3096 Tage / Natascha Kampusch

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3096 Tage / Natascha Kampusch

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Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der...
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3096 Tage - Natascha Kampusch 3096 Tage - Natascha Kampusch
4 CDsErscheinungsjahr: 201216 - 99Von Kampusch, Natascha / Sprecher: Schwarz, ... mehr
Elisabeth"Ich fühle mich nun stark genug, die
ganze Geschichte meiner Entführung zu erzählen."
Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste
Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2.
März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf
dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der
Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie
in einem Kellerverlies gefangen - 3096 Tage lang.
Am 23. August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft
die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag
das Leben. Jetzt spricht Natascha Kampusch zum
ersten Mal offen über die Entführung, die Zeit der
Gefangenschaft, ihre Beziehung zum Täter und
darüber, wie es ihr gelang, der Hölle zu
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Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. ... mehr
März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf
dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der
Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie
in einem Kellerverlies gefangen – 3096 Tage
lang. Am 23. August 2006 gelang ihr aus eigener
Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am
selben Tag das Leben. Jetzt spricht Natascha
Kampusch zum ersten Mal offen über die Entführung,
die Zeit der Gefangenschaft, ihre Beziehung zum
Täter und darüber, wie es ihr gelang, der Hölle zu
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3096 Tage - Hörbuch zum Download / Natascha Kampusch 3096 Tage - Hörbuch zum Download / Natascha Kampusch
Hörbuch zum Download - "Ich fühle mich nun stark genug, die ganze Geschichte meiner ... mehr
Entführung zu erzählen." Natascha Kampusch erlitt
das schrecklichste Schicksal, das einem Kind
zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter
von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr
Peiniger, der Nachrichtentechniker Wolfgang
Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies
gefangen - 3096 Tage lang. Am 23. August 2006
gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil
nahm sich noch am selben Tag das Leben. Jetzt
spricht Natascha Kampusch zum ersten Mal offen
über die Entführung, die Zeit der Gefangenschaft,
ihre Beziehung zum Täter und darüber, wie es ihr
gelang, der Hölle zu entkommen.
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2011, Spieldauer: 292 MinutenGesprochen von Schwarz, ElisabethGelesen von Elisabeth ... mehr
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3096 Tage, 4 Audio-CDs,  Natascha Kampusch 3096 Tage, 4 Audio-CDs, Natascha Kampusch
Audio-CD Januar 2012, Verlag: Downtown, von 16-99 J.
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Schwarz, Elisabeth - Natascha Kampusch: 3096 Tage (Hörbuch Hamburg) CD Album Schwarz, Elisabeth - Natascha Kampusch: 3096 Tage (Hörbuch Hamburg) CD Album
Release: 21.01.2011, Format: CD Album, Neuware, Inhalt: 4, Label/ Hersteller: Hörbuch ... mehr
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Seiten: 288, Taschenbuch, Ullstein Taschenbuch
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3096 Tage - Natascha Kampusch
Erscheinungsjahr: 2010Gewicht: 486 gr / Abmessungen: 221 mm x 144 mm x 26 mmVon Kampusch, ... mehr
Natascha / Von Gronemeier, Heike; Milborn,
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1-6 von 6 Erfahrungsberichten    
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Und plötzlich war ich es selber....
Erfahrungsbericht von christebelle über 3096 Tage / Natascha Kampusch
03.12.2010


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Stärke, Kraft, Mut der Autorin, ihr Glauben an ein positives Ende
Kontra: alles weitere

Empfehlenswert?  

Kompletter Erfahrungsbericht

Der Fall Natascha Kampusch verursachte vor einigen Jahren einen riesigen Medienrummel. Das entführte und tot geglaubte, aber nie aufgefundene Mädchen, wuchs zur jungen Frau heran und befreite sich achteinhalb Jahre später selbst. Als ich mitbekam, dass ihre Biografie erschienen ist, war ich zunächst zwiegespalten, ob ich sie lesen möchte. Einerseits finde ich es pietätlos, in anderer Leute Intimsphäre herumzublättern, andererseits hätte sie wohl kaum ein Buch darüber verfasst, wenn sie ihre Erlebnisse nicht teilen wollte. Außerdem hatte ich einmal ein Interview mit Natascha Kampusch im Fernsehen gesehen und fand sie dort recht sympathisch. Als letzte Möglichkeit, falls mir das Buch doch zu nah gehen sollte, ließ ich mir offen, es dann einfach nicht weiterzulesen. Mit diesen Vorsätzen bestellte ich es in der Bibliothek und konnte es drei Wochen später schon abholen. Nun teile ich euch meine Meinung zu dem Buch

3096 Tage

mit. Hierbei gibt es nicht viel zu verschweigen, denn ihr wisst ja, wie es – zum Glück! – ausgegangen ist für die Autorin.

Allgemeine Informationen

Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: List (Ullstein Buchverlage GmbH)
Preis: 19,95€
Seiten: 284
Homepage: www.natascha-kampusch.at

Inhalt und Unterteilung der Kapitel

Den Inhalt muss ich gar nicht mehr wiedergeben, denke ich. So gut wie alles wird an meinem Bericht ersichtlich. Die Unterteilung der Kapitel finde ich logisch. Ab und zu wird zeitlich noch einmal zurückgegangen oder vorgegriffen, aber ich konnte immer gut folgen.

*Brüchige Welt
Meine Kindheit am Stadtrand von Wien

*Was soll schon passieren?
Der letzte Tag meines alten Lebens

*Vergebliche Hoffnung
Die ersten Wochen im Verlies

*Lebendig begraben
Der Alptraum wird Wirklichkeit

*Sturz ins Nichts
Der Raub meiner Identität

*Misshandlung und Hunger
Der tägliche Kampf ums Überleben

*Zwischen Wahn und heiler Welt
Die zwei Gesichter des Täters

*Ganz unten
Wenn körperlicher Schmerz die seelischen Qualen lindert

*Angst vor dem Leben
Das innere Gefängnis steht

*Für einen bleibt nur der Tod
Meine Flucht in die Freiheit

*Epilog


Meine Meinung

(in vier Blöcke unterteilt)

Die ersten Seiten des ersten Kapitels fand ich relativ unspannend und auch schleppend. Natascha Kampusch beschreibt ihre Kindheit, die familiäre Situation, unter der sie gelitten hat und ihr Einzelgängertum. Stellenweise habe ich die Seiten nur noch überflogen und musste mich zwingen, nicht einfach weiterzublättern. Denn, seien wir doch mal ehrlich, so richtig interessant wird es doch erst ab dem Tag der Entführung. Von dieser Stelle an fand ich aber alles sehr spannend und gut beschrieben. Die Autorin erläutert mehrmals ihre Verwunderung, in diese schreckliche Lage geraten zu sein, denn sie entspricht ihrer Meinung nach nicht dem Prototypen „Entführungsopfer“. Dieser sei, was von den Medien unterstützt wurde, meist zierlich, blond und hübsch. Das genaue Gegenteil dessen, als was sich N. Kampusch immer gesehen hat. Das hat mich auch sehr überrascht, überhaupt, dass die Entführung zwar jahrelang geplant war, aber doch nicht auf ein bestimmtes Opfer abzielte. Sie wurde also vermutlich rein zufällig ausgewählt und beschreibt glaubhaft die langen Gedankenprozesse, die mit diesem Thema zusammenhängen. „Warum gerade ich?“, das ist wohl eine Frage, die sich nicht nur die Eingesperrte stellt. Auch ich finde es unvorstellbar, dass so ein Verbrechen geschieht und noch schlimmer, wenn es irgendwen, jemand Unschuldigen, trifft. Immer wieder wird das Thema „zur falschen Zeit am falschen Ort“ aufgegriffen und ich kann die Panik, die Beklemmung, das Unverständnis und die Selbstvorwürfe Nataschas sehr gut nachvollziehen. An manchen Stellen tut mir die beschriebene 10-Jährige einfach nur leid und manchmal bewundere ich sie für ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen. Erstaunlich fand ich auch, dass ein so junges Mädchen schon so viel Nachrichten gesehen und gehört hat. In der österreichischen Presse wurde damals ausführlich über mehrere Entführungen, Gewalttaten und Morde berichtet, von denen Natascha Kampusch auch wusste und wegen derer sie sich auch Gedanken machte. Sie selber sah sich aber aus oben genannten Gründen nie in Gefahr. Erschreckend traurig ist auch die Liste der entführten und getöteten Kinder in Österreich, die im Buch wie als Mahnmal aufgeführt ist. Sie spiegelt die damalige hohe Kriminalitätsrate wider und lässt gleichzeitig der umgekommenen Kinder gedenken. Ein schönes Zeichen an die Angehörigen und Bekannten, dass der Fall polizeilich zwar ad acta gelegt, aber nicht vergessen wurde. Mir wurde aber schon etwas gruselig beim Anblick der ganzen Verbrechen und es wird einem bewusst, dass man gerade seine Kinder im Umgang mit Fremden noch viel mehr schulen und warnen sollte, ohne aber Panik bei ihnen zu verbreiten. Leicht gesagt…

psychische und physische Not vs. psychische Stärke

Was am Anfang ihrer Gefangenschaft noch relativ harmlos beginnt, verstärkt sich im laufe der Jahre dramatisch. Wo zuerst nur kleinere Bestrafungen in Form von Beschimpfungen oder Fernseh- bzw. Buchentzug erfolgen, finden später brutalste Misshandlungen und die schlimmsten Beleidigungen statt. „Der Täter“, wie in Natascha Kampusch überwiegend im Buch bezeichnet, ist ein paranoider Psychopath, der sich in seiner Krankheit immer mehr verliert und sein Opfer immer stärker erniedrigt. An manchen Stellen konnte ich kaum weiterlesen, so nüchtern sind die schlimmsten körperlichen und seelischen Übergriffe auf ein junges Mädchen beschrieben. Unwillkürlich hatte ich schreckliche Bilder im Kopf und bewundere es so sehr, wie jemand solche Gewaltakte verarbeiten kann; was natürlich zum Teil auch in der menschlichen Psyche angelegt ist als Überlebensplan.
Das ganze Buch über empfand ich die Autorin als viel reifer, als es ihrer damaligen tatsächlichen Altersstufe entsprach. Sie berichtet zwar von einer Regression (dass sie in die Rolle eines viel jüngeren Kindes zurückgefallen ist), dennoch sind ihre Gedankengänge und ihre überlegte Vorgehensweise so durchdacht und erwachsen, dass ich manchmal daran gezweifelt habe, ob die Verfasserin zwar wie beschrieben gehandelt, dem aber erst hinterher eine logische Erklärung oder Bedeutung beigemessen hat. Ebenso wie die Handlungen empfinde ich auch den Sprachstil des ganzen Buches als sehr professionell und leicht gehoben. Die einfließenden österreichischen Wörter bringen immerhin eine persönliche Note hinein, aber trotzdem klingt die Syntax manchmal so gewollt abwechslungsreich, dass ich stark vermute, dass eine etablierte Autorin am Werk war, zumindest unterstützend. Ist ja auch nichts Unbekanntes, nur ist hier kein Co-Autor angegeben.
Auch dass Natascha Kampusch eine lange und intensive Therapie hinter sich hat, ist zu spüren. Sie erwähnt zwar die Psychologen oder Therapeuten nur ganz am Rande (in den ersten Tagen in Freiheit war sie eine zeitlang im Krankenhaus auf der kinder- und jugendpsychiatrischen Station), aber hinter Satzteilen wie „heute weiß ich…“ oder psychischen Analysen ihres eigenen Verhaltens oder dem des Täters verbergen sich Fachkenntnisse über die menschliche Psyche, die nur mit reiflicher Auseinandersetzung zu erlangen sind.
Ich finde es zwar nicht schlimm, dass sie die professionelle Hilfe fast schon verschweigt, aber es ist schon ein bisschen irreführend, wenn sie so schreibt, als seien ihr diese Erkenntnisse und das Wissen quasi über Nacht gekommen.

Gesellschaftskritik


Natürlich ist das Buch auch so spannend, weil es einen realen Vorfall beschreibt, aber ich war an keiner Stelle sensationslüstern. Vielmehr habe ich mich immer gefragt, wie ich selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Das Buch regt also zur Selbstreflexion an, die ich aber nicht zu nah an mich heranlassen wollte.
Natascha Kampusch wurde nach ihrer erfolgreichen Flucht von den Medien geradezu überrollt. Natürlich ist ein Fall, den alle in den Anfängen bei der Entführung mitbekommen haben, von allgemeinem Interesse. Dass aber, laut Verfasserin, die Geschichte noch nicht brutal oder „schlimm“ genug sei und man sie selbst angefeindet hatte, weil sie in dem Täter auch menschliche Züge gesehen hatte, finde ich unglaublich. Doch nicht nur nach ihrer Befreiung spielt dieses Thema eine Rolle.
Immer wieder übt die Autorin Gesellschaftskritik. Sie vergleicht ihre Sichtweise auf die Außenwelt, die sie immer nur bruchstückhaft zu Gesicht bekommt, mit dem Film „die Truman-Show“. Alles sei nur zu ihrer Fassade aufgebaut, alles liefe nach Drehbuch und es handele sich um Schauspieler, so die damalige Einschätzung von Natascha Kampusch. Sie beschreibt die spießige Wohngegend eindrucksvoll, in der die Oberfläche ein Saubermann-Image vermittelt, obwohl hinter der Fassade ein grausames Verbrechen geschieht. Ich kann es genau so wenig fassen wie sie selbst, dass keiner der Menschen, die mit dem Täter zu tun hatten, etwas bemerkt haben will.
Grotesk ist auch die Situation als es Natascha Kampusch endlich gelingt zu fliehen. Sie läuft ziellos die Straßen entlang, findet eine Frau in einem Garten und bittet sie hastig, die Polizei anzurufen. Da steht also eine abgemagerte, geschundene junge Frau und bittet um Hilfe. Die Frau ruft zwar die Polizei, sagt aber, die Namenlose solle ihren Rasen nicht betreten! Das finde ich ein gutes Abbild von der dortigen Gesellschaft, vielleicht von der Gesellschaft allgemein.
Die Schwarz-Weiß-Malerei der Gesellschaft hängt Natascha Kampusch noch heute nach. Sie hat achteinhalb Jahre mit keinem anderen Menschen interagiert als mit dem Täter und so hat sie in all dem Elend natürlich auch seine guten Seiten gesehen und gespürt. Er hat sie klein gehalten, sodass manche Selbstverständlichkeit zum subjektiv empfundenen Geschenk wurde, aber ist das verwunderlich? Gut finde ich hier das Sprichwort, das sie anführt „Man soll die Hand nicht beißen, die einen füttert“ und den Vergleich mit Kindern, die von zu Hause nur Schläge und Lieblosigkeit erfahren und ihre Eltern dennoch lieben und sich an die Situation gewöhnt und angepasst haben.
Identitätswahrung

Trotz aller körperlichen und seelischen Gewalt, die Natascha Kampusch in der langen Zeit widerfährt, bleibt sie unglaublich stark. Zwar versucht sie ein paar Mal, sich das leben zu nehmen, besinnt sich aber doch auf ihr eigenes Ich zurück, das der Täter ihr so krampfhaft nehmen will, und schafft es dadurch, den Lebenswillen aufrecht zu erhalten.
Bestimmte Dinge verweigert sie dem Täter einfach, um sich selbst nicht untreu zu werden. Dafür muss sie noch mehr Schmerz und Pein erleiden, und doch gibt es ihr einige Stärke zurück, wie sie nachvollziehbar schreibt. Auf komische Art und Weise kann ich sie so gut verstehen, auch wenn ich manchmal nur dachte „bitte, tu doch einfach nur, was er sagt“.
Am beeindruckendsten finde ich die Stelle, an der die kleine Natascha einen Pakt mit ihrem größeren, erwachsenen Ich schließt. Sie stellt sich seit jeher ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben vor und verinnerlicht nun durch diesen Pakt, dass sie wartet, bis sie reifer und größer ist, um diesen Plan durchzuführen. So gibt sie sich in der Situation des Kindes die Erlaubnis, schwach und abhängig sein zu dürfen. Mich rührt dieses Eingeständnis, aber auch dieser Glaube an sich selbst sehr. Toll finde ich auch, dass sie nach ihrer Flucht sofort darauf bestanden hat, gesiezt und somit als Erwachsene behandelt zu werden. Es zeugt von großer Stärke, sich den Medien und sich selbst zu stellen, anstatt sich in die Opferrolle und die einer Abhängigen fallen zu lassen, was auf die eine oder andere Art sicher bequemer und zeitweise leichter sein würde. Nur eine Stelle habe ich nicht ganz verstanden. Da beschreibt Natascha Kampusch in Bezug auf die Sexualität zwischen ihr und dem Täter, dass sie sich einen „letzte[n] Rest an Privatsphäre“ bewahren möchte (S.187). Kann ich zwar verstehen, aber 1. warum schreibt und v.a. veröffentlicht sie dann übehaupt ein Buch? Und 2. kann es noch privater und intimer sein als das, was sie ohnehin schon geschrieben hat?
Nichts desto trotz, wenn es ihr dabei geholfen hat, etwas ganz für sich zu verarbeiten, dann ist es gut so.

Fazit

Es gäbe noch so viel mehr, was ich über dieses Buch schreiben und berichten könnte, aber irgendwann muss mal Schluss sein. Es hat mich sehr berührt, vor allem, was ein unschuldiger Mensch erdulden musste. Trotz allem sehe ich in Natascha Kampusch eine starke Frau, die darauf auch Wert legt, selbstständig als Persönlichkeit gesehen zu werden anstatt als Opfer eines vergangenen Verbrechens.
Das Buch ist zwar über alle Maßen grausam wegen seines Inhalts, doch es lässt durch das gute Ende und die Wahrung der Identität von Natascha Kampusch einen kleinen Hoffnungsschimmer zurück. Der letzte Satz lautet schlicht: „Ich bin frei“ und lässt erahnen, dass die Autorin daran arbeitet, sich all ihre persönlichen Freiheiten zurück zu erobern und es auch schaffen wird. Fünf Sterne für diese Kraft!
   

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Halte durch!
Bewertung für 3096 Tage / Natascha Kampusch von ramones1989

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26.05.2011

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BüFrü01: Gefangenschaft
Bewertung für 3096 Tage / Natascha Kampusch von  sunflower76

Pro: ein unglaublicher Schicksalschlag, der eine unglaubliche Stärke hervorbringt
Kontra: teilweise langatmig

...Hallo meine Lieben, hier kommt mein erster Beitrag zum Bücherfrühling, der heuer seinem Namen alle Ehre macht. Es handelt sich um das Buch ~~~~~~~~~~~~~~~ ****3096 TAGE**** ~~~~~~~~~~~~~~~ in dem das Entführungsopfer Natascha Kampusch von ihrer Zeit in der Gefangenschaft von Wolfgang Priklopil erzählt. Wobei Natascha selbst immer wieder in dem Buch beschreibt, dass sie nicht als Opfer dargestellt werden möchte - auch wenn sie natürlich eines nach unserem Sprachverständnis ist. ~~~~~~~~~~~~ ****INHALT**** ~~~~~~~~~~~~ Natascha Kampusch beginnt damit, uns von ihrer Kindheit zu erzählen, die alles andere als einfach war. Die Eltern haben sich früh getrennt und Natascha stand in der Mitte der Streitigkeiten der ehemaligen Lebenspartner. Obwohl sie beteuert, sich immer geliebt gefühlt zu haben, beschreibt sie doch... Bericht lesen

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01.01.1970
"Ich bin kein Opfer".
Bewertung für 3096 Tage / Natascha Kampusch von  Mausimausmaus

Pro: erschreckend / authentisch / regt zum Nachdenken an.
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...Willkommen bei Mausimausmaus Sie ist das wohl prominenteste Entführungsopfer Österreichs und sie hat überlebt: Natascha Kampusch. Vorstellen möchte ich Euch heute ihre vor einem Jahr erschienene Autobiographie 3096 Tage / Natascha Kampusch Randdaten * Gebundene Ausgabe: 288 Seiten * Verlag: List (8. September 2010) * Sprache: Deutsch * ISBN-10: 3471350403 * ISBN-13: 978-3471350409 * Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 2,8 cm Handlung 3096 Tage dauerte das Martyrium von Natascha Kampusch. Im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt, wird sie von Wolfgang Priklopil in ein Kellerverließ gesperrt und komplett von der Aussenwelt abgeschottet. Er läßt sie hungern, schlägt sie, lebt seine Machtfantasien an ihr aus. Am 23. August 2006 gelingt ihr die Flucht. Noch am selben Tag begeht Priklopil aus Angst vor... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970
Ergreifend, erschütternd, bewegend
Bewertung für 3096 Tage / Natascha Kampusch von  scully272

Pro: Sehr gut geschrieben, lässt sich leicht lesen, wenn auch nicht leicht verdauen
Kontra: -

...Eckdaten: 3096 Tage von Natascha Kampusch Taschenbuch: 288 Seiten Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. Januar 2012) ISBN-10: 3548374263 Ich habe das Taschenbuch gerade erst gelesen und direkt in 2 Tagen verschlungen. Ich muss sagen, dass ich sehr beeindruckt war und das Buch nur empfehlen kann. Hintergrund Die Geschichte von Natascha Kampusch ging um die Welt. 2006 gelang ihr nach 8 Jahren Gefangenschaft die Flucht aus einem Kellerverlies in der Nähe von Wien. Ihr Schicksal hat auch mich zutiefst erschüttert. Lange Zeit, habe ich mich davor gesträubt dieses Buch zu lesen, da ich nicht genau wusste, was mich erwarten würde. Nachdem ich mir das Taschenbuch für 9,99 Euro gekauft habe (die gebundene Ausgabe war mir mit 19,95 Euro doch etwas zu teuer), konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Inhalt Wie viele... Bericht lesen

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01.01.1970


3096 Tage / Natascha Kampusch

Haupteigenschaften

EAN: 9783471350409

ISBN: 3471350403

Autor: Natascha Kampusch

Autor Nachname: Kampusch

Autor Vorname: Natascha

Autor Name invertiert: Kampusch, Natascha

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