Erfahrungsbericht über

ABIT IP35

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Abit IP35 - Schnell und stabil

5  26.12.2007

Pro:
Günstig / passiv gekühlt / stabil / schnell

Kontra:
mitgeliefertes Bios startet doppelt (kann aber leicht behoben werden)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

Treiber

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Karry2000de

Über sich: ~ Gegenleserin ~ BH-Warteliste endlich abgearbeitet

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 390 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vor kurzem habe ich meinen Computer ein paar neue Bauteile gegönnt. Dabei bin ich von einem Athlon 64 X2 auf den Intel Core 2 Duo 6750 umgestiegen. Entsprechenden RAM und die CPU hatte ich zwar schnell gefunden, allerdings hat mir das Mainboard doch deutlich mehr Kopfzerbrechen bereitet. Zum einen erschienen mir die Mainboards ein ganzes stück teuerer, zum anderen unterstützt nicht jedes Mainboard den Core 2 Duo 6750. Dann bin ich auf den P35 Chipsatz gestoßen und auf die Produkte von MSI, DFI, Asus und Abit. Diese hatten eine ordentliche Ausstattung und unterstützten den Prozessor. Leider habe ich aber über alle Boards außer dem von Abit recht viel Negatives gelesen, von daher habe ich mich für das Abit Board entschieden und meine Entscheidung nicht bereut.

Preis und Kaufort

Ich habe das Mainboard für ca. 87 Euro bei norskit.de gekauft.
Technische Daten

Sockel 775
Prozessor: Intel® Pentium® 4 (Extreme Edition) 3.6 GHz, Intel® Processor 820 - 840, Intel® Processor 920 - 960, Intel® Core 2 Duo (Conroe) E4300 - E4400, 6300 - 6850, Intel® Core 2 Extreme und Intel® Core 2 Quad Q6600 und QX6700
Chipsatz: Intel® P35
Bustakt: 800 - 1333 MHz
Formfaktor ATX
Speicher: 4x DDR2-533/667/800 bis 8 GiB
Sound: Onboard (Realtek ALC888)
Steckplätze:
  • 3x PCI
  • 2x PCIe x1
  • 1x PCIe x16
  • 1x IDE Ultra DMA/133
  • 1x Floppy
  • 6x SATA
  • 4x USB (weitere können angeschlossen werden) (USB 2.0)
  • 1x 6 -polig FireWire
  • 1x Gigabit LAN
  • 2x PS/2 Maus/Tastatur

Besonderheit:
Komplett passiv gekühlt.
Der Einbau

Ich weiß nicht wer bei Intel für die seltsame Kühlerkonstruktion verantwortlich ist, aber er scheint diesen Kühler nie selbst eingebaut zu haben. Ich hatte anfangs das Gefühl, ich würde langsam aber sicher das Mainboard zerbrechen bei den Versuchen alle 4 Pins an dem Kühler runter zu drücken. Das dumme an diesen Pins ist, es wird so viel Spannung aufgebaut, das sobald ein Pin runtergedrückt wird, die anderen sofort wieder hochspringen (auch wenn die Halteklammern umgedreht wurden). Nach einigen Minuten des Rumprobierens blieben dann aber alle Pins unten und fest. Das Mainboard hat glücklicherweise keine Macke abbekommen.
Der erste Start

Was man unbedingt wissen sollte, bevor man ein Mainboard mit Intel P35 Chipsatz startet ist, es startet 2-mal. Das soll heißen, nachdem man den Ein-Schalten betätigt hat, startet der Computer, ohne dass ein Bild erscheint und er schaltet wieder ab. Etwa 5 Sekunden später kommt dann der Richtig start. Dies passiert ebenfalls wenn man die CPU übertaktet oder die RAM-Timings ändert. Das neuste Bios schafft hier ein wenig Abhilfe, denn mit einem älteren Bios passierte dies bei jedem Start. Mit dem neusten Bios nur noch wenn die entsprechenden Bios-Einstellungen geändert wurden.
Da ich das vor dem ersten Start nicht wusste, habe ich noch mal alles auseinander gebaut um zu schauen ob mir vielleicht irgendwo ein Fehler unterlaufen ist, wodurch ich mich besonders mit dem CPU-Kühler (wie schon in "Der Einbau" beschrieben) auseinandersetzen durfte.
Das BIOS

Neben den Standardeinstellungen bietet das Mainboard auch gute Übertaktungsmöglichkeiten für die CPU und den Speicher. Allerdings funktioniert "Command Rate 1T" nicht, bzw. das System läuft dann trotzdem mit "2T" weiter. Hat aber bei diesem Chipsatz keine größeren Auswirkungen. Könnte bei mir aber auch daran liegen das ich 4 1GiB Module verwende.
Das BIOS stürzt leider ab, wenn man Lüfter im System hat die sich viel zu langsam drehen. Das ist bei mir aufgetreten, da ich Temperaturgesteuerte Lüfter im Gehäuse habe, die leider Widerstände hatten, die erst bei ~50°C genug Spannung zum Lüfter durchlassen. Daher habe ich die Temperatur-Widerstände entfernt und seitdem komme ich auch Problemlos ins BIOS. Temperaturen über 50°C habe ich im Gehäuse bisher noch nicht erreicht und so lange wollte ich auch nicht warten um ins BIOS zu gehen. :-)
Übertaktungsfähigkeiten

Trotzdem das Mainboard eigentlich nur einen FSB von 1333 MHz unterstützt habe ich einfach mal 1600 MHz eingestellt und die CPU lief sofort mit 3,2 GHz völlig stabil. Mehr konnte ich leider nicht testen, da mein Speicher nicht mehr als die 800 MHz verkraftet hat. Laut einigen Testberichten ist mit entsprechendem Speicher aber noch sehr viel mehr mit dem Board möglich. Es ist nicht möglich die FSB höher zu bringen als den Speichertakt. Lediglich kann der Speichertakt höher sein als der FSB.
Ebenfalls nicht möglich ist die Spannung für die CPU zu senken. Soweit ich gelesen habe, liegt das aber nicht am Mainboard sondern an der CPU selbst. Immerhin musste ich für die Übertaktung die CPU-Spannung nicht anheben.
Fazit

Den Kauf habe ich nicht bereut. Das Abit IP35 ist schnell, stabil, lautlos (da komplett passiv gekühlt), lässt sich gut übertakten und der Preis ist gemessen an anderen Intel Boards noch vergleichsweise gering. Wer auf Crossfire und SLI verzichten kann wird mit diesem Board auf jeden Fall glücklich. Man sollte allerdings beim Kauf aufpassen. Es gibt auch ein IP35E, welches aktiv gekühlt wird und einige andere mögliche Schwierigkeiten mit sich bringen kann. Die 10-15 Euro mehr für das IP35 (ohne jeglichen Anhang) sollte man sich daher doch schon gönnen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
miss_chocolate

miss_chocolate

16.10.2011 22:03

sehr informativ, doch überhaupt nicht mein Gebiet ;)

mctweetybaby

mctweetybaby

03.02.2010 13:46

Sehr guter Technikbericht. LG Annette

Zeitzeuge16

Zeitzeuge16

25.04.2008 17:56

Hallo Karin, das ist schon mal eine gute Einstimmung auf meine nächste Ausbaustufe, super Bericht, ein klares BH! lg Karl

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