Wie schön, einen Engel zu haben
20.05.2002
Pro:
Günstig und schnell
Kontra:
machmal langes warten
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Service
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:
Erreichbarkeit im Ernstfall:
Allgemeine Kundenfreundlichkeit:
mehr
 tongaman
Über sich:
Mitglied seit:04.07.2000
Erfahrungsberichte:87
Vertrauende:69
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Eine Autopanne ist nun wirklich nichts schönes, erstrecht nicht bei Minusgraden auf der Autobahn mit einem geplatzen Reifen und das auch noch in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Es ist stockdunkel und die Autos rasen an einem vorbei. Einige haben natürlich auch nichts anderes zu tun, als fast eine Vollbremsung zu machen um ordentlich zu gaffen. Mir so Passiert im Januar 2001 auf der A4 von Düren nach Köln. Nun ja, der Reifen muß gewechselt werden. Es ist ja ein Ersatzreifen an Bord. Aber da fällt mir ein, wann hab ich den eigentlich das letzte mal mit Luft befüllt? Und das Rad muß links gewechselt werden. Genau neben den vorbeifahrenden Autos!
Nee, den Streß spar ich mir. Wozu ist man schließlich Mitglied im ADAC. Also Handy raus und 22 22 22 gewählt (vom Festnetz aus muß man 01802 vorwählen). Eine Frauenstimme meldet sich freundlich und fragt nach meinem Begehr. Ich schildere also mein Anliegen, natürlich erst, nachdem ich meine persönlichen Daten zu Protokoll gegeben habe und die Stimme am anderen Ende der Leitung gibt mir zu verstehen, dass es wohl eine halbe bis eine Stunde dauern würde, bis jemand vor Ort sei. Nach etwa einer Stunde kam dann auch der Gelbe Engel und ich kann nur sagen, dass ich mich sehr darüber gefreut habe. Die vielen bunten Lichter, die auf dem Wagen montiert sind, geben einem doch gleich mehr Sicherheit. Nach einem kurzen Blick auf die Mitgliedskarte machte sich der gute Mann auch sofort an die Arbeit. Wo das Reserverad war, wusste er von allein. Und als er es rausholte stellte sich heraus, das natürlich viel zu wenig Luft drin war. Aber dafür haben die Gelben Engel ja auch Kompressoren an Bord. Im Nu ist der Reifen aufgepumpt und nur etwa zehn Minuten später montiert. Der Mann wünschte mir noch eine angenehme Weiterfahrt und ich konnte meinen Weg fortsetzen. Sehr positiv viel mir dabei auf, das der ADAC-Wagen solange wartete, bis ich mich in Bewegung setzte und in den Verkehr einordnete.
Nun aber, wie war ich eigentlich zum ADAC gekommen. Nach ein wenig grübeln viel es mir wieder ein. Es war mitten im Sommer 1996. Ich führ mit meinem Scirocco von Berlin nach Köln. In einem doch recht langen Stau erwischte es mich dann. Eine rote Warnlampe ging an und ein unangenehmer Warnlaut krächtste vor sich hin. Glücklicherweise kam in 500 Meter Entfernung ein Rastplatz, den ich auch sofort ansteuerte. Und siehe da, es stand ein Wagen vom ADAC da. Ich war zwar noch kein Mitglied, aber gegen 3 oder 4 Mark, die in bar zu entrichten waren, nahm er mich auf. Anschließend kippte er Kühlflüssigkeit nach und prüfte auf undichte Stellen. Alles in Ordnung – also weiter. Ein paar Tage später bekam ich dann Post vom ADAC, darin meine Karte und die Ankündigung, den Mitgliedsbeitrag (wie viel es mal waren, weiß ich nicht, im Moment sind es knapp 38 €) einzuziehen. Mittlerweile habe ich beim ADAC noch meine Auslandskrankenversicherung. Sie ist zwar nicht die billigste, aber sicher auch nicht die teuerse.
Damit man sich nicht aber jedes Jahr fragt, wozu man den Mitgliedsbeitrag bezahlt, wenn einem sowieso nichts passiert gibt es jeden Monat eine Ausgabe der Zeitschrift mot. Da drin gibt es viel zum Thema Auto, Verkehr, Recht und Reisen zu lesen. Und der ADAC gibt Auskunft über sein schaffen. Wem das nicht reicht, der kann im Internet vieles in Erfahrung bringen. Auf der Mitgliederseite des ADAC stehen viele der älteren Berichte zum Nachlesen bereit. Ein weiterer Pluspunkt der Mitgliedschaft im ADAC ist die kostenlose Rechtsberatung in Verkehrsangelegenheiten. Man ruft einfach die Hotline des ADAC (diesmal 01805 10 11 12) und wenn man nicht sofort verbunden wird, ruft ein Anwalt zurück. Natürlich ersetzt dieser Service keine Rechtschutzversicherung, aber um zu erfragen, wie man sich verhalten soll ist er gut geeignet.
Nun haben aber Hersteller wie BMW eigene Services. Andere bieten zumindest in der Anfangszeit eine so genannte Mobilitätsgarantie. Dies ist zwar gut und schön, ist allerdings von der Geschwindigkeit (Eintreffen am Ort der Panne) nicht mit dem ADAC zu vergleichen. Die meisten schicken eh nur einen Abschleppwagen. Das Fahrzeug schnell und unbürokratisch flott zu machen ist Sache der Clubs. Und wer den einmal nach langer Mitgliedschaft in Anspruch nehmen muß ist froh, dass er einen Engel hat.
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10.08.2002 16:00
Der ADAC ist gut, aber seit ich dabei bin (12 J.) hatte ich keine Panne mehr ;-) Gruß Peter
22.07.2002 22:18
... einen Engel sollte wirklich jeder haben! Wenn's geht reparieren sie sogar vor Ort, und weiter geht's... Gruß Palladina
31.05.2002 18:29
Bin bei der Konkurrenz (AvD), habe aber glücklicherweise die Dienste (bis auf die zeitschrift und die Bons für den kostenlosen TÜV alle 2 jahre) noch nicht in Anspruch nehmen müssen. Aber es ist trotzdem gut zu wissen, dass man könnte ;-). Viele Grüße Peter.