1&1= Lügen, AGB-Änderungen, Abzocke
10.07.2007 (27.08.2007)
Pro:
konsistente Verbindung
Kontra:
schlechter Service, Bruch der eigenen AGB, kriminelle Kundenwiedergewinnung
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Navigation / Übersichtlichkeit:
Informationsgehalt
Aktualität der Website:
Nutzwert der angebotenen Leistung:
Preisniveau:
 derdjt
Über sich:
Ich bin nicht mehr wirklich oft hier. Die ganze Spamerei nervt und hat alles ein bisschen kaputt gem...
Mitglied seit:10.07.2007
Erfahrungsberichte:15
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 79 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
1. Einleitung 2. 1&1allgemein 3. Eigene (schlechte) Erfahrung 4. Schlussfolgerung ---Update--- Auch hier zeigt sich wieder, dass einige Wenige schlechtere bewertung geben, nur weil sie der Aussage meines Berichtes nicht zustimmten. Deshalb: Dies ist ein Erfahrungsbericht über den Kundenumgang von 1und1! Es werden keine Produkte genauer vor- oder dargestellt, da derartige Informationen auch von der Homepage von 1und1 in Erfahrung gebracht werden können. Es sollen hierbei nur Erfahrungen, deswegen ja ein Erfahrungsbericht, von mir in Bezug auf 1und1-Vertragsregelungen und deren Einhaltung als Dienstleistungsunternehmen dargestellt werden. Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen. ----------------
1. Einleitung
Im ersten Quartal 2004 entschloss ich mich nach langer Suche und vielen Vergleichen dazu, einen Vertrag mit 1&1 zu schließen. Es handelte sich bei mir um eine 2000 DSL-Verbindung mit einer 2GigaByte Volumensgrenze und VoiceOverIP samt 100 Freiminuten. Zur damaligen Zeit war dieses Paket für einen Preis von circa 30€ annehmbar. Ein Angebot eines Stand-Alone-Anbieters (wo keine Telekomkosten mit hinzukommen) lag in meiner Region zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht vor.
Alles in allem war ich mit der Hardware und dem Leistungsumfang die ersten zwei Jahre zufrieden. Die eigentlichen Probleme beschreibe ich in "3. Eigene (schlechte) Erfahrung".
2. 1&1 allgemein Die 1&1 Internet AG ist ein Teil der United Internet AG, zur der inzwischen auch unter anderem GMX und Web.de gehören. Man bezeichnet dieses Providerformat als Reseller, da zusätzlich zu ihrem Angebot stets ein Standart-Telekomanschluss benötigt wird, durch den weitere Kosten anfallen.
1&1 sticht (im Moment) weder durch besondere Preise, noch durch besondere Leistungen heraus. Man besitzt die Wahl zwischen verschiedensten DSL-Geschwindigkeiten bis 16.000 Kb/s und bekommt je nach gewähltem Paket Daten und Telefonflats samt Hardware dazu. Auch die ständig beworbene Movieflatrate wird inzwischen von mehreren Providern angeboten.
3. Eigene (schlechte) Erfahrung
Meine Probleme mit 1&1 begannen im Spätsommer 2006. Durch einen Umzug (im selben Haus) entstanden für mich bei 1&1 Umzugskosten in Höhe von 50€. Das ansich ist noch nicht das Erschreckende. Das diese Umschaltung jedoch vier Wochen dauern sollte und letztenendes 5 Wochen dauerte, ließen in mir den Entschluss reifen den Provider zu wechseln. Mein Tarif war für mich auch nicht mehr attraktiv, da inzwischen VoiceOverIP bei anderen Anbietern kostenlos angeboten wurden und ich immer häufiger meine Datengrenze sprengte. Ebenso wollte ich 17€ Grundgebühr an die Telekom zukünftig vermeiden. Ich kündigte den Vertrag am 30.09.2006 sowohl online, als auch per Einschreiben an 1&1. Ich bekam auch relativ prompt eine Antwort, dass meine Kündigung anerkannt wurde und zwar zum 16.10.2007. Durch diese lange Laufzeit stutzig geworden, suchte ich meine AGB aus dem Jahr 2004 heraus. In diesen AGB hatte ich eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten und konnte nach Ablauf dieser Frist immer zu Monatsende mit einer Frist von 2 Monaten kündigen.
Mehrere Emails schrieb ich an 1&1. Fast für jede Email, wenn sie denn überhaupt beantwortet wurde, erhielt ich eine andere Antwort. Die einen sagten, der Kündigungstermin sei der 16.10.2007, andere sagten, sie leiten es weiter, der nächste konnte sich das nicht erklären und gab mir Recht. Da sich über diesen Weg keinen definitive Antwort finden ließ, rief ich am 16.10.2006, obwohl ich es vermeiden wollte die Hotline (und nicht zum letzten mal) an. Der nette Herr an der Leitung sagte mir, dass es eine AGB-Änderung gegeben hätte. Ich ließ mich davon nicht irritieren und blieb stur. Er nannte mir eine Faxnummer, an die ich meine AGB schicken soll und das ganze würde dann überprüft werden. Auf das Fax erhielt ich jedoch nie eine Antwort.
Nach mehrmaligem Telefonieren mit der Hotline stellte es sich heraus, dass 1&1 in der Zwischenzeit seit meinem Vertragsabschluss mehrmals die AGB geändert hatte. In den AGB selbst steht drin, dass wenn es zu AGB-Änderungen kommt, sich 1&1 verpflichtet diese Änderungen dem Kunden mitteilt. Die Mitarbeiter der Hotline sagten mir stets, dass ich darauf hingewiesen worden sei, dass Änderungen in den AGB vollzogen wurden. Ich verneinte das stets, da ich in keinster Weise über diese Änderungen informiert wurde. Zeitweilen sagten mir einige Mitarbeiter, dass die Änderung der AGB in den Werbeemails von 1&1 mitgeteilt worden seien. Woraufhin ich erwiderte, dass ich alle Werbemails abgemeldet habe. Es wurde immer wieder versucht mir zu erklären, dass die neuen AGB für mich gültig seien, in denen sich, bei nicht fristgemäßer Kündigung die Vertragslaufzeit um die Mindestvertragslaufzeit verlängere. Das alles traf auf mich aber nicht zu, da ich über die Änderungen informiert wurde und demnach meine AGB zur Vertragsunterzeichnung gültig waren. Letztendlich sagte mir der Mitarbeiter, dass er meine Anfrage an die Softwareabteilung (???) weiterleiten würde und 1&1 würde sich bei mir telefonisch melden. Es passierte nichts und inwzischen war mein Telekomanschluss abgemeldet. Ich rief am 30.10.2006 nochmals bei der Hotline an, um meinen Standpunkt ein letztes mal deutlich zu machen. Ich verweigerte alle Zahlungen über die zwei Monatsfrist (laut meinen AGB) hinaus und entzog 1&1 sowohl am Telefon, als auch per Einschreiben die Einzugsermächtigung. Ich erklärte dem Herrn am Telefon, dass ich außer dem Tarif von 6,99€ nichts an 1&1 zahlen werde und das auch nur für die besagten zwei Monate, da zu diesem Zeitpunkt mein Telekomanschluss bereits abgeklemmt war und 1&1 mir keine Leistung mehr zu Verfügung stellen konnte.
Mehrere Tage, mehrere Telefonate und Emails folgenden, in denen mir immer wieder erklärt wurde, dass meine AGB hinfälligen wären und die neuen gelten. Zeitweilen hieß es sogar, dass ich lügen würde. In Jahr 2004 hätten schon die selben Kündigungsbedingungen bestanden wie im Jahr 2006, was definitiv nicht der Fall war, da ich ja die AGB aus dem Jahr 2004 vor mir hatte, die genau meine Aussage unterstrich. Zwischendurch bekam ich einen Anruf von 1&1, die fragten, warum ich den kündigen wollte und boten mir einen neuen Tarif an, den ich natürlich leicht iritiert ablehnte. Mitte Oktober erhielt ich Post von 1&1 in der sie mir mitteilten, dass sie keine Einzugsermächtigung mehr besitzen, Forderungen über circa 50€ offen stehen würden und sie ein Insolvenzunternehmen mit dem Problem beschäftigt hätten. Mein darauffolgender wutentbrannter letzter Anruf Mitte November hatte dann zum Ergebnis, dass ich meine AGB nochmals an die Faxnummer schicken sollte und dann würde eine Entscheidung gefällt werden. Diese Nummer war natürlich kostenpflichtig und die AGB 12 Seiten stark!
Am 19.11.2006 erhielt ich dann endlich die Kündigungsbestätigung zum Ende des Jahres. Die darauffolgenden Rechnungen stimmten nicht ganz mit dem was ich ausgerechnet hatte überein, aber ich wollte nach diesen Monaten der Streiterei nicht nochmal wegen 2€ bei der Hotline anrufen.
4. Schlussfolgerung Wie bereits beschrieben handelt diese Kritik nicht vom eigentlichen Produkt, was mir 1&1 angeboten hat, sondern vielmehr von dem Betrug, den diese Firma mit bestem Wissen vollzieht. Ich erfuhr auch erst in dieser Phase, dass es mehreren hundert anderen 1&1-Kunden genauso erging wie mir und nach Strich und Faden belogen wurden. Diese Machenschaften dienen nur dazu den Kunden (wenn man ihn an der Stelle nicht schon Opfer nennen muss) solange wie möglich in dem Vertrag, und vor allem in den älteren teureren Verträgen zu halten.
Als ehemaliger Kunde, jetzt Opfer, fühlt man sich von der Hotline nicht ernst genommen. Die Mitarbeiter an den Telefonen sind unfreundlich, unkooperativ und teilweise vollkommen ahnungslos. Mit verschiedensten Versprechen werden die Kunden ruhig gehalten und im Hintergrund passiert nichts. Eine schnelle Reaktion ist nur zu erwarten, wenn es um eine Tariferweiterung nicht jedoch um eine Kündigung geht. Der Emailservice ist vollkommen lächerlich, da auf zehn geschrieben Emails gerademal eine Antwort zu erwarten ist. So ähnlich verhält es sich mit dem Postweg. Fax und Brief seien manchmal nicht angekomme, trotz Einschreiben und Sendebestätigung (!!!). Auf Nachfragen in dieser Richtung kommt entweder nichts, oder nur eine Antwort in der Richtung: "Da kann ich Ihnen jetzt auch nicht mehr dazu sagen.Da muss der Fehler wohl bei Ihnen liegen. Schicken Sie es nochmal." Für alle Leser, die dieses Forum nutzen um sich ein Bild über 1&1 und United Internet zu machen, um demnächst einen Vertrag zu unterscheiben, dem kann ich nur wärmstens ans Herz legen die Finger davon zu lassen. Hunderte Treffer bei Google mit den Suchbegriffen "1&1" und "AGB-Änderung" oder "Betrug" bestätigen, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so erging.
VOR ALLEM ZEITNAHE BEITRÄGE IN ANDEREN FOREN ZEIGEN, DASS 1&1 JENE MACHENSCHAFTEN BEI WEITEM NOCH NICHT ABGELEGT HAT!!! Ich biete jedem, der in dieser Hinsicht Hilfe benötig meine Rat an.
Nur eine Bitte habe ich an alle die auch diese Probleme haben: NICHT AUFGEBEN, STUR BLEIBEN, 1&1 IST NICHT ALLMÄCHTIG!!!!
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12.05.2011 18:13
Dieser Bericht deckt sich in wesentlichen Teilen mit meinen Erfahrungen. Ich war 10 Jahre zufriedener 1&1 Kunde, aber nur deshalb, weil ich meinen Tarif nie änderte. Als ich das dann einmal in guter Absicht tat, erlebte ich ein blaues Wunder nach dem anderen.
02.06.2008 15:35
Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Dreiste Abzocke pur.
22.05.2008 20:39
Bis heute bin ich ein sehr zufriedener 1 & 1 Kunde, aber ich muß auch sagen das ich noch nie die Hotline genutz habe *gg*, MfG Gregor