Wohl jeder von uns hat so seine Lieblingsband. Eine Band, die man Tag und Nacht hören könnte, von der man sämtliche CD`s besitzt, alle Songs in- und auswendig kennt, vielleicht sogar eine Biographie in Buchform sein eigen nennt, und im digitalen Zeitalter dann auch noch die eine oder andere DVD der Band im Schrank hat. Für mich gibt es neben den Onkelz eigentlich nur eine Band, die all diese Kriterien erfüllt: nämlich diese fünf Rabauken aus Australien, die seit drei Jahrzehnten die Bühnen dieser Welt mit ihren donnerden Gitarren immer wieder fast zum Einsturz bringen, die den (Hard)Rock`n Roll weiter entwickelt haben wie keine zweite Band, die für unzählige junge Musiker Inspiration waren und es auch heute noch sind, und deren unnachahmliche Gitarrenriffs zu ihrem Markenzeichen geworden sind. Diese Band trägt den Namen AC/DC.
Ja, ich bin bekennender Fan, und es ist auch nicht mein erster Ciao-Artikel über die Band. Ich will diesmal auch nicht einfach eine CD beschreiben, denn davon stehen hier weiß Gott schon genug Berichte bei Ciao. Nein, dieser Tage ist nämlich etwas auf dem Markt erschienen, was das Herz eines jeden wahren AC/DC-Fans unendlich hoch schlagen lassen dürfte: eine Doppel-DVD mit dem ungewöhnlichen Titel „Family Jewels“.
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EIN PAAR WORTE ZUR BAND
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Für alle diejenigen unter uns, die mit AC/DC nicht ganz so viel anfangen können, will ich schnell mal ein paar wichtige Daten zur Band selbst bereitstellen.
1973 fanden sich in Australien fünf junge Musiker zu ihrem ersten Konzert zusammen. Nach einigem Hin und Her in der Besetzung erfolgte mit dem Einstieg des Sängers Bon Scott der erste wichtige Schritt zu späteren Erfolgen. Bon Scotts schnoddrige, raue Stimme und das unvergleichliche Gitarrenspiel von Angus Young sowie dessen Auftreten in einer Schuluniform wurden schnell zum Markenzeichen von AC/DC. Ihre ersten beiden Alben „High Voltage“ und „T.N.T“ (die in dieser Form aber nur in Australien erschienen und heute zu gesuchten Raritäten zählen), machten sie in ihrer Heimat schnell zu Superstars. Allerdings reichte das den Young-Brüdern nicht, denn sie hatten ohne Zweifel das Zeug dazu ganz groß zu werden. Also zog man 1976 nach England um, und hoffte möglichst schnell Europa, und später dann Amerika und den Rest der Welt zu erobern. Es war ein harter, langer Weg bis dahin, der auch einige Rückschläge beinhaltete, aber spätestens mit dem 1979er Album „Highway to hell“ hatten sie es geschafft. Aber wie das so ist im Leben: auf dem Höhepunkt ihrer Karriere schlug das Schicksal erbarmungslos zu. In den frühen Morgenstunden des 19.Februar 1980 starb ihr Sänger Bon Scott im Alter von gerade mal 33 Jahren. Nach einer durchzechten Nacht erstickte er im Schlaf an seinem eigenen Erbrochenen….
Für die Fangemeinde brach eine Welt zusammen, und man dachte, das war es mit AC/DC. Aber die beiden Young-Brüder dachten gar nicht ans Aufhören –getreu dem Motto „The Show must go on!“, sondern suchten schon bald nach einem neuen Sänger, der dann auch im ehemaligen Frontman von Geordie gefunden wurde: Brian Johnson. Kurz darauf erschien dann auch schon das erste Album mit Brian Johnson am Mikrofon, im Gedenken an Bon Scott schlicht und einfach „Back in black“ betitelt. Es wurde ein Hammeralbum und ist neben „Highway to hell“ bis heute eins der erfolgreichsten Platten der Rockgeschichte.
In den Folgejahren konnte AC/DC dann leider nicht mehr ganz an die früheren Erfolge anknüpfen. Die neuen Alben litten etwas unter Ideenarmut. Das änderte sich erst 1990 mit dem Album „The Razor`s Edge“, auf dem sich unter anderem das geniale „Thunderstruck“ befand. Danach folgten bis zum heutigen Tage nur noch 2 Alben, nämlich 1995 „Ballbreaker“ und 2000 „Stiff upper lip“. Ich muss gestehen, dass mich diese beiden Werke allerdings nicht sonderlich vom
Bilder von AC/DC - Family Jewels [2 DVDs] (DVD)
Hocker gehauen haben –mit Ausnahme von zwei, drei Einzelsongs. Aber darum geht es jetzt nicht.*****************************=====
DAS COVER
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Ja, man spürt schon beim Betrachten des Covers, dass man hier etwas Besonderes in den Händen hält. Die Oberfläche wirkt äußerst glatt und edel, was nicht zuletzt durch die silberfarbene Spiegeloberfläche hervorgerufen wird. Im Zentrum des Covers sieht man zwei schwere Eisenkugeln, die von ebenso kräftig wirkenden Eisenketten gehalten werden und im nächsten Moment scheinbar aufeinanderprallen. Ich finde, passender hätte man die ungeheure Power und Energie, die die Band und ihre Musik seit über 30 Jahren auszeichnet, nicht darstellen können. Kompliment an die Designer! Der in silber/anthrazit gehaltene AC/DC-Schriftzug rundet das Gesamtbild sehr positiv ab.
Klappt man die Box auf, sieht man rechts die beiden enthaltenen DVD`s, die etwas versetzt zueinander angeordnet sind. Sieht optisch sehr ansprechend aus, doch wenn man an die DVD Nr. 2 ran will, muss man immer erst die zur Hälfte darüber liegende erste Scheibe mit heraus nehmen. Aber das sind Kleinigkeiten, die ich gerne verzeihe.
Die linke Umschlagseite ist auf den ersten Blick mehr oder weniger wie auch schon die Vorderseite ein Spiegel. Doch wenn man genauer hinschaut, entdeckt man, dass sich oben eine Öffnung befindet, aus der man voller Freude ein 24seitiges, reich bebildertes und mit vielen (englischsprachigen) Infotexten zur Band und zum Inhalt der DVD versehenes Booklet zieht.
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WAS GIBT ES DENN NUN ZU SEHEN?
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Die Fans wissen es, alle anderen haben es durch meinen kurzen Einblick in die Bandgeschichte weiter oben erfahren: man muß die AC/DC-Story in zwei Bereiche teilen: die Phase mit Bon Scott, und die Zeit nach seinem Tod, also von 1980 bis heute. Genau so ist auch die DVD aufgebaut.
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DVD 1
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Wer AC/DC wirklich von Anfang an verfolgt, der wird wissen, dass leider nur sehr wenige Liveaufnahmen von der Band mit Bon Scott als Frontmann existieren. Es gibt die offizielle und exzellente CD „If you want blood“, die 1978 während ihrer Welttournee beim Auftritt in Glasgow mitgeschnitten wurde. Dann gibt es in der „Bonfire“-Collection den Mitschnitt „Live at the Atlantic Studios“ und noch die eine oder andere Rundfunkaufzeichnung von einzelnen Konzerten. Bei den Filmdokumenten sieht es noch magerer aus. Eigentlich kenne ich da bislang nur den in Paris aufgezeichneten Konzertfilm „Let there be rock“. Bis heute gibt es das Ding nur auf VHS, aber es ist eine wahre Perle.
Mit vorliegender DVD erfüllt sich dem Fan nun der lang gehegte Wunsch nach mehr Film- und Livematerial aus der Bon Scott-Ära. Schon das Lesen der Titelliste dieser ersten DVD lässt mich ins Schwärmen geraten:
1. Baby, please don`t go (Live on ABC, April 1975)
2. Show business (live, aufgenommen im Juni 1975)
3. High voltage (Promo Clip, Juni 1975)
4. It`s a long way to the top (Promo Clip, Febr. 1976)
5. T.N.T. (live on ABC, 1976)
6. Jailbreak (Promo Clip, März 1976)
7. Dirty deeds done dirt cheap (live on ABC, Dez. 1976)
8. Dog eat dog (ABC, April 1977)
9. Let there be rock (Promo Clip, Juli 1977)
10. Rock`n Roll Damnation (Promo Clip, April 1978)
11. Sin City (live on ABC, Sept. 1978)
12. Riff Raff (live, 1978)
13. Rocker (live, April 1978)
14. Whole lotta Rosie (live from BBC, Okt. 1978)
15. Shot down in flames (Promo Clip, Juli 1979)
16. Walk all over you (Promo Clip, Juli 1979)
17. Touch too much (Promo clip, Juli 1979)
18. If you want blood (Promo Clip, Juli 1979)
19. Girls got rhythm (TVE 1, 9.Febr. 1980)
20. Highway to hell (TVE 1, 9. Febr. 1980)
Liebe Leute, die Titelliste hält, was sie verspricht. Hier gibt es AC/DC und vor allem Bon Scott ohne Ende aus einer Zeit, als sie noch nicht in ausverkauften Stadien spielten.
Es beginnt schon phantastisch, nämlich mit zwei Songs aus den allerersten Tagen, zu finden auf der nur in Australien erhältlichen ersten Original-LP „High Voltage“. In Europa erschienen die Titel dann später auf der nur 5 Songs umfassenden Platte „Jailbreak“. Dann geht es Lied für Lied chronologisch durch die zweite Hälfte der 70er Jahre, für mich eindeutig die kreativste und geilste AC/DC-Zeit.
Die Aufnahmen sind unterschiedlichster Natur. Viele wurden in Fernsehstudios aufgenommen, andere stammen von echten Konzerten, und manche würden selbst heute noch (© macfischkopp) als brauchbare Musikvideos (z.B. „Let there be rock“) durchgehen. Ich finde vor allem die Fernsehmitschnitte faszinierend. Es macht einen Heidenspaß sich diese alten Aufnahmen anzuschauen. Die Jungs -in erster Linie natürlich Hopse-Angus und Bon Scott- bewegen sich auf einer extrem kleinen Bühne (eigentlich müsste man ja eher Stellfläche dazu sagen), unmittelbar vor ihren Füßen stehen oder sitzen mitwippende, klatschende und kreischende Teenies. Bei dieser Nähe kam es auch schon mal vor, dass ein paar durchgeknallte Teenies auf die Bühne rennen, oder –wie in „Dirty deeds…“ Bon Scott mitten im Song von zwei kreischenden Girls auf der Bühne von hinten angesprungen wird. All das ist live, wirkt authentisch, macht die Band sympathisch. Diese Filmdokumente sind einmalig und eigentlich unbezahlbar.
Von den Konzertmitschnitten finde ich vor allem die Version von „Rocker“ überaus gelungen.
Erwähnenswert sind noch die beiden letzten Songs dieser ersten DVD. Die beiden Titel „Girls got rhythm“ und „Highway to hell“ wurden in einem spanischen Fernsehstudio 10 Tage vor Bon Scott`s Tod aufgenommen. Also nochmals eine echte Kostbarkeit.
Nach knapp 92 Minuten ist dann leider schon Schluss mit DVD Nr.1, und ich gehe wehmütig zum Player und lege nun den zweiten Silberling ein.
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DVD 2
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Auch wenn es mit AC/DC nach Bon Scott`s Tod weiter ging, so endete für mich am 19.2.1980 eine große Ära. Dennoch gab es auch mit Brian Johnson als Sänger noch einige Hits, die aber mit Ausnahme der „Back in black“-LP nie wieder an die Klasse der alten Songs heranreichten.
Diese DVD beginnt –wie sollte es anders sein- mit dem ersten Kracher nach Bon Scott –„Hells Bells“. Allerdings wirkt die Umsetzung dieses Superhits wie auch die drei nachfolgenden Songs vom „Back in black“-Album („Back in black“, „What do you for money, honey“ und „Rock`n Roll ain`t noise polution“) doch sehr konstruiert. Die Band steht auf einer nur sehr spartanisch beleuchteten Bühne und spielt die Titel eher routiniert und leidenschaftslos herunter, was eigentlich unüblich ist für AC/DC. Phil Rudd am Schlagzeug wirkt manchmal sogar regelrecht lustlos. Aber ich führe das einfach mal darauf zurück, dass der Verlust von Bon Scott allen noch in den Köpfen und Gliedern steckte und dies hier immerhin die ersten Aufnahmen ohne ihren bisherigen Frontmann waren.
Weiter geht es mit zwei echten Livetiteln vom 81er „For those about to rock“-Album, nämlich dem Titelsong (auf Jahre hinaus der letzte echte Knaller!) und „Let`s get it up“. Der Rest dieser zweiten DVD ist dann relativ unspektakulär. Es werden die nächsten, eher mittelmäßigen und relativ erfolglosen Alben „Flick of the switch“, „Fly on the wall“, „Who made who“ und „Blow up your video“ abgegrast. Enden tut es mit drei Titeln von „The Razor`s Edge“ aus dem Jahr 1990, nämlich „Thunderstruck“, „Moneytalks“ und „Are you ready“.
Leider gibt es die 20 Songs dieser zweiten DVD nur in Form von kleinen Filmchen oder Videos –mit Ausnahme der beiden angesprochenen Livetitel. Was für ein Unterschied zur ersten DVD, als die Band noch die Nähe zum Publikum suchte! Gut, wahrscheinlich ist das aber auch dem in den 80ern und 90ern entstandenen Videoboom geschuldet. Außerdem hatten AC/DC es inzwischen auch nicht mehr nötig, in kleinen Fernsehstudios aufzutreten. Mal ganz abgesehen davon, dass sich das finanziell ohnehin kein Sender mehr hätte leisten können.
Aber AC/DC ist nun mal ein absoluter Live-Knaller, und so hätten die Macher der DVD durchaus auch auf der zweiten Scheibe einige echte Konzertmitschnitte präsentieren sollen. Andererseits gibt es aus der Brian Johnson-Ära inzwischen 3 vollwertige AC/DC-Live-DVD`s, während die auf der hier beschriebenen DVD enthaltenen Promo-Clips kaum jemand kennen dürfte. Und somit (©macfischkopp) ist natürlich dem Sinn dieser Produktion, die musikalische Geschichte der Band relativ chronologisch zu erzählen und den Fan dabei auch noch mit seltenen visuellen Kostbarkeiten, eben den „Jewels“, zu verwöhnen, vollstens Rechnung getragen.
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SOUND UND BILDQUALITÄT
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Hier gibt es nun gar nichts zu meckern. Selbst die Uraltclips aus den 70ern sind relativ ansprechend in der Bildqualität. Und beim Sound kann man bei AC/DC ja nun eigentlich nicht viel versauen, denn ihre Musik klang schon immer glasklar und sauber, und genau so kommt es dann auch aus den Lautsprechern. Fans von Dolby 5.1-Systemen werden aber enttäuscht sein, denn hier gibt es nur stinknormalen Stereosound. Aber wie gesagt – es klingt absolut zufriedenstellend.
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MENÜ UND EXTRAS
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Hm, das ist so ein bisschen der Schwachpunkt der DVD. Man wird von einem Bildschirmmenü begrüßt, welches optisch an das Cover angelehnt ist. Dagegen ist ja erstmal nichts einzuwenden, aber als Auswahlmöglichkeit bekommt man dann lediglich „Play all“ und „Select title“ geboten. Da es ein Musikvideo ist, habe ich mich für „Play all“ entschieden. Das bedeutet dann, dass zwischen den einzelnen Songs die beiden Eisenkugeln vom Cover mit lautem Knall zusammenstoßen und dann der kommende Titel eingeblendet wird. Das war es auch schon. Wie gesagt, man hat keine Wahl zwischen verschiedenen Tonmodis zu wählen, und auch sonstige Einstellungen gibt es nicht.
Das einzige Extra auf der „Family Jewels“-DVD ist auf Scheibe Nr.2 verborgen, nämlich eine bebilderte Discographie. Da findet man dann wirklich alles, was jemals unter dem Namen AC/DC erschienen ist. Ich finde, man hätte zumindest noch einige Interviews mit den Bandmitgliedern einfügen können, oder wenigstens eine Fotogalerie. Oder man hätte ein paar Gimmicks eingebaut, die nur über den PC abrufbar sind, wie Wallpapers, Schriftarten, Bildschirmschoner etc. Jedenfalls wurde hier die Möglichkeit verschenkt, den Wert dieser Ausgabe für den Fan noch mehr zu steigern.
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MEIN FAZIT
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Ich habe mich wahnsinnig auf diese DVD gefreut, vor allem auf den Teil aus der Bon Scott-Zeit. Diese 90 Minuten der ersten DVD haben mich dann auch vollstens zufrieden gestellt. Hier gibt es ohne Wenn und Aber die vollen 5 Punkte. Das angebotene Material ist erstklassig und wird jeden wahren Fan begeistern. Nur schade, dass nach 20 Titeln schon Schluss war. Da man auf jegliche Extras verzichtet hat, wäre nämlich durchaus noch Platz für den einen oder anderen Song gewesen.
Die jüngeren unter euch werden vermutlich vor allem „Thunderstruck“ und vielleicht auch noch „Stiff upper lip“ kennen. Aber glaubt mir, liebe VIVA-Generation, die wahre, ursprüngliche, unverdorbene Rockmusik findet ihr auf dieser ersten DVD. Schaut sie euch an und ihr wisst, warum man die AC/DC-Musik mit Bon Scott als Sänger auch als Rotzrock bezeichnet hat, und warum dieser Sound unsterblich ist!
Auf der zweiten DVD, die den Zeitraum von 1980-1990 umfasst, fehlt mir irgendwie ein bisschen Pepp. Vielleicht ist das aber auch nur subjektiv, denn mich begeistern die meisten dieser Songs eher weniger. Auch die visuelle Umsetzung der Clips trifft in den wenigsten Fällen meinen persönlichen Geschmack. Eine Band wie AC/DC hatte es doch eigentlich selbst in den erfolgsmageren 80er Jahren nicht nötig, sich mit MTV-gerechten Videos ins Gespräch zu bringen.
Ebenso unverständlich finde ich, warum man im Jahr 1990 aufhört. Danach hat AC/DC noch zwei Alben produziert, von denen es zumindest die jeweiligen Opener „Hard as a rock“ und „Stiff upper lip“ verdient hätten, mit auf dieser Compilation zu landen. Zumal es von beiden Songs auch Videos gibt. Wenn es denn also ein Überblick über das Gesamtschaffen der Band sein soll, wurde hier ein bisschen gepennt.
Alles in allem aber bekommt man mit dieser Doppel-DVD einen erstklassigen Einblick in das Schaffen einer der größten Rockbands aller Zeiten geboten. 40 Titel, zeitlich chronologisch wiedergegeben, setzen AC/DC hier ein Denkmal, was sich die Jungs hart erarbeitet und allemal auch verdient haben. Ja, ich würde sie sogar für die Aufnahme ins Weltkulturerbe vorschlagen :-)) Überflüssig zu erwähnen, dass diese DVD in die Sammlung eines jeden AC/DC-Freaks gehört.
Ich vergebe aber wegen der angesprochenen Mängel bei den Extras und der Tatsache, dass auf der 2. DVD in der Chronologie ein bisschen was fehlt, insgesamt nur 4 Sterne.
Bei Amazon kostet die DVD derzeit 19,99 Euro. In den entsprechenden Märkten a la Saturn & Co. habe ich sie für 22,99 gesehen. Also kaufen, marsch marsch!!!
© 01.04.2005 macfischkopp
08.06.2011 20:21
Man merkt beim Lesen sehr gut, dass du mehr Bon Scott Fan als ACDC Fan bist. Denn für mich waren ACDC nach Bon Scott mindestens genauso gut, wie davor. Denn die Alben die du als mittelmäßig und erfolglos beschreibst, habe ich alle besessen und die waren mindestens so gut, wie die aus den 70ern. Schließlich waren da mehr als eine Handvoll echter Knaller mit dabei
11.10.2007 00:29
für den tollen Bericht über meine Lieblinge kanns nur ein BH geben, lg, Daniela
01.10.2007 11:51
Komisch, jetzt hab ich mehr wie einen Ohrwurm ;) Bh