One Week to go
19.06.2001
Pro:
Schauspieler, Kullisse
Kontra:
Spannung hält sich am Anfang in Grenzen
Empfehlenswert:
Ja
 andrekuhlemann
Über sich:
Nasenlöcher adé, Sonne ahoi!
Mitglied seit:12.04.2001
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Vertrauende:67
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit Deutsche Filmemacher sich amerikanische Produktionen als Vorbild nehmen sind die deutschen Filme (Anatomie, Harte Jungs,...) erfolgreicher den je. „7 Days to life“ wurde sogar trotz deutschem Team mit englischsprachigen Schauspielern aufgenommen, um auch international erfolgreich zu sein. Story :
Nach dem Verlust ihres Sohnes zieht das junge Ehepaar Ellen (Amanda „Honeybunny“ Plummer) und Martin Shaw (Sean „Event Horizon“ Pertwee) in ein seit 23 Jahren leerstehendes Haus auf dem Lande, um dort einen Neuanfang zu wagen. Martin, der in der letzten Zeit als Schriftsteller keinen Erfolg mehr hatte, will in dem idyllischen, abgelegen Haus, wieder genug Kreativität sammeln, damit sein nächstes Werk nicht auch wieder ein Flop wird. Aber da ein Film ja unterhalten will, sieht man hier natürlich nicht 92 Minuten lang wie es ihnen auf dem Lande gut geht, sondern die Geister, die in dem Haus schon etliche vorige Besitzer in den Tod getrieben haben, machen sich jetzt auch an Ellen und Martin zu schaffen. Während sie ständig Todesbotschaften sieht, die ihr einen Tod in 7 Tagen prophezeien (bzw. später dann in 6, 5, 4, 3, 2 Tagen) hält Martin seine Frau zuerst für etwas verrückt, aber Ellen merkt erst zu spät, das der Mann mit dem sie da zusammen lebt gar nicht mehr wirklich ihr Mann ist, den sie mal kannte. Hat das Moor, das das Haus umgibt etwas damit zu tun ? Und was wissen die Leute aus dem Dorf ? Kritik : Man nehme etwas „Shining“, mixe etwas „Poltergeist“ dazu, sowie einen Tropfen „Mächte des Wahnsinns“ und garniere das alles mit „Schatten der Wahrheit“ und fertig ist der Horrorcocktail á la „7 Days to live“. Ja gut, auch wenn hier aus vielen Horrorreferenzen abgeguckt wurde, werden diese immerhin mit Zitaten oder anderen Anspielungen („Shining“ – Buch in dem Schaufenster des Buchgeschäftes) versteckt erwähnt (Das half ja bereits auch „Scream“ nicht als Plagiat sondern als Hommage angesehen zu werden), zudem hat der Film einen sehr interessanten Stil, der mit seinen nebelbehangenen Mooren stark an alte englische Gruselfilme erinnert. Am Anfang des Films war ich zuerst etwas skeptisch, da der Film ja im Kino und bei vielen Kritikern etwas unterging, aber der ist wirklich besser als sein Ruf und das der auch noch eine deutsche Produktion ist, läßt ihn gerade in Bezug auf Deutschland durchaus innovativ erscheinen, nur zum Ende hin wird der sonst so leise Horror zum effektbeladenen Action – Showdown, aber der ist durchaus super spannend und schaurig und nicht unbedingt so vorhersehbar wie manch anderer Film. Die Arbeit, die die Schauspieler leisten ist überdurchschnittlich gut, vor allem Sean Pertwee, der sowohl als netter Ehemann als auch als mordlustiger Psychopath überzeugt, ist perfekt besetzt, aber auch Amanda Plummer, die man so wohl selten sieht, gefällt als gequälte Mutter. Gut, mangels Hollywood – Budget sind die Special Effects für verwöhnte Augen deutlich als solche erkennbar, aber oft sind sie richtig cool in Szene gesetzt, so sieht man z.B. in einer Einstellung wie einer Person Schlamm aus den Augen spritzt, das ist echt klasse gemacht. Trotz eines Minibudgets ist der Film optisch sehr gelungen und wirkt nicht billig oder lächerlich.
Fazit : Manch einem Horrorfan wird dieser Film bestimmt nicht gefallen, weil er vielleicht zu unspektakulär wirkt, aber in meinen Augen er ist auf jeden Fall einen Blick wert, nach anfänglicher Bedenken, wurde der immer besser.
Zur DVD : Die DVD ist sehr gut gelungen, nicht nur die gute Bild- und Tonqualität unterstützen den Grusel, sondern auch das ungewöhnlich gestaltete Menü, sowie die Interessanten Zusatzfeatures sind für solch einen Film mehr als positiv überraschend.
Zum Menü sei gesagt, das die Punkte die man mit der Fernbedienung auswählen kann, auch nach komplett geladenem Menü nicht direkt erkennbar sind, nur der Punkt der gerade ausgewählt ist, ist deutlich erknnbar. Bei den anderen Punkten ist für jeden Buchstaben ein Strich als Platzhalter, erst wenn man dann den Punkt auswählt wird aus dem Strich der darunter liegende Buchstabe. Vielleicht nicht gerade übersichtlich, aber es passt gut zum Film und man entdeckt nicht alles sofort. So hab‘ ich z.B. erst ziemlich spät gesehen, daß es in dem Bonusmaterialmenü noch einen „Weiter“ – Knopf gibt, der eine zweite Seite mit Materialien preisgibt. Die Zusatzfeatures :
- 3 Tonspuren (Deutsch, Englisch und Audiokommentar des Regisseurs Sebatian
Niemann und anderer Beteiligter)
- Produktionsnotizen (sehr interessant ist, wie der Drehbuchautor die Produktionsfirma
überzeugte, den Film zu realisieren)
- Texttafeln über Schauspieler und Macher (Filmographie, Biographie), zudem
Kurzinterviews mit Amanda Plummer und Sebatian Niemann
- Trailer zu anderen Filmen (Marlene, Im Juli, Jetzt oder Nie)
- Trailer zu „7 Days to life“ (Kinotrailer, TV-Trailer und ein Promotrailer mit
Audiokommentar ! )
- 1 geschnittene Szene (33 Sekunden, mit Audiok.)
- Special Effects – Doku (ca. 10 Minuten, mit Audiok.)
- Aufnahmen der Musik – Sessions (ca. 5 Minuten, mit Audiok.)
- B-Roll (ca. 5:30 Minuten, im Gegensatz zu anderen DVD’s aber sehr gut)
- Storyboardgalerie
- Kurzfilm „Verfolger“ (ca. 6 Minuten, sehr interessant, der erste Film des Regisseurs,
mit Audiokommentar)
Fazit DVD : Stimmungsvolle, gut gelungene DVD, die für solch einen eher unbekannteren Film sehr zufriedenstellend ist.
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26.05.2003 10:22
den ahbe ich [dvdflat sei dank] gerade bei mir auf dem player liegen - nur gesehen ist er noch nicht...
19.12.2002 18:37
Guter Bericht, fand den Film selbst recht gut LG Ayla
11.11.2002 15:52
Und das war einer der Filme, bei dem ich am liebsten aus dem Kino gerannt wäre (die zwei Mädels, die damals neben uns saßen haben es sogar gemacht!)... Ich fand ihn absolut grottig! Und das nach diesem genialen Trailer vor "Scream 3"... carpe diem - JENS