Ich habe mich schon 6 Monate nach meinen ersten Gehversuchen im Internet daran gemacht meine erste eigene Homepage zu basteln. Damals half mir ein ganz nettes Programm von AOL, in dem man als Laie sich seine Bilderchen an die richtige Stelle klicken konnte. So sah meine Seite auch aus. Einfach nur hingewürfelt, aber trotzdem stolz es geschafft zu haben. Im laufe der Jahre entwickelte ich weitere komplexere Webseiten, beschäftigte mich mit Linux und wagte den Schritt zur Selbständigkeit. 2002 habe ich meinen ersten Server bei 1&1 für stolze 50 EUR im Monat. Als zufriedener Kunde bin ich nun seit 2000 Kunde bei 1&1 und will mal hier speziell auf die derzeit angebotenen Server eingehen.
Eine kleine Übersicht meines Berichtes
1. Die Server
2. Die Software
3. Die Preise
4. Der Bestellvorgang
5. Die Anbindung
6. Die Verfügbarkeit
7. Die Abrechnung
8. Abschließendes Statement (Update 05-10-2007)
UPDATE: SERVICE
1. Die Server
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1&1 hat in laufe der letzten Jahre immer wieder neue Systeme angeboten. Als ich 2002 meinen ersten Server dort gemietet habe, hatte ich 49 EUR für den Server bezahlt. inkl. COnfixx 1.6 Light, was einfach nur witzlos war. Ich machte ein Upgrade auf Confixx Vollversion und hatte die beachtliche Summe von 118 EUR jeden Monat auf der Uhr. Die Server heute haben Confixx Professional 3 inklusive, und haben viel bessere Ausstattung.
Der Root-Server L:
Intel Pentium 4 mit 2,66 GHz
1024 MB RAM
80 GB Festplatte
500 GB Traffic
80 GB Backupspeicher
Kostenpunkt: 69 EUR
Der Root-Server XL:
Intel Pentium 4 mit 3,0 GHz
2048 MB RAM
120 GB Festplatte
750 GB Traffic
120 GB Backupspeicher
Kostenpunkt: 99 EUR
Der Root-Server XXL:
Intel Pentium 4 mit 3,0 GHz
2048 MB RAM
2 x 200 GB Festplatte mit RAID-1 gespiegelt
1000 GB Traffic
200 GB Backup
Kostenpunkt: 149 EUR
Zweifelsohne sind alle Server wirklich ihr Geld wert. Das war bis vor kurzem noch anders. 1&1, eines der Marktführenden Unternehmen im Bereich Hosting, Server und Domains hat es sich bis vor wenigen Monaten herausgenommen jedes GB Traffic was über den Inklusivkontingent vebraten wurde 9,90 EUR zu berechnen. Im Herbst letzten Jahres wurde dann der Preis auf 6,90 EUR gesenkt, was aber im vergleich zu anderen Anbietern noch immer zu hoch war. Auch waren Traffickontingente fern jeder realität. Zu Zeiten wo die jeder Surfer mit einer 5MBit-Leitung durch das Netz "rasen" kann waren 100 GB eher wenig. Das hat 1&1 nach langer Zeit auch bemerkt und das Inklusivkontent auf 500 GB erhöht. Der Trafficpreis wurde mit dem heraufsetzen des freien Traffickontongents auch auf 0,49 EUR je weiteres GB gesenkt. Das ist nicht zu verachten.
2. Die Software
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Zu
Bilder von 1&1 WebHosting
der Zeit, alc ich meine Server bestellt habe, wurde auf allen Systemen Linux SuSE 8.1 bzw. 9.1 mit Confixx Professional 3 installiert. Natürlich waren auch PHP, Perl, mySQL und auch Postfix installiert welches der Grundbedarf für einen anständigen Weberser ist. Auf dem neueren Rechner wurde auch Majordomo (ein Mailinglistenprogramm) installiert.Wer mehr haben will, muss sich natürlich mit Linux auskennen. Denn für alles weitere ist man selber zuständig.
3. Die Preise
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Die Preise reichen, wie oben bereits geschrieben von 69 EUR bis 149 EUR. Wer auf höchste stabilität Wert legt sollte sich mindestens den Root-Server XL zulegen aufgrund der größeren RAM-Speichers und der etwas schnelleren CPU. Für normale Webanwendungen reicht allerdings auch der Root-Server L.
Natürlich sollte man auch wissen, wieviel Traffic man braucht. 500 GB sind schon recht beachtlich. Wer aber eine gut laufende Community hat, mit wirklich sehr vielen Besuchern hat, und damit meine ich nicht nur 1000 Besucher, der Tut gut daran sich lieber vorher zu überlegen, welchen Server er braucht. Ein späteres Upgrade ist nicht möglich. Sprich man muss einen neuen Server mieten. Da man aber auch 2 Monate Kündigungsfrist hat sollte man, wenn man denn einen besseren Server benötigt, den Server kündigen, und den neuen erst 4 Wochen vor ablauf der Kündigungsfrist bestellen. Dann hat man noch ausreichend Zeit, um den neuen Server für den eigenen Bedarf zu konfigurieren und die Inhalte auf den neuen Server zu übertragen.
4. Der Bestellvorgang
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Der Bestellvorgang wird in einzelne Schritte unterteilt. Erstmal wählt man (ist ja logisch) den gewünschten Server. Das System zeigt nochmal das ausgewählte Produkt. Hier hat man nochmal die möglichkeit seinen gewählten Tarif zu ändern. Im nächsten Schritt wird einem das zugehörige Softwarepaket gezeigt. Man kann wählen ob man das Softwarepaket zugeschickt haben möchte oder eben nicht. Das Paket kostet lediglich 6 EUR Versand. Beachtlich ist der Umfang des Softwareangebotes:
Macromedia Dreamweaver MX
Macromedia Contribute 3
PhotoImpact 10 SE
PDF2HTML
Hello Engines! 4.0
Ranking Toolbox 4.0
in2site 1&1 Edition
WISE.FTP
1&1 Internet-Tuner
Nächster Schritt ist die Auswahl der Domain. Welche man da haben möchte, ist jedem selbst überlassen. Man gibt also die gewünschte Domain ein, wählt die TLD (TopLevelDomain = Endung der Domain wie z.B. de com net...) und bestätigt mit "Weiter". Es werden einem dann angezeigt das die Domain entweder frei oder schon belegt ist. Weiter macht das System weitere Vorschläge. Doch Achtung, weitere Domains kosten zusätzlich. Ein klick auf "Weiter" bringt uns zum nächsten Schritt.
Der nun folgende Schritt zeigt die Kosten an die bei der Bestellung entstehen. Sehr hilfreich, da es dann auch nicht zu bösen überraschungen kommen kann. Mit klick auf "Weiter" gehtd auch schon weiter.
Nun kommt man in den Schritt seine Daten einzugeben. Ist man bereits 1&1 Kunde entfällt dieser Schritt, und man gibt seine Kundennummer ein. Ich gehe aber mal von Neukunden aus, der nun seine Adressdaten angibt. Am Ende des Formulars wartet wieder ein Button mit... Na Du weißt schon... mit "Weiter".
Nächster Schritt ist die Passwortwahl vom Kundenbereich von 1&1, wo man seine Server verwalten kann und vieles andere mehr. Ein Klick auf das schon bekannte "Weiter" bringt uns nun zu einem sehr komischen Schritt.
Jetzt will 1&1 wissen: Hallo Du da, vor dem PC.... Woher kennst Du uns ??? Sinn des ganzen ist es, ganz klar, welche Werbeform bring welche Kunden. Das ist für jedes Unternehmen von Interesse, herauszufinden, wo er es gefunden hat. Einfach auswählen und auf "Weiter" klicken.
Nun kommt man zu dem Punkt, welche wohl der wichtigste für 1&1 ist und der uninteressanteste für den zukünftigen Kunden. 1&1 will die Bankdaten haben, umd die Beträge vom Konto einzuziehen ;-) Immer schön bezahlen, denn kein Unternehmer versteht Spaß wenns ums Geld geht :-P Eingeben, klicken "Weiter"...
Jetzt kommt der finale Kick. Jetzt wird einem alles zusammengefass angezeigt, und man muss nochmal die AGB bestätigen. Es ist besoders wichtig, die AGB zu lesen, und nicht nur einfach zu bestätigen. Ansonsten kann es ganz schnell zu Überaschungen kommen, mit denen keiner Rechnet. Aber die AGB legen nunmal die Spielregeln für die geschäftliche Beziehung fest. Wer nun auf Bestellen klickt ist dann schon Kunde bei 1&1. Der Server ist in den meisten Fällen innerhalb von 48 Stunden eingerichtet und erreichbar.
Ich habe den ganzen Bestellvorgang einfach mal durchgespielt, und von jedem Schritt ein Bild gemacht.
5. Die Anbindung
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Hinsichtlich der Anbindung ist 1&1 glaube ich bisher im europäischen Bereich ungeschlagen. Das ist der Schlund & Partner AG zu verdanken, das Mutterschiff der 1&1 Internet AG. Das Rechenzentrum in Karlsruhe hat Anbindungen an sieben verschiedene Netzbetreiber über Glasfaserkabel, und verfügt zudem über eine Direktverbindung an DE-CIX (zentraler deutscher Internet-Knoten zur Datenpaketverteilung). Damit erreicht 1&1 die gigantische Bandbreite von 18 GigaBit pro Sekunde. Zum vergleich, haben die normalen Internetuser eine Anbindung von 5 MegaBit pro Sekunde über DSL.
Auch für die Sicherheit der Server wird gesorgt, sind doch alle Zellen in sogenannten Lampertz-Zellen untergebracht. Lampertz-Zellen sind klimatisierte Serverräume die mit allen erdenklichen Schutzmechanismen ausgestattet sind. So sind z.B. mit einem Brandfrüherkennungssystem ausgestattet. Laser-Partikel-Detektoren erkennen eine Rauchentwicklung bevor es überhaupt jeder handelsübliche Rauchmelder kann. Weiter werden diese Serverräume mit über 150 Kameras bewacht.
6. Die Verfügbarkeit
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Die Server die 1&1 und auch Schlund & Partner in dem Rechenzentrum unterbringen sind redudant ans Internet angeschlossen. Ausfälle aufgrund des Wegfalls eine Knotenpunktes sind daher weitesgehend ausgeschlossen. Auch für den Fall der Fälle das der Strom ausfallen sollte, wurde vorgesorgt. Auf dem Dach des größten Rechenzentrums Europas befinden sich mehrere Dieselgenetoren, welche innerhalb von nur 15 Sekunden genug Strom liefern für alle im Haus befindlichen Systeme inkl. der Klimaanlage. Bei einem Verbrauch von ca. 2000 Liter Diesel pro Stunde, stehen den Generatoren insgesamt 50.000 Liter Diesel zur verfügung das würde für 25 Stunden Betrieb ausreichen. Für Nachschub hat aber auch Schlund & Partner wieder gesorgt, und kann auch den Betrieb auf längere Zeit mit den Notstromgeneratoren aufrecht erhalten.
Man sieht also, das Ausfälle seitens von 1&1 nahezu ausgeschlossen sind.
7. Die Abrechnung
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Bei der Abrechnung ist 1&1 sehr unflexibel. Wer seinen Server am 23. des Monats bestellt, erhält auch immer um dem 23. rum seine Rechnung. 1&1 selbst sieht sich nicht in der Lage, dem Kunden die Rechnung zum 1. oder 15. des Monats zu stellen. Das in Zeiten der Computertechnik finde ich ein wenig arm.
Allerdings ist es mir noch nie passiert, das ich von 1&1 doppelt berechnet wurde oder doppelt abgebucht wurde. Was hier andere berichten über die mangelhafte Buchhaltung von 1&1 kann ich nicht bestätigen. Klar kann es bei mehreren Millionen Kunden mal vereinzelt zu Fehlern kommen, aber es sind immer noch Einzelfälle. Bei so vielen Kunden ist es daher auch nicht verwunderlich, das man viele meckern hört. Leider gibt es viel zu wenige, die auch über die guten Seiten eines Dienstleisters reden.
8. Abschließendes Statement
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Ob für den Privatmannoder den Geschäftsmann ist egal. 1&1 kann ich guten Gewissens NIEMANDEN empfehlen. Hier möchte ich aber noch jedem mit auf den Weg geben: Wenn Du einen Server holen willst, überlege sehr gut ob Du das brauchst. Überlege Dir, ob Du das Risiko eingehen willst. Weil ein Server ist eine Waffe für die man keinen Waffenschein benötigt. Wer sich mit Linux nicht auskennt sollte im zweifel, lieber einen Managed Server mieten. Damit werdem einem alle Administrationsarbeiten abgenommen.
Jeder der sich totzdem einen eigenen Root-Server zulegen will sollte schon fortgeschrittene Linuxkenntnisse haben. Wer diese sich aneignen möchte, sollte nicht einen Server zum üben oder lernen nehmen. Das kann nicht nur anderen Schaden zufügen, sondern auch dem Betreiber. Ein geknackter Server wird gerne von illegalen Menschen zu einem Downloadserver gemacht. Innerhalb von 2 Tagen kann dann der komplette inklusive Traffic aufgebraucht sein. Weitere 2 Tage ist man dann schon rund 250 EUR ärmer. Schon in einer Woche sind es dann rund 600 EUR. Hinzu kommt die monatliche Gebühr für den Server. Also bitte erst lernen und dann Server holen.
UPDATE SERVICE:
Mit erschrecken stellte ich fest, das 1&1 die eh schon teure 0180-Nummer stillgelegt hat. Ruft man diese an, wird einem eine Bandansage vorgespielt, man solle bitte die neue "Service-Nummer" wählen, welche mit 0900 anfängt. Zum Vergleich ist die 100% Tochtergesellschaft in den USA immer noch mit einer KOSTENLOSEN Hotline erreichbar.
Da vorsorglich alle 0900-Nummern beim Festnetzprovider gesperrt wurden, kann ich 1&1 nicht mal mehr telefonisch erreichen. Und da man, je nach Anliegen dann 0 Cent bis 99 Cent bezahlen muss, will ich nicht wissen, wie lange man in einer Warteschleife hängt.
Sorry 1&1 aber das brachte das Faß zum Überlaufen. Das ist äußerst unprofessionell. Meinen Server bei 1&1 habe ich bereits gekündigt, und die Löschung meines Account als 1&1 Profiseller veranlasst. Das ist kein Service, das ist verarschung langjähriger Kundschaft.
Gruß
Joey
28.01.2008 22:17
Also ein Update ist zwar schoen, aber es ist aeusserst verwirrend, wenn in einer Zeile steht "dies und das ist nich zu verachten" und dann heisst es ploetzlich in der naechsten "das kann man absolut niemandem empfehlen".. ja was denn nu? Wenn 1&1 heute nichts mehr taugt, dann ist es fuer mich als Suchenden auch irrelevant, wenn die vor 5 Jahren mal toll waren. Aber so weiss ich jetzt nich, welche Aspekte immer noch toll sind oder ob jetzt alles sinnlos ist.. :-/
04.11.2007 22:59
Der Bericht ist wie andere von Dir auch, durch viel unkommentiertes Insiderwissen schwer zu lesen und ich denke, dass viele daran scheitern. Sicher 1&1 ist nicht unumstritten. Höchste Technologie und ungeahnte Möglichkeiten, stehen einem nahezu nicht vorhandenem Service gegenüber. In einem Punkt muss ich Dir widersprechen: Die 0900- Nummer bei 1& 1 sind so übel nicht und oft sogar preiswerter, wie manch 01805-Anbindung. Bei 1&1 zahlt man nicht in der Warteschleife, sondern "nur" für das direkte Gespräch. Zudem gibt es noch immer die kostenlose Hotline via e-Mail. Insgesamt bleibt als Fazit, und das zieht sich durch alle Negativberichte zu 1&1: Wer mit Technik und Systemen von dem Anbieter ohne Hilfe klarkommt, ist bestens und vor allem nahezu konkurrenzlos preiswert bei 1&1 aufgehoben! Für jeden aber, er mit der Technik Probleme hat und viele Auskünfte braucht, für den ist das Unternehmen vollkommen ungeeignet. Ich bin inzwischen wohl fast 10 Jahre 1&1 Kunde und hatte so manches mal diverse Problemchen. Dank guter Freunde kam ich aber meist preiswert "über den Berg". Für mich wird auch in Zukunft das Unternehmen für mich finanziell die Nummer 1 bleiben, jedenfalls solange, wie ich auch weiterhin ohne deren Service auskomme... :-))
06.10.2007 03:23
Reiht sich nahtlos ein in die meisten der Berichte hier. Habe ausserdem einiges gelernt. Das von 1&1 wusste ich schon aus eigenere bittereer Erfahrung. SAULADEN!! LG konrad