23 - Nichts ist so wie es scheint

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23 - Nichts ist so wie es scheint

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23... Was für ein komischer Titel, dachte ich mir, als ich von dem Film hörte. Doch diese Zahl spielt eine zentrale Rolle im Film wie auch für die Hauptfigur des Films. Normalerweise bin ich kein Freund des deutschen Films, da es keine qualitativ guten Filme aus Deutschland kommen, im Bezug ... Bericht lesen





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--Heike Angermaier
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1-6 von 94 Erfahrungsberichten    
> Alle 94 23 - Nichts ist so wie es scheint Erfahrungsberichte anzeigen
23, 5 und Illuminatus
Erfahrungsbericht von J_T_Kirk über 23 - Nichts ist so wie es scheint
19.03.2002


Produktbewertung des Autors:   

Humor wenig humorvoll 
Spannung ziemlich spannend 
Anspruch geht so 
Action: wenig 
Romantik: null 

Pro: Authentizität
Kontra: -  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -  -

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

23... Was für ein komischer Titel, dachte ich mir, als ich von dem Film hörte. Doch diese Zahl spielt eine zentrale Rolle im Film wie auch für die Hauptfigur des Films. Normalerweise bin ich kein Freund des deutschen Films, da es keine qualitativ guten Filme aus Deutschland kommen, im Bezug auf die Handlung wie auch Technik. Aber Überraschungen gibt es immer wieder. Dazu zählt auch der Film „23 - Nichts ist so wie es scheint“ Am Anfang des Films schon fällt einem auf, daß es sich um wahre Begebenheiten handelt. komischerweise habe ich vor kurzem noch so einen Film gesehen, zwar nicht mit Hackern, aber Geheimgesellschaften: siehe meinen Bericht zu "The Skulls"!

~~~
Story
~~~

Karl Koch (August Diehl) lebt eigentlich in geordneten und zugegebenermaßen spießbürgerlichen Familienverhältnissen in Hannover. Ich nhme an, daß alle Söhne gegen ihre Väter rebellieren, deren Weltanschauungen weit auseinanderliegen wie bei Karl und seinem Vater, der stirbt und Karl eine Menge Geld hinterläßt. Karl macht sich auf und mietet sich mit einem Freund eine neue Wohnung. Er versucht in dem ganzen Chaos seine eigene Ordnung zu finden. Dies findet er in dem Buch "Illuminatus!" von Robert Anton Wilson, das er mindestens 500 mal gelesen hat. Er glaubt immer mehr Wahrheiten in dem Buch zu finden, die die Existenz geheimer Gesellschaften und Organisationen beweisen und erklären. In dem Buch geht es vor allem um die Zahl 23, ihre Quersumme und einem gesponnenen Netz aus gesicherten Fakten, Halbwahrheiten und reiner Phantasie.

"Illuminatus!", ein Science-fiction-Roman, erzählt vom einsamen Kampf seines Helden Hagbard Celine, der mit Hilfe eines computergesteuerten U-Boots gegen eine weltweite Verschwörung zu Felde zieht. Die Zahl 23 und ihre Quersumme wird darin in Verbindung mit allen möglichen Geschehnissen in der Welt gebracht und ist von immenser Bedeutung in dem Buch. Die meisten Attentate in der Geschichte der Menschheit würden am 23. verübt. Angeblich sei Adam Weishaupt, der Gründer der „Illuminaten“, nach dem Verbot seiner Organisation untergetaucht, nach Amerika ausgewandert und dort unter dem Namen George Washington Präsident der USA geworden. Karl ist ein schüchterner, in sich gekehrter Junge, und bald fasziniert von der Zahl 23 und überhaupt der Idee. Aber je mehr Begeisterung er für dieses Buch an den Tag legt, desto mehr Unverständnis erbt er in seiner Umwelt.

Er entdeckt die 23 und 5 jetzt bewußter und sieht sie auch überall. Es bleibt nicht aus, daß er jetzt anfängt woanders nach Gleichgesinnten zu suchen. Auf einer Party, auf der alle Fans des Autors Robert Anton Wilson versammelt sind, lernt er David (Fabian Busch) kennen. Sie beide scheinen die gleichen Interessen zu haben und auch sonst verstehen sie sich sehr gut. Also tun sie sich zusammen und schnüffeln im Internet herum. Karl merkt, daß es ziemlich einfach ist in Firmennetzwerke und sonstigen Netzwerke einzubrechen. Anfangs aus idealistischen Gründen später des Geldes wegen, da das geerbte Geld auch schon zur Neige geht, lassen sie sich von zwei Gaunern zur Spionage für KGB überreden,. Der eine ist Lupo, ein Deserteur, der unter falschem Namen in Berlin lebt. Der andere ein Drogendealer, der den Botenjob übernimmt. Das erste Mal müssen sie alle außer Lupo nach Ostberlin reisen.

Der KGB ist natürlich hocherfreut, an allerart Informationen interessiert und bereit zu zahlen. Und so beginnt ein neues Leben für Karl und David, das einen eigenen Rhythmus hat. Sie hacken, hacken und hacken. Da die Leute keine Phantasie an den Tag legen, um ein Paßwort schützen, kommen sie an fast jeder Information heran. Sie arbeiten wegen der hohen Telefonkosten nachts, kiffen, und um die Leistung zu erhöhen koksen sie was das Zeug hält. Karl sucht sich Passeenderweise den Nick Hagbard aus, David heißt Goliath. Während David sich noch unter Kontrolle hat und alles überschauen kann, lösen sich die Grenzen zwischen Traum und Phantasie für Karl allmählich auf. Er ist süchtig, fühlt sich verfolgt und hat Halluzinationen.

Irgendwann läßt sich Karl auf ein Interview im Fernsehen ein, wo es einen Einbrauch in das Netzwerk des Atomkraftwerks Jülich zeigen soll. Ab hier wird es gefährlich für die beiden. Nun ist natürlich der BND und das BKA hellwach und überwacht die beiden Jungs. Da Karl wegen seines Drogenkonsums immer mehr Schulden hat und kaum seine Probleme bewältigen kann, geht die Freundschaft zu David ebenfalls zu Grunde. Es bleibt am Ende Karl nichts anderes übrig, als sich zu stellen. Es wird ihm die Aufnahme ins Zeugenschutzprogramm in Aussicht gestellt, jedoch kommt er nie in den Genuß dieses Schutze. Während David und Karl straffrei ausgehen, bekommen die beiden anderen Bewährungsstrafen...

Würde ich weitererzählen, so würde ich den ganzen Film verraten, weshalb ich besser hier aufhöre.

~~~~~~~~
Die Darstellen
~~~~~~~~

August Diehl als Karl Koch

"Die Figur des Karl geht mir nahe und ist mir auch gleichzeitig fremd. Man ist doppelt neugierig, wenn so eine Figur tatsächlich existiert hat. Der Hang zum Mystischen interessiert mich dabei besonders." Erzählt August Diehl über die Hauptfigur dieses Films. Ich muß zugeben, es hört sich weise an. Mir war bisher dieser schüchtern wirkende, kleiner und drahtiger Junge August Diehl nie aufgefallen, weder im Fernsehen, noch sonst irgendwoher. Aber er sei im Theater zu Hause und wolle es auch nicht aufgeben, erzählte man mir. Um so mehr bin ich von seiner Spielweise überrascht und fasziniert. Er spielt den Hacker Koch überzeugend und sehr souverän. Die Rolle scheint wie für ihn geschrieben. Alle Achtung!


Fabian Busch als David

Er spielt den Freund, der nur bis zu einem gewissen Punkt mithält, irgendwann aber den alles hinterfragenden Karl nicht mehr retten und beschützen kann. Auch er war mir nie bekannt, aber er spielt seine Rolle ebenfalls.

Hans-Christian Schmid, Regie und Buch

Auf sein Konto gehen Dokumentarfilme wie„Sekt oder Selters“ über Automatenspieler und Nur Für eine Nacht, wofür er den Goldenen Löwen 1997 und den Adolf-Grimme-Preis 1997 bekam.

~~~
Fazit
~~~

Klar hatte ich andere Erwartungen an den Film, da man schon so einiges darüber und vor allem über Karl Kochgehört hatte, der meine Generation präsentiert. Zwar wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, aber ich erlebte doch so einige Überraschungen. Der Film ist nicht vollgeladen mit jeder Menge Fachkauderwelsch wie man es aus Amerika gewohnt ist, dafür ist er realistisch. Dafür gibt es mehrere Faktoren:
· Es spielt in Deutschland
· Es ist eine wahre Geschichte
· die Handlung ist nicht übertrieben und unglaubwürdig
· man identifiziert sich mit der Hauptfigur.
Zumindest war es bei mir so. Vielen wäre es in Karls Situation nicht anders ergangen als ihm. Es gab nur eine einzige Szene, bei der ich mich fragte: Hä? Und zwar, als Lupo die beiden Jungs die Straße lang begleitet, glaubte ich einen VW-Golf 4 im Hintergrund zu erkennen. Aber das kann nicht sein, denn kein Regisseur würde so was zulassen. An allem Anderen gibt es nichts auszusetzen, es ist ein guter Film geworden. Von mir auf jeden Fall ein SEHENSWWERT!


© ۲۰۰۲ ﺭﺍﻣﻳﻥ

   
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11.03.2001

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