Höhne heißt und aus Berlin-Haselhorst ... Bericht lesen
Englisch ( Untertitel ), Italienisch ( Untertitel ), Portugiesisch ( Untertitel ), Schwedisch ( Untertitel ), Spanisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: Hinter den Szenen, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: s/w Karin Höhne ist eine pensionierte Grundschullehrerin aus Berlin-Haselhorst. Auf dem Weg zum Kaffeekränzchen bei ihrer besten Freundin Rosa Brathuhn wird sie unfreiwillig Zeugin eines bestialischen Mordes in einer vorbeifahrenden S-Bahn. Eine junge Frau wird Opfer eines Axtmörders. Leider hält die Polizei, allen voran der britische Austauschinspektor Rock Milchester, ihre Äußerungen für Spinnereien einer alten Frau, zumal auch keine Leiche gefunden wird. Was bleibt der rüstigen alten Dame anders übrig, als sich selbst um den Fall zu kümmern? Schnell ist Freundin Rosa überredet und es heißt: Frau Höhne ermittelt. Eine heiße Spur am Bahndamm führt die beiden in den Frisiersalon des Wilmersdorfer Starcoiffeurs Horst Brüller. Dort führt Geschäftsführerin Gisela Drache ein strenges Regiment. Doch Frau Höhne schafft es, in ihrem hohen Alter noch einen Ausbildungsplatz zur Frisurenfachgestalterin zu bekommen. Und ihre Wunderfinger überzeugen nicht nur die Kundin und Filmdiva Veranda Strunzig-Lopez, sondern auch den alkoholkranken Chef und dessen aalglatten Lover Bruno. Eine vergiftete Perücke und mehrere Leichen im Salon geben Frau Höhne recht: So kurz vor der großen Frisiermesse Schnippel Dir einen geht es nicht mit rechten Dingen zu im Hause Brüller. Was verbirgt der gruselige Keller des Hauses, warum fällt Tausendschön Müller permanent in Ohnmacht und wen hat Schönheitschirurg Hektor Messerschmidt auf dem Gewissen? Welches Geheimnis hat der Friseur Wunibald Glücklos und warum muss der schwule Starfrisör Riccardo Stecher sterben? ...18.15 From Ostkreuz ( 18.15 Uhr ab Ostkreuz )
Englisch ( Untertitel ), Italienisch ( Untertitel ), Portugiesisch ( Untertitel ), Schwedisch ( Untertitel ), Spanisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: Hinter den Szenen, Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: s/w Karin Höhne ist eine pensionierte Grundschullehrerin aus Berlin-Haselhorst. Auf dem Weg zum Kaffeekränzchen bei ihrer besten Freundin Rosa Brathuhn wird sie unfreiwillig Zeugin eines bestialischen Mordes in einer vorbeifahrenden S-Bahn. Eine junge Frau wird Opfer eines Axtmörders. Leider hält die Polizei, allen voran der britische Austauschinspektor Rock Milchester, ihre Äußerungen für Spinnereien einer alten Frau, zumal auch keine Leiche gefunden wird. Was bleibt der rüstigen alten Dame anders übrig, als sich selbst um den Fall zu kümmern? Schnell ist Freundin Rosa überredet und es heißt: Frau Höhne ermittelt. Eine heiße Spur am Bahndamm führt die beiden in den Frisiersalon des Wilmersdorfer Starcoiffeurs Horst Brüller. Dort führt Geschäftsführerin Gisela Drache ein strenges Regiment. Doch Frau Höhne schafft es, in ihrem hohen Alter noch einen Ausbildungsplatz zur Frisurenfachgestalterin zu bekommen. Und ihre Wunderfinger überzeugen nicht nur die Kundin und Filmdiva Veranda Strunzig-Lopez, sondern auch den alkoholkranken Chef und dessen aalglatten Lover Bruno. Eine vergiftete Perücke und mehrere Leichen im Salon geben Frau Höhne recht: So kurz vor der großen Frisiermesse Schnippel Dir einen geht es nicht mit rechten Dingen zu im Hause Brüller. Was verbirgt der gruselige Keller des Hauses, warum fällt Tausendschön Müller permanent in Ohnmacht und wen hat Schönheitschirurg Hektor Messerschmidt auf dem Gewissen? Welches Geheimnis hat der Friseur Wunibald Glücklos und warum muss der schwule Starfrisör Riccardo Stecher sterben? ...18.15 From Ostkreuz ( 18.15 Uhr ab Ostkreuz )
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Erfahrungsbericht von lutz.maertens über 18.15 Uhr ab Ostkreuz 19.04.2006
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Tunten - Trash vom Feinsten
Kontra:
schlechtes Make up
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ein Low-Budget-Film in Schwarz-Weiß hat mich wieder mal in ein Kino getrieben. Nach "Mutti- Der Film" hat Ades Zabel, die Königin der Berliner Tunten-Trash-Szene wieder einmal zugeschlagen. Dieses Mal kommt sie uns als Miss Marple, nur dass sie in 18:15 Karin Höhne heißt und aus Berlin-Haselhorst kommt.
Story:
Was eine pensionierte Grundschullehrerin vom anderen Ende der Stadt nun am Ostkreuz zu suchen hat weiß ich auch nicht so genau, wahrscheinlich passten die maroden Bahnanlagen besser ins Konzept. Ach ja, hier fahren ja auch S-Bahnen parallel aus, und nur so konnte Frau Höhne diesen abscheulichen Axtmord in der anderen Bahn beobachten. Regelrecht zerstückelt wurde da eine Frau, die eine verdammte Ähnlichkeit mit der jungen Audrey Hepburn hatte. Schrecklich das Ganze, nur glaubt ihr keiner, weder der Fahrkartenkontrolleur noch die Polizei. Und so beschließt die gute Frau, gemeinsam mit ihrer Freundin Rosa Brathuhn diesen Fall aufzuklären.
Die Spur führt nach Leichenteilfunden in die Friseurszene, konkret zum Berliner Coiffeursalon "Brüller" in Wilmersdorf. Dass in diesem feinen Hause etwas nicht stimmt, merkt Frau Höhne sofort. Und so bewirbt sie sich trotz ihres hohen Alters um einen Ausbildungsplatz als Frisurenfachgestalterin und wird auf Grund ihrer Fingerfertigkeit (orgastisch, kann ich nur sagen) tatsächlich engagiert. Miss Marple lässt wieder grüßen. Alles will ich nicht vorwegnehmen, nur soviel. Bei der einen Leiche bleibt es nicht, ein grusliger Keller, eine mysteriöse Chefin, eine vergiftete Perücke (von Marlene…), diverse verwickelte Beziehungskisten und eine haarsprayabhängige Friseuse spielen noch eine Rolle. Und: der Mörder ist nicht der Gärtner, aber fast.
Der Film:
Um es vorweg zu nehmen: Der Film ist nix für Leute mit Anspruch. Die Witze sind derb, zuweilen albern. Trashig halt. Die Story ist jedoch überraschend fesselnd, es gibt einen roten Faden und der Film ist in sich schlüssig. Das überrascht, denn nach "Mutti der Film" war ich auf das Schlimmste (im positiven Sinne) gefasst. Handwerklich kann man eigentlich nichts aussetzen, die Kameraführung scheint professionell, Kulissen und Kostüme ansprechend. Was zu bemängeln ist, ist die katastrophale Schminkung der Schauspieler. Man hat den Eindruck, um aus Ades die alte Frau Höhne zu machen, hat man sie mit Lehm beschmiert. Eigentlich kann man den Streifen nicht einmal als Parodie auf Miss Marple-Filme bezeichnen, eher als Liebeserklärung. Und nicht nur einmal kommt man sich in die alten Rutherford-Filme versetzt vor. Dazu trägt nicht nur das Schwarz/Weiß der Bilder sondern auch der der auf alt getrimmte Sound, perfekt imitiert.
Schauspieler:
Wenn man Ades Zabel und das Team der "Teufelsberger" kennt, weiß man, dass vieles improvisiert ist und zuweilen auch schief geht. Hohe Ansprüche sollte man da nicht haben. Bis auf Ades und vor allem Andreja Schneider als Filmdiva Veranda Strunzig-Lopez und Rosa Brathuhn hatten die andern Akteure eher die zweifelhafte Qualität von "Kommissare im Einsatz", wenn ihr versteht was ich meine. Nur gibt es da einen Unterschied: sie spielen mit einer Freude und einer Furchtlosigkeit, was schlechtes Makeup und blöde Jokes betrifft, dass es schon wieder Spaß macht, zuzuschauen. Ach ja, der "Austausch-Kommissar" Rock Milchester (Dieter Bach) hatte auch seine Qualitäten
Filmdaten:
Kinostart:6. April 2006 D 2006 105 Min. HD Video Farbe:schwarz/weiß Regie/Buch/Schnitt: Jörn Hartmann Musik: Matthias Köninger, Stefan Kuschner Bildformat:16:9
Fazit: Ein Film nicht für jeden, ohne jeden Anspruch, jedoch kurzweilig, lustig und doof. Wie Trash eben sein muss.
Trailer findet Ihr überigens hier: http://www.18uhr15-ab-ostkreuz.de/