Konzertbewertung des Autors:
| Pro: |
gebotene Live - Musik, Stimmung im Publikum |
| Kontra: |
Die Location |
| Kompletter Konzertbericht |
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...statt 3 unten. Was sich hinter diesem mysteriösem Wortwitz verbirgt erfahrt ihr später.
3 Doors Down heißt die Band, die am 20. August den Schlachthof in Bremen besuchte. Als Support Act war eigentlich mal Livehouse angekündigt ("Hanging by a moment"), stattdessen waren aber nun zwei andere Kapellen da. Auch dazu später mehr.
Erstmal die Location, von welcher ich nicht sehr begeistert war und bin. Ich war ja schon mal zum In Extremo Gig da, aber erst diesmal wurde mir richtig bewusst, wie unpraktisch dieser Keller eigentlich ist. Als Erstes wäre da die sogenannte Tanzfläche zu erwähnen, die von der Länge her gerade mal knapp 6 bis 8 Reihen Platz bietet. Der Rest muss auf den dahinter folgenden Stufen sitzen bzw. stehen. Das heißt, entweder man hält sich ganz zurück oder man ist gleich mittendrin im Gewühl. Dazu kommt noch die fehlende Garderobe. Toll im Winter, wenn man im dicken Mantel pogen darf. Und gestern entdeckte ich dann, dass man erst die Halle verlassen muss, um die Toiletten zu erreichen. In der Praxis bedeutet das, dass man sich erst einen neuen Stempel holen darf, bevor man seinen Wasserhaushalt reguliert, weil wegen dem Scheiß und so sind die Dinger ja nach zwei Minuten zur Unkenntlichkeit verwischt.
Üble Voraussetzungen also. Aber man soll den Abend nicht vor der Nacht misskreditieren.
Als erste Vorband kamen Severin oder so ähnlich. Diese boten eine anständige Mischung aus Speed und New Metal. Nicht ganz das, was ich aufgrund des Hauptacts erwartete, ist dieser doch eher für Alternative Rock der relativ ruhigen Gangart bekannt. Aber schnell wurde mir klar, dass die exakte Musikrichtung heute Abend relativ egal war, denn das Publikum war in einer derart ausgelassenen Stimmung, dass schon jetzt jeder Song gefeiert wurde. So war auch gleich anständig Bewegung in der Masse, obwohl die Musik vielleicht gerade mal überdurchschnittlich gut war. Positiv aufgefallen ist mir aber die Spielfreude speziell des Bassisten, der fröhlich seine ca. 34 Plektrons in die Reihen schleuderte. Außerdem durften jene des öfteren auf Tuchfühlung mit ihm und vor allem mit seinem Instrument gehen, welches er auch öfter mal "misshandelte". So bestand seine Tätigkeit während der Solos vor allen darin zu testen, welchen Klang seine Saiten auf der P.A., auf dem Boden und anderen diversen Kanten hergaben. Lustig. Auch der Rest der Band wirkte gut motiviert und war scheinbar recht begeistert vom ansonsten auch schon mal etwas unterkühlten Bremer Publikum. Nach etwa sechs oder sieben Liedern verabschiedeten sie sich mit dem Versprechen wiederzukommen und der Bitte, doch ein T-Shirt von ihnen zu kaufen. Haha, guter Versuch. Die Reaktion war ein scherzhaftes, aber energisches "Fuck you!" aus den hinteren Reihen.
Nach den Umbauten betrat die zweite Vorgruppe die Bühne. Nickelback hießen die, und anscheinend waren sie unter den Leuten auch schon leidlich bekannt. Und diese Kapelle legte wirklich recht frenetisch los. Vor allem die Rythmusgitarre im roten Hemd ging ziemlich ab. Musikalisch lag diese Geschichte irgendwo zwischen Industrial und Heavy Metal, würde ich sagen. Diesmal verteilte übrigens der Drummer seine Werkzeuge. Also, sechs Drumsticks müssen das gewesen sein, die hier mit nach Hause mitgenommen wurden. Auch die Akzeptanz war wieder groß, beinahe jedes Stück wurde hier gefeiert wie ein Jahreswechsel. Erstaunlich, obwohl man schon sagen muss, dass im Vergleich zur Vorgängerband schon mehr geboten wurde teilweise. Treibende Rythmen vermochten schon mitzureißen, wenn einem die Musik denn lag.
Nach diesem stimmungsmäßig grandiosen Auftakt war ich mächtig gespannt auf 3 Doors Down.
Diese sind hierzulande mäßig bekannt mit ihrem schon 1999 erschienenen Album "The Better Life". Dieses bietet Hard- und Alternative Rock der melodiösen Art, mit netten Kontrasten zwischen ruhigen Strophen und energischen Refrains. Jetzt kommen wir auch mal zur Aufklärung des Titels; statt also drei waren hier gleich fünf Leute am werkeln, was aber einfach zu erklären ist. Die Band selbst besteht aus vier Leuten, nicht jedoch aus der üblichen Standardbesetzung einer Rockband (Gitarre Bass Schlagzeug Gesang). Die Zusammensetzung sieht vielmehr so aus, dass es je eine Lead- und Rythmusgitarre gibt, dazu halt Bass und Schlagzeuger. Letzterer übernimmt im Studio allerdings auch den Gesang. Da das auf der Bühne schwierig bis überhaupt nicht umzusetzen ist, wurde flugs ein Gastdrummer verpflichtet, damit sich Brad Arnold ganz seiner stimmlichen Qualitäten widmen konnte. Ich bilde mir ein, dass dessen Stimme etwas höher klingt als auf dem Album, aber ich kann mich auch täuschen.
Bekannte Singles sind übrigens "Kryptonite", der Durchbruch, und "Loser".
Das Album selbst empfinde ich eigentlich nur als oberste Mittelklasse. Man kann es gut nebenbei hören, aber die Rettung des Rock ist es bestimmt nicht, wie es von einigen Fachkreisen behauptet wurde. Aber da das Ticket nur knapp 30,- DM kostete und ich Urlaub hatte, wollte ich mir die Geschichte mal angucken.
Bei nur einem Album kann man ja fast denken, dass das Programm recht kurz werden würde und deshalb gleich zwei Support Acts gebracht wurden. Aber vielleicht wird ja auch ein neues Album promotet?
Nach einem etwas zu langen Intro, welches aus verzerrten Gewittergeräuschen und dazu passenden weißen und blauen Strobos bestand, kam die Band dann auch lässig auf die Bühne gejoggt. Wie sie von den Leuten empfangen wurde, hat mich doch ziemlich gewundert. Entweder ist die Kapelle bekannter als ich dachte, oder die Leute waren doch etwas sehr euphorisch. Für Bremer Verhältnisse jedenfalls.
Die folgenden eineinhalb Stunden boten mir dann aber doch die eine oder andere positive Überraschung. Ich muss schon sagen, dass einige Lieder live sehr viel kraftvoller wirken als auf CD. Dazu kommt auch der schon erwähnte Umstand der verändert klingenden Stimme, live kommt die mir irgendwie prägnanter vor. Der Sänger bildete auch klar den Mittelpunkt des Geschehens. Der Rest der Band wirkte zwar nicht gerade unmotiviert, ließen aber die Spielfreude und Energie vermissen, die die beiden Vorbands vermittelten. Vor allem die zweite Gitarre stand meist nur bei den Drums und spielte seine Parts herunter. Eine solide Rockshow war es trotzdem. Highlights waren vor allem die super Debutsingle "Kryptonite", die kraftvolle Ballade "Be like that", sowie die beiden Zugaben "The better life" und vor allem "Loser". Dies war das letzte Stück des Abends und hat auch mich begeistert. Ein ruhiger Rocksong eigentlich, aber als Bridge nach dem zweiten Refrain kommt ein überraschender Geschwindigkeitsschub mit einem Klassesolo, gefolgt von zwei Refrainwiederholungen. Wirklich ein super Ausklang. Aber auch sonst wurde gute Unterhaltung geboten. Die meist schnellen Stücke versetzten den gesatem Innenraum in Bewegung, Hüpfen und Nicken inclusive. Und das Publikum war sowieso von jedem Lied begeistert. Dazu kamen noch drei, vier neue Stücke, von einem neuem Album wurde jedoch nichts gesagt.
Insgesamt bin ich schon zufrieden. Die Show war besser als das Album vermuten ließ, die Stimmung mehr als sehr gut, dazu noch zwei ordentliche Vorbands. Einzig der Schlachthof selbst sollte sich überlegen, ob er als Concertlocation wirklich geeignet ist. Aber ansonsten gab es viel gute Musik für relativ wenig Geld.
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3 Doors Down, Nickelback, Saliva in Dortmund
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Toppse
Pro: Nickelback, viel Musik/Spaß für wenig Geld
Kontra: Saliva waren deplatziert
3 Doors Down, Nickelback, Saliva - Soundgarden Dortmund - 21.08.01
Es ist vielleicht schon etwas spät um eine Konzertreview über ein Konzert zu veröffentlichen das schon vor fast zwei Wochen war aber ich hoffe das geht noch in Ordnung ;)
Also angesa ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
31.08.2001
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3DD live am 7. April im ColumbiaFritz Berlin
Bewertung für 3 Doors Down - Konzertberichte von
search_182
Pro: Stimmung, Band, Location, Exclusivkonzert
Kontra: leider keine Vorgruppe
3 Doors Down waren am 7.4. dieses Jahres (2004) vom Radiosender 104.6 RTL und JimBeamRocks ins ColumbiaFritz eingeladen worden. Die Tickets gab's nirgendwo zu kaufen, sondern nur bei JimBeam und 104.6 zu gewinnen.
Ich hatte das Glück, dass eine Freundin ...
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hilfreich
15.09.2004
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