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Wie man ja schon der Überschrift entnehmen kann, handelt es sich um den Roman „48“ von James Herbert. Dieser James Herbert ist einer der populärsten britischen Autoren im Horror oder Thriller Genre, und hat laut Auskunft des deutschen Verlages bereits über 31 Millionen Exemplare seiner ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von muesli11 über 48 / James Herbert 13.01.2003
Produktbewertung des Autors:
Niveau
leichte Kost
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
interessantes Szenario, mega - spannend !
Kontra:
sparsame Beschreibungen der Charaktere
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
...handelt unter anderem dieses Büchlein...
Vor kurzem hat ein Leser hier bei Ciao bemängelt, das es in vielen meiner Berichten eigentlich stets um Mord und Totschlag gehen würde, selbst bei meinen CD Berichten ist meist zumindest ein Bandmitglied tot oder für das Ableben eines andren Menschen verantwortlich.. Ist mir vorher eigentlich noch nie so richtig aufgefallen, aber wenn ich das jetzt mal bedenke ists gar nicht mal so falsch.. Also gut hab ich mir gedacht, dann mach ich doch einfach mal so weiter.. In dem Buch um das es hier gleich gehen wird, gibt’s nämlich auch wieder ein paar Tote, aber nicht nur ein zwei oder drei, sondern gleich Millionen davon..
Wie man ja schon der Überschrift entnehmen kann, handelt es sich um den Roman „48“ von James Herbert. Dieser James Herbert ist einer der populärsten britischen Autoren im Horror oder Thriller Genre, und hat laut Auskunft des deutschen Verlages bereits über 31 Millionen Exemplare seiner Bücher an den Mann bringen können. Trotz allem ist „48“ das erste Buch des Autors mit dem ich in Kontakt gekommen bin. Da es bestimmt den einen oder andren hier gibt der ebenfalls noch nichts von diesem Autor kenne, möchte ich hier zuerst einmal ein paar autobiographische Fakten unters Volk jubeln..
Geboren wurde der Sohn eines Straßenhändlers Herbert am 08. April 1943 in London. Er studierte in jungen Jahren Kunst mit Schwerpunkt auf Werbung und Marketing und brachte es in diesem Bereich sogar bis zum Posten des Direktors eines Werbeunternehmens. Seine Schriftstellerische Ader entdeckte er erst verhältnissmäßig spät, erst 1974 erschien seiner erster Roman „Die Ratten“. Der Roman um den es hier jetzt gehen soll erschien 1996 im Original, die deutsche Übersetzung gabs dann 2 Jahre später..
Jetzt aber mal zum wichtigsten, nämlich zur Handlung:
Manch einer (ich inclusive) wundert sich vielleicht über diesen relativ nichtssagenden Titel. Darunter kann man sich natürlich gleich mal überhaupt nichts vorstellen.. Aber dafür bin ich ja jetzt da!
Der Titel leitet sich von dem Jahr ab, in dem die hier erzählte Geschichte spielt.
1948, richtig!
Allerdings hat das tatsächliche 1948 nicht sehr viel mit dem Szenario am Hut, welches vom Autor in diesem Buch beschrieben wird.
In diesem Roman hat Deutschland 1945 nicht kapituliert und somit dem langen Blutvergießen des zweiten Weltkriegs ein Ende gemacht..
In James Herberts Roman zogen die damaligen deutschen Oberbefehlshaber einen letzten verheerenden Trumpf aus dem Ärmel, als die Niederlage des deutschen Reichs unabwendbar wurde.. Mittels V 2 Raketen wurden biologische Kampfstoffe, der sogenannte „Bluttod“ in großen Mengen über der englischen Hauptstadt London abgeworfen, was dazu führte, das große Teile der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit diesem Kampfstoff erlagen. Bei vielen anderen machte sich das tödliche Virus erst langsam bemerkbar, aber auch diese waren dem Tod geweiht. Einzig die wenigen Menschen, die der Blutgruppe AB-negativ angehörten, waren gegen diesen Kampstoff immun..
Soweit also einmal der Hintergrund.. Dieses gespenstische Szenario bildet somit die Ausgangsbasis für diesen Roman. Herbert erzählt nun die Geschichte von 5 Überlebenden dieser Katastrophe, die im verlassenen, zerstörten London durch einen Zufall zusammenfinden und schnell merken, das sie gemeinsame Feinde haben. Hauptperson des Romans ist ein amerikanischer Ex-Soldat namens Hoke, der auf der Flucht mit den anderen Hauptpersonen des Romans zusammentrifft. Dies wären zum einen zwei junge Frauen, ein Deutscher mit zwielichtiger Vergangenheit sowie ein pflichtbesessener Luftschutzwart, der von dem Quartett in den Tiefen des Londoner U-Bahn Systems aufgegabelt wird.
Doch halt, mag vielleicht der eine oder andere denken.. Hat der Kerl denn nicht erzählt, das es so gut wie keine Überlebenden mehr in der Stadt gab? Wovor flüchten die Fünf denn dann? Tja, wie gesagt starben durch den „Bluttod“ nicht alle Menschen sofort, es gibt viele, die erst nach und nach langsam zugrunde gehen, und die ihre einzige Hoffnung zu überleben darin sehen durch eine Bluttransfusion mit dem Blut der AB-Negativen die Krankheit aus ihren Körpern zu vertreiben. Und genau diese Gestalten, die sich um den früheren Politiker Sir Max Hubble scharen, machen nun Jagd auf unsere 5 lebenden Blutbanken. Nur mit knapper Not gelingt es den Fünf, ihre Verfolger in den Röhren und Tunneln des Londoner Underground abzuschütteln. Erschöpft ziehen sie sich in die verlassene Ruine eines früheren Nobelhotels zurück, wo es zu ersten Annäherungen der misstrauischen Überlebenden kommt. Schnell kommt es auch zu ersten Anfeindungen und Auseinandersetzungen, besonders zwischen dem Amerikaner Hoke und dem deutschen Wilhelm Stern. Allerdings wird diese Idylle jäh unterbrochen, als die Schergen des Bösewichts Hubble unsere 5 Helden in ihrem Versteck aufspüren und gefangen nehmen. Schnell wird klar, das einer der Fünf mit verdeckten Karten gespielt hat, um den Rest der kleinen Gruppe ans Messer zu liefern.. Nur wer??
Tja, ist ja wohl ganz klar das ich das jetzt bestimmt nicht verraten werde, sonst wär ja irgendwie die Spannung weg, und das wollen wir ja schließlich nicht.
Sodele, was soll ich sagen.. Zunächst einmal fand ich dieses fiktive Endzeit - Szenario des zerstörten und entvölkerten London ziemlich gelungen. Der Autor gibt sich sehr viel Mühe, die Zerstörung, Hoffnungslosigkeit und Tristesse einer jetzt zerstörten, aber früher lebendigen, pulsierenden Großstadt zu beschreiben. Fahrzeuge, die noch mitten auf Kreuzungen stehen, weil die Fahrer in sekundenschnelle an den biologischen Kampfstoffen zugrunde gegangen sind, verlassene Wohnungen, in denen noch das Essen auf dem gedeckten Tisch steht, usw. Hier gelingt es Herbert sehr gut, eine beängstigende, unheimliche Atmosphäre zu schaffen.
Apropos: Die Detailverliebtheit, die der Autor bei der Beschreibung dieses gespenstischen Szenarios an den Tag legt, kommt auch bei vielen unappetitlichen Stellen des Buches zur Geltung. Leichenfunde, Verletzungen und andere grausige Details werden bis ins kleinste Detail geschildert, hier wird dem vielleicht weniger Horror-Erprobten Leser doch schon einiges zugemutet. Mich stört so was nicht weiter, allerdings könnte ich mir durchaus vorstellen, das so mancher Leser daran Anstoss nimmt.. Aber was solls, wems nicht gefällt, der soll halt weiterhin bei seinem Rosamunde Pilcher Roman bleiben..
Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die relativ klischee-lastige Beschreibung der Charaktere. Egal ob es der draufgängerische Amerikaner, der schweigsame, disziplinierte Deutsche oder der königstreue, pflichtbewusste Brite. Sonderlich originell ist das nicht, auch verwendet der Autor nicht allzu viel Zeit darauf, die einzelnen Charaktere zu beschreiben oder ein wenig in der Vergangenheit der Hauptpersonen zu stöbern. Hier wird leider versäumt, den Akteuren ein wenig Tiefe zu verleihen. Auch bleibt völlig im unklaren, was es denn nun genau mit diesem mysteriösen „Bluttod“ zu tun hat. Wurde durch diese grauenhafte Waffe nur die Bevölkerung Londons getötet, die Bevölkerung Englands oder ist vielleicht sogar die ganze Welt von diesem Erreger betroffen? Keine Ahnung, der Autor lässt auch dies im Dunkeln...
Vielleicht wundert sich jetzt so manch einer, warum ich denn nach diesen ganzen Kritikpunkten immer noch 4 Sterne für das Buch vergebe..
Ganz einfach: Es ist einfach tierisch spannend!! Der Autor gönnt dem Leser kaum einmal eine Verschnaufpause, die Story hetzt geradezu von einem Höhepunkt zum nächsten. Auch wenn man ab und zu am allzu schnörkellosen Schreibstil des Autors herummaulen kann, zur Seite legen wird man dieses Buch garantiert trotzdem nicht. Dazu hat dieser Roman einfach ein zu hohes Tempo, man möchte einfach wissen wie es weitergeht.. Ich zumindest! Und allen andren die ich kenne, und die dieses Buch gelesen haben gings genauso.
Das hier ist einfach wunderbare, spannende und ab und zu auch gruselige Unterhaltung vom feinsten, nicht mehr, aber auch auf keinen Fall weniger! Sozusagen das literarische Gegenstück zu den „Stirb langsam“ – Filmen mit Bruce Willis. Auch was den Action-Anteil dieses Buches angeht..
Ideal zum lesen in der Badewanne, auf der Toilette oder auf dem gemütlichen Sofa. Einfach zum abschalten und relaxen. Absolut empfehlenswert für alle Freunde spannender, actionreicher Romane!
Zu haben ist das Büchlein für 7,45 EU als Taschenbuch. Zum Cover brauch ich ja nix großartiges mehr erzählen, schließlich ist es ja in Farbe und Bunt oben links abgebildet. Dem interessierten Leser kann ich vielleicht auch noch einen kleinen Besuch bei Internet-Auktionshäusern wie Ebay ans Herz legen, hier gibt’s es dieses Büchlein auch von Zeit zu Zeit. Mein Exemplar hab ich da für gerademal 1 EU erstanden..
Hier noch einmal die technischen Daten für die, die immer wirklich alles wissen wollen:
Viel Spaß beim Lesen, Ihr werdet es nicht bereuen!!
P.S.: Und wieder mal nen lieben Gruß an nahue, die hier momentan eher selten ihr Unwesen treibt. Für diesen Büchertip ernenn ich Dich zu meiner offiziellen Bücherberaterin!!
weitere Erfahrungsberichte
Vampirthriller Bewertung für 48 / James Herbertvon
mima17
Pro: spannend, schockierend, detailgenau, human, kritisch Kontra: Vorbilder in der britischen Literaturtradition
Dieser Roman ist ein spannender Actionthriller, der den Leser nur im Mittelteil zu Atem kommen läßt. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis, das die Engländer zu den Nationalsozialisten gehabt haben. Vor allem direkt vor dem Ausbruch des k ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: die Geschichte und dessen Umsetzung, sehr spannend Kontra: Geschichte ist auf das Wesentliche komprimiert, daher fehlen einige Details
...Viel Urlaub, heißt viel lesen ...
Ein Buch, welches mich nachhaltig in Atem hielt, war
„48“
von James Herbert.
Von der Aufmachung her eigentlich eher unscheinbar, fiel mir die brennende Zahl auf dem schwarzen Cover auf. Der Aufkleber „Buchtip des Monats“ fachte meine Neugierde dann endgültig an, auch wenn mein erster Gedanke war: „Was soll schon in einem Buch stecken, dessen Titel eine Zahl ist...“
(STORY)
1948 (Geistesblitz) in England, genauer gesagt, London, liegt in Trümmer. Überall wohin man schaut, ragen Ruinen in die Höhe, liegen Leichen und menschliche Überreste auf den Straßen. London, eine Geisterstadt.
Viele fragen sich nun, wie es dazu gekommen sein mag ...schließlich ist London heute eine blühende Stadt. 1948 ist hier das Schlagwort. 1945 wurde der 2. Weltkrieg beend...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: sehr spannend und auch etwas unheimlich Kontra: einige offene Fragen
...Wenn man meine Berichte so anschaut, könnte man fast meinen, dass ich den ganzen Tag vor der Glotze sitzen. Ganz so schlimm ist es jetzt aber nun auch wieder nicht. Eigentlich lese ich auch sehr viel, aber während der Endphase meines Studiums kam ich leider kaum noch dazu, was anderes außer Fachbücher zu lesen. Passend zur Buchmesse wird es mal wieder Zeit, dass ich endlich wieder zu einem Buch meinen Senf abgebe.
Ich muss gestehen, dass mir der Autor James Herbert bis vor kurzem absolut unbekannt war. Erst durch den Beitrag von nahue hier bei Ciao wurde ich auf das Buch "'48" aufmerksam.
Worum geht es?
Herbert beschreibt in seinem Roman einen fiktiven Ausgang des zweiten Weltkrieges, das alles Vorstellbare in den Schatten stellt.
Nachdem sich abzeichnete, dass Deutschland den Krieg verlieren wird, setzten...
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Pro: spannend, neues Thema, neuer Stil, eher subtil in der Psychologie Kontra: eher brutal in den (wenigen) Schockeffekten; gibts nur noch im Antiquariat
.... In die Ecke der SF begab er sich mit dem Alternativwelt-Horrorschocker " '48".
James Herbert lebt in Sussex, hat eine Frau und 3 Töchter. Er spielt Klavier und Gitarre, malt, liest und sammelt alte Filme.
Bis heute verkaufte er über 42 Mio. Bücher weltweit, in 34 Sprachen, auch Russisch und Chinesisch.
Andere wichtige Werke:
? Die Ratten (1974)
? Die Todeskralle (1976)
? Höllenhund (Fluke) (1977)
? Dunkel (1980)
? Nachtschatten (1981)
? Die Erscheinung (1983)
? Domain (1984)
? Moon (1985)
? Apokalypse (1992)
Handlung
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Ein übersinnlich begabter Mann steht im Mittelpunkt des Geschehens. Als Prospektor, genannt der "Magier", spürt er für eine Firma Bodenschätze auf, nur mit Hilfe seiner psychischen Kräfte. Als er sich aufgrund von Vorahnungen und bösen Träumen bedroht fühlt, wird eine Beschützerfirma kontaktiert, die einen gewissen...
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