Erfahrungsbericht über

48 / James Herbert

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung 48 / James Herbert

 

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Vampirthriller

5  19.08.2000 (12.11.2000)

Pro:
spannend, schockierend, detailgenau, human, kritisch

Kontra:
Vorbilder in der britischen Literaturtradition

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau

Unterhaltungswert

Spannung

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mima17

Über sich: Mein jüngster Bericht: "Die Brücke - Transit in den Tod" (DVD). +++ Bitte keine Leserunden...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 4 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Dieser Roman ist ein spannender Actionthriller, der den Leser nur im Mittelteil zu Atem kommen läßt. Es ist auch eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis, das die Engländer zu den Nationalsozialisten gehabt haben. Vor allem direkt vor dem Ausbruch des krieges scheinen die Aristokraten der Inseln, so vermittelt es Herbert, einige Sympathien für die Faschisten in Deutschland gehabt zu haben. Es gab zahlreiche Verbindungen zu Deutschland, etwa zur abgedankten Monarchie, und daß die Nazis gegen die Juden vorgingen, traf auf Verständnis. Man sehe sich nur das Agieren des Premierministers Chamberlain in München 1938 an!

Handlung

London im Jahre 1948: Trümmer, Ruinen und überall Leichen. Eine sogenannte "Wunderwaffe" Hitlers hat in den ersten Sommertagen 1945 den "Bluttod" über die einst so belebte Weltstadt gebracht. Von dem schleichenden Tod sind nur eine handvoll Menschen verschont geblieben: Sie alle haben die seltene Blutgruppe AB-negativ. Fünf von ihnen suchen in den Ruinen des verlassenen Grandhotels Savoy Zuflucht.

Da sind die zwei jungen Frauen Cissie und Muriel, die über die Schranken unterschiedlichster sozialer Herkunft hinweg eine tiefe freundschaft verbindet. Da ist der Deutsche Wilhelm Stern mit undurchsichtiger Vergangenheit, der als Bomberpilot abgeschossen und interniert worden sein will. Da ist ein weltfremder Londoner vom Bunker- und Zivilschutz. Und schließlich die Hauptfigur: Hoke, der Kriegsfreiwillige aus dem amerikanischen Wisconsin, der seit drei Jahren auf der Flucht vor jenen Menschen lebt, die wissen, daß sie sterben müssen - vor den "Schwarzhemden", Sympathisanten Hitlers. Und er widmet sich einer grauenvollen Aufgaben: der Beseitigung der Leichen.

Der Roman beginnt sofort mit der atemberaubenden Flucht Hokes vor den Schwarzhemden, die ihn aus seinem Versteck im Buckingham Palast vertreiben. Er wird von Cissie, Muriel und Stern gerettet. Doch ihre weitere Flucht führt sie in die grauenerregenden U-Bahn-Schächte Londons. (Hier kennt sich der Autor gut aus: Zahlreiche seiner "Ratten"-Romane spielen hier.) Diese dienten als Zivilschutzbunker und sind nun mit leichen vollgestopft. Als die sie verfolgenden Schwarzhemden einen Feuersturm entfachen und die Gasleitungen explodieren, können die vier mit knapper Not mit Hilfe des Engländers entkommen.

Doch im Savoy-Hotel geht der Nervenkrieg los, denn Hoke schiebt einen Haß auf den Deutschen, liegt aber
völlig falsch in seiner Beurteilung: Der Verräter ist seine Geliebte! Schließlich gibt es einen furiosen Showdown mit den Schwarzhemden: Klassisch wie bei Hitchcock auf einem erhöhten Punkt über der Stadt...

Hokes Geliebte-für-eine-Nacht Muriel entstammt der britischen Aristokratie. Sie läuft zu den Schwarzhemden über, muß aber schließlich erkennen, daß diese – wie Vampire - nur an ihrem Blut interessiert sind, das ihnen neue Widerstandskraft gegen die Seuche verleihen soll – auf Kosten von Muriels Leben, versteht sich. Sie bezahlt für ihren Irrtum, doch ihre Freundin Cissie wird mit Hoke eine neue Zukunft aufbauen. Auch wenn sie ihn für ein klein wenig verrückt hält.


Info: '48, 1996; Bastei-Lübbe 1998, Nr. 13987, Bergisch Gladbach; 391 Seiten, DM 14,90, aus dem Englischen übertragen von Cécile G. Lecaux; ISBN 3-404-13987-9

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Brandung

Brandung

28.12.2011 19:32

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