ABIT hat sich seine Position in der Branche durch Mühe, harte Arbeit, ein motivationsfreundliches Arbeitsumfeld und konstante Innovationen verdient. Mit dieser Einstellung war es... mehr
Motherboard - ATX - ATX - AMD 970 - Socket AM3+ - Soundkarte - kompatibel mit: Phenom II X6, Athlon II X3, Phenom II X2, Athlon II X2, Phenom II X3, Athlon II X4, Athlon II, Phenom II X4, Sempron
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Neigt zum Sudden Dead // schlecht erweiterbar // BIOS nicht ausgereift // schlechte Performance // Speicherprobleme // treibt einen in den Wahnsinn
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich hätte nicht gedacht das ich so schnell noch einen Mainboard Bericht schreibe aber nachdem mein ABIT Fatal1ty FP-IN9 SLI den Geist aufgegeben hatte und mein Händler kein Austauschmodell mehr besaß, war ich gezwungen mich nach einem Ersatz umzusehen. Die Suche nach Ersatz dauert nicht lange, ich hatte schon bevor ich das Fatal1ty FP-IN9 SLI gekauft hatte noch zwei andere Mainboards in die engere Auswahl gezogen. Ich kaufte also ein anderes Board der Fatal1ty Serie, das ABIT Fatal1ty F-I90HD mit ATI Xpress 1250 Chipsatz für gut 100 Euro.
1. Verpackung 2. Lieferumfang 3. Technisches 4. Erster Eindruck 5. Inbetriebnahme 6. Leistung 6.1 Leistung der onboard Grafik 7. Probleme 8. Fazit
1. Verpackung:
Der Karton in dem das Fatal1ty F-I90HD geliefert wird ist nahezu identisch mit dem des Fatal1ty FP-IN9 SLI. Inzwischen weiß ich auch ganz genau warum ABIT auf der Verpackung einen Tragegriff angebracht hat. Auf der Vorderseite der Verpackung befindet sich, wie bei dieser Serie üblich, das Fatal1ty Logo vor metallischen Hintergrund. Auf der Rückseite ist ein Produktbild des Mainboards abgedruckt und eine Beschreibung von einigen Features die es besitzt.
2. Lieferumfang:
Der Lieferumfang befindet sich in einem kleinen schwarzen Karton unter dem Mainboard, in ihm befinden sich:
- Vier SATA Kabel - Einer ATX Blende - Ein Floppykabel - Ein IDE Kabel - Ein HDMI-DVI Adapter - Das Handbuch - Eine Kurzanleitung zum Anschließen - Ein Zettel mit der Lebensgeschichte von Fatal1ty - Eine CD mit Software und Treibern
3. Technisches:
Bei dem auf dem µATX Mainboard verbauten Chipsatz handelt es sich um den Xpress 1250 von ATI. Dieser Chipsatz wurde von ATI entwickelt bevor sie von AMD übernommen wurde, falls sie jemand wundert das AMD plötzlich für die Konkurrenz Chipsätze macht. Der Chipsatz besteht wie üblich aus zwei teilen, der Xpress 1250 Northbridge und der SB600 Southbridge. Auf der Northbridge und auf der Southbridge sitzen schwarze Kühler aus Aluminium, im Betrieb erreicht die Northbridge die beachtliche Temperatur von 40 Grad, grade ausreichend um sich die Finger dran zu verbrennen. Die CPU Unterstützung kann sich sehen lassen, so ziemlich jeder aktueller Intel Prozessor für den Sockel 775, sei es Pentium D, Core2 Duo oder Core2 Quad soll drauf laufen. Als Arbeitsspeicher kann man maximal 16 GB DDR2 mit 533, 667, oder 800 MHz verwenden, ich hatte mit meinen 1024 MB DDR800 von OZC (OCZ2G8001G XTC Gold) nichts als Probleme, aber darauf gehe ich später ein. Für Erweiterungskarten ist recht wenig Platz auf der Platine, grade mal einen PCI-E X16, zwei PCI-E X1 und einen normalen PCI Slot bietet das Mainboard, wenn man eine PCI-E X16 Grafikkarte verwendet kann man übrigens einen der PCI-E X1 nicht erreichen. Zur Kommunikation mit der Außenwelt sind 2 PS/2, 4 USB Ports, 1 HDMI, ein VGA Anschluss und ein RJ-45 Ethernet Anschluss. Die Netzwerkkarte onboard bietet maximal ein Gigabit Übertragungsrate und die vier vorhandenen USB Ports lassen sich mit Zusatz Steckern auf insgesamt 10 erweitern. Parallele und Serielle Schnittstelle fehlen auf diesem Board leider völlig, Firewire ist auch nicht vorhanden. Für die Onboard Grafikkarte ist ein VGA und ein HDMI Anschluss vorhanden, der HDMI lässt sich per mitgelieferten Adapter auf DVI bringen. Auf der Platine befinden sich 4 SATA 2.0 Anschlüsse und ein IDE Anschluss, SATA Laufwerke lassen sich in RAID 0, 1, und 0+1 betreiben. Für die Soundausgabe ist ein mittelprächtiger 7.1 onboard Chip zuständig, ich hatte ihn aber die ganze Zeit über deaktiviert. Wie bei dieser Mainboard Serie üblich verbaut ABIT nur angeblich hochwertige japanische Kondensatoren und im Bereich um die Stromversorgung langlebige Feststoffkondensatoren. Strom bezieht das Mainboard über einen 24-Pol ATX Anschluss und einen 4-Pol ATX12V Anschluss.
4. Erster Eindruck:
Die kleine rot-schwarze µATX Platine macht einen ähnlich guten Eindruck wie schon das Fatal1ty FP-IN9 SLI. Die Verarbeitung ist sehr gut, alle Lötstellen sehen sehr sauber aus und so was wie verbogene Kondensatoren findet man auch nicht. Neben dem ATX Stromanschluss befindet sich ein äußerst leuchtstarkes rotes LED welches auch leuchtet wenn der Computer aus ist aber noch am Strom hängt. Das Layout macht einen guten Eindruck, alles ist leicht zu erreichen und gut Positioniert, außer vielleicht der Floppy Anschluss der direkt unter dem PCI Slot liegt. Obwohl es sich um ein µATX Mainboard handelt wirkt die Platine nicht total zugeknallt, ABIT hat hier ganze Arbeit geleistet.
5. Inbetriebnahme:
Nachdem ich vorher schon mit einem ABIT Board auf die Schnauze gefallen bin wollte ich dieses mal auf Nummer sicher gehen. Ich montierte meine CPU und meinen RAM und danach steckte ich das Mainboard einfach an ein Netzteil ohne, dass ich es eingebaut habe in einem Gehäuse. Ich schaltete den Computer an und wartete gespannt was passiert. Leider passiert rein gar nichts zu beginn. Nachdem ich meinen RAM in einen anderen Slot gesteckt hatte konnte ich dem Board immerhin ein langes PIIIIIIIEP entlocken. Das war auch nicht der gewünschte Effekt.. RAM also in Slot drei gesteckt und eine PCI Grafikkarte eingebaut, vorher verwendete ich die onboard Grafik. Endlich kam ein Bild, der rote Startscreen des Boards begrüßte mich. Allerdings waren überall seltsame Bildfehler zu erkennen, sei es beim Bootscreen, im BIOS oder danach. Ich deaktivierte diesen roten Bootscreen um erkennen zu können was er beim start so treibt. Dann entdeckte ich etwas sehr interessantes, im diagnostischen Bootscreen stand ganz fett "EVALUATION BIOS - NOT FOR SALE". Ja sehr toll, ein Mainboard gekauft mit einem Beta BIOS, kein wunder das es noch solche Fehler hat. Gegen diese Bildfehler schien es kein mittel zu geben, aber ganz kampflos wollte ich nicht aufgeben. Ich machte mich also auf die Suche nach einem neueren BIOS im Internet und spielte es auf das Mainboard drauf und auf einmal waren die Bildfehler weg. Jetzt konnte ich auch die onboard Grafikkarte verwenden, aber wenn ich den Speicher in einen anderen Slot als den dritten Steckte gab es wieder nur ein langes piepen. Das Board lief also und ich konnte Windows XP64 installieren ohne Probleme.
6. Leistung:
Die Geschwindigkeit unter Windows war etwas enttäuschend, im Vergleich zu dem FP-IN9 SLI mit Nforce 650i spürte man deutlich das da weniger Leistung hinter steckt. Eventuell lag das an der frühen BIOS Version aber die Performance war nicht grade toll. Beim Spielen dasselbe Bild, der Nforce 650i Chipsatz scheint einfach etwas mehr Power zu besitzen. Trotzdem ist der Xpress 1250 Chipsatz schneller als mein vorher verwendetes Gurkenboard.
6.1. Leistung der onboard Grafikkarte:
In dem Xpress 1250 Chipsatz ist ein stark abgespeckter Radeon X700 Chip zu finden der für die Bildausgabe verantwortlich ist. Wer glaubt hier eine ähnliche 3D Performance wie ein Radeon X700 onboard zu haben liegt falsch. Die Leistung erinnert mehr an eine normale Radeon 9600, selbst meine Radeon 9600 XT war gut 40% schneller als dieser onboard Chipsatz. Immerhin werden so ziemlich alle aktuellen Spiele unterstützt, ein großes Plus gegenüber Intels onboard Grafiklösungen. Testweiße hab ich den aktuellen Shooter S.T.A.L.K.E.R. mit der onboard Grafikkarte angespielt, bei ziemlich niedrigen Einstellungen war aber flüssiges Spielen drin. Da der onboard Grafikchip über keinen eigenen Speicher verfügt nimmt er sich wahlweiße 32, 64, 128, 256 oder 512 MB von dem Hauptspeicher. 128 MB vom Hauptspeicher dürften mehr als ausreichend sein für diesen Chip, hier gilt übrigens je schneller der Hauptspeicher desto besser die Performance der onboard Grafikkarte. Den ein oder anderen interessieren vielleicht die von mir erreichten 3DMarks:
3DMark 2001: ca. 8000 Punkte 3DMark 2003: ca. 2000 Punkte 3DMark 2007: ca. 500 Punkte
Als Prozessor kam ein Intel Core 2 Duo E6400 zum Einsatz.
7. Probleme:
Kaum war Windows komplett installiert, da traten die ersten Fehler auf, der Browser stürzte ab, ich konnte nichts Hochladen, spontane Bluescreens. Des Problems Lösung war es meinen RAM von 1.8 Volt auf 2.0 Volt zu setzten. Danach lief das Board wirklich rund einen Tag lang. Als ich ihn am nächsten Morgen startete hörte ich wieder nur ein langes elendes PIEP. Also direkt wieder auf Fehlersuche gegangen, nachdem ich meinen RAM in den vierten Slot gesteckt hatte war der Bootvorgang wieder möglich. Der Windowsbetrieb war aber nicht viel mehr als das totale Grauen, ein Bluescreen kam nach dem anderen. Bis er irgendwann den Neustart mit einem langen PIEP verweigerte. Also noch einmal den RAM in einen anderen Slot gesteckt und auf Funktion gehofft. Dieses Mal schien auch alles soweit zu laufen, ich hatte zwei Tage lang ein stabiles System. Bis irgendwann plötzlich wieder Grafikfehler auftauchten. Nach einem Neustart wollte Windows gar nicht mehr Booten. Also erneut Windows XP64 installiert in der Hoffnung, dass es dann Funktionieren würde. Und es sah mal wieder so aus als ob es funktionieren würde, ich lies allerhand Benchmarks und Stabilitätstests durchlaufen und nach zwei Stunden Dauerbelastung hatte ich endlich die Hoffnung das System würde stabil laufen. Nachdem ich des Testens überdrüssig geworden war widmete ich mich wieder etwas dem Internet. Bis ohne Vorwarnung das System einen Neustart hinlegt. Ein normaler Neustart wäre nicht so schlimm gewesen, dieser war allem Anschein nach zuviel für das Mainboard. Das Mainboard war von der einen Sekunde auf die andere gestorben, bis auf die drehenden Lüfter gab es kein Lebenszeichen von sich. Kein Speaker piepen, kein Bildsignal, kein gar nichts. Ich lies das Board etwa eine halbe Stunde komplett ohne Strom und versuchte es noch mal zu überreden doch wieder anzuspringen, aber ohne Erfolg. Austausch von CPU/RAM/Netzteil und Grafikkarte brachte keine Besserung. Frustriert packte ich das Mainboard wieder ein und brachte es weg.
8. Fazit:
Das ABIT Fatal1ty F-I90HD ist mehr als enttäuschend gewesen von Leistung und Stabilität. Es macht den Eindruck als wäre noch einiges an Entwicklung seitens ABIT notwendig um eine wirklich gutes Mainboard aus ihm zu machen. Ich gebe dem Board nur zwei Sterne weil es einfach noch nicht serienreif wirkt und mich viel sehr viel nerven gekostet hat. Nach etwas nachforschen im Internet scheint es häufiger vor zu kommen das diese Boards einfach ohne Vorwarnung ausfallen, ich bin also nicht allein.. Allerdings gibt es auch Leute die das Board einwandfrei zum laufen bekommen haben. Am Ende ist es wohl wie beim Glücksspiel ob man das Board mit seinen Komponenten zum laufen bekommen kann oder nicht und ob es dann nicht doch einfach ohne Vorwarnung stirbt.
Vielen Dank fürs lesen und bewerten bzw. scrollen und klicken.
Plage mich seit Tagen mit dem Mainboard herum. Ich verwende - Intel 2 Core Duo E6550
- 2x1 GB DDR2 PC800 Speicher im Dualbetrieb
- Netzteil TAGAN 380W
- DVI/HDDT-Monitor (Onboard-Grafikchip)
Die von Firmenseite vorgeschlagene "optimale" BIOS-Fkt ...
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