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ABIT AN8 32X

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SLI-Power für Sockel-939!

4  07.02.2007

Pro:
gute Übertaktung, Stabilität, Ausstattung

Kontra:
Layout hat Schwächen

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

mehr


nitlem

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Wem der aktuelle Computer zu langsam ist, dem bleibt häufig nichts anderes übrig, als in neue Hardware zu investieren. Nicht immer macht es dabei Sinn in die aktuellsten Komponenten zu investieren. Schließlich ist die Branche extrem schnelllebig. Was gestern noch aktuell war, ist in einem Jahr häufig veraltet und nicht mehr Standard. Ich empfehle noch heute regelmäßig Freunden, die ihren Computer nachrüsten wollen den Kauf einer Sockel-939-Plattform. Diese ist zwar schon seit fast einem Jahr von dem AM2-Standard abgelöst, bietet aber eine gute Alternative alte Hardware weiter zu benutzen. Für diesen Sockel gibt es auch DualCore-Prozessoren von AMD, so dass dem Leistungsverlangen keine Grenzen gesetzt sind.

Der Vorteil einer Investition in diesen alten Standard liegt darin begründet, dass man seine alte Hardware teilweise weiter nutzen kann. Häufig besitzt man ja schon etwas DDR-RAM, so dass ein Neukauf entfällt. Das heute von mir vorgestellte Board benötigt aber schon eine PCI-Express-Grafikkarte. Trotzdem lohnt sich besonders der Umstieg von AMD XP Prozessoren, so kann man für etwa 200 Euro, bei Mitnahme aller Komponenten einen leistungsfähigen Computer mit Zweikern-Prozessor aufbauen. Lediglich Grafikkarte, Mainboard und Prozessor werden ausgetauscht. Man kann natürlich auch ein anderes Board nehmen und die alte AGP-Karte weiter nutzen. Will man an dem Rechner auch aktuelle Games spielen, muss man noch etwas mehr als 100 Euro drauflegen und schon sollten in der Regel alle aktuellen Titel laufen.

Gliederung
##########


(1) Das AN8 32x SLI
(2) Einbau, Installation und erster Eindruck
(3) Übertakten
(4) Fazit


(1) Das AN8 32x SLI
#################


Dieses Mainboard richtet sich schon an den fortgeschrittenen Nutzer, der seinen Prozessor übertakten möchte und zum Beispiel auch zwei gleiche Grafikkarten parallel einsetzt. Wichtig bei einem Mainboard ist immer das Layout, liegen Steckplätze unerreichbar in irgendwelchen Ecken, wird das saubere Verlegen der Kabel meist zur Tortur. Abit hat sich bei diesem Mainboard wirklich Mühe gegeben, ein paar kleine Nachlässigkeiten

Bilder von ABIT AN8 32X
ABIT AN8 32X Bild 35819427 tb
AN8 32X SLI
haben sich aber trotzdem eingeschlichen.

Doch zunächst die positiven Eigenschaften das Boards, es werden zwei PCI-Express-Schnittstellen mit vollen Tempo für Grafikkarten angeboten, d.h. man hat die Möglichkeit zwei nVidia-Grafikkarten gleichen Typs einzusetzen und die Leistung somit zu erhöhen. Die Steckplätze liegen sehr gut, so kann man bei eingesetzter Grafikkarte bequem den Arbeitsspeicher ein- und ausbauen. Auch hinter den PCI-Express-Schnittstellen liegen keine S-ATA-Anschlüsse, so dass lange Grafikkarten beim Einbau keine Probleme machen. Sie Karte ragt einfach über die flache Kühlung der Southbridge hinaus.

Auch die zwei IDE-Schnittstellen und die vier daneben liegenden S-ATA-Ports sind zum Anschließen von Laufwerken sehr gut positioniert. Mit den zwei zusätzlichen S-ATA-Anschlüssen sieht das aber wieder ganz anders aus. Diese sind leider völlig deplatziert hinter dem CPU-Sockel, eine optimale Verlegung der Kabel ist so nur noch mit überlangen Kabeln möglich. Gleiches gilt auch für den Anschluss des Diskettenlaufwerks, der ganz unten, neben den äußersten PCI-Slot liegt. Daneben befindet sich auch eine zusätzliche Stromversorgung zur Unterstützung der PCI-Express-Slots.

Die beschrieben Pannen wiegen bei einem so anspruchsvollen Board natürlich besonders schwer. Schließlich betreiben die meisten Anwender auf diesem aktuelle und häufig auch sehr warme Komponenten. Hier ist ein aufgeräumtes Gehäuse für eine effektive Belüftung Pflicht. Abit erschwert es dem User aber dies wirkungsvoll gestalten zu können.

Ein besonderer Leckerbissen des AN8 ist die Heatpipe-Kühlung. Dabei wird auf die Southbridge ein kleiner passiver Kühler aufgesetzt, der eben über eine Heatpipe, eine Art Rohr mit einem größeren passiven Kühlkörper verbunden ist. Dieser sitzt direkt auf den Spannungswandlern, so dass diese gleichzeitig sehr effektiv mit gekühlt werden. Der Vorteil dieses Kühlkörpers ist die Position auf dem Mainboard. Er liegt zwischen CPU-Sockel und ATX-Blende. Somit liegt er im Normalfall perfekt im Luftstrom der Gehäusebelüftung, die in der Regel so montiert ist, dass in der Front kühle Luft angesaugt und hinten warme Lauft rausgeblasen wird. Leider wurde die Northbridge in diesen Kreislauf nicht integriert, so dass man zwar sehr gute Temperaturen erreicht, aber diese passive Northbridge teilweise zum Problem werden kann.

Natürlich dürfen die technischen Details in der Übersicht nicht fehlen:
Sockel: Sockel 939
Unterstützte CPUs: Athlon64/ 64FX/ 64X2
Chipsatz: NVIDIA® NF4 SLI X16 / NF4 SLI Chipset
Größe (mm x mm): 305 x 245mm
Maximaler Speicherausbau: 8 GB PC3200

Der Lieferumfang ist natürlich auch nicht zu knapp bemessen. Neben dem Mainboard enthält die Verpackung, ein Handbuch, die Schnellinstallationsanleitung, die Treiber CD und eine Treiber-Diskette. Natürlich liegen auch noch zahlreiche Kabel für SATA, IDE und Floppy bei. Die speziell angepasste ATX-Blende fehlt auch nicht.


(2) Einbau, Installation und erster Eindruck
###################################


Der Einbau ist nicht schwieriger und auch nicht komplizierter als bei jedem anderen Mainboard. Man sollte versuchen die üblichen Probleme zu vermeiden, wie falsch sitzende Abstandhalter im Gehäuse, die dann Leiterbahnen auf der Rückseite des Motherboards verbinden und somit die korrekte Funktion verhindern.

Nach dem das Board eingebaut ist, steckt man alle Komponenten ein. Ist alles korrekt eingebaut, muss man nur noch die Stromversorgung anschließen. Danach steckt man noch den Power-On-Taster an und schon sollte dich der Computer, wenn Strom anliegt einschalten lassen.

Im Bios muss man jetzt noch einige Einstellungen vornehmen. Teilweise muss der Front-Side-Bus der CPU korrigiert werden. Außerdem sollte man das richtige Bootlaufwerk einstellen. Nutzt man eine extra Soundkarte kann man jetzt auch schon den SoundonBoard im Bios deaktivieren.

Danach muss in der Regel das Windows neu installiert werden, d.h. man sollte vorher Platz geschaffen haben und vor allem auch die wichtigen Daten gesichert haben. Bei der Nutzung einer SATA-Festplatte muss man über die Treiber-Diskette zu Beginn der Installation noch einen Treiber einspielen. Die Installation geht im Normalfall ohne Probleme in unter einer Stunde vorbei.

Auch die Treiber sind mit der CD sehr schnell und bequem installiert. Ich hatte keine Probleme mit den gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager, die für nicht installiertes Gerät stehen. Nach einer guten Stunde stand der Rechner zur Verfügung.

Wie erwartet lief der Computer bei den anschließenden Belastungstest sehr stabil, es gab keine Probleme mit Blue-Screens, oder anderen Abstürzten. Allerdings treten die meisten Probleme sowieso durch inkompatible Komponenten auf. Schließlich kann man auf diesem Mainboard hunderte verschiedene Komponenten verbauen. Ich habe natürlich nur einen ganz winzigen Bruchteil davon verbaut. Mit ADATA DDR-500, einer Geforce 6800 GT und eine Audigy 2 ZS funktionierte jedenfalls alles perfekt.

Trotz Soundkarte habe ich den bereits integrieten Sound getestet. Die Töne kommen auch hier sehr gut bei den Boxen an, jedoch klingt es bei der Audigy alles in allem etwas klarer und kräftiger. Der Unterschied zu den einfach Realtek-Audios, die auf den meisten Mainboards integriert sind, ist aber mit dem Nforce 4 deutlich hörbar.

Insgesamt macht das Board einen sehr guten Eindruck, es traten keine Probleme mit Instabilitäten auf und selbst heute, ein knappes halbes Jahr später, gab es mit dem System noch keine Probleme. Von einem Mainboard in der Preisklasse über 100 Euro hatte ich aber auch nichts anderes erwartet. Besonders angenehm ist das optimierte Cool & Quiet, bei dem sich die Drehzahl des CPU-Lüfters automatisch an die erreichte Temperatur anpasst. Natürlich unterstützt das Abit auch die Stromsparfunktion, d.h. die CPU wird heruntergetaktet, wenn die Leistung im Moment nicht benötigt wird. Auf diese Weise kann Strom gespart werden, die Hitzeentwicklung gedämpft und somit die Lautstärke gesenkt werden.


(3) Übertakten
#############


Erwartungsgemäß bietet das AN8 32x SLI sehr gute Übertaktungsmöglichkeiten. Der FSB kann von 200-400 MHz frei gewählt werden. Auch der Multiplikator kann nach unten abgesenkt werden. Die Spannung für den Prozessor kann in 0,025V-Schritten von 1,4 auf 1,8 Volt angehoben werden. Zur Übertaktung des Arbeitsspeichers kann man die Spannung auch auf bis zu 3,2 GHz anheben. Man kann diese Einstellungen im Bios oder bequem über die Guru-Tools vornehmen.

Bis auf die nicht vorhandene Möglichkeit die Chipsatzspannung anzuheben lässt das AN8 keine Wünsche offen. Die gute Heatpipe-Kühlung lässt auch noch genug Raum bei der Temperaturentwicklung. Abit wird seinen Ruf für exzellente Boards zum übertakten wieder einmal gerecht, für diese Zielgruppe kann ich das Mainboard nur empfehlen. Insbesondere das Layout erscheint mir optimaler als das des DFI Lan Party. Nur wenige SLI-Boards erreichen einen FSB von 350 MHz.


(4) Fazit
#########


Abit stellt eine sehr gute Plattform für AMDs Sockel-939-Prozessoren zur Verfügung. Bis auf die kleinen Schwächen beim Layout weiß das AN8 32x SLI zu überzeugen. Das es ein wirklich gutes Board ist, merkt man leider auch an der Verfügbarkeit, so befinden sich kaum Exemplare bei eBay, wer dennoch eins ergattern kann wird damit sicherlich glücklich werden. In Shops ist das Mainboard wegen des ausgelaufenen Sockels leider nicht mehr zu vernünftigen Preisen zu kaufen. Ich persönlich würde aber auf keinen Fall mehr als 100 Euro für das Abit zahlen. Hier kann man dann auch zu aktuellen Sockeln wechseln.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Mogry1987

Mogry1987

08.07.2007 01:31

Wäre was für mein Bruder, sein Motherboard ist letztens kaputtgegangen.

CiaoFonzie

CiaoFonzie

14.02.2007 22:41

ich denke auch, Abit ist auf einem guten Weg. LG CiaoFonzie

IchbinWinnetou1978

IchbinWinnetou1978

08.02.2007 11:10

Klasse Bericht, übrigens Glückwunsch zum Farbwechsel. Lg

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