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1blu - Gut ist anders

1  12.04.2008

Pro:
man denkt, das Preis - Leistungsverhältnis  .  .  .  ist es aber nicht

Kontra:
sehr schlechter Support, unausgereifte Produkte

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Häufigkeit der Nutzung

Ladezeit der Website:

Bedienung

Design

Nutzwert


felixrichter

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:23

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

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Hinweis: Der kleine stichpunktartige Text, der erst an der Stelle dieses Berichts stand war ein Versehen. Ich bin länger nicht auf Ciao.de gewesen und deshalb über eine neue Funktion gestolpert, die einen Bericht anlegt. Diese Funktion hatte ich nicht als solche aufgefasst und deshalb ist das Stückchen Elend im Netz gelandet. Hier handelt es sich also nicht um eine Überarbeitung, sondern um die Erstfassung des tatsächlichen Berichts. Und nun viel Spaß beim Lesen :-)
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Da ich nach vielen Jahren der Serveradministration bei einem Strato-Server auf einmal unerklärliche RAM-Probleme bekam, entschloss ich mich, nach einem anderen Anbieter Ausschau zu halten. Von HostEurope wusste ich, dass es dort hin und wieder Probleme gibt, die aber durch den kompetenten Support schnellstmöglich gelöst werden. Allerdings gefiel mir der Leistungsumfang bei den vServer-Paketen dort nicht so gut, wie der ähnlicher Pakete bei 1blu. Also fasste ich den Entschluss, zu 1blu zu wechseln. Das Grauen nahm seinen Lauf…

Die Bestellung

Wie schon in vielen anderen Berichten erwähnt, war die Bestellung sehr einfach und unkompliziert. Es waren ein paar Felder auszufüllen und ein paar Mal ein "Weiter"-Button zu klicken - keine schwierige Sache also. Beachtung galt der "Wechsler-Aktion", die besagte, dass man, wenn man mit einer bestehenden Domain zu 1blu wechselt (KK-Antrag), die Einrichtungsgebühr von 16.90 Euro erlassen bekommt. Da ich viele Domains besitze, dachte ich mir, nehme ich doch einfach die Domain mit, die bei Strato im bisherigen Serverpaket inklusive war. Schnell war die Domain eingetragen und die finale Kostenauflistung zeigte eine Einrichtungsgebühr von 0.00 Euro an.
Nun hieß es "warten". Nach einigen Stunden -ich las etwas von "mehreren Tagen"- war der vServer eingerichtet und eine Mail informierte über sämtliche Zugangsdaten.
Im 1blu-Kundencenter war die bestellte Domain eingetragen und der Hinweis erschien, dass das Antrags-Fax noch nicht eingegangen sein. Zur Erklärung: Es muss zusätzlich zur Bestellung ein Providerwechsel für die Domain per Fax eingeleitet werden.
Das Fax war schnell verschickt und schon bald erhielt ich eine Mail von der EURid (Registrierungstelle für .EU-Domains), die einen anzuklickenden Bestätigungslink enthielt, der den Providerwechsel einleiten sollte, was durch Anklicken meinerseits dann auch passierte. Wenige Stunden später zeiget ein Ping, dass die Domain bereits auf meinen "1blu-vServer Unlimited" zeigt. Im Kundencenter war nun der Status "Providerwechsel wurde gestartet" angezeigt. Mittlerweile ist die Domain ca. 3 Wochen bei 1blu und am Status hat sich noch nichts geändert. Auch das Anlegen von Weiterleitungen auf andere Domains funktioniert nicht. Hier ist wohl ein Fehler in der Software des Kundencenters schuldig. Da die Domain durch 1blu so eingerichtet wurde, dass sämtliche Mails nicht auf meinem Server landen, sondern auf dem Mailserver von 1blu, gibt es diesbezüglich auch Probleme beim Empfang von Mails, die an die besagte Domain gesandt wurden. Dies möchte ich allerdings nicht weiter beleuchten.

Das VZ-PowerPanel

Das "Virtuozzo-PowerPanel" ist eine Weboberfläche, die es ermöglicht, per Knopfdruck den VPS (virtual personal server) herunter und wieder hochzufahren oder ein Backup des kompletten Servers zu machen. Das funktionierte auch problemlos. Alles in allem ist das PP ein wert- und machtvolles Werkzeug, das hilfreich ist, wenn man den Server selber nicht mehr steuern kann. Leider gibt es bei 1blu auch hier massive Probleme, wie ich später noch berichten werde.

Der vServer

Auf den ersten Blick schien mein VPS mit dem Betriebssystem openSuSE10.1 (in aktuelleres ist nicht im Angebot) gut zu laufen. Näher betrachtet trübte sich der Schein dann immer mehr. Das Firewall-Modul von Plesk (einfach gesagt: Administrationssoftware, mit der man Domains und eMail-Adressen auf dem Server anlegen kann) funktionierte nicht. Jede Einstellung wurde mit einer Fehlermeldung quittiert.
Für mich war das kein größeres Problem, schließlich beherrsche ich den Umgang mit der zugrundeliegenden Firewall ,iptables' und konnte so die Filterregeln manuell eingeben.
Ein viel größeres Problem offenbarte sich ein paar Tage später: Wollte ich mittels Yast, dem zentralen Verwaltungswerkzeug von SuSE-Betriebssystemen, Software installieren, updaten oder entfernen, beendete sich dies und zu sehen war eine Fehlermeldung "Segmentation Fault". Dies passierte Anfangs öfters, später jedoch immer. Damit war für mich die Sache klar, ich musste etwas dagegen tun. Mein erster Versuch war die Suche in hunderten von Foren, doch überall las man nur, dass dies ein Bug von openSuSE10.1 sei und man doch auf 10.0 zurückschiffen sollte. Da diese Version allerdings schon nicht mehr gewartet wird, war diese Lösung keine Lösung für mich. Ich versuchte also als Nächstes, dem Betriebssystem eine zweite Chance zu geben und installierte den VPS neu. Glücklicherweise hatte ich einen zweiten Server, auf dem ich sämtliche Kundenpräsenzen und Plesk-Einstellungen sichern konnte, denn die Wiederherstellung des Ausgangszustandes des vServers verlief nicht fehlerfrei. Zwar stand am Ende im Protokoll ein "failed", doch war kein Problem beim vServer selber zu erkennen. Das "failed" entstand wohl bei der fehlerhaften Ausführung eines Skripts nach der Wiederherstellung.
Nun versuchte ich erneut, Yast zu verwenden, doch es scheiterte schon daran, dass Yast beim Hinzufügen einer Installationsquelle einfror. Ein Neustart sollte helfen, doch er tat es nicht. Der Server wurde nicht mehr gestartet und dies änderte sich auch in weiteren 10 Versuchen nicht. Im Fehlerprotokoll konnte ich lesen, dass es ein Problem des Hostsystems, also des Systems, wo die virtuellen Server alle drauf sind, war. Als letzte Möglichkeit, den Server wieder starten zu können, sah ich den Reparatur-Boot an. Das ist sowas wie der abgesicherte Modus beim Windows-PC (nur als Erklärung für die Nicht-Server-Profis ;o) ). Als ich diesen dann einzuleiten versuchte, war alles vorbei. Ich hatte keinerlei Zugriff mehr auf das PowerPanel und damit auch keine Möglichkeit, den Server zu retten und das zuvor gemachte Backup wieder einzuspielen.

Der Support

Schnell war mir klar, dass ich hier selber nichts mehr richten kann und so kontaktierte ich gegen 23 Uhr den Support (ich hatte ja für die Neuinstallationsaktion extra bis zur Nacht gewartet, um die Kunden/Freunde auf meinem Server nicht zu sehr zu verärgern). Mich begrüßte ein Band, welches mir zunächst all das aufzählte, was die Notfallhotline (oder offiziell "Business-Support") nicht bearbeiten würde - Rechnungsfragen, Bestellungen, Konfigurationsfragen usw.
Ich hörte mir das notgedrungen alles an und wurde dann aufgefordert, meinen Namen, meine Telefonnummer, die Kundennummer und das Problem zu nennen. Vor lauter Aufregung vergaß ich dabei, meine Kundennummer zu nennen. Wäre der 1blu-Support kundenfreundlich gewesen, hätte er diese dann am Telefon nachträglich erfragt. Weil ich dies annahm, wartete ich die angekündigte maximale halbe Stunde auf den Rückruf. Es tat sich nichts. Also telefonierte ich nach 23:30 Uhr noch einmal mit der Notfallhotline. Wieder hörte ich mir die Ansage an und sprach dann besonders langsam und deutlich unter Nennung sämtlicher Daten auf das Band. Wieder verging eine dreiviertel Stunde und ich ging dann gegen 00:30 ins Bett, weil ich aufgrund meiner gerade anstehenden Diplomarbeit am nächsten morgen zeitig aufstehen und arbeiten wollte.
Am nächsten Morgen war die Situation unverändert, allerdings fand ich eine eMail vor, die mit mitteilen sollte, dass man gegen 00:55 Uhr die Sache an die zuständige technische Abteilung weitergeleitet hat. Dann folgte Totenstille. Nach drei Tagen erdreistete ich mir, einmal nachzufragen, ob man mein Problem denn vergessen hätte. Ich erhielt die Antwort, dass man alles umgehend weitergeleitet hätte und ich mich doch in Geduld üben sollte.
Heute, vier Tage später ist mein Server noch immer tot. Vor zwei Tagen verschickte ich eine selbstfverfasste Kündigung meines Vertrags per Fax an 1blu. In meiner letzten Anfrage bat ich um Bestätigung des Kündigungseingangs. Diese Bitte wurde schlichtweg ignoriert. Heute wiederholte ich den Kündigungsvorgang mit den Vordrucken von 1blu, welche per Einschreiben am kommenden Montag noch ein weiteres Mal an 1blu rausgehen.
Das war der "Support" in einem Fall. Alle weiteren Supportanfragen wurden innerhalb von 48 Stunden (zum Vergleich: Strato benötigt meistens um die 3 Stunden) mit vorgefertigten Standardantworten beantwortet. Auffällig dabei war, dass immer dieselben Personen antworteten. Die Support-Abteilung scheint wohl aus einem winzigen Team zu bestehen.

Die Rechnungslegung

Rechnungen werden im Kundencenter als PDF einsehbar gelistet. Der Kunde erhält in keinem Fall eine Information über das Vorhandensein einer neuen Rechnung. Wenn man sich also nicht regelmäßig durch das etwas wirre Kundencenter klickt, merkt man höchstens an der Abbuchung vom Konto, dass eine neue Rechnung erstellt wurde.
Wie oben beschrieben, nahm ich an der Wechsleraktion teil und sparte somit die Einrichtungsgebühr. Nicht schlecht staunte ich, als diese dann trotzdem auf der Rechnung zu sehen war und tatsächlich auch vom Konto abgezogen wurde. Ich musste mich zuerst an den Support wenden, um dann den Hinweis zu erhalten, dass man erst bereit sei, mir die Gebühren gutzuschreiben, wenn die Domain komplett zu 1blu übertragen wäre. Da sich -wie oben schon beschrieben- der Status der Domain bis heute nicht zu "Fertig" änderte, musste ich ein weiteres Mal darauf hinweisen, dass ich doch nun gern mein Geld zurück haben möchte. Dem wurde nach der üblichen Bearbeitungsdauer dann freundlich zugestimmt und ein paar Tage später erreichte mich ein Brief mit der entsprechenden Gutschrift, die allerdings meinem Kundenkonto gutgeschrieben wurde. Hätte ich mich nicht gemeldet, wäre die "Wechsleraktion" für mich wohl ein Reinfall gewesen.

Das Kundencenter im Netz

Ein paar Worte möchte ich noch zum Kundencenter verlieren, welches man über den Link "Kundenlogin" auf der 1blu-Homepage erreicht.
Die Verwendung erfolgt zwar intuitiv, allerdings äußerst umständlich. Dies liegt daran, dass man im Menü zunächst auf "Meine Produkte" klicken muss, um dann ein Untermenü mit den Produkten zu sehen, von denen man wiederum eines anklicken muss, um das zugehörige Konfigurationsmenü zu öffnen. Man klickt also wie ein Wilder herum, um simpelste Sachen erledigen zu können.
Technologisch setzt das Kundencenter auf JavaScript. Hat man dies deaktiviert (wird gern aus sicherheitstechnischen Gründen getan), funktioniert absolut nichts.
Auch das Auffinden des Kontaktformulars zur Kontaktierung des Supports ist ein Abenteuer für sich. Man findet einen kleinen Link in einem Kasten, der auf der Startseite unter zahlreichen Werbeanzeigen völlig verloren geht. Unter dem eigentlich dafür vorgesehenen Menüpunkt "Mein 1blu" sucht man danach vergeblich. Hier bin ich von Strato viel Besseres gewöhnt. Allerdings muss man dazusagen, dann man bei 1blu so oft das Supportformular benötigt, dass man es bald im Schlaf findet.

Fazit

Da mich die ganze Sache aufgrund von diversen Aktionen nur insgesamt 3 Euro für 3 Monate gekostet hat, kann ich damit leben, dass mein Server nun bald 1 Woche down ist, doch bleiben werde ich bei 1blu nicht. Die Produkte sind nicht ausgereift und fehlerbehaftet. Inkompetenter und scheinbar unterbesetzter Support haben in einem Unternehmen, das Server vermietet, nicht verloren. Wäre ich ein wirklich kommerzieller Hoster mit großen Firmen als Kunden, dann hätte ich aufgrund des Ausfalls heute zahlreiche Klagen am Hals und würde morgen die eidesstattliche Erklärung unterzeichnen. So kann man einfach nicht mit Kunden umspringen und ich denke, dass 1blu in naher Zukunft -insofern sich nichts ändert- genauso schnell in der Versenkung verschwinden wird, wie es daraus aufgetaucht ist.
Ich rate von dieser dubiosen Firma ab und empfehle Strato und HostEurope.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
1blu_Kritik

1blu_Kritik

06.06.2008 18:08

Offenbar wird das nix mehr mit 1blu. Wie lange die schon herumfrickeln und immer noch an den gleichen Problemen leiden, das ist schon sehr lustig - allerdings nicht für die betrogenen Kunden, die für diesen Schrott zahlen. Da bleibt nur eine Empfehlung: Rette sich, wer kann! ;)

Joulupukki

Joulupukki

12.04.2008 18:02

Habe auch umbewertet. :) LG Joulupukki

Der_Troll

Der_Troll

12.04.2008 17:24

Hab ebenfalls umbewertet. Gruß Troll

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