Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen
10.01.2011 (21.03.2011)
Pro:
Die Hoffnung stirbt zuletzt .
Kontra:
Diese zeile ist zu klein dafür .
Empfehlenswert:
Nein
 Pam_und_Schroeder
Über sich:
Ein übersteigertes Bedürfnis nach Geltung wird als Geltungssucht bezeichnet. Diese Personen möchten ...
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Nachtrag: Heute war Elterngespräch. Unfassbar, das Mobbingopfer bekommt die schlechten Kopfnoten, weil es sich ja so schlecht ins Klassenkollektiv einordnen kann. Die Mobber bekommen die guten Kopfnoten, weil sie so vorbildlich zusammenhalten. Unfassbar! Hackt auf Behinderten rum und ihr seid toll! Armes Mecklenburg-Vorpommern!Jedes Jahr sage ich mir, schlimmer kann es nicht werden. Das ist aber ein Trugschluss meinerseits. Ich habe ein behindertes Kind, dem man seine Behinderung nicht auf dem ersten Blick ansehen kann. Strikt hatten wir uns von Anfang an dagegen gewehrt, dass er einen sonderpädagogischen Kindergarten und danach eine Förderschule besuchen soll. Förderschulen sind meiner Meinung nach nicht erfolgreich.. Kinder mit einem Förderschulabschluss haben wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gerade mal 0,2 Prozent aller Förderschüler erreichen das Abitur und 77 Prozent erlangten nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Nur selten erfolgt ein erfolgreicher Wechsel von einer Förder- in eine Hauptschule. Der soziale Abstieg ist vorprogrammiert. Fein säuberlich werden diese Kinder in Förderschulen abgeschoben, statt sie zu integrieren. Wer nicht ins Schema passt, wird aussortiert. Andersartigkeit wird nicht geduldet. Es liegt auf der Hand. Deutschland hat die niedrigsten Integrationsquote und nimmt somit eine bildungspolitisch negative Sonderstellung in Europa ein.Eine Schule für alle, davon sind wir ganz weit entfernt. Neun Jahre Kraft und Nerven haben wir gelassen, um unser Kind auf einer allgemeinbildenden Schule lernen zu lassen, leider mit unbefriedigendem Erfolg. Viel Unverständnis von Lehrern und Anfeindungen von Eltern sind uns und unserem Kind entgegengeschlagen. Wir hätten uns mehr Hilfen und Unterstützung für unser Kind gewünscht. Mein Kind ist einfach nur noch traurig und enttäuscht, weil es durch die Mitschüler ausgegrenzt wird. Keine Frage, die Anforderungen der UN-Menschenrechtskonvention, behinderte Kinder nicht mehr in Förderschulen, sondern in den allgemeinen Schulen zu unterrichten, stellt für unser deutsches Schulsystem eine große Herausforderung dar, welcher es meiner Meinung nach auf lange Zeit nicht gewachsen sein wird. Ein rigoroses Umdenken in der Gesellschaft, mehr Investition in Bildung und eine entsprechende fachliche Qualifikation der Lehrerschaft sind von Nöten. Jedes Bundesland wird bei der Abschaffung der Förderschulen sein eigenes Süppchen brauen, weil ein einheitliches Bildungssystem nicht möglich scheint.Wie sind die Aussichten für mein Kind? In einem Berufsbildungswerk wird es nach einer Orientierungsphase einen Beruf erlernen. Ich hoffe, es geht alles gut und es kann seine Fähigkeiten zeigen und weiterentwickeln, vielleicht bis zum Facharbeiterabschluss. Die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt. Für die behinderten Kinde und ihre Eltern, die vor ihrer Beschulung stehen wünsche ich mir mehr Hilfen und mehr Akzeptanz für ihre Andersartigkeit. Im Grundgesetz steht: "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."Bei diesen markigen Worten sollte es nicht bleiben. Anfangen muss man bei der Gesellschaft. Bitte schafft die Förderschulen so schnell wie möglich ab! Die Vermittlung sozialer Kompetenz an Schüler und deren Eltern, die es scheinbar bitter nötig haben, ist dringend geboten. Toleranz und Mitgefühl sind unserer Gesellschaft abhanden gekommen. In unserer Ellenbogengesellschaft ist jeder nur noch sich selbst der Nächste. Das kann auf Dauer nicht erfolgreich sein. Man sollte bedenken, jeden kann es treffen, ganz unvermittelt und ohne Vorwarnung..
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15.02.2013 09:12
Liebe Grüße!Elke
14.08.2012 22:34
Inzwischen haben wir 2012 und unser Kontakt scheint abgebrochen.
20.03.2012 11:16
nicht einfach