2 Singles in L.A.

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... Meine Meinung °°°°°°°°° „2 Singles in L.A.“ ist fast ein Episodenfilm, bestehend aus nur 2 Episoden. Der Film erzählt die Geschichte von 2 Menschen, von Kindheit an, und der Zuschauer weiß von Anfang an, dass diese beiden zusammenkommen werden, doch bis dahin ist es ein weiter Weg, und ... Bericht lesen





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Liebe im Paradies auf Erden!
Erfahrungsbericht von BillMaplewood über 2 Singles in L.A.
07.02.2003


Produktbewertung des Autors:   

Humor ziemlich humorvoll 
Spannung durchschnittlich spannend 
Anspruch Anspruch - was ist das? 
Action: null 
Romantik: sehr viel 

Pro: 2 schön verwobene Episoden, Dylan McDermott, Alice Drummond
Kontra: Tripplehorn und leider auch Aniston, doch recht maue Story, Ende kommt zu plötzlich

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Liebeskomödien geringer Qualität überschwemmen ja oft die deutschen (und natürlich auch die internationalen) Kinos, umso verwunderlicher ist es dann, wenn solch ein Film kurz vor der schon bekannt gemachten Kinopremiere im August 1997 zurückgezogen wird, und stattdessen nur auf Video veröffentlicht wird. Dann erwartet man doch eigentlich ein vollends schrecklichen Filmen, und das obwohl (oder gerade weil) der Film mit vielen namhaften Darstellern aufwarten kann, aber genug der Vorrede, ich sage euch jetzt, ob ich den Film wirklich als so schrecklich empfunden habe.

Der Inhalt
°°°°°°°°°
Nick (Dylan McDermott) und Gwen (Jeanne Tripplehorn) leben in Los Angeles, doch wissen nichts voneinander und das obwohl sie eine gemeinsam Vergangenheit haben. Sie wohnten im gleichen Ort, gingen auf die gleiche Schule und Nick rannte als 6jähriger Gwen einmal sogar über den Haufen, und sie gingen auch auf die gleiche Uni, wo sie wieder zusammenstießen. Eins von Nicks Architekturmodellen flog aus dem Fenster, und erschlug beinahe Gwen. Dabei verlor Gwen ein selbstgeschriebenes Gedicht, welches Nick tief berührte.
Sonst hat ihre Vergangenheit aber auch große Gegensätze: Gwen lebt in der perfekten Familie. Die Eltern sind beide wohlhabend, und Gwen bekommt jeden Abend vor dem Schlafen die Geschichte erzählt, wie ihre Eltern sich kennen lernten und sie träumt davon, dass dies ihr irgendwann auch passiert. Doch ihre Beziehungen waren alle ein Fiasko. Einmal war der perfekte Mann plötzlich schwul, ein andermal ein arrogantes Arschloch.
Nick kommt dagegen aus der alles andere als perfekten Familie. Seine Mutter hat zahlreiche Jobs um die Familie über Wasser zu halten, und sein Vater ist Alkoholiker.
Nun sind die beiden Mitte 30 und leben in L.A. und ihre Beziehung hat wieder einen gemeinsamen Nenner. Nick ist seit kurzem mit Francesca (Sarah Jessica Parker) liiert, dem ehemaligen Kinderstar aus Gwen und Nicks Lieblingsserie „Nur als Familie sind wir stark“ und Gwen arbeitet seit neustem für Francesca als Ghostwriterin für deren Biographie.
Und bald bekommen die beiden eine weitere Gemeinsamkeit: Gwen zieht in die paradiesische Siedlung „La Paradisa“ und Nick bekommt als Architekt den Auftrag diese Siedlung abzureißen und dort ein neues Hochhaus zu errichten.
Doch die Bewohner von „La Paradisa“, allen voran Gwen, wehren sich gegen den geplanten Abriss. Gwen schreibt Leserbriefe an eine Zeitung, welche Nick liest und er verliebt sich in die anonyme Schreiberin der Leserbriefe.
Deswegen geht er nach La Paradisa und lernt dort die Nachbarin von Gwen Harriet (Alice Drummond) kennen, die schon seit den 30er Jahren in „La Paradisa“ lebt und über sie erfährt er, wer „La Paradisa“ gebaut hat, seine ehemalige, mittlerweile verstorbene Lehrerin Sophia Monroe (Nina Foch) und er beschließt nun auch gegen die Zerstörung von „La Paradisa“ zu kämpfen und kommt dabei auch wieder seinem Vater näher mit dem er seit Ewigkeiten nicht mehr gesprochen hat.
Gwen muss währenddessen erkennen, dass die Beziehung in ihrer Umgebung alle gar nicht so toll sind, wie sie dachte, denn ihre Eltern haben sich nie geliebt und auch ihre beste Freundin Debbie (Jennifer Aniston) hat Probleme mit ihrem Ehemann.

Meine Meinung
°°°°°°°°°
„2 Singles in L.A.“ ist fast ein Episodenfilm, bestehend aus nur 2 Episoden. Der Film erzählt die Geschichte von 2 Menschen, von Kindheit an, und der Zuschauer weiß von Anfang an, dass diese beiden zusammenkommen werden, doch bis dahin ist es ein weiter Weg, und dieser ist teilweise überraschend unterhaltsam gestaltet. Vor allem zu Beginn, der erste Teil in der Kindheit der beiden ist köstlich. Regisseur Scott Winant setzt gleich zu Beginn ein Stilmittel ein, dass er immer wieder gebrauchen wird, er lässt die eine Person einen Satz beginnen, welchen dann der/die andere beenden wird. So sitzen die beiden vorm Fernseher, unterschiedlicher wie sie kaum sein können, Gwen auf der einen Seite in einem schönen Haus, zusammen mit ihren Eltern, Nick auf der anderen Seite, in einem Dreckloch mit dem besoffenen Vater im Hintergrund, und beide sind glücklich, wenn sie ihre kitschige Serie schauen, über einen alleinerziehenden Vater von 3 Mädchen und eine alleinerziehende Mutter von 3 Jungen, die sich dann beide ineinander verlieben.
Und dann geht es weiter zur Studentenzeit der beiden, Nick als aufstrebender Architekt, der mit Frauen einfach nur ins Bett geht, Gwen als hoffnungsvolle Literaturstudentin, die sich nach dem Mann fürs Leben sehnt, und dann kommt der Film erst in der Gegenwart an nach ca. einer halben Stunde.

Diese halbe Stunde zu Beginn war äußerst amüsant, amüsanter als ich es von der stärksten Szene des Films erwartet habe, nur jetzt in der Gegenwart flacht der Film dann etwas ab. Vielleicht liegt, dass daran, dass Gwen und Nick sich von nun an kein einziges mal mehr treffen, bis auf den großen Moment 5 Minuten vor Ende des Films, aber ich glaube es liegt eher an der Unterschiedlichkeit der Rollen und Schauspieler.

Auf der einen Seite ist da ein brillanter Dylan McDermott als Nick. McDermott hat den großen Vorteil, dass er einen komplizierten, vielschichtigen Charakter hat und eine ideale Partnerin, die ebenfalls überragend spielende Sarah Jessica Parker. Diese beiden sorgen für Genuss, sogar phasenweise Hochgenuss.

Auf der anderen Seite hat Jeanne Tripplehorn als Gwen einen sehr schweren Stand dagegen. Dabei muss sie vor allem darunter leiden, dass ihr genau die Vorteile von McDermott fehlen, und so zu Nachteilen werden. Der Charakter der Gwen vereinigt zu viele schlechte Klischees in sich, der Charakter ist auch einfach nicht so interessant, wie der von Nick gestaltet und ihr fehlt ein Partner bzw. Partnerin, wie sie McDermott mit Parker hat. Tripplehorn zur Seite sollte da wohl Jennifer Aniston stehen, aber diese ist ein Totalausfall. Das liegt mitunter daran, dass die Szenen mit ihr, fast auf ein Minimum beschränkt sind, aber sogar dieses Minimum hätte man weglassen können.
Die Seite von Gwen wird erst interessanter, als Gwen immer besseren Kontakt zu ihrer Nachbarin Harriet bekommt. Diese wird von Alice Drummond gespielt und diese ist der heimliche Star des Films. Sie spielt diese alte, senile Schrulle äußerst herzerwärmend, ihr kommt die wichtige Rolle zu, dass die Brücke zwischen Gwen und Nick wird, und sie sorgt auch für viel Komik, und ihr Tod ist dann die bewegendste Szene des Films.

Von den Schauspielern und Personen etwas in den Hintergrund gerückt wird dann die doch recht maue Story. Natürlich kommen die beiden am Ende zusammen, das weiß man, aber das sieht man natürlich auch nicht als Kritikpunkt an. Trotzdem ist das Ende recht schwach, geht mir der Sprung vom ersten Kuss, zur nächsten Szene, beide mit ihrer 6jährigen Tochter, die Geschichte des Kennenlernens erzählen, dann doch etwas zu schnell. Schade ist vor allem, dass man von dem Ende von „La Paradisa“ dann nur in einem Satz erfährt, nämlich als die Tochter fragt, was daraus wurde und Gwen antwortet, es wurde abgerissen.

Dies ist dann für mich als Zuschauer ein herber Schlag, denn damit rechnet man sicher nicht, und so hat das Ende auch etwas überraschendes, aber etwas unnötig überraschendes und unverständlich überraschendes.

„La Paradisa“ wird dem Zuschauer nämlich wie der Name schon sagt, als Paradies präsentiert. Eine Siedlung, wie ein Traum, außen die Häuser, innen ein geräumiger Innenhof mit einem Brunnen, die Bewohner sind alle entweder ganz alt und wohnen seit 60 Jahren dort, oder ganz junge ausgeflippte Musiker und Hippies. Alle wohnen perfekt zusammen, feiern gemeinsame Feste, helfen sich gegenseitig, das Paradies auf Erden also und auch so gebaut. Jede Wohnung sieht von außen und innen wunderschön außen, ein paradiesischer Garten, bevor ich jetzt weiter aufzähle, ich komme zum Punkt: Das ganze wurde dermaßen übertrieben paradiesisch dargestellt, dass es einfach a) nicht passt, dass es am Ende abgerissen wird und b) kein Mensch, selbst der raffgierigste und kapitalistische Unternehmer nicht abreißen würde, dazu wurde es ja auch noch von der größten und bedeutendsten Architektin Los Angeles gebaut.

Dieser Punkt hat mich einfach gestört und ich weiß nicht warum man das Ende so hat wählen müssen, oder diese Siedlung so übertrieben paradiesisch darstellen musste.

Insgesamt kann ich den Film aber durchaus empfehlen, es ist sicher kein richtig toller Film, dafür fällt die eine Episode gegenüber der anderen zu stark ab, es ist aber ein ganz schöner Liebesfilm, der zwar einige Macken hat, aber den man als kurzweilige Kost sicher gut genießen kann.

Insgesamt heißt das 6 paradiesische Punkte auf meiner 10er Skala.

Daten
°°°°°°°°°
Titel Deutschland: 2 Singles in L.A.
Originaltitel: Til There Was You
Genre: Liebeskomödie
USA 1997, FSK 12, Laufzeit: 109 Minuten

Darsteller: Jeanne Tripplehorn (Gwen Moss), Dylan McDermott (Nick Dawkan), Sarah Jessica Parker (Francesca Lanfield), Jennifer Aniston (Debbie), Craig Bierko (Jon Haas), Nina Foch (Sophia Monroe), Alice Drummond (Harriet), Karen Allen (Betty Dawkan), Kale Brown (Vince Dawkan) , Michael Tucker (Saul Moss), Christine Ebersole (Beebee Moss), Ken Olin (Gregory), John Plaumpis (Saul Moss mit 25 Jahren), Janel Moloney (Beebee Moss mit 25 Jahren), Yvonne Zima (Gwen, 7 Jahre) Kellen Fink (Nick, 7 Jahre), Alexandra Theriault (Taffy, 7 Jahre), Kimberly Paige (Taffy, 12 Jahre), Andrew Armbruster (Jonny, 8 Jahre), Amanda Fuller (Debbie, 13 Jahre), Madeline Zima (Gwen, 12 Jahre), Joshua Rubin (Nick, 12 Jahre), Susan Walters (Robin), Michael Moertl (Dean), Kasi Lemmons (Angenelle), Patrick Malahide (Timo), Steven Antin (Kevin), Reg Rogers (Bob), William Utay (Paul Pullmann)

Regie: Scott Winant
Produzenten: Penny Finkelman Cox, Tom Rosenberg, Alan Poul
Drehbuch: Winnie Holzman
Musik: Miles Goodman, Terence Blanchard
Kamera: Bobby Bukowski
Ausstattung: Craig Stearns

Weiterführende Informationen
°°°°°°°°°
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0118523

Online Filmdatenbank: http://ofdb.persephone.net-build.de/view.php?page=film&fid=11237

© Björn Becher 2002, 2003   

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Pro: Neve Campbell, es gibt auch ein paar wirklich gute Gags!
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...erkennen :-) Seine Kollegen trifft es da etwas besser, auch wenn ihre Rollen natürlich ein wenig Klischeehaft sind. NEVE CAMPBELL ist seit "Scream" das Postergirlie der jungendlichen Horrorfans. Die Trilogie war ihr unumstritten größter Erfolg. Neve spielte allerdings auch noch andere Rollen, u.a. absolut genial in "Wild Things" oder auch in "Studio 54". Demnächst ist die Kanadierin bei uns in "A Private War" zu sehen. DYLAN MCDERMOTT ist eigentlich beliebtheitsmäßig nie so richtig aus den Puschen gekommen, obwohl er mit Sicherheit einer der bestaussehensten Akteure ist, die sich im Moment im Filmgeschäft rumtreiben. Er spielt entweder Nebenrollen in erfolgreichen Filmen oder Hauptrollen in Flops. Gesehen hat man ihn u.a. in "In the Line of Fire" mit Clint Eastwood oder in "2 Singles in L.A." mit Jeanne Tripplehorn (kam hier nur... Bericht lesen

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01.01.1970

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