21 Grams (2003)

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21 Grams (2003)

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... Der spanische Regisseur Alejandro González Inárritu präsentiert mit "21 Gramm" ein feel-bad-movie, das geradezu nach der Mitwirkung von Sean Penn zu schreien scheint. Penn ist seit Jahren bekannt für seine meist schlecht gelaunten Filme, und auch mit seiner Rolle des Paul in "21 Gramm" ... Bericht lesen





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1-6 von 10 Erfahrungsberichten    
> Alle 10 21 Grams (2003) Erfahrungsberichte anzeigen
Den Tod im Nacken
Erfahrungsbericht von themanwiththeplan über 21 Grams (2003)
08.03.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: kraftvoll, bewegend, schonungslos, großes Darstellerkino
Kontra: für schlichte Gemüter vielleicht etwas zu schonungslos und zu verwirrend

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Paul ist schwer herzkrank. Er durchquert seine Wohnung nur mit der Sauerstoffflasche im Schlepptau, und wenn er ab und zu heimlich auf dem Klo raucht und anschließend einen Hustenanfall nach dem nächsten bekommt, dann ist seine Freundin stinksauer und befürchtet, dass man ihn von der Spenderliste streichen wird. Außerdem will sie unbedingt ein Kind mit ihm - ob er bei der Geburt des Kindes noch am Leben sein wird, spielt für sie eine untergeordnete Rolle.
Jack ist gottesfürchtig, hat eine kriminelle Vergangenheit und erzieht seine Kinder nach dem Motto "wenn dir einer auf die eine Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere Wange noch hin". Mit seiner Familie geht er regelmäßig in den Gottesdienst, vor jeder Mahlzeit wird gebetet, und darüberhinaus hat Jack es sich zur Aufgabe gemacht, auch andere Menschen auf den rechten Weg zu bringen.
Cristina liebt ihren Mann und ihre zwei Töchter über alles, treibt regelmäßig Sport und ist alles in allem glücklich, wenn auch einen Tick zu labil für diese Welt. Sie hat ihr Leben ganz nach den Bedürfnissen ihrer Familie eingerichtet, Drogen und dem wilden Partyleben abgeschworen und geht davon aus, dass dieses Leben immer so weiter gehen wird.

Tut es aber nicht. Weder für Cristina (Naomi Watts), noch für Jack (Benicio Del Toro) oder Paul (Sean Penn). Denn eines fürchterlichen Tages fährt Jack, unvorsichtig und etwas zu schnell, Cristinas Mann und Kinder über den Haufen, als diese gerade auf dem Weg zu ihr nach Hause sind. Sie werden niemals bei ihr ankommen. Stattdessen ereilt Cristina der schicksalsschwere Telefonanruf aus dem Krankenhaus, der fortan ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.
Keiner ihrer drei geliebten Menschen überlebt den Unfall. Stattdessen rettet der Tod ihres Mannes Paul das Leben - er kommt endlich zu einem neuen Herzen und so zu neuer Lebensqualität.
Währenddessen plagen Jack immense Schuldgefühle, denen er nur durch eine Selbstanzeige beizukommen weiss.

Drei Menschen, deren Wege sich schicksalhaft (oder doch eher zufällig?) kreuzen. Eine Geschichte, die unausweichlich auf ein tragisches Ende zuzusteuern scheint.

Paul wird getrieben von einer großen Frage: Wessen Herz trägt er in sich? Er engagiert einen Privatdetektiv, um die Antwort zu erhalten, und heftet sich dann an Cristinas Fersen. Ihr Schicksal berührt ihn, gleichzeitig fühlt er sich wie magisch zu ihr hingezogen. Etwas unbeholfen stellt er einen ersten Kontakt her, doch schon bald beherrscht er ihre Gedanken ebenso, wie sie die Seinen. Auch die Wahrheit über sein Herz kann sie nur kurze Zeit verstören und in Rage bringen, schon nach wenigen Stunden Schlaf zieht es sie wieder zu ihm hin.
Doch ihre Trauer sitzt tief. Die Zimmer ihrer Töchter kann sie nicht betreten, sie ist paralysiert, verzweifelt, aus der Bahn geworfen. Nur Jacks Tod scheint die ersehnte Erlösung zu verheißen, und fast scheint es, als triebe Jack, wenn er vor Paul im Wüstensand kniet und den finalen Schuss erwartet, exakt der gleiche Gedanke. Zu tief sitzen seine Schuldgefühle, er scheint mit dem Leben abgeschlossen zu haben - doch Paul kann sich nicht dazu durchringen, ihm das Leben zu nehmen.

Der spanische Regisseur Alejandro González Inárritu präsentiert mit "21 Gramm" ein feel-bad-movie, das geradezu nach der Mitwirkung von Sean Penn zu schreien scheint. Penn ist seit Jahren bekannt für seine meist schlecht gelaunten Filme, und auch mit seiner Rolle des Paul in "21 Gramm" wird er seinem Ruf einmal mehr gerecht. Und das ist auch gut so.

Schonungslos nimmt der Regisseur sein Publikum mit auf eine Reise, die an allen nur denkbaren menschlichen Abgründen und Schicksalsschlägen Halt macht. Krankheit, Tod, Vergeltung, Schuld, Sühne, Glaube, Hoffnung, Liebe, Verzweiflung... was braucht man mehr für einen unterhaltsamen Kinoabend?
Seinen exzellenten Schauspielern hat er es zu verdanken, daß sie die Gefühlslagen ihrer Figuren für den Zuschauer zu jeder Zeit so fühlbar, nachvollziehbar machen, dass man meint, man selbst sei Teil dieser emotionalen Verwüstung. Cristinas Schmerz und grenzenlose Verzweiflung, Pauls Todesqualen und sein Ausgeliefertsein, Jacks Schuldgefühle und Glaubenszweifel - nichts scheint Linderung ihrer Qualen zu versprechen.
Auch vorübergehende Hoffnungsschimmer werden im nächsten Moment zerschmettert, über allem schwebt ununterbrochen der bittere Beigeschmack von einer Ausweglosigkeit und Vorbestimmtheit, der durch nichts und niemand beizukommen ist.

Dieses Gefühl der Unausweichlichkeit bezieht der Film jedoch nicht nur aus den Leistungen seiner Hauptdarsteller, sondern auch aus der Art seiner Inszenierung.
"21 Gramm" erzählt seine Geschichte nonlinear. Der Film wirft dem Zuschauer ein Puzzleteil nach dem nächsten hin und scheint ihn frech aufzufordern: Bitteschön, jetzt bist du dran! Was zu Beginn unweigerlich zu einem wahren Verwirrspiel wird, entwickelt sich im weiteren Verlauf des Films zu einer Konzentrations- und Kombinierübung, die dem Zuschauer viel Aufmerksamkeit abverlangt. Manche Szenen lassen sich chronologisch kaum einordnen, scheinen wahllos hingeworfen, könnten dem persönlichen Eindruck nach auch an einer völlig anderen Stelle im Filmverlauf platziert werden.
Schon geschickt, wie hier eine Geschichte der Unausweichlichkeit scheinbar wahllos, zufällig inszeniert wird. Eine Geschichte, die sonst möglicherweise einen Tick zu vorhersehbar geraten wäre, gerät so zu einem Verwirrspiel, dass niemals den Eindruck des Prätensiösen erweckt, und dessen Handlung sich nur nach und nach zu einem mehr oder weniger vollständigen Bild zusammen setzt.

Gefilmt ist das Ganze so grobkörnig, dass es manchmal schon fast weh tut. Soll es vielleicht auch. Wenn Sean Penn in der Wüste vor stahlblauem Himmel die Pistole zückt, dann hat das fast etwas von einem Postkartenmotiv, auf dem nur er selbst ein wenig fehl am Platze scheint. Dann wieder nimmt die Kamera Positionen ein, die die Sicht auf das Geschehen eher verstellen als ermöglichen; fast fühlt man sich als Eindringling in eine Welt, die so privat ist, dass man hier nichts zu suchen hat und lieber draussen bleiben sollte. Auch die Kameraposition erweckt häufig den Eindruck des Zufälligen - sie zeigt uns das Geschehen aus dieser oder jener Position, ebensogut hätte es aber auch eine ganz andere sein können. Ungeschminkt scheint sie zu sein, nicht bis aufs Genaueste ausgeklügelt, dem Zufall überlassen - ebenso wie der Erzählstil und die Geschichte selbst.

All das hat eines zur Folge: Beim Zuschauer entsteht das Gefühl der Unmittelbarkeit. Durch die nichtchronologische Erzählweise wird der Zuschauer ebenso in die Geschichte miteinbezogen wie durch die Kameraführung und das intensive Spiel der Darsteller. Und natürlich durch die Geschichte selbst. Sie führt uns Dinge vor, mit denen jeder von uns irgendwann in seinem Leben in Berührung kommen wird oder kann. Wenn Cristina ihre Familie auf einen Schlag verliert - wie könnte man da nicht sofort an seine eigene Familie denken und an das 'Was-wäre-wenn?'. Der unglückliche Unfall, den Jack verursacht - könnte das nicht auch mir passieren, wenn ich gerade mit dem Auto von der Arbeit oder vom Einkaufen oder aus dem Kino komme und es eilig habe und vielleicht zwei Sekunden nicht auf die Strasse schaue? Oder Pauls Herzkrankheit - kann ich sicher sein, dass nicht auch mein Herz oder ein anderes lebenswichtiges Organ irgendwann seinen Dienst verweigern wird?

Wie man es auch dreht und wendet, man muss Alejandro González Inárritu bescheinigen, einen erstklassigen Hollywooderstling abgeliefert zu haben. Er beweist mit "21 Gramm", dass er die Gabe hat, menschliche Befindlichkeiten am Rande des Abgrunds mit großartiger Beobachtungsgabe in Szene setzen zu können. Dabei beschönigt er nichts und offenbart vieles. Vieles, was manch anderer lieber unter den Teppich gekehrt oder für den Durchschnittszuschauer ordentlicher, erträglicher zurecht gerückt hätte.


   
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Künstlerisch und ergreifend
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12.03.2007
Erstklassiges Depressionskino
Bewertung für 21 Grams (2003) von Katia23

Pro: ohne wenn und aber die Schauspieler
Kontra: ein wenig nervt die Zerstücklungstechnik ja schon

Und schon wieder gibt es einen Film, der es wert ist eine Kritik zu schreiben. Hab gestern in einem plötzlichen Anfall von Filmentzug der Videothek meines Vertrauens einen Besuch abgestattet und stand gerade mit einem erstklassigen französischen Film mit ... Bericht lesen

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15.07.2004
Tod, Rache, Liebe, Schuld, Leben!
Bewertung für 21 Grams (2003) von BillMaplewood

Pro: Darsteller, Kamera, Score, bedrückend, interessant, sehenswert, wildes Szenenpotpourri
Kontra: es dauert lange bis man sich im Film zurechtfindet, wildes Szenenpotpourri, keine Unterhaltung

...„Wieviel wiegt Rache? Wieviel wieget Liebe? Wieviel wiegt Schuld? Wieviel wiegt das Leben? - 21 Gramm!“ Drei Jahre hat es gedauert bis Alejandro González Iñárritu (Regie) und Guillermo Arriaga (Drehbuch) nach ihrem oscarnominierten Meisterwerk „ ... Bericht lesen

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26.02.2004
Danach hatte ich einen Kloß im Hals...
Bewertung für 21 Grams (2003) von Mausimausmaus

Pro: schauspielerische Leistung, grandiose Erzähltechnik, Symbolik, Story
Kontra: nichts ;-)

Hi! Nach meinem Bericht zum Film "Lost in Translation" folgt nun ein Bericht zum Film "21 Gramm" bzw. "21 Grams", ein Streifen des für den Vorgänger "Amores Perros" oscarnominierten Regisseurs Alejandro Gonzales Innaritu...angepriesen als ein mit ungew ... Bericht lesen

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14.03.2004
Von Liebe, Trauer, Hass, Schuld und Rache
Bewertung für 21 Grams (2003) von Quines

Pro: grandiose Schauspieler, geniale Story, Gefühle pur, Interpretationsspielraum, Kamera, Schnitt,...
Kontra: man könnte meinen die Komplexität der Handlung und die unkonventionelle Erzählstruktur

„Die Erde dreht sich, damit wir zusammen finden …“ …Auszug aus einem Gedicht, das Paul Rivers (Sean Penn, aktueller Oscar Preisträger für „Mystic River (2003)“) gerade der verwitweten Christine Peck (Naomi Watts, „Mulholland Drive (2001)“, „The Ring (200 ... Bericht lesen

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01.03.2004

Berichte die interessant sein könnten für 21 Grams (2003)    
21 Gramm wiegen 5 Fünf Cent Münzen...
Bewertung für 21 Gramm (DVD) von  Skywalkeratwork

Pro: 3 Hauptcharaktere!Inszenierung!Dramatik, Spannung und Trauer!Super Drama!
Kontra: Passt man nicht auf, könnte man leicht verwirrt werden von der Handlung her!

...Altersfreigabe ab 12 Jahren DVD-Erscheinungstermin 16. September 2004 Studio CIC Video/Paramount Home Entertainment Komponist Gustavo Santaolalla Regisseur Aljandro Gonzalez Inarritu (Babel) Drehbuch Guillermo Arriaga Originaltitel 21 Grams Kinostart 26. Februar 2004 Drama USA 2003 Die Schauspieler ------------------------------ Sean Penn spielt Paul Rivers Benicio Del Toro spielt Jack Jordan Naomi Watts spielt Cristina Peck Charlotte Gainsbourg Melissa Leo Clea DuVall Danny Huston Paul Calderon Marc Musso Teresa Delgado Stephen Bridgewater Catherine Dent David Chattam Annie Corley Eddie Marsan Es kreuzen sich in diesem Film 3 Lebenswege und somit braucht man 3 charakterstarke und bildgewaltige Schauspieler und die hat man hier eindeutig gefunden und in meinen Augen, denn ich mag diesen Film total... Bericht lesen

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01.01.1970

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