Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
man kommt rum und lernt seine Stadt kennen |
| Kontra: |
lohnt sich nicht für jeden |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Nachdem ciao es neuerdings für nötig hält, den ersten Absatz ejdes Berichtes zwar in der Voransicht zu zeigen (unter XX Berichte lesen ist mein Text nämlich von Anfang an zu lesen), ihn dann aber unterschlägt, wenn man den Bericht öffnet, setze ich hier mal einen Vor-Absatz hinein. Vielleicht wird ja dieser unterschlagen und man kann den eigentlichen Bericht lesen. Da bei mir die Überschrift meist auch die Hälfte des ersten Satzes ist, blickt ja sonst keiner mehr durch.
Hallo, hier schreibt mal wieder Jasmin (3 Jahre) Jetzt wundert euch nicht, dass ich euch über Papas Job schreibe. Den kenne ich gut, weil ich nämlich oft dabei war.
Wenn ihr Mamas vorige Berichte gelesen habt, habt ihr sicher gehört, dass sie mich mit Papa manchmal "auf Tour" geschickt hat. Dann ging ich nämlich mit Papa zur Arbeit und Mama konnte sich in Ruhe um das Baby kümmern. Auch als Mama mit Falko im Krankenhaus war, bin ich jeden Tag mit Papa mitgefahren. Aber Mama war auch schon oft dabei, bevor das Baby da war, es geht ja viel schneller, wenn sie fährt. Und einmal war sogar Falko mit dabei, da ging das nicht anders. Da fand ich das gut, dass Papa einen Job hatte, bei dem wir alle mitkommen konnten.
Aber ihr wollt ja erstmal wissen, worum es geht. Papa hatte eine Anzeige in der Zeitung gesehen. Da suchte Hermes Ausfahrer auf 400-Euro-Basis. Papa dachte, das versucht er mal, da kann er noch was dazuverdienen, bis er eine richtige Arbeit hat oder die Taxiprüfung bestanden hat. In München ist da nämlich so viel zu lernen, das dauert furchtbar lange, bis man alles weiß. Und wenn Papa in München ausfährt, kann er gleich die Straßen üben.
Anstellung
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Papa hat da einfach angerufen. Der Hermes-Chef hat gleich gemeint, Papa soll am nächsten Tag mal vorbeikommen. Der Chef ist aber nicht der Chef vom ganzen Hermes, sondern nur von Hermes in einem Teil von München. Denn München ist eine ganz große Stadt, da gibt es verschiedene Hermes-Filialen. Papa fuhr also nur in einem Teil von München aus und in einigen Orten am Stadtrand. Wenn bei uns der Hermes-Mann klingelt, ist der wieder von einer anderen Filiale. Deshalb konnte Papa auch nicht einfach unsere Pakete mitnehmen, die liegen ganz woanders.
Papa ist also am nächsten Tag zum Hermes-Chef gefahren und der hat ihm erklärt, wie das geht. Papa bekam Pakete, bis zu 36 Stück hat der damals gesagt und dann mußte er die ausliefern. Wenn er keine Pakete mehr hatte, war er fertig und konnte nach Hause fahren. Am Montag werden keine Pakete ausgeliefert, dafür aber am Samstag.
Papa sollte dann am nächsten Tag wiederkommen, so gegen elf. Dann gab ihm der Hermes-Chef 17 Pakete (für den Anfang eben) und einen Zettel mit den Adressen. Papa sollte die alle abliefern und die Leute auf dem Zettel unterschreiben lassen. Das haben wir zusammen gemacht, Mama hat Papa geleitet, weil sie sich in München besser auskennt. Sie hat nämlich mal in dem Teil gewohnt, in dem Papa meistens ausgeliefert hat.
Das ging auch gut, nur ein Empfänger war nicht zu Hause. Papa hat am nächsten Tag den Zettel mit den Unterschriften abgegeben und der Hermes-Chef fand das gut, dass fast alle Pakete weg waren. Da hat er meinem Papa gesagt, er kann jetzt richtig arbeiten.
Der Scanner
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Erstmal mußte mein Papa den Scanner kennen lernen. Wenn ihr auch mal von Hermes geliefert bekommen habt, kennt ihr den sicher. Das ist so ein Mini-Computer, der hat ein Display, wo ihr unterschreiben müßt. Das ist aber nicht alles.
Bevor Papa ein Paket auslieferte, mußte er es scannen. Alle Pakete haben nämlich einen Strichcode. Dann mußte Papa dem Scanner noch sagen, ob er das Paket an den Empfänger oder einen Nachbarn ausliefert. Wenn es der Nachbar ist, wurde es kompliziert, denn dann mußte Papa den Namen vom Nachbarn eintippen. Erst hatte Papa einen Scanner, bei dem der eine Buchstabe nur ging, wenn man unten auf die Taste drückt und der andere nur, wenn man auf die Seite drückt. Da hat er sich irgendwann beschwert, weil das Tippen so lange dauert und bekam einen besseren Scanner.
Sobald Papa ein Paket scannte, erschien die Adresse auf dem Scanner. Das konnte auch eine andere sein als auf dem Paket stand. Einmal stand auf Papas Lieferzettel ein Lottoladen als Empfänger. Aber er hatte gar kein Paket für den Lottoladen im Kofferraum. Da hat er erstmal die Pakete durchgezählt, das waren aber wirklich so viele wie auf dem Zettel standen. Dann hat er die Adressen alle angesehen und da war eins dabei, das nicht auf dem Zettel stand. Das hat Papa dann probeweise gescannt und gleich erschien die Adresse vom Lottoladen. Denn wenn die Leute nie da sind zum Paketannehmen, dann können sie auch an einen Annehm-Laden liefern lassen. In Papas Gebiet waren das zwei Lottoläden und eine Reinigung, die das gemacht haben. Da sind dann die Leute kurz vor sechs in den Laden und haben ihr Paket abgeholt.
Papa hat dann die Adresse bestätigt und dann erschien eine Liste: „Briefkasten, persönlich, Abhol-Shop, Nachbar“ oder so ähnlich. Das waren glaub ich sechs Möglichkeiten, die waren durchnumeriert und Papa musste dann nur die richtige Ziffer tippen.
Wenn es Briefkasten war, dann war gut. Sonst erschien der Bildschirm mit der Unterschrift auf dem Scanner. Papa hatte immer so einen besonderen Stift, der gar nicht schreibt. Mit dem durften die Leute dann ihre Unterschrift kritzeln und die ist dann auf dem Scanner zu lesen gewesen. Das war wie bei meiner Zaubertafel. Aber ich durfte da leider nie drauf malen, Papa hat mir das nicht erlaubt.
Nach der Unterschrift musste mein Papa dann noch den Namen von dem eintippen, der unterschrieben hat. Denn von der Unterschrift kann man meistens keine Namen lesen. Das ist bei Mama nicht anders, wenn die auf dem wackligen Scanner unterschreibt und Falko auf dem anderen Arm hat, sieht die Unterschrift aus, als hätte ich die gemalt. Eigentlich könnte ich die Hermes-Pakete auch annehmen, ich kann die Tür aufmachen, das Kritzeln krieg ich auch hin und Pakete aufmachen kann ich auch schon gut.
Die Arbeitskleidung und Ausrüstung
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Damit die Leute auch erkennen, dass Papa vom Hermes ist, musste Papa Arbeitskleidung tragen. Das hat aber eine Weile gedauert, bis er die bekommen hat und bis dahin hat er immer dunkelblaue T-Shirts getragen, damit das ein bisschen echt aussah.
Als dann endlich was da war, hat Papa zwei T-Shirts bekommen, dunkelblau und mit weißem Hermes-Druck. Und ein Sweat-Shirt, auch blau mit weißem Hermes-Druck. Und was ganz tolles, eine Weste mit ganz vielen Taschen. Auch da stand Hermes drauf, das war auch wichtig, denn die Weste hat das Hermes auf dem Sweatshirt verdeckt.
Die Taschen haben gut gepasst. In die Brusttasche passten genau die orangen Zettel rein, die ihr bestimmt auch schon mal im Briefkasten gehabt hat, wenn ihr nicht da wart und der Hermes-Mann kam zu euch. Und Papa konnte in so kleine Taschen genau den Stift für den Scanner und einen Kuli reinstecken. Den Kuli hat er gebraucht, denn zum einen hat er auf seiner Lieferliste abgehakt, zum anderen hat der Scanner auch schon mal gesponnen. Und dann hat Papa die Leute mit dem Kuli auf der Lieferliste unterschreiben lassen. Dann war da noch eine Tasche für die weißen und rosa Zettel für die Abholung. Das gibt´s nämlich auch, der Hermes holt auch Pakete ab und nimmt Retouren an. Und in eine Tasche passten die Aufkleber rein. Wenn Papa nämlich ein Paket nicht abgeben konnte, hat er einen Aufkleber draufgemacht. Da konnte dann der Hermes gleich an der Farbe sehen, warum Papa das nicht abgegeben hat. Ob der Empfänger nicht da war, die Adresse gar nicht stimmte oder ob das Paket gleich als Retoure zurückkam.
Für den Scanner gab es keine Tasche. Dafür hat Papa einen Köcher bekommen, die man an den Gürtel schnallen kann. Einen Gürtel gab es aber nicht dazu. Aber Papa hat sowieso immer einen Gürtel an. Den hat er dann jeden Tag aus der Jeans gezogen und den Köcher drangemacht. Da war auch ein Fach für den Stift und eines für die orangen Zettel dran. Aber trotz Klett ist der Verschluß immer aufgegangen und die Zettel sind rausgefallen. Als Papa die Weste bekam, hat er die orangen Zettel immer nur da rein.
Was Papa untenrum anhatte, war dem Hermes egal. Papa hat halt nicht gerade die bunte Bermudas mit den Delphinen angezogen *g, sondern immer eine ordentliche Jeans oder sowas.
Bei der Banken-Tour durfte Papa nichts mit Hermes drauf tragen und er musste auf jeden Fall eine lange Hose anziehen. Aber auf Hemd und Schlips haben die da nicht bestanden.
Papa hat auch ein Schild bekommen, wo Hermes drauf stand. Aber die Nupsies zum Befestigen an der Fensterscheibe haben gefehlt und sind auch nicht nachgeliefert worden. Da hat er das Schild immer auf Armaturenbrett gelegt.
Paket-Tour
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Die war jeden Tag anders. Klar, die Leute bekommen ja nicht jeden Tag ein Paket. Papa musste gegen halb elf beim Hermes sein. Dann hat es aber oft eine halbe Stunde gedauert, bis er endlich drankam.
Der Verteiler-Mann beim Hermes hatte vorher schon alle möglichen Touren zusammengestellt und die Pakete auf Wagen geladen. Und die Hermes-Männer haben sich dann bei ihm am Tresen gemeldet, dann hat er denen die Zettel mit den Adressen in die Hand gedrückt, manchmal auch die Zettel mit der Abholung. Die Blanko-Abhol-Zettel, die Papa dabei hatte, waren dafür, wenn Papa ein Paket bekam, von dem der Hermes nichts wusste. Mama macht das auch, wenn sie weiß, dass der Hermes noch mal kommt, legt sie die Retoure einfach auf die antike Waage im Flur und wenn der Hermes-Mann dann kommt, gibt sie ihm die Retoure gleich mit.
Papa kam dann mit dem Wagen voller Pakete zum Auto. Ich bin da schon oft mitgefahren, der Wagen rumpelt, aber es macht Spaß. Dann hat Papa die Adressen durchgesehen und die Pakete durchgezählt. Es konnte nämlich schon mal was fehlen, dann ist Papa gleich wieder zurück und hat das angemerkt. Eine ganze Zeitlang hat der Computer beim Hermes auch gesponnen, dann hat der völlig falsche Adressen ausgespuckt. Papa hat das daran gemerkt, dass er zum Beispiel in die Innenstadt von München fahren sollte. Das war nämlich gar nicht mehr das Gebiet von „seinem“ Hermes. Und auf dem Paket stand dann auch eine andere Adresse. Aber auf dem Lieferzettel steht auch eine Paketnummer drauf und die hat immer gestimmt mit dem Paket.
Papa hat die Pakete dann in den Kofferraum gelegt. Nach Straßen sortiert übrigens, und möglichst so, dass er die ersten Pakete gleich vorne hat. Aber immer ging das nicht, denn ein bisschen muß man auch nach der Größe sortieren. Und Hängepakete gehen eh nicht nach hinten.
Dann hat Papa sich auf dem Plan angesehen, wo die Straßen alle sind. Und hat sich ausgerechnet, wie er fahren will. Und dann erst ist er vom Hermes abgefahren. Denn es bringt nichts, erst mal in den Stadtteil zu fahren und dann zu gucken.
Die Touren werden so zusammengestellt, wie Pakete da sind. Jetzt sagt ihr wahrscheinlich, das ist doch logisch, aber ich will damit was anderes sagen. Denn manchmal waren in einem Stadtteil ganz viele Pakete. Dann musste Papa nur zwei oder drei Stadtteile abfahren. Manchmal waren es aber wenige Pakete. Einmal hat Papa 46 Pakete gehabt und hat die in 11 Stadtteilen abliefern müssen! Da sind wir vielleicht rumgefahren! Zum Glück war das ein Tag, als Mama gefahren ist, die kennt sich in München besser aus. Aber so einige Stadtteile waren sogar ihr neu. An dem Tag waren wir erst um zehn Uhr abends fertig. Danach hat Papa gesagt, in Zukunft hört er um acht auf. Basta!
Der Hermes-Chef hatte ja am Anfang gesagt, es seien so um die 36 Pakete. Das stimmte aber gar nicht. Am Anfang waren es meist weniger. Dann wurden es aber mehr. Viel mehr. Das meiste waren glaub ich 67 Pakete. Und Papa hat die alle abgeliefert! Das hat den ganzen Tag gedauert, aber Papa hat trotzdem nur 400 Euro im Monat bekommen. Einige von den anderen haben 80 bis 120 Pakete bekommen. Die machten das freiberuflich und wurden nach Paket bezahlt. Und die konnten offenbar davon eine Familie ernähren. Irgendwie finde ich das komisch.
Meistens waren es übrigens um die 50 Pakete. Und weil das nicht genug war, musste Papa noch Banken-Tour fahren, sonst hätte er keine 400 Euro bekommen.
Banken-Tour
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Hermes liefert nämlich nicht nur Pakete aus. Einige Banken sind Hermes-Kunden. Und zwar schreiben die doch ganz viele Belege. Und die müssen in die Zentrale. Wenn die das aber alles in Briefumschläge stecken, wird das viel zu teuer. Und Pakete zurechtmachen und zur Post geben, da hat auch keiner Zeit. Also sind die auf eine gute Idee gekommen. Die Bank-Leute haben alle Belege in eine Tasche getan. Wenn die voll war, haben sie halt noch eine Tasche genommen, aber das war nicht so oft.
Dann ist Papa zu der Bank gefahren. Er hat eine leere Tasche mitgenommen und die gegen die volle ausgetauscht. Das hat er bei vier Banken gemacht und dann ist er zur Zentrale gefahren und hat die Taschen da abgegeben.
Die Banken-Tour dufte Papa übrigens gleich mit einem Firmen-Auto fahren. Die Paket-Tour musste er nämlich mit unserem Audi fahren. Er dachte ja, er bekommt wie beim Zeitungsaustragen Kilometergeld, aber das war nicht so. Da hat er sich beschwert und dann bekam er das Firmen-Auto auch für die Paket-Tour. Aber für die zwei Monate, die er so gefahren ist, (vorher hat er ja nicht erfahren, dass es doch kein Benzingeld gibt), hat er nichts gekriegt.
Die Banken-Tour ist ganz festgelegt. Papa musste zu einer ganz bestimmten Uhrzeit bei den Banken sein. Ein bisschen früher war nicht so schlimm, später schon. Denn die Banken machen ja auch Mittagspause. Und die Zentrale wollte Papa genau um 13 Uhr da haben. Die haben da ganz viele Sicherheitskontrollen. Ich durfte auf die Bank-Tour mit, aber dann hat der Verteiler-Mann den Banken vorher gesagt, dass ich dabei bin. Dann wussten die Bescheid. Und Papa musste immer seinen Ausweis dabeihaben. Die Banken wussten die Nummer von Papas Ausweis, die hatte der Verteiler-Mann ihnen gesagt. Und das haben sie am Anfang auch nachgeprüft. Später kannten sie Papa ja und sagten gleich: „Ach, ist die Jasmin wieder mit dabei?“ Aber in der Zentrale durfte ich nicht aussteigen und mitkommen. Bis dahin hab ich aber sowieso immer geschlafen.
Die Banken-Tour konnte auch am Montag sein, dafür nicht am Samstag. Manchmal hat Papa dann sechs Tage in der Woche gearbeitet. Aber wenn er nach der Banken-Tour keine Pakete fahren musste, war er dann gegen zwei wieder zu Hause. Und wenn er doch Pakete fahren musste, hat der Verteiler-Mann ihm nur 30 bis 40 Pakete gegeben.
Einige andere beim Hermes haben nur die Banken-Tour gefahren. Und dafür haben die dann 400 Euro bekommen. Warum Papa beides machen musste, habe ich nicht verstanden und Papa auch nicht. Die haben immer gesagt, Papa sei zu langsam. Aber die anderen waren auch nicht schneller oder sie kamen mit der Hälfte Pakete zurück. Papa hat eben immer versucht, möglichst alle abzuliefern. Ich glaube, die anderen haben nur einmal geklingelt, dann gleich Zettel ausgefüllt und sind weitergefahren.
Die Pakete
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können ganz verschiedene sein. Hermes hat das eingeteilt. In Pakete und Tüten war eine Kategorie. Pakete kennt ihr ja, die können von zigarettenpäckchenklein bis kofferraumfüllend sein. Und sind auch ganz verschieden gepackt. Da gibt´s die Shop-Pakete, wo dann „Otto“ „Jako-O“ oder „Bon prix“ draufsteht. Das waren die meisten.
Dann waren da die selbst gepackten Pakete. Die können ganz komisch aussehen. Einmal hatten wir eins, das war total mit Klebeband umwickelt. Und eins war einfach ein Pizzakarton. Der hat wenigstens gehalten. Schlimm sind die, wo man einfach nur Paketpapier umgewickelt hat und festgeklebt. Da war kein Karton drum. Das lässt sich nicht stapeln und wenn Papa solche Pakete bekam, waren die meist schon eingerissen.
Tüten kennt ihr auch, wenn ihr mal bei bon prix bestellt habt. Der liefert immer aus, wie er´s gerade hat. Und wenn er nur ein T-Shirt hat, steckt er das in eine Tüte und schickt das los. Die Jeans, die er morgen reinkriegt, kommt dann wieder in so eine Tüte. Einmal waren wir fünf Tage hintereinander bei der selben Frau, d.h. bei ihrer Nachbarin und haben immer wieder bon prix abgeliefert. Da hat die Frau nur noch gelacht. Die Frau war eigentlich immer dabei, wenn wir in ihrer Straße ausgefahren haben. Den Namen kennen wir jetzt alle schon auswendig.
Hängepakete nennt der Hermes das, wenn ein Kostüm, ein Kleid oder ein Pelzmantel in Folie gehüllt und auf einen Bügel gehängt wird. Die hat Papa dann immer sorgfältig auf den Beifahrersitz gelegt. Oder wenn wir mit unserem Auto gefahren ist, dann hat er das Paket aufgehängt. Unser Audi hat da extra nen Haken für.
Briefsendungen können richtige Briefe sein. Oder kleine Warenpakete. Bei der Frau, die wir immer hatten, kamen oft Briefsendungen, das waren aber dicke Bücher und die passten nicht in den Briefkasten. Briefsendungen mussten wir nämlich nicht unterschreiben lassen, die durfte Papa einfach einschmeißen.
Kataloge stellt der Hermes auch zu. Otto vor allem. Und Mama hat nun endlich kapiert, warum mittags ein Katalog im Briefkasten ist, obwohl sie die Post schon rausgeholt hat. Erst dachte sie, die Post kommt zweimal am Tag. Aber das war bestimmt auch Hermes.
Mit dem Katalog habe ich Papa auch schon mal geholfen. Da war ein Haus mit Garten, da war das Tor abgeschlossen. Der Briefkasten war aber an der Haustür. Da hat Papa geguckt, ob da wirklich kein Hund ist, auch kein Hundenapf rumsteht oder Hundespielzeug. Und dann hat er mich über das Tor gehoben und mir den Katalog gegeben. Den habe ich dann eingeworfen. Die Haustür war nur zwei Meter vom Tor weg, sonst hätte Papa das nicht gemacht.
Pakete abliefern
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Mir hat das Spaß gemacht. Aber für Papa war das manchmal ganz schön stressig. Wenn es kleine Häuser waren, hat Papa mich oft im Auto gelassen, weil dann ging es meist schnell. Aber bei den großen Wohnblocks durfte ich immer mitkommen. Denn da stand nur, Hausnummer 194. Hausnummer 194 waren dann aber 13 Stockwerke mit zehn Wohnungen in jedem Stock und nicht immer waren die Namen an der Tür. Oder die Klingeln waren nicht nach Stockwerken sortiert. Da hat Papa dann die unterste Klingel gedrückt und dann musste er doch zum 4. Stock rauf.
Blöd war das vor allem, wenn es einen Aufzug gab. Und Papa konnte den Aufzug nicht nehmen. Die Leute sagten nämlich nur, kommen Sie rauf. Und legten auf, bevor Papa fragen kann, in welchen Stock er denn soll. Dann musste Papa die Treppe hoch und an jeder Tür gucken, wo der Name steht. Denn wenn er noch mal geklingelt hat und gefragt, wohin er soll, hieß es oft nur: Ja, kommen´S halt rauf.
Einmal habe ich Papa sogar geholfen. Da hatte er zwei riesige Pakete in einem Haus und noch ein kleines für jemand anders im gleichen Haus. Das kleine Paket habe ich getragen, denn Papa hatte die Hände voll mit den großen.
Mit den Katalogen war das manchmal blöd. Denn die durfte Papa ja einfach einschmeißen, das ging schnell, also hat er, wenn´s Kataloge waren, mehr zum Fahren bekommen. Aber dann musste er immer wieder in einer Straße ausfahren, da sind die Briefkästen im Haus. Und dann musste er doch klingeln, bis endlich mal einer aufmachte. Die Briefträger haben ja einen Schlüssel, aber Hermes nicht.
Wenn die Leute da waren, ging das ja dann doch recht schnell. Aber meistens sind die Leute ja eben nicht da. Dann hat Papa beim Nachbarn geklingelt. Bei den Wohnblocks hat er immer gleich ein ganzes Stockwerk auf einmal angeklingelt.
Das war nämlich meistens so: Ganz unten wohnte einer, der ein Paket bekam. Und Papa hat sich gefreut, dass er nicht die Treppen rauf muß. Dann war der aber nicht da. Da hat Papa die Nachbarn rechts und links angeklingelt. Die waren aber beide nicht da. Papa hat dann den ersten Stock angeklingelt. Der eine hat dann an der Gegensprechanlage gesagt: „Ich nehme nie Pakete für andere an.“ Der andere hat gesagt: „Ja, mach, ich, für wen ist es denn? Ach, für den? Nee, das mache ich nicht.“ Dann hat Papa den zweiten Stock rausgeklingelt. Da hat sich nur einer gemeldet. Und der hat gesagt: „Hermes? Nee, ich mache nicht auf.“ Der hat nicht mal abgewartet, ob das für ihn war. Und erst im dritten Stock hat dann endlich einer gesagt: „Okay, ich nehm´s, kommen Sie rauf.“
Manchmal wollten die Leute ihr Paket nicht annehmen. Das war eine Fehllieferung oder sie hatten sie anders entschieden. Sie hatten dann schon mit Heine oder bon prix gesprochen und die haben dann nur gesagt, sie sollten das Paket zurückschicken. Da kapieren die Leute aber nicht, dass sie dann trotzdem unterschreiben müssen, dass das Paket da war. Und dann konnte Papa gleich einen Retourenzettel draufkleben. Aber die Leute unterschreiben nicht, dann musste Papa das Paket als nicht ausgeliefert zurückgeben. Und am nächsten Tag stand dann der nächste Hermes-Mann wieder vor der Tür.
Das mit dem Annehmen ist ganz schön blöd. Manche nehmen nur von Leuten an, die im gleichen Stock wohnen. Sehr oft hat Papa gehört: „Ich nehme nichts an.“ Oder „Für den/die nehme ich nichts an.“ Einmal hat Papa ein Haus mit 40 Wohnungen durchgeklingelt, weil er mit dem Paket schon den dritten Tag da war, und alle haben gesagt, nee, für den nicht. Und im Nachbarhaus haben sie gesagt, nee, nur für ihr eigenes Haus.
Eine hat gesagt, sie nimmt nichts an, weil dann kann jeder kommen und das Paket einfordern, sie kennt die Leute doch nicht. Aber wenn eine da steht und sagt, ich bin Frau Müllermeier, Sie haben ein Paket von Otto für mich – das kann doch nur die Frau selber wissen, die das Paket bekommen soll. Und einmal hat Papa ein Paket abgeben wollen, da war keiner da. Er kam dann und meinte, er hat alle Leute angeklingelt und im ganzen Haus war keiner. Aber Mama und ich haben genau gesehen, wie in einer Wohnung jemand die Gardine zur Seite geschoben hat und geguckt, wer vor der Tür steht. Aber aufgemacht haben die nicht.
Mama nimmt sowieso immer Pakete für die Nachbarn an. Und jetzt erst recht, seit sie weiß, wie das ist mit dem Ausliefern. Es ist nämlich schön blöd, wenn der Hermes-Mann acht Stunden lang fährt, alle Adressen anfährt und dann nur die Hälfte der Pakete los wird. Also wenn euch der Hermes-Mann fragt, ob ihr ein Paket für den Nachbarn nehmt – seid nett und macht das auch.
Wenn die Leute ein Paket für den Nachbarn annahmen, mußte Papa immer einen orangen Zettel ausfüllen. Damit hat er dann immer schon angefangen, wenn er noch einen zum Annehmen gesucht hat. Denn den Namen vom Empfänger und den Versender konnte er ja schon mal draufschreiben. Und wenn er keinen gefunden hat, hat er halt nur den Zettel eingeworfen, dass er da war und morgen wieder kommt.
Manchmal ist dann der Empfänger grad gekommen. Und dann habe ich den angefangenen Zettel bekommen. Auf denen kann man gut malen. Einmal habe ich das ausgemalt und Mama mit „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ gegeben. Dabei hatte sie noch gar nicht, aber gefreut hat sie sich trotzdem.
Auch sonst sind manche Leute komisch. Einmal ist Mama gefahren und weil sonst kein Platz zum Halten war, ist Mama in die Einfahrt von dem Haus reingefahren. Gerade als Papa geklingelt hat, hielt ein Auto auf der Straße und ein Mann stieg aus und beschimpfte uns. Das wäre Privatgrund und wir hätten hier nichts zu suchen. Mama fragte: Sind Sie Herr X? Das war er und als er kapiert hatte, dass er ein Paket kriegt, war er ganz freundlich.
Da sind die Leute nämlich ganz komisch. Viele haben uns dumm angeredet, weil wir vor ihrem Haus geparkt haben. Die Pakete vom Hermes wollen die direkt an die Haustür oder Wohnungstür geliefert kriegen. Aber parken soll der Hermes-Mann gefälligst drei Straßen weiter.
Das mit dem Parken war eh so eine Sache. Weil bei vielen Straßen kann man gar nicht parken. Wenn Mama gefahren ist, dann hat sie sich ganz frech nah ans Haus gestellt und Warnblinker angemacht. Wenn sie einer wegscheuchen wollte, konnte sie ja wegfahren. Bei manchen großen Straßen sind am Straßenrand Bäume und dann kommt ein ganz breiter Fußweg. Und immer wieder sind da Auffahrten zu diesem Fußweg. Und wenn wir dann Haus Nr. 50a, 50c, 51b, 51c und 51e hatten, ist Mama einfach den Fußweg langgefahren. Papa hat dann immer sein Paket rausgeholt und abgeliefert und dann ist er eingestiegen und wir sind die nächste Abfahrt runter.
Die Postwagen fahren auch immer auf diesem Fußweg. Nur die dürfen das und der Hermes nicht. Papa hat nämlich in einer Straße mal auf dem Gehweg geparkt. Da gibt es keine Parkplätze und die Straße ist so eng, dass zwei Autos nur aneinander vorbei kommen, wenn einer auf den Gehweg ausweicht. Und gleich kam die Polizei und hat ihn angezeigt. Der Hermes-Chef hat gemeint, er erledigt das und hat Papa den Strafzettel abgenommen. Er hat aber gar nichts erledigt und die Polizei hat sich dann bei Papa gemeldet, warum er die Strafe nicht bezahlt. Papa hat gesagt, das er für den Hermes da geparkt hat, aber die haben gesagt, der Hermes hat keine Erlaubnis, da zu parken, nur die Post. Seitdem hat Papa in dieser Straße vorher immer geguckt, ob die Polizei in der Nähe ist. Die sind nämlich sehr oft da.
Trinkgeld
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gibt es auch manchmal. Das ist komisch, immer so tageweise. An manchen Tagen gar nichts. An anderen Tagen geben gleich vier oder fünf Leute was. Vielleicht hängt das vom Stadtteil ab.
Papa hat festgestellt, dass es da fast Regeln gibt. Es gab nicht etwa Trinkgeld, wenn Papa mit drei schweren Paketen in den 8. Stock gelaufen ist. Oder wenn es hagelte und stürmte und Papa drei Wohnblöcke lang laufen musste, weil nur die Nr. 5 an der Straße liegt und Papa musste zur 9. Aber wenn Papa in einem Einzelhaus einer alten Dame oder einem alten Herrn was geliefert hat, dann gab´s schon mal Trinkgeld. Die Rentner geben öfter Trinkgeld, die jungen Leute geben nie was.
Einmal hat er dreimal geklingelt und keiner hat sich gerührt. Das war ein ganz altes Doppelhaus und Papa hat dann beim Nachbarn geklingelt. Aber der war nicht da, dafür ging die Tür beim Empfänger auf. Die alte Dame war im Keller gewesen und kam nicht so schnell die Treppe rauf. Weil Papa so lange gewartet hatte, hat sie ihm gleich zwei Euro gegeben.
Und einmal hat Papa im Regen und Sturm einem alten Herrn ein Paket gegeben. Der hat sich sehr gefreut: „Das sind meine neuen Unterhosen“, und Papa fünf Euro geschenkt. Das war aber das einzige Mal, dass Papa so viel bekam. Meist, wenn es Trinkgeld war, waren das 50 Cent oder 1 Euro.
Ich habe auch „Trinkgeld“ bekommen. Die Leute haben sich immer gefreut, mich zu sehen. Die haben dann gemeint, der Nachwuchs wird gleich angelernt. Und auf jeder Tour habe ich mindestens einmal Bonbons oder Schokolade geschenkt bekommen. Das war fein.
Schiefgehen
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kann da auch so einiges. Auf der allerersten Tour hatten wir ein Paket für die Nr. 3a. Die gab´s in der Straße aber gar nicht. Und die Leute von 1 und 3 kannten auch die Empfängerin nicht. Da hat sich Mama das Paket noch mal angesehen. Die Adresse war ziemlich unleserlich und ein Hermes-Mitarbeiter hatte die Adresse noch mal getippt und drüber geklebt. Aber die alte Adresse schimmerte durch und Mama konnte die lesen. Und da hat sie gleich gesagt, das ist doch keine 3 sondern eine 9. Ihre 9 sieht nämlich auch so schlampig aus *g. Und tatsächlich gab es die 9a und die Dame hat sich sehr gefreut.
Otto kriegt es wohl nie mit, wenn die Leute umziehen. Denn immer wieder hatten wir Otto-Kataloge für Leute, die seit zwei Jahren nicht mehr da wohnten. Einmal war das übrigens ganz lustig. Da hat die Nachbarin gesagt: „Die Frau ist umgezogen, die wohnt jetzt zwei Häuserblocks weiter.“ Da ist Papa natürlich schnell hingelaufen mit dem Paket, mit einem Katalog hätte er das wohl nicht gemacht. Die Frau hat sich sehr gewundert, weil Papa ihre neue Adresse nicht hatte. Sie hatte doch bei der Post einen Nachsendeantrag gestellt. Aber woher sollten dann Hermes und Otto ihre neue Adresse wissen?
Am Anfang hat Papa sich mal verdattelt. Da hat er ein Paket abgegeben und als er es abhaken wollte, hat er gesehen, dass da eine 2 stand, also für zwei Pakete. Also hat er das zweite Paket rausgeholt und auch abgegeben. Dann haben wir weiter ausgefahren. Zwei Stunden später hat Papa gesehen, dass er noch ein drittes Paket für die Frau hatte. Das stand viel weiter unten auf dem Zettel. Hermes hat das nicht gemerkt, denn die Adresse war ein bisschen anders. Wenn beide Pakete für „Anna Maier, Tal 1“, sind, dann merkt das das Hermes-Programm. Ist aber das eine für „A. Maier“ oder für „Anna Maier, Tal 1, 1.Stock“, dann ist das für Hermes eine neue Position. Und das Programm sortiert alphabetisch nach den Straßen. Bei der zweiten Adresse haben die die Straße aber ein bisschen anders geschrieben und da kam die weiter unter. Papa musste also noch zu dem Haus. Die Frau hat gelacht, Papa gleich eine Retoure aus dem ersten Paket mitgegeben und da hat Papa auch Trinkgeld bekommen.
Und einmal war Mama schuld. Sie hat Papa ein Paket gegeben, das als nächstes kommen würde. Dann war kam aber die Querstraße, die wir ja auch beliefern mussten, vor der Hausnummer und Mama ist abgebogen. Nein, Papa hat das richtige Paket abgegeben, aber das falsche gescannt. Das hat er dann aber gleich beim Hermes gesagt und da ging das in Ordnung.
Und einmal war das ganz sonderbar. Da hatten wir ein Paket für eine Firma. In der Straße gab es aber gar keine Firma und die Hausnummer haben wir auch nicht gefunden. Da hat Papa sich die Adresse auf dem Paket noch mal angegeben. Das Paket kam aus Amerika und als Ort stand da „Munster“. Da hat wohl bei Hermes einer gedacht, so schreiben die Amis München und hat das Paket nach München geleitet. Aber München ist Munich, sagt Mama und das Paket war für Münster. Und die haben da auch eine Straße mit dem Namen.
Auch den Empfängern geht mal was schief. Papa hat geklingelt und da hat die Tochter aufgemacht. Die hat unterschrieben und da fiel ihr die Tür zu. Und weil ihr Papa schlief und sie nicht hörte, musste sie dann zur Nachbarin, bis die Mama kam.
Und einmal waren die Leute nicht da. Aber die achtjährige Tochter spielte im Hof. Und die hat das Paket dann angenommen.
Papa hat auch schon mal eine Beschwerde bekommen, weil ein Paket nicht ausgeliefert wurde. Das war aber ein Tag, an dem Mama mitgefahren ist und die wusste ganz genau, dass Papa das abgeliefert hatte. Sie konnte sogar sagen, dass die Leute gerade weg wollten und Papa sie gerade noch erwischt hatte. Wahrscheinlich haben die das Paket in der Eile in den Flur gestellt und dann vergessen.
Abgesichert
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war Papa auch. Eine Lohnsteuerkarte hat er nicht abgegeben, aber seine Sozialversicherungsnummer. Der Hermes hat zwar für Papa keine Steuern zahlen müssen, aber eine Pauschale für die Barmer und so.
Bezahlt hat der Hermes-Chef immer am Ende des Monats. Für den Vormonat. Die Bezahlung kam recht pünktlich, nur das letzte Gehalt vom September hat Papa dreimal anfordern müssen und jetzt erst bekommen. Aber die Bescheinigungen für´s Arbeitsamt und die Gehaltspapiere hat der Hermes-Chef nie rechtzeitig fertiggemacht. Das Arbeitsamt hat dauernd mit Papa geschimpft, weil die Bescheinigung fehlte. Und Papa hat erst Ende Juli erfahren, dass der Hermes-Chef nicht die Wahrheit gesagt hatte, als er „jaja, klar“ gesagt hatte auf Papas Frage, ob es Benzingeld gibt.
Fazit:
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Also mir hat das gefallen, ich bin gerne mit Papa durch München gefahren. Papa hat die Arbeit auch Spaß gemacht. Nur über manche Leute hat er sich eben geärgert.
Das Problem ist aber, dass das ja nur ein 400-Euro-Job ist. Und es zu lange dauerte mit dem Ausliefern. Denn eigentlich durfte Papa nicht so lange arbeiten, wegen dem Arbeitsamt. Der Hermes-Chef hat ja immer gesagt, das geht in Ordnung, weil wenn Papa eingearbeitet ist, schafft er das auch in zwei Stunden. Aber wie denn, wenn Papa dann immer mehr Pakete bekommt? Wenn Papa die 400 Euro nicht im Monat, sondern in der Woche bekommen hätte, dann würde er das jetzt noch machen. Dann hätte er auch das Arbeitsamt nicht dazu gebraucht. Aber so hat er das dann doch gelassen. Hermes hat meinen Papa da schon ziemlich ausgenützt. Kein Wunder, dass Hermes so günstig sein kann.
Auf dem Land scheint das besser zu sein. Denn eine Freundin von Mamas Kollegin macht das bei uns auf dem Land und die „fährt halt nachmittags zwei Stunden rum und bekommt auch 400 Euro dafür.“
Papa hat einmal bei einem abgeliefert, der hat gemeint, er ist auch mal für Hermes gefahren. Und hat aber auch aufgehört, weil das viel zu viel Arbeit ist für zuwenig Geld. Denn man muß doch von dem, was man verdient, auch leben können. Vielleicht ist der Job gut, wenn man Hartz 4 bekommt. Ich weiß nicht, ob man dann dazuverdienen darf und von Hartz 4 kann man ja eh nicht leben. Also, wenn ihr Hartz 4 bekommt oder Rentner seid, dann könnt ihr das ja mal versuchen. Aber wenn ihr 4 Menschen und 3 Katzen davon ernähren wollt, dann lasst es sein.
Danke für´s Lesen, eure Jasmin (mit Ghostwriter Mama und Korrekturleser Papa)
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14.06.2009
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Hermes eine reine Ausbeutung
Bewertung für 400-Euro-Job bei Hermes von
Sandy215
Pro: Einige nette Leute
Kontra: Eigener PKW, eigene Geldinvestion, Verschleiss des Autos, Unfreundliche gehässige Leute
Hallo,
ich habe bis vor kurzem bei Hermes auf 400 Eurojob gearbeitet es ist eine reine Ausbeitung man muss selber Geld investieren für die Spritkosten und die Reparaturen am eigenen PKW, weil man mit dem eigenen PKW fährt und man hat eine 6 Tage Woche ...
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09.03.2009
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Hermes nein danke
Bewertung für 400-Euro-Job bei Hermes von
Mausi0588
Pro: je mehr Pakete desto mehr Geld hat man verdient
Kontra: Man muss die Launen von den Leuten im Sat aushalten
Ich habe jetzt fast vier Monate für einen Subunternehmer bei Hermes gefahen. Der Subunternehmer war immer nett und freundlich und ich bekam auch mein Geld pünktlich am Ende des Monats. Das eigendliche Problem war das Sat Depot von Hermes. . Als ich dort a ...
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27.11.2011
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