... Erst durch den Beitrag von nahue hier bei Ciao wurde ich auf das Buch "'48" aufmerksam.
Worum geht es?
Herbert beschreibt in seinem Roman einen fiktiven Ausgang des zweiten Weltkrieges, das alles Vorstellbare in den Schatten stellt.
Nachdem sich abzeichnete, dass Deutschland den Krieg ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von tom.112 über 48 / James Herbert 11.10.2002
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
sehr spannend und auch etwas unheimlich
Kontra:
einige offene Fragen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Wenn man meine Berichte so anschaut, könnte man fast meinen, dass ich den ganzen Tag vor der Glotze sitzen. Ganz so schlimm ist es jetzt aber nun auch wieder nicht. Eigentlich lese ich auch sehr viel, aber während der Endphase meines Studiums kam ich leider kaum noch dazu, was anderes außer Fachbücher zu lesen. Passend zur Buchmesse wird es mal wieder Zeit, dass ich endlich wieder zu einem Buch meinen Senf abgebe.
Ich muss gestehen, dass mir der Autor James Herbert bis vor kurzem absolut unbekannt war. Erst durch den Beitrag von nahue hier bei Ciao wurde ich auf das Buch "'48" aufmerksam.
Worum geht es? ============ Herbert beschreibt in seinem Roman einen fiktiven Ausgang des zweiten Weltkrieges, das alles Vorstellbare in den Schatten stellt. Nachdem sich abzeichnete, dass Deutschland den Krieg verlieren wird, setzten die Nazis verstärkt ihre V1 und V2 als Vergeltungswaffe ein. So weit stimmt es noch mit der Realität überein. Im Roman verwenden die Deutschen im Frühjahr 1945 aber statt der Sprengköpfe eine andere Waffe - den so genannten Bluttot. Eine biologische Waffe, die das Blut ihrer Opfer innerhalb kürzester Zeit zum Gerinnen bringt und sie so mehr oder weniger schnell tötet. Verschont bleiben nur die, die mit der Blutgruppe AB-negativ gesegnet sind. Einer von ihnen ist Eugene Hoke, ein amerikanischer Kriegsfreiwilliger, der 1948 durch das verödete London zieht und die Leichen der Opfer, die überall in der Stadt verstreut sind, einsammelt. Allerdings ist er nicht allein: die Stadt wird mehr oder weniger von den "Schwarzhemden" kontrolliert. Einem paramilitärischen Überbleibsel einer englischen Nazi-Organisation um Sir Max Hubble. Hubble und seine Leute leiden allerdings auch alle an der Krankheit und siechen vor sich hin. Sie machen daher Jagd auf die letzten Gesunden in der Stadt, um mit Experimenten und Bluttransfusionen ihrem sicheren Ende zu entrinnen. Einer ihrer größten Feinde ist Hoke, dem es aber immer wieder gelingt, ihnen zu entkommen. Eines Tages erscheint die Situation jedoch ausweglos. Kurz bevor sich die Schwarzhemden aber seiner bemächtigen können, wird Hoke aber von drei anderen Gesunden gerettet: die beiden jungen Frauen Cissie und Muriel, die von dem deutschen Wilhelm Stern begleitet werden, kommen ihn im letzten Augenblick zu Hilfe. Auf ihrer Flucht treffen sie auf den Luftschutzwart Albert Potter, der aber über die Jahre hinweg den Verstand verloren hat. Hoke ist natürlich alles andere als besonders gut auf Stern zu sprechen, zumal er durch den Bluttod auch seine Frau Sally verloren hat. Als der dann auch noch eine ziemlich zwielichtige Geschichte erzählt, was er überhaupt in England macht, wird für Hoke klar, dass Stern nicht ein Mitüberlebender sondern ein Feind ist. Trotzdem kämpfen sie gemeinsam gegen die Schwarzhemden um ihr Überleben, allerdings werden sie doch von ihnen gefangen genommen - allerdings ist nicht Stern der Verräter. Es beginnt ein Kamp um Leben und Tod, den nur sehr wenige überleben...
Was meine ich dazu? =============== Schon während des Lesens, kam mir die Geschichte sehr, sehr bekannt vor. Vergleicht man den Klassiker "Der Omega-Mann" und den Roman "'48" miteinander, wird man sehr viele Parallelen erkennen. Sowohl in dem Film aus dem Jahr 1971 und in dem 1996 geschriebenen Buch geht es um die letzten Überlebenden einer Kriegs mit Bio-Waffen, nur dass sich Robert Neville (Charlton Heston) in dem Film nicht mit Nazis sondern mit religiösen Fanatikern rumschlagen muss und der Streifen in der Gegenwart spielt.
Aber zurück zum Buch! Herbert hat das Buch aus der Sicht von Hoke geschrieben und lässt diesen in der Ich-Form erzählen. Dabei spricht er den Leser auch mehrmals direkt an, als ob Hoke die Geschichte berichten würde.
Im Großen und Ganzen ist es ihm gelungen, ein wirklich fesselndes Buch zu schreiben. Ich hatte mir zwar des Öfteren vorgenommen, abends immer nur eins der insgesamt 29 Kapitel zu lesen, aber es entsteht streckenweise eine unheimliche Spannung, die es einem unmöglich macht, das Buch wegzulegen. Herbert scheut sich auch nicht, die Leichen, auf die die Protagonisten immer wieder und in rauen Mengen stoßen oder die Auswirkungen des Bluttodes in allen Details zu beschreiben. Dadurch und die kranken Verfolger ist das Buch nicht nur äußerst spannend sondern auch unheimlich. Die Einteilung in die Kategorie Horror finde ich allerdings schon wieder etwas übertrieben.
Was mich an der Handlung etwas gestört hat, ist die Annahme, dass Hoke alleine durch London trottet und den Totengräber spielt. Klar, AB-negativ ist alles andere als eine gängige Blutgruppe, aber soll Hoke in der Millionenstadt tatsächlich der einzige gewesen sein? Später treffen die fünf sogar auf einige andere Überlebende, die sich jedoch nur dumpf von den Schwarzhemden gefangen nehmen und später dann abschlachten lassen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass sich nicht auch die Gesunden zusammenrotten würden.
Außerdem hätte ein wenig "drumherum" nicht geschadet. Es wird zwar mehrmals angedeutet, dass die ganze Welt entvölkert wurde, aber trotzdem taucht zum Beispiel hin und wieder ein deutsches Flugzeug auf.
Gut beschrieben ist dagegen der Konflikt zwischen Stern und Hoke, der dem Deutschen kein bisschen über den Weg traut. Stern, ein Vollblutarier, ist allerdings alles andere als ein fanatischer Nazi und rettet Hoke sogar mehrmals das Leben während eines der Mädchen ein falsches Spiel spielt.
Mein Fazit? ======== Alles in allem kann ich diesen Roman, der nicht all zu anspruchsvoll geschrieben ist, empfehlen. Wer wie ich ein Faible für solche Endzeit-Geschichten hat, ist mit dem Buch sicher gut beraten. Es wird eine relativ glaubwürdige und wirklich sehr spannende Geschichte geboten, die keine Brüche aufweist und wirklich zum lesen animiert.
In Deutschland ist das Taschenbuch mit seinen 394 Seiten 1998 bei Bastei Lübbe bereits in der zweiten Auflage erschienen. Es kostet momentan 7,45 Euro.
Und wie immer: danke fürs Lesen, Wegklicken oder Kopieren!
Pro: die Geschichte und dessen Umsetzung, sehr spannend Kontra: Geschichte ist auf das Wesentliche komprimiert, daher fehlen einige Details
Viel Urlaub, heißt viel lesen ...
Ein Buch, welches mich nachhaltig in Atem hielt, war
„48“
von James Herbert.
Von der Aufmachung her eigentlich eher unscheinbar, fiel mir die brennende Zahl auf dem schwarzen Cover auf. Der Aufkl ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: interessantes Szenario, mega-spannend! Kontra: sparsame Beschreibungen der Charaktere
......handelt unter anderem dieses Büchlein...
Vor kurzem hat ein Leser hier bei Ciao bemängelt, das es in vielen meiner Berichten eigentlich stets um Mord und Totschlag gehen würde, selbst bei meinen CD Berichten ist meist zumindest ein Bandmitglied tot oder für das Ableben eines andren Menschen verantwortlich.. Ist mir vorher eigentlich noch nie so richtig aufgefallen, aber wenn ich das jetzt mal bedenke ists gar nicht mal so falsch.. Also gut hab ich mir gedacht, dann mach ich doch einfach mal so weiter.. In dem Buch um das es hier gleich gehen wird, gibt?s nämlich auch wieder ein paar Tote, aber nicht nur ein zwei oder drei, sondern gleich Millionen davon..
Wie man ja schon der Überschrift entnehmen kann, handelt es sich um den Roman ?48? von James Herbert. Dieser James Herbert ist einer der populärsten britischen Autoren...
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Pro: spannend, schockierend, detailgenau, human, kritisch Kontra: Vorbilder in der britischen Literaturtradition
...Dieser Roman ist ein spannender Actionthriller, der den Leser nur im Mittelteil zu Atem kommen läßt. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis, das die Engländer zu den Nationalsozialisten gehabt haben. Vor allem direkt vor dem Ausbruch des krieges scheinen die Aristokraten der Inseln, so vermittelt es Herbert, einige Sympathien für die Faschisten in Deutschland gehabt zu haben. Es gab zahlreiche Verbindungen zu Deutschland, etwa zur abgedankten Monarchie, und daß die Nazis gegen die Juden vorgingen, traf auf Verständnis. Man sehe sich nur das Agieren des Premierministers Chamberlain in München 1938 an!
Handlung
London im Jahre 1948: Trümmer, Ruinen und überall Leichen. Eine sogenannte "Wunderwaffe" Hitlers hat in den ersten Sommertagen 1945 den "Bluttod" über die einst so belebte Weltstadt gebracht...
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Pro: spannend, neues Thema, neuer Stil, eher subtil in der Psychologie Kontra: eher brutal in den (wenigen) Schockeffekten; gibts nur noch im Antiquariat
.... In die Ecke der SF begab er sich mit dem Alternativwelt-Horrorschocker " '48".
James Herbert lebt in Sussex, hat eine Frau und 3 Töchter. Er spielt Klavier und Gitarre, malt, liest und sammelt alte Filme.
Bis heute verkaufte er über 42 Mio. Bücher weltweit, in 34 Sprachen, auch Russisch und Chinesisch.
Andere wichtige Werke:
? Die Ratten (1974)
? Die Todeskralle (1976)
? Höllenhund (Fluke) (1977)
? Dunkel (1980)
? Nachtschatten (1981)
? Die Erscheinung (1983)
? Domain (1984)
? Moon (1985)
? Apokalypse (1992)
Handlung
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Ein übersinnlich begabter Mann steht im Mittelpunkt des Geschehens. Als Prospektor, genannt der "Magier", spürt er für eine Firma Bodenschätze auf, nur mit Hilfe seiner psychischen Kräfte. Als er sich aufgrund von Vorahnungen und bösen Träumen bedroht fühlt, wird eine Beschützerfirma kontaktiert, die einen gewissen...
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