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Die neuen Leiden des jungen W mit 1blu

1  20.01.2007

Pro:
recht guter Speed, einfache Bestellung

Kontra:
Hotline, Service, Kulanz, alles andere

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Häufigkeit der Nutzung

Ladezeit der Website:

Bedienung

Design

Nutzwert


Wagimen

Über sich: Nach langer Zeit schreibe ich mal wieder ein paar Berichte...

Mitglied seit:06.12.1999

Erfahrungsberichte:226

Vertrauende:27

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 52 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe ciao Mitglieder,
ich lasse mich selten richtig negativ über einen Anbieter aus, aber was ich mit 1blu erlebt habe mag ich niemandem vorenthalten, der auf der Suche nach einem Webhosting Angebot ist.

1blu - was n das?
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1blu ist Webhosting Anbieter. Angeboten werden verschiedene Domain-Pakete (also Domains inkl. Webspace), vServer sowie Root Server.
Da ich ein größeres Webprojekt mitführe und bei meinem bisherigen Anbieter unzufrieden war wählte ich 1blu, zum einen auf Grund der Preise, zum anderen, da ich mit dem Produkt "Homepage Unlimited XXL" sehr zufrieden war, was ich seit gut sechs Monaten nutze.

Die Bestellung
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Hier muss ich wirklich zugeben: nichts leichter als das.
Einfach das gewünschte Paket ausgesucht (in meinem Fall ein Root Server für 69 Euro im Monat), Domain ausgewählt, persönliche Daten (Adresse, Bankverbindung, usw.) eingetragen, zweimal auf abschicken geklickt - und das war's.
Ein paar Minuten später flatterte die Bestätigungsmail zu mir, nur einen Tag später war mein Root Server eingerichtet und per PLESK erreichbar, die Domain war auch registriert - klasse, so soll's sein!
Aber dann begannen die Probleme...

PLESK und seine Tücken
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Die Einrichtung der Server erfolgt bei 1blu via PLESK, was ein web-basiertes Konfigurationstool für Webserver und Webhosting ist, welches im Falle von 1blu für Linux konfiguriert ist.
Erstes Problem: einen ftp-Benutzer anlegen. Es tat sich nichts, ftp-User angelegt, gewartet, wieder gelöscht, angelegt, länger gewartet, nichts passiert. Der Anruf bei der Hotline (übrigens Hamburger Ortsnummer, als keine 0180, 0190 oder ähnliche, sehr positiv) war sehr hilfreich: "Also bei Root Servern haben wir keine Hilfsmöglichkeiten, schauen Sie doch mal ins Handbuch." Eben das habe ich auch gemacht, ein nettes, kleines (an die 200 Seiten) englischsprachiges Handbuch geladen und gelesen. Aber immerhin: danach ging's.
Was jetzt das Problem war: ich konnte via ftp oder via PLESK Daten auf meinen Server schieben - bloß angezeigt via meine Domain wurden diese nicht. Das warum war eine Sache, die mich, diverse Bekannte und die 1blu Hotline fünf Tage lang beschäftigt hat, dann erkannte man, dass meine Domain auf die falsche IP verweist, man hatte mir von 1blu aus "aus Versehen" zwei IPs zugewiesen - und sowohl ich als auch die Herren von 1blu hatten mir die falsche verpasst.

Es läuft - aber nicht lange
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12 Tage waren seit meiner Bestellung vergangen, und (man glaubt es kaum): der Server läuft, gutes Tempo (Downloads mit im Schnitt 400 KB/s), stabil, einwandfrei. Ich war trotz allem recht zufrieden, die erste Gebühr (Einrichtung und anteiliger Monatsbeitrag) wurden eingezogen.
Aber nicht lange. Meiner Server lief ganze 40 Stunden, dann war er gesperrt. Im Kundenbereich konnte ich sehen "Abuse" mit einer netten Info was abuse denn sei (lt. 1blu Nutzung der Server/Domains für rechtsradikale Inhalte, Spam-Attacken und dergleichen) und eine Anleitung wie man seinen Server wieder nutzbar machen kann.
Sehr unfein: sowohl der Zugang per ftp als auch per PLESK wurde direkt gesperrt, nur der BackUp Server war noch erreichbar.
Also wie geschrieben eine Mail an die abuse Abteilung geschickt, denn lt. 1blu Hotline "hat die Abteilung kein Telefon". Ah ja.
Also habe ich nett und höflich via E-Mail nachgefragt woran es denn liegen würde. Zwei Tage später die Antwort, mein Server sei wegen missbräuchlicher Benutzung gesperrt worden und würde erst wieder freigeschaltet werden, wenn ich versicheren würde, dass das Problem nicht mehr vorkommen würde.
"Super Sache" dacht ich mir, und nun? Also schrieb ich zurück, dass man mir hierzu erst nennen müsste, was denn das Problem sei.
Zwei Tage später kam erneut eine Mail, dass ich versucht hätte eine fremde IP an meine Seite zu binden und zwar die IP, die mir im PLESK zur Verfügung und (wie oben geschrieben) falsch war.
Daraufhin platzte mir der Kragen, ich schrieb eine gesalzene E-Mail zurück und forderte die umgehende Freischaltung meines Servers, die Hotline konnte dabei mal wieder nicht helfen "das sei Sache der Abuse Abteilung". Drei Tage tat sich nichts, die nächste Monatsgebühr wurde eingezogen, dann kam wieder eine Mail, dass ich noch glaubhaft versichern müsse, dass das Problem nicht wieder auftreten werde.
Auch das versicherte ich per Mail - und was tat sich? Genau, nichts.
Nach weiteren vier Tagen Wartezeit hatte ich die Schnautze gestrichen voll und schickte eine Fax mit einer fristlosen Kündigung, nachdem ich dies bereits mehrfach per Mail angedroht hatte.
Was sich nun tat fragt ihr euch? Richtig, nichts.
Ich habe bis zum heutigen Tage weder eine Kündigungsbestätigung erhalten, noch mein zurückgefordertes Geld, noch wurde mein Server freigeschalten.
Also habe ich rechtliche Schritte eingeleitet.

AGBs
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Solltet ihr euch doch für 1blu entscheiden (bei Webhosting Paketen sind sie recht günstig und auch nicht so schlecht wie bei Servern) lest euch die AGBs genau durch.
Eine Entsperrung eurer Seite/eures Server kostet 10 Euro, eine Rechnung in Papierform 3 Euro und eine geplatzte Lastschrift 15 Euro!

Fazit
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Finger weg von 1blu!
Die Hilfe per Hotline ist quasi nicht gegeben (zumindest nicht bei Servern), die abuse Abteilung scheint nur aus einem Mitarbeiter zu bestehen und der arbeitet wohl nur halbtags und vor allen Dingen: es kann nicht angehen, dass ich ohne vorherige Drohung einfach komplett gesperrt werde auf Grund eines Fehler von 1blu selbst!! Und dann soll ich für die Freischaltung auch noch Geld bezahlen (das habe ich mal eben so geschluckt, des lieben Friedens wegen) und dennoch tut sich nichts - das ist alles andere als professionelles Verhalten.

Jetzt bin ich bloß noch gespannt ob ich wirklich meinen Anwalt einschalten muss oder ob sich 1blu doch noch entschliesst, dass eventuell sie einen Fehler gemacht haben ....

Update: Nach einem netten Brief meines Anwaltes hat sich 1blu dazu entschlossen mir die Gebühren wieder zu überweisen, nur um sie fünf Tage später wieder per Lastschrift einzuziehen. Diese Lastschrift ging dann mal dezent retour. Kurz darauf kam eine Kündigungsbestätigung per Mail, jetzt ist hoffentlich Ruhe.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
limara21

limara21

15.01.2009 12:25

Ich denke in den letzten 2 Jahren hat sich viel verändert bei denen. Deshalb nicht mehr hilfreich. LG Limara

1blu_Kritik

1blu_Kritik

28.03.2007 07:00

Das einzige, was bei 1blu schnell, performant und strukturiert abläuft, das sind die Abbuchungen. Hoffen wir, dass die Wettbewerbsaufsicht oder sonstwer den Laden bald ins Nirvana schickt. 1 Jahr nach dem Start immer noch nichts gebacken zu bekommen, aber volle Preise zu verlangen, das nenne ich schlichtweg Betrug, in diesem Fall gewerbsmäßig.

Banko

Banko

23.03.2007 12:11

So ziemlich genau dasselbe hatte ich auch erlebt bei 1blu ...

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  1. barbu_w_89

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