... Und das brachte mich auf die Idee, hier einmal einen Bericht über den Auslandsrückholdienst vom ADAC zu schreiben:
Was war passiert?
Am 2. 9. 08, ein herrlicher Sonnentag, erreichte mich mein Vater beim Essen um 17.30 Uhr übers Handy. Er wirkte auffällig ruhig und erzählte, dass Emmi, ... Bericht lesen
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ADAC Rückholdienst: Nur selbst fliegen ist schöner
Erfahrungsbericht von didiba über ADAC - Allgemeiner Deutscher Automobil Club 24.09.2008
Produktbewertung des Autors:
Service
ausgezeichnet
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:
gut
Erreichbarkeit im Ernstfall:
kein Problem
Allgemeine Kundenfreundlichkeit:
freundlich
Pro:
Unverzichtbar
Kontra:
Ich konnte nichts feststellen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Einleitung:
Wir fahren ja seit einigen Jahren jeden Spätsommer auf die kroatische Insel CIOVO. Sie liegt über eine kleine Brücke mit dem Festland verbunden vor der Weltkulturerbe-Stadt Trogir und etwa 35 Kilometer von Split entfernt, der "Hauptstadt" Mitteldalmatiens. Schon viele Jahre länger fahren und fliegen mein Vater (89 Jahre alt) und seine Lebensabschnittsgefährtin (LAG,86 Jahre alt) ebenfalls dort hin. Schon in den letzten Jahren wurde der Gesundheitszustand von Papa immer schlechter, so hat er beispielsweise in diesem Frühjahr ein kompl. künstliches Kniegelenk ersetzt bekommen. Seine Bekannte war/ist eigentlich noch körperlich und vor allem geistig gut drauf, so dass auch der beginnende Orientierungsverlust Papas ausgeglichen wird.
Ja, und dieses Jahr kam es dann zum gesundheitlichen Eklat. Und das brachte mich auf die Idee, hier einmal einen Bericht über den Auslandsrückholdienst vom ADAC zu schreiben:
Was war passiert?
Am 2. 9. 08, ein herrlicher Sonnentag, erreichte mich mein Vater beim Essen um 17.30 Uhr übers Handy. Er wirkte auffällig ruhig und erzählte, dass Emmi, also seine LAG, im Hafen auf dem Weg zur Fähre gestürzt sei. Ein Rettungswagen habe sie in die Ambulanzstation nach Trogir gefahren. Es bestehe die Vermutung, dass sie sich den Oberschenkelhals gebrochen hat und um 19.00 Uhr wird sie mit einem Rettungswagen nach Split ins Zentralkrankenhaus gefahren. Er will mitfahren, und ich sagte ihm zu, auch zu kommen.
Damit war es für ein paar Tage aus mit der Ruhe und dem unbeschwerten Urlaub. Bei einem Menschen in dem Alter ist jede Fraktur und insbesondere die des Oberschenkelhalses lebensbedrohlich.
Die Straßenverbindung Trogir - Split - Trogir.
Jeder, der schon mal in Südeuropa mit dem Auto unterwegs war, weiß um die Verkehrsprobleme. "An jeder Ecke" steht ein Streifenwagen, trotzdem fahren alle "wie die Säue". Überholverbot - was ist das denn? Geschwindigkeitsbegrenzung - nie gehört! Fahrzeuge ohne Kennzeichen - einige! Krad- und Rollerfahrer - Lebensmüde! Die 36 Kilometer nach Split und wieder zurück waren jedes Mal ein "Traum".
Im Krankenhaus:
Emmi lag bereits in der Zentralen Aufnahmestation. Wo da, wussten wir zunächst nicht. Die Kommunikation erfolgte telefonisch über die Handys zwischen Papa und mir. Er war aber drin!! Also hinter einer von Pflegern gesicherten Zugangstür. Davor, also bei uns, zig wartende Angehörige anderer Patienten. Ständig fuhren Rettungswagen vor und schoben Kranke und Verletzte hinein - vorbei an uns wartenden Gaffenden.
Irgendwann wurde ich dann auch rein gelassen, zumal der Sohn unserer Vermieter mitgekommen war, um zu dolmetschen.
Emmi war geröntgt worden. Die Diagnose hatte sich bestätigt und Emmi stand jetzt vor der Entscheidung: Operation in Split oder Operation in Hamburg. Sie war eigentlich ganz gut drauf und wir wägten ab: OP vor Ort - gut, aber was ist mit der Anschlussheilbehandlung, also wieder gehen lernen pp. OP in Hamburg - Rücktransport mit einem Ambulanzflugzeug. 1800 Kilometer nach hause im Rettungswagen war gar keine Frage! Ja - "Emmi, bis du versichert? Auslandskrankenversicherung? Rücktransport?" "Ich glaube ja" (**grummel grummel**) und sie zauberte aus ihrer Handtasche einen Krankenkostenübernahmeschein der DAK für Kroatien. Na immerhin, den brauchte sie DORT IM KRANKENHAUS dringend und den nahm das Personal auch gleich in Empfang.
"Aber ich bin auch im ADAC". "Ja, prima, gib mal deine Mitgliedskarte". Sie kramte minutenlang in ihrer Tasche mit dem Ergebnis, dass diese wohl in Hamburg liegen würde. Ob sie beim ADAC eine "Plus"-Mitgliedschaft hatte oder eine Auslandskrankenversicherung hatte, wusste sie nicht. Warum auch - war ja noch nie was passiert.
OK, die Entscheidung war gefallen. Wer auch nur halbwegs seine Augen hat in den Räumlichkeiten des "Klinicka Bolnica Split" herumstreifen lassen sah es, alles war alt, marode und höchst Misstrauen erweckend.
Nachdem alle Formalien erledigt waren und Emmi auf Station lag war es wohl 22.00 Uhr. Ich muss aber deutlich schreiben, das Personal und der behandelnde Aufnahmearzt, Dr. Parac, waren ausgesprochen kompetent, sachlich zuvorkommend und freundlich!
Emmi lag nun in einem 4-Bett Zimmer zwischen ausschließlich kroatisch sprechenden Frauen. Das ist natürlich durchaus normal. Für Emmi natürlich schwierig, weil sie sich mit niemandem, auch nicht mit dem Personal, verständigen konnte.
Verständigung des ADAC
Noch am gleichen Abend, es war inzwischen 23.05 rief ich beim Auslandnotrufdienst des ADAC an. Die verbanden mich gleich weiter mit dem Ambulanzdienst.
Der Mann nahm alles auf und konnte mir schon gleich telefonisch bestätigen, dass Emmi tatsächlich gegen dieses Risiko versichert ist. **Plumps, Stein vom herzen gefallen**)
Sämtliche bekannten Daten habe ich durchgegeben. Mir wurde zugesagt, dass man sich gleich am nächsten Morgen mit mir in Verbindung setzen wird und ich erhielt eine Bearbeitungsnummer.
Das geschah auch. Schon um 08.00 Uhr rief ein Mitarbeiter an und ein ähnliches Prozedere wie schon nachts ging wieder los.
Um 08.20 Uhr rief eine Frau Dr. Vrkas (aha Kroatin, wie sie bestätigte) an und es wurde insbesondere die Krankengeschichte von Emmi durchgesprochen, soweit sie mir bekannt war. Auch der name und die Telefonnummer des behandelnden Arztes in Hamburg wurde erfragt. Ja, eine Herzkrankheit muss auch vorliegen, was aus der Medikation ersichtlich war.
Sie ließ sich insbesondere auch die ganzen Telefonnummern und Faxnummern des Krankenhauses geben und die Durchwahl des Dr. Parac. Das hatte ich natürlich alles notiert, war schließlich über 40 Jahre mein Job.
Schon um 09.05 Uhr rief dann das Verbindungsbüro des Automobilclubs in Zagreb (Hauptstadt Kroatiens) an. Administrative Fragen waren noch zu klären. So z.B. ob Emmi ihre Personalpapiere dabei hat? Nein, hatte sie natürlich nicht, ihre Rückflugtickets, die hatte sie dabei, aber nicht ihren Personalausweis. Der musste nun sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Schließlich ist Kroatien kein EU Mitgliedsstaat.
Wir fuhren also wieder bei schönstem Sonnenschein statt mit dem Boot übers Wasser zum Baden im Auto nach Split. Allein um aufs Festland zu kommen schoben wir uns 30 Minuten im Stau durch Trogir.
Während der Fahrt rief dann ein Mitarbeitet des ADAC aus München an:" Die Entscheidung des Ärzteteams ist gefallen: Ihre Bekannte wird spätestens bis zum 8. 9. 08 nach hause geflogen. Sie wird zum Flugplatz in Split unter Arztbegleitung gefahren. Aus einer Linienmaschine werden 9 Plätze ausgebaut, um eine Trage zu befestigen. Sie wird unter Arztbegleitung nach Hamburg geflogen und vom dortigen Flughafen mit einem Notfalleinsatzfahrzeug unter Arztbegleitung in das Krankenhaus ihres Vertrauens (das hatten wir vorher schon geklärt) gebracht. Sie können allerdings damit rechnen, dass die Disponenten bereits einen zeitlich näheren Flug buchen können."
Oha, das war aber noch lange hin, immerhin noch maximal 5 Tage.
5 Tage in einem Krankenhaus, wo die Beistellschränkchen so marode waren, dass man immer nur mit beiden Händen die Schublade aufziehen musste, sonst kippte das Ding um. Wo die Bettennachbarin Kette qualmte, wo die Handy Gespräche in einer Lautstärke geführt wurden, dass man eigentlich auch ohne Telefon gleich aus dem Fenster schreien konnte. Wo ständig lautstarke Besuche erschienen, die auch rauchten.
Die Organisation innerhalb des Krankenhauses war "so gut", dass die Stationsschwester, als ich ihr den Personalausweis von Emmi gab, glaubte, ich nehme sie jetzt mit ??? Wie - mit gebrochenem Oberschenkelhals? Unbegreiflich, das Personal wusste offenbar gar nicht, was auf der Aufnahmestation mit dem Arzt besprochen wurde. Glücklicherweise gab es EINE kroatische Patientin auf der Station, die leidlich deutsch sprechen konnte. Ach so, englisch sprach vom Personal auch niemand. Jetzt konnte ich den Schwestern erst einmal erklären, wie es weiter gegen soll mit Emmi.
Der erlösende Anruf:
Noch am Nachmittag dieses Tages, um 16.05 Uhr, rief dann ein Dr. Petravolo vom ADAC mit der erlösenden Nachricht an, dass Emmi am Freitag, den 5. 9.08, vormittags, aus dem Krankenhaus abgeholt und um 11.00 Uhr nach hause geflogen wird.
Diese erlösende Nachricht haben wir ihr dann am 4. 9. 08 auch noch gebracht. Inzwischen hatte sie natürlich neben der Kranhausversorgung auch noch Säfte und allerlei schöne Dinge von uns bekommen. Ihr verletztes Bein war ganz eingegipst worden.
Sie rief dann noch kurz vor dem Abflug noch einmal an. Einer der Sanitäter hatte ihr sein Handy zur Verfügung gestellt. Um 16.30 Uhr des 5. 9. ist sie in Hamburg im Krankenhaus angekommen. Sie ist letztlich dann doch mit einem "Sammeltransport" in dem Ambulanzflugzeug des ADAC geflogen. Unterwegs ist das Flugzeug noch einmal gelandet und hat einen weiteren Patienten mitgenommen.
Fazit:
Krankenhausaufenthalte in südlichen Ländern entsprechen nicht dem Standard, den wir gewohnt sind. Immer trotz einer separaten Auslandskrankenversicherung einen Auslandskrankenschein der eigenen Krankenkasse mitnehmen. (Als Privatpatient immer ein gedecktes Konto haben *g*) Immer eine Auslandskrankenversicherung separat abschließen, möglichst eben mit Krankenrücktransport, und zwar nicht nur hinter die deutsche Grenze, sondern in die Heimatstadt **gg**.
Ich und natürlich auch Emmi waren mit der Abwicklung durch den Ambulanzdienst des ADAC sehr zufrieden. Alle Gesprächspartner waren ausgesprochen freundlich und kompetent.
Emmi wurde in Hamburg am darauf folgenden Montag operiert und befindet sich jetzt in einer Reha-Maßnahme. Es geht ihr gut. Ich bin ja erst am 15. 9. zurückgekommen und wir haben uns lachend herzlich umarmt - Das erlebt man ja wirklich nicht oft zusammen.
Liebe Grüße
Dieter , 23. 9. 2008
Ich hatte auch Bilder im Krankenhaus gemacht, aber die Speicherkarte mit nahezu allen Urlaubsbildern verschlampt. Daher nur ein paar Informationsbilder von der Gegend dort.
Pro: optimale Hilfe und Pannenhilfe, man fühlt sich -nicht nur als Vielfahrer- auf der Strasse schon sicherer Kontra: man muss eventuell schon mal auch warten, bis die "Gelben Engel" zur Stelle sind
...So meine Lieben, heute möchte ich über den ADAC berichten. Dieser ist für mich schon das eine oder andere Mal sehr hilfreich gewesen. Ich habe keine Zeit und Mühe gescheut, Euch einen umfassenden Bericht über den ADAC abzuliefern! ;0)
Da ich sehr v ...
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Pro: schnelle Hilfe, unbürokratisch, sehr freundliches Personal Kontra: konnte bisher nichts feststellen
In vielen Gästebucheinträgen und meinen eigenen Beiträgen ist es sicherlich schon häufiger angeklungen, dass ich begeisterter Camper bin. Da ich gerne auch etwas weiter verreise 1000 km + x, hatte ich mich vor ca. 8 Jahren dazu entschlossen, eine ADAC-Plu ...
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Service
Beitragshöhe / Leistung...
Erreichbarkeit im Ernst...
Allgemeine Kundenfreund...
sehr hilfreich
06.09.2004
Rettet mein Baby!!!! Bewertung für ADAC - Allgemeiner Deutscher Automobil Clubvon
Alitschka
Pro: Hilfe in allen Notsituation rund ums Auto Kontra: Absolut garnix!
RUUUMMS! Die Autotür war zu. Platzregen trommelte aufs Dach. Die Zentralverriegelung war eingerastet. Aber ich stand draussen. Und mein Baby war drinnen. Im Auto! PAAAAAAAAAANIK !!!!!!
Glücklich strahlte mich meine Kleine aus dem Kindersitz an. Mama gu ...
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ADAC - Erfahrungen mit der Pannenhilfe
Ich möchte dem ADAC einen Bericht widmen, nachdem mein herzallerliebstes Spielzeug, mein Alfa Romeo Spider, mich heute nach 176.000 Kilometern Laufleistung ausnahmsweise mal im Stich liess.
MEINE MITGLIEDSCHA ...
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...Seit mehr als 20 Jahren bin ich Mitglied im ADAC und konnte in dieser langen Zeit nur gute, nein ausgezeichnete, Erfahrungen sammeln.
Der ADAC ist der grösste deutsche Automobilclub, der dadurch die Interessen der Autofahrer sehr gut vertreten kann. ...
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Allgemeine Kundenfreund...
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29.01.2007
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