28 Days Later

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28 Days Later

Gesamtbewertung (77): Gesamtbewertung 28 Days Later

 

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Kein gewöhnlicher Zombiefilm!

5  17.02.2008

Pro:
Story, tolle Atmosphäre, überzeugende Schauspieler, perfekte Musik

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Pampashase

Über sich: +++ CIS- und Aus-Interesse-Leserin +++ Kein Interesse an Leserunden +++ BH-Umbewertungswünsche, -auf...

Mitglied seit:26.05.2002

Erfahrungsberichte:1653

Vertrauende:238

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 148 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

"28 Days Later" ist ein Film, den ich bereits mehrmals gesehen habe. Und jedes Mal gefiel er mir besser, sodass er mittlerweile zu einem meiner Lieblingsfilme geworden ist. Grund genug, um ihn euch hier mal vorzustellen.


Zum Film:
*~*~*~*~*~*
"28 Days Later" stammt aus dem Jahre 2002. Damals wollte ich ihn eigentlich im Kino ansehen, aber da der Film erst ab 18 Jahren freigegeben ist, konnte ich ihn damals nicht sehen. Egal, als er dann auf DVD herauskam, konnte ich ihn mir ja organisieren ^^ Erfrischend ist, dass es sich hier mal nicht um einen typischen Ami-Horrorfilm handelt, sondern dass es eine britisch-französische Produktion ist.
Im folgenden gibt's noch ein paar allgemeine…

Daten:
--------
"28 Days later"
GB/F 2002

Genre: Horror
Regie: Danny Boyle

Laufzeit: ca. 113 Minuten

FSK: freigegeben ab 18 Jahren


Worum geht es?
*~*~*~*~*~*~*~*
Gegenwart. Tierschützer brechen in ein Forschungslabor, in dem Versuche mit Schimpansen gemacht werden. Ein Wissenschaftler kommt hinzu und warnt die Eindringlinge, dass sie die Affen nicht berühren sollen, da sie mit einem Virus namens "Wut" infiziert seien. Idee sollte sein, dass man ein Gegenmittel gegen das Böse erst finden kann, wenn man es vor sich hat und an ihm forschen kann.
Die Tierschützer hören jedoch nicht auf ihn. Sobald der erste Affe befreit ist, greift er eine Tierschützerin an und beißt sie, wodurch sie infiziert wird. Es bricht Chaos aus.

Schnitt.

London, 28 Tage später. Jim (Cillian Murphy) wacht in einem leeren Krankenhaus aus dem Koma auf. Das letzte, an das er sich erinnern kann, ist ein Unfall. Er sucht erst das Krankenhaus, dann die halbe Stadt nach Menschen ab, doch kann niemanden finden. Die Straßen sind leergefegt und in den letzten gedruckten Zeitungen steht irgendetwas von einer Evakuierung. In einer Kirche sind Leichen aufgestapelt. Der Priester scheint jedoch noch zu leben. Jim will ihm zunächst helfen; schnell wird jedoch klar, dass mit dem Mann irgendetwas nicht stimmt: er hat blutrote Augen und bewegt sich wie ein Tier mit Tollwut. Jim flieht… dabei trifft er auf einige wenige Überlebende, darunter auch die Apothekerin Selena (Naomie Harris). Werden sie einen Ausweg finden können und sich vor dem Virus schützen können?


Meine Meinung:
*~*~*~*~*~*~*~*
"28 Days Later" gehört zu den besten Horrorfilmen, die ich kenne. Man hat hier einfach alles richtig gemacht. Fangen wir mit der Story an. Die Geschichte mutet auf den ersten Eindruck nicht sehr neu an. Aber man darf "28 Days Later" nicht einfach als einen von vielen Zombiefilmen abtun, denn er hat mehr zu bieten. Schon die Szene, in der Jim durch die leeren Straßen Londons läuft, bleiben einem absolut im Gedächtnis. Die Stimmung ist sehr bedrückend und düster. Untermalt werden die Szenen durch wunderschöne Musik - wie ich mittlerweile weiß, stammt diese in dieser Anfangssequenz von der kanadischen Band "Godspeed You! Black Emperor". Die Musik ist modern, aber auch irgendwie zeitlos; vor allem aber sehr kraftvoll. Sie passt perfekt zu den Bildern und scheint wie für diesen Film gemacht zu sein. Aber im Prinzip könnte ich hier erklären, bis ich umfalle: diese Szene muss man einfach selbst sehen!

"28 Days Later" sorgt für absolute Endzeitstimmung. Die Wissenschaft hat - unbeabsichtigt - dafür gesorgt, dass anscheinend die ganze Welt mehr oder weniger entvölkert wurde. So kommt es auch, dass vor allem in der ersten Hälfte des Filmes nur wenige Figuren vorhanden sind. Cillian Murphy als Jim finde ich einfach grandios. Ich mag diesen britischen Schauspieler sowieso sehr gerne, aber in dieser Rolle finde ich ihn besonders überzeugend. Man fühlt mit ihm mit, wenn er in sein Elternhaus geht und sehen muss, dass auch seine Eltern das Virus (indirekt) nicht überlebt haben. Die Rolle der Selena erscheint zunächst sehr unnahbar. Sie hat vor allem ihr eigenes Überleben im Sinn und fühlt sich durch andere in erster Linie aufgehalten und behindert. Diese harte Fassade weicht jedoch mehr und mehr auf und zwischen Jim und ihr entsteht eine Freundschaft. Auch die weiteren Schauspieler fand ich sehr gut; bis in die kleinste Rolle spielen alle glaubwürdig und so kann man vollkommen in diesem Film versinken und die Realität mal Realität sein lassen.
Die Zombies sehen im Prinzip genauso aus wie normale Menschen, nur eben mit roten Augen und verzerrten Gesichtern. Soll heißen: sie sind nicht furchterregend gruselig, aber dennoch erschreckend. In der zweiten Hälfte des Filmes wird jedoch klar, dass die (gesunden) Menschen noch viel erschreckender sind. Zu sehr vorgreifen möchte ich eigentlich nicht, aber ich kann auch schlecht auf den Hintergrund des Filmes eingehen, wenn ich es nicht tue. Soviel sei gesagt: es steckt mehr dahinter als man bei einem Horrorfilm vermuten mag. Es geht um Menschen in Ausnahmesituationen, um den Überlebenstrieb, um das bestialische Spielen mit den Gefühlen und Körpern anderer und auch um die Ausnutzung von Autorität. Es herrscht Ausnahmezustand, es gibt keine rechtlichen Instanzen mehr und so entgleist die Situation mehr und mehr… Wer jetzt jedoch zuviel Gefühlsduselei befürchtet, dem sei gesagt, dass die Spannung absolut nicht auf der Strecke bleibt. In der zweiten Hälfte kommt man stellenweise kaum zum Luftholen. Es gibt viele Schreckmomente, Verfolgungsjagden und Kämpfe. Splatterszenen sind eher sparsam eingesetzt, die Zombies spucken zwar viel Blut, aber wirklich ans Eingemachte geht es eigentlich nur zweimal. Oft wird Brutalität auch nur angedeutet, aber auch davon kann ein Horrorfilm leben - die eigene Vorstellungskraft kann viel grausamer sein…

Bevor ich aber doch noch zuviel verrate, möchte ich noch auf die Musik eingehen, denn die ist hier wirklich der Hammer. "28 Days Later" glänzt durch den außergewöhnlichen Soundtrack. Die Musik ist ganz anders als bei den meisten anderen Horrorfilmen. Düstere Gitarrenklänge untermalen die Flucht- und Kampfszenen; Melodien, die einem nicht so schnell wieder aus dem Kopf gehen. Daher habe ich mir auch den Soundtrack zugelegt. Die Melodien, vor allem beim Showdown in einem britischen Landhaus, sind hypnotisch und bewegend. Absolute Ohrwürmer - so was erlebt man selten.


Fazit:
*~*~*
"28 Days Later" ist ein toller Film, den ich nur absolut empfehlen kann. Sowohl was Story, Tiergang, Schauspieler als auch Spannung angeht, hat man hier wirklich alles richtig gemacht. Untermalt wird das Ganze von einem wahnsinnig guten Soundtrack. Am liebsten würde ich 10 Sterne vergeben, aber so begnüge ich mich eben mit der Hälfte ;-) Den Film muss man einfach gesehen haben!

Liebe Grüße!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
josch2008

josch2008

08.10.2011 00:10

ich guck mir den auch gerade auf rtl2 an! lol

yesup

yesup

08.11.2008 00:47

läuft gerade auf rtl2 und ich guck mir den jetzt zum vierten mal an, einfach nur gut.

anne7539

anne7539

13.04.2008 19:45

Habe davon auf einer meiner DVDs eine Vorschau gesehen... Möcht ich mir auch noch anschauen. Scheint sich ja zu lohnen. LG Anne

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