200-Jahre-Mann, Der - Bicentennial Man (USA 1999)

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200-Jahre-Mann, Der - Bicentennial Man (USA 1999)

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Segen oder Fluch?

5  12.12.2003 (28.01.2004)

Pro:
Anspruchsvoll, bringt zum nachdenken

Kontra:
zu früh für diese Zeit

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Creativman

Über sich: ** Wer die Freiheit für die Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren. Verfasser unbekannt ...

Mitglied seit:24.08.2003

Erfahrungsberichte:105

Vertrauende:27

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 106 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Irgendwann in der Zukunft! Ein LKW liefert eine große Metallkiste vor der dem Haus der Familie Martin ab. Begeistert ruft der Vater (von Sam Neil gespielt) alle Angehörigen zusammen und stellt einen Haushaltsroboter vor, der sich in Zukunft um ihr Wohl kümmern wird. Wie das nun mal so ist, hat selbst Andrew der Roboter keinen leichten Start und wird mit Skepsis und Argwohn beobachtet. Erst nach einer kurzen Flugeinlage stellt der Vater klar, dass der Roboter wie ein Familienmitglied zu behandeln ist und gleichermaßen respektiert werden soll.

Von da an lernt Andrew Dinge, die ungewöhnlich für einen Roboter sind und anfangs niemand bemerkt, bis an den Tag, wo er aus versehen eine Glasfigur kaputt macht und die jüngste Tochter verärgert. Andrew setzt sich sofort dran und schnitzt ihr aus Holz ein springendes Pferd, worauf die Familie verdutzt schaut und es gar nicht glauben will.

Nachdem der Vater eines Nachts ein Opernlied hört, überkommt ihn die Neugier und er will von der Herstellerfirma wissen, ob Andrew das einzige Robotermodell ist, das solche ungewöhnlichen Fähigkeiten besitzt. Von der Einzigartigkeit fasziniert, beschließt Vater Richard die Fähigkeiten des Roboters auf die Probe zu stellen, eröffnet ihm ein Bankkonto und sorgt dafür, das er neben der Hausarbeit sich fortbildet und in seiner Freizeit machen kann, was er will.

Die Jahre vergehen und alle werden älter, bis auf Andrew, der immer Menschlicher wird und feststellt, dass er in einem Körper gefangen ist und
Aufgrund seiner Behinderung bestimmte Dinge nicht zeigen und ausdrücken kann, wie ein Mensch. So lässt er sich regelmäßig modifizieren und sieht dabei traurig zu, wie lieb gewonnene Menschen sterben und ihre Nachkommen in die Fußstapfen treten.

Von seinem ehemaligen Besitzer und Ziehvater Richard in die Freiheit gelassen, lernt Andrew die Welt kennen und sucht dabei nach seinesgleichen und sehnt sich dabei nach etwas, das dem Menschen sehr viel bedeutet, Liebe und Zuneigung. Ob er sie bekommt, verrate ich nicht und sage nur, schaut euch den Film einfach an und genießt den lustigen, ernsten, liebevollen und zugleich traurigen Film.
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Schauspieler

• Robin Williams ist ein phantastischer Schauspieler und setzt sein gesamtes Können ein wobei er einmal mehr zeigt, das er nicht nur Komödie spielen kann. Das erste Mal fiel er mir mit dem Film „Der Klub der toten Dichter“ auf, wo er als Lehrer eine hervorragende Rolle spielte. Als Roboter Andrew lässt er etwas Witz einfließen, passt jedoch gut auf, dass es nicht zu komisch wird und bringt gekonnt rüber, das der Haushaltsroboter mehr ist, als nur eine Maschine.

• Sam Neil auch als „Merlin“ bekannt, spielt Richard, den Hausherrn. Dank seiner ruhigen Ausstrahlung führt er den Roboter immer weiter in Selbstständigkeit und erschreckt, als er nach vielen Jahren feststellen muss, dass Andrew ihn verlassen möchte. Die Rolle kann Sam Neil voll und Ganz ausfüllen und ich finde es schade, dass er nur einen kurzen Teil im Film mitspielt.

• Embeth Davitz spielt gleich mehrere Rollen, wobei sie mit der „Little Miss“ beginnt und nach und nach ihre Töchter spielt. Immerhin vergehen 200 Jahre. Mit jeder gespielten Person entsteht immer eine besondere Verbindung zu Andrew und nur sie sieht mehr in ihn, als bloß ein Roboter. Als Schauspielerin ist sie leider noch ziemlich unbekannt, fragt mich nicht warum, vielleicht hat sie keinen so guten Manager.
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Meine Meinung

Warum der Film in den Kinos größtenteils nicht ankam, liegt vielleicht daran, dass es einfach noch nicht soweit war. Allein die Vorstellung, das man ein Verhältnis mit einem Roboter eingehen könnte, klingt schon pervers aber das der Roboter auch noch so Menschlich ist, wirkt vielleicht beängstigend. Mir hat der Film sehr gut gefallen und deutlich gemacht, egal wie verschieden man ist, ein beisammen leben ist nie ausgeschlossen.

Wo der Film anfangs noch witzig und spannend war, schwenkte er mit der Zeit um und wurde Ernst, romantisch und traurig. Das schaffen nur wenige Filme. Gerade die Lernphase des Roboters und die Sehnsucht ein Mensch zu werden, sind genial rübergebracht worden. Die aufkommenden Gefühle die Andrew gerade einer liebevollen Frau noch anfangs zurückhalten kann, entgleiten eines Tages auch ihm und bringen seine Schaltkreise durcheinander.

Es wird meiner Meinung nach aber auch deutlich gemacht, was es bedeutet, unsterblich zu sein und hilflos mit ansehen zu müssen, wie die lieb gewonnen Menschen sterben und einen verlassen. Gegen Ende des Films muss Andrew eine Entscheidung treffen, unsterblich bleiben und das trostlose Leben weiter verbringen oder den Schritt ins Ungewisse wagen und vielleicht als das akzeptiert zu werden als was er sich sieht, als Mensch.
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Fazit

Einem 6 jährigen den Film zu empfehlen würde ich es nicht unbedingt, da vielleicht nicht alles verstanden werden könnte. Selbst ein Erwachsener hat es nicht einfach sich den Film bis zum Ende anzuschauen, weil er im Gegensatz zu anderen Filmen kaum Höhen und Tiefen besitzt. Er fließt vor sich her und ich denke, dass das der Hauptgrund war, warum der Film nie ein Bombenerfolg war. Es wird „nur“ die Geschichte von Andrew und der Linie der Familie gezeigt.

In einem „typischen“ Hollywoodstreifen käme vielleicht eine Entführung oder Mord vor, sodass die Zuschauer gefesselt werden, doch hier dürfen sie träumen und mit den Gefühlen einer Maschine konfrontiert werden.

Ich finde den Film sehr anspruchsvoll, auch wenn hier und da mal etwas Lustiges passiert, wird dem Zuschauer immer wieder das fragliche Schicksal von Andrew gezeigt. Ist unsterblich sein ein Segen oder ein Fluch?

Da ich von dem Film fasziniert bin vergebe ich selbstverständlich die vollen Punkte.

Meine Meinung bezieht sich auf die Fernsehversion.


Ich hoffe, dass ich euch mit dem Bericht einwenig weiterhelfen konnte.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren, ich bin immer über Kritik dankbar.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Cybersyssy

Cybersyssy

22.02.2005 10:36

Der Film ist klasse - ohne Zewa-Rolle neben mir schau ich den nicht. Liebe Grüße, Elena

zoobremia

zoobremia

07.10.2004 19:12

Ups, doppelt, sorry :(

zoobremia

zoobremia

07.10.2004 19:12

Hi, ich verstehe es nicht ? Ich finde den Film klasse und für mich hat er auch Höhen und Tiefen, ist sogar ein wenig deprimierend (die Tiefen) an manchen Stellen, sicherlich hat Williams aber schon bessere Rollen gespielt ... Gruß, Sven (Zoobremia)

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