Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Schnäppchen |
| Kontra: |
man bekommt nicht immer, was man möchte, Schlange stehen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Das dänische Bettenlager ist sicherlich vielen ein Begriff. In vielen Städten Deutschlands sind die Filialen zu finden. Kiefernmöbel waren lange Zeit der einzige Indikator dieses Möbelhauses. Sie sind es auch noch, aber sie haben Gesellschaft bekommen. So findet man dort mittlerweile auch wunderbare Möbel aus Eiche oder Pinie, auch Kernbuche habe ich dort gesehen. Nun gut, das dänische Bettenlager rüstet auf, erweitert das Angebot, geht mit der Zeit. So sollte es sein, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Momentan gibt es überall Schlussverkäufe. Diese finden auch im dänischen Bettenlager statt. Die vergangene Woche durch konnte man dort sämtliche Schnäppchen schlagen. Einiges bleibt noch diese Woche erhalten. Doch einen ganz besonderen Tag veranstaltet das dänische Bettenlager nur einmal im Schlussverkauf, den Tag an dem es Prozente hagelt. 70 % gibt es auf ausgewählte Stücke und nur auf diese.
Was gibt es zu ergattern?
Schon lange vor dem auserkorenen Tag gibt es im dänischen Bettenlager die Möbel anzusehen, die gewaltig reduziert wurden. Sie sind im Eingangsbereich ausgestellt und mit einer rot-weißen Banderole versehen. An jedem Stück hängt dann ein Zettel mit dem reduzierten Preis. Und das sind Reduzierungen, die sich gewaschen haben. So gibt es dort Möbel, die neu 399 Euro kosten würden für schlappe 90 Euro zu kaufen. Es gibt stark reduierte Matratzen, Teppiche, Tische, Stühle. Alles sind entweder Auslaufmodelle, Restposten oder ehemalige Ausstellungsstücke. Sie sind in einem guten Zustand, könnten aber teilweise nicht mehr als "neu" verkauft werden, weil der Zustand halt nur noch gut ist und sich schon die eine oder andere Macke eingeschlichen hat vom ewigen Angefasstwerden durch potentielle Käufer. Denn der Kunde bekommt ja beim Kauf Neuware aus dem Lager und die Ausstellungsmodelle bleiben stehen, um von weitern Kunden angesehen und vor allem angefasst zu werden. Und diese Stücke werden nun preiswert unter das Volk geschleudert.
Regeln:
Es gibt für diese Art des Schlussverkaufes bestimmte Regeln und zwar darf pro Person nur ein drastisch reduzierter Artikel verkauft werden. Ebenso gilt hier das Kommando, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das bedeutet, wer als erstes den Zettel, der an der Ware klebt, abgerissen hat und auf den Verkaufstresen legt, hat den Zuschlag für die reduzierte Ware.
Das Ganze gilt nur an einem ganz bestimmten Tag und zwar ab Beginn der Öffnungszeiten des Dänischen Bettenlagers, also um 8 Uhr morgens.
Sylviane und die Vitrine:
Mein Mann und ich waren ja schon länger auf der Suche nach einer Virtine für unser gutes Geschirr im Wohnzimmer. Da wir uns eine Kommode der Royal Oak Serie bereits zugelegt hatten, wollten wir auch gern die passende Vitrine haben. Leider war sie uns im regulären Preis von 399 Euro zu teuer. Auch der Schlussverkaufspreis von 299 Euro lockte uns wenig. Doch als wir dann bei einem normalen Besuch de Bettenlagers die drastisch reduzierte Vitrine sahen, waren wir begeistert. Die wollten wir mitnehmen. Das war ja ein Topppreis.
Doch dann sahen wir das Schild, auf dem stand, daß nur diese eine einzige Virtine für 90 Euro zu haben sein würde. Und daß sie auch nur an dem einen speziellen Tag zu bekommen sein würde. Tja, anders war da nichts zu machen. So verließen wir das Geschäft unverrichteter Dinge, hatten aber die total reduzierte Vitrine im Hinterkopf.
Zweiter Besuch:
Wir beratschlagten,w as zutun sein würde. So beschlossen wir, diese Vitrine in Angriff zu nehmen. Der Zufall wollte es, daß mein Mann gerade Spätschicht an diesem Tag haben würde und unser jüngerer Sohn Kevin schulfrei. So könnten beide zusammen hingehen, um die Vitrine zu ergattern. Also gingen wir noch einmal hin, um uns das gute Stück noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Es gab kleine Makel, so war die Vitrine an einer Stelle ein wenig verkratzt, aber das würde man wegpolieren können. Ebenso fehlte im Vergleich zum jetzigen Ausstellungsstück ein Regalbrett, doch das könnte man nachbestellen. Ansonsten gab es nichts zu beklagen und für eine Ersparnis von 309 Euro würde man das in Kauf nehmen können.
Es geht los:
Meine beiden Männer hatten natürlich schon gleich einen Schlachtplan entwickelt. Wir hatten diese Aktionstage schon öfters mitgemacht, waren dann aber irgendwann nach 8 Uhr im Bettenlager angekommen und standen vor dem Nichts. Denn es waren alle reduzierten Möbel schon verkauft worden. Das sollte uns bei der Vitrine nicht passieren und so standen mein Mann und mein Sohn schon gegen 6.30 Uhr vor dem Bettenlager, eine Kanne heißen Tee dabei und warteten auf den Einlaß. Und es summierte sich an weiteren Frühaufstehern, die ein Schnäppchen schlagen wollten. Dann war es endlich 8 Uhr und meine Männer konnten ins Bettenlager eintreten. Doch es ging natürlich nicht gesittet zu. Obwohl meine Männer als erste an der Tür gestanden hatten, drängte sich eine Dame noch vor und stürmte auf die Vitrine zu, die mein Mann und mein Sohn im Auge hatten. Doch es ging ja darum, den Zettel abzureißen und das tat sowohl jene Dame als auch mein Mann, denn der Zettel riß entzwei und mein Mann war als erster am Tresen. Es gab noch ein kleines Wortgefecht mit jener Frau, doch andere Kunden, die ja gesehen hatten, daß mein Mann und mein Sohn schon lange als erste und einzige vor dem Bettenlager gestanden hatten, sprachen sich auch dafür aus, daß sie den Zuschlag bekommen sollten. Den Verkäufern war es letztendlich egal und so hatten wir es geschafft, zum ersten Mal etwas Geplantes bei dieser Wahnsinnsprozentaktion zu bekommen.
Abholen:
Abholen konnte man das Stück, wann man wollte. Es war empfehlenswert den Ansturm der Massen abzuwarten und erst im Laufe des Vormittags wieder hinzufahren.
Das taten wir auch. Als wir gegen 10 Uhr wieder im Bettlenlager eintrafen, war alles weg, was so drastisch reduzziert wurde. Die einzelnen bereits verkauften Möbel hatten man an die Seiten gerückt, damit sie aus dem Weg waren und nicht mehr im Eingangsbereich standen. Dann musste man seinen Kaufbeleg vorlegen und konnte seine Ware mitnehmen.
Wir hatten unseren Anhänger dabei und man half uns netterweise die Vitrine auf den Hänger zu bekommen.
Vorteile:
Schön war, daß das Möbelstück schon zusammengebaut war. Denn sonst muss man ja erst zu Hause selbst Hand anlegen. Das tat hier nicht nötig. Wir brauchten nur noch einige Nägel in die Rückwand der Vitrine zu schlagen, da diese etwas gelitten hatte durch den Transport.
Der Preisvorteil von 90 Euro im Vergleich zu 399 Euro versteht sich von selbst.
Nachteile:
Man muss wirklich früh auf den Beinen sein, sonst hat man keine Chance die gewünschte Ware zu bekommen.
Und sie kann kleinere Mängel aufweisen.
Fazit:
Ich kann die Prozentaktion im Dänischen Bettenlager sehr empfehlen. Ich meine, daß es alle Bettenlagerfilialen machen. Erlebt habe ich sie bisher in Brunsbüttel und Heide. Von meiner Schwägerin weiß ich, daß sie auch in Rendsburg statt gefunden hat.
Man sollte sich auf jeden Fall die Ware vorher angucken, bevor man sich in die Menge stürzt oder eben wie wir mit unserer Strategie lange draußen steht und wartet. Es muss schon vorher klar sein, welchen Artikel man erwerben möchte. Zumal ja auch nur einer pro Person erlaubt ist. Wenn man all diese Faktoren bedenkt und sich klar ist, daß man wenn man Pech hat, auch leer ausgehen kann, kann ich es empfehlen, sich auf den Weg zu machen, das Schnäppchen seines Lebens zu schlagen. Wir haben es nicht bereut und mein Mann und mein Sohn sind noch heute ganz stolz, daß sie es geschafft haben, die Royal Oak Vitrine so günstig zu erwerben.