Zooloretto ist das aktuelle Spiele des Jahres und wurde von dem Autor Michael Schacht im
Abacusspiele Verlag veröffentlicht. Das Spiel ist für 2-5 Spieler ab 8 Jahren geeignet und in
45 Minuten gespielt.
Spielidee:
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Die Spieler versuchen als Zoobesitzer soviel Besucherandrang wie möglich zu erreichen.
Doch nur, wenn ausreichend interessante Tiere vorhanden sind und Imbissstände für unser
leibliches Wohl sorgen, strömen die Besucher in unseren Zoo. Den Spielern stehen mehrere
Gehege zur Verfügung, die mit jeweils einheitlichen Tieren bestückt werden müssen. Volle
Gehege bringen wertvolle Siegpunkte. Des Öfteren kommt es aber vor, dass die Gehege
besetzt sind und wir aus Platznot unsere Tiere nur im Stall unterbringen können. Da die
Besucher davon nicht profitieren, bringt uns dies am Ende des Spiels 2 Minuspunkte pro
Tierart ein.
Wer seinen Zoo zur rechten Zeit geschickt umbaut oder erweitert und rechtzeitig Tiere aus
dem Stall verkauft, hat die besten Chancen zum Sieg.
Spielmaterial:
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16 runde Nachwuchsplättchen (je 2 von 8 Tierarten)
112 quadratische Plättchen
(davon 88 Tierplättchen je 11 von 8 Tierarten)
12 Verkaufsstände (je 3 in 4 Typen)
12 Münzplättchen
5 Zootafel
5 Ausbautafeln
5 Transportwagen
30 Münzen
1 runde Holzscheibe
1 Spielanleitung
Spielvorbereitung und Bedeutung der Zootafeln:
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Jeder Spieler erhält eine sogenannte „Zootafel“ sowie eine entsprechende Ausbautafel, die
verdeckt daneben platziert wird. Die Zootafeln bestehen aus insgesamt 3 verschieden großen
Gehegen und einem Stall. Die Zoogehege bilden quadratische Markierungen ab, welche für
die später ausgelegten Tierplättchen vorgesehen sind.
Außerdem wollen unsere Besucher auch verköstigt werden, so dass insgesamt vier
Markierungen für Verkaufsstände abgebildet sind. Zwei unserer Zoogehege bringen den
Spielern für die vollständige Bestückung mit Tieren sogar Geld ein. Falls es jedoch in den Gehegen zu eng werden sollte, können wir unseren Zoo durch Zahlung
von drei Münzen erweitern und die Ausbautafel mit einem weiteren Gehege und einem
Verkaufsstand umdrehen.
Außerdem werden für jeden Spieler ein hölzerner Transportwagen sowie eine vorgegebene
Anzahl an Nachziehplättchen in die Mitte des Tisches gelegt. Die Plättchen bilden Geld, Tiere
und Verkaufsstände ab und füllen im Laufe des Spiels unsere Zoogehege. Nach dem Verteilen
des Startkapitals (2 Münzen) kann das Spiel beginnen.
Die Aktionsmöglichkeiten:
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Der Spieler hat drei Zugmöglichkeiten. Entweder deckt er ein Zooplättchen auf und legt
dieses auf einen Transportwagen, welcher insgesamt drei Plättchen aufnehmen kann. Hierzu
zählen Tierplättchen, wie z.B. Affe, Tiger, Elefant, Kamel, Panda oder Zebra, sowie
Verkaufsstände und Geldplättchen.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, einen der Transportwagen zu nehmen und die
Plättchen im Zoo unterzubringen. Wichtig ist, dass nur Tiere der gleichen Rasse in einem
Gehege untergebracht werden dürfen. Außerdem können die Spieler Tiere, die in kein Gehege
passen, im Stall unterbringen. Auch Verkaufsstände sind für die Wertung wichtig, da sie Punkte einbringen. Auf einigen
Tierplättchen sind Geschlechtssymbole abgebildet. Wenn in einem Gehege ein Männchen und
ein Weibchen ausliegen sollten, kommt es zum Tiernachwuchs. Hierfür erhält der aktive
Spieler sofort ein sogenanntes „Jungtierplättchen“, welches direkt im Gehege ausgelegt werden
muss. Sollte dies nicht möglich sein, muss das Jungtier in den Stall gelegt werden.
Eingenommene Geldplättchen füllen die Kasse der Spieler wieder auf. Der Spieler scheidet,
nachdem er einen Transportwagen genommen hat, aus der laufenden Runde aus und ist erst
wieder bei der nächsten Runde dabei. Als dritte Möglichkeit kann man, solange man noch keinen Transportwagen genommen hat,
eine sogenannte Geldaktion auszuführen. Hierbei kann der aktive Spieler sein Geld für
insgesamt drei verschiedene Aktionen einsetzen. Er kann einzelne Tierplättchen sowie
Verkaufsstände oder aber komplette Gehege austauschen. Außerdem kann man ein Plättchen
kaufen oder abgeben. Dabei darf man Tiere aus dem Stall eines Mitspielers gegen Geld
erwerben. Die Bank sowie auch der Mitspieler erhalten dabei je eine Geldmünze. Außerdem
kann das Geld zum Entfernen eines beliebigen eigenen Stalltieres eingesetzt werden.
Abschließend besteht die Möglichkeit des Zoo-Ausbau. Hierbei dürfen die Spieler einmalig
ein weiteres Gehege erwerben.
Sobald alle Transportwagen eingesetzt wurden, endet die Spielrunde. In der nächsten Runde
beginnt der Spieler, welcher in der vorherigen Runde den letzten Transportwagen genommen
hatte.Spielende:
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Das Spiel endet, wenn das erste Plättchen des letzten Nachziehstapels aufgedeckt wird. Die
laufende Runde wird noch zu Ende gespielt und es kommt zur Wertung. Fertiggestellte Gehege bringen volle Punktzahl und Verkaufsstände jeweils zwei Punkte.
Sollte in einem Gehege ein Tier fehlen, verringert sich die Punktzahl. Falls jedoch mehr als
ein Tier fehlen sollte, gibt es nur dann Punkte, wenn dieses Gehege einen Verkaufsstand
besitzt. Für jede Tierart oder jeden Verkaufsstand im Stall werden zwei Punkte abgezogen.
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel und kann sich erfolgreichster
Zoobesitzer nennen.
Fazit:
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„Zooloretto ist ein typisches Legespiel, welches aufgrund seiner Einfachheit gefällt und Spaß
macht. Als Zoobesitzer ist jeder Spieler darauf bedacht, seine Gehege zu komplettieren und
ausreichend Geldmünzen zu besitzen, um ungeliebte Stalltiere bis zum Ende des Spiels
loszuwerden. Die verschiedenen Plättchenkonstellationen auf den Transportwagen machen es
den Spielern aber nicht immer leicht, die erstandenen Tiere und Verkaufsstände außerhalb des
Stalls unterzubringen. Man sollte nicht unbedingt das Risiko eingehen und viele Plättchen
aufdecken, sondern sich lieber frühzeitig für einen Transportwagen entscheiden, der nur die
wirklich benötigten Tiere/Verkaufsstände enthält. Aber selbst das ist nicht immer leicht, da
auch die Mitspieler dieses Ziel verfolgen.
Zooloretto übernimmt einige Spielmechanismen des Kartenspiels Coloretto, hat aber dennoch
spielerisch weitaus mehr zu bieten. Da ich das Kartenspiel bisher noch nicht ausprobiert habe,
kann ich daher nicht näher darauf eingehen.Das Spielmaterial aus Holz und festem Karton ist eher kindlich gestaltet, aber grafisch sehr
gut gelungen. Zooloretto bietet einen leichten Spieleinstieg und ist schnell gespielt. Diese
einfache, aber originelle Spielidee, die uns auf den ersten Blick an ein Kinderspiel erinnert, ist
in Wirklichkeit ein sehr schönes Spiel mit ausgeglichener Taktik- und Glückskomponente.
Die Viererpartie machte uns besonders viel Spaß und dauerte auch wie angegeben ungefähr
45 Minuten. Die Zweierpartien spielten sich zwar nicht so unterhaltsam wie die Viererpartien,
fanden jedoch auch Zuspruch und konnten durchaus überzeugen. Familien wie auch Vielspieler werden dieses kurzweilige und sehr schnell erlernbare Spiel
mögen, da beide Zielgruppen auf ihre Kosten kommen. Zooloretto wurde zu recht zum Spiel
des Jahres 2007 gewählt und ist meiner Meinung nach wirklich lohnenswert! Wer an
Weihnachten regelmäßig das Spiel des Jahres im Familienkreis verschenkt, macht mit
Zooloretto definitiv nichts falsch.
In diesem Sinne: „Eisbär Knut lässt grüßen!“Viel Spaß!
SAPIKO
24.08.2007 10:46
Sehr guter Bericht! LG
19.08.2007 04:50
Aha, das neue Spiel des Jahres... Noch kenn ich es nicht... aber es wird mir wohl nicht erspart bleiben ;-) LG Nadine
15.08.2007 17:48
Ein wirklich empfehlenswertes Spiel - nicht nur für Vielspieler. Guter Bericht! LG Regina