02.08.2010
Pro:
Spülergenisse, geräuscharm, energiesparend
Kontra:
kein Programmendton, kleines Display
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Design
Lautstärke
Zuverlässigkeit
mehr
 knopfi.de
Über sich:
Na das ist ja mal eine Überraschung: Ein Brilli! Cool und ähm...vielen Dank an die vielen, denen ich...
Mitglied seit:05.03.2003
Erfahrungsberichte:227
Vertrauende:177
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 242 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet
Wischi-Waschi liebe Spülfreunde, wir schreiben das Jahr 2010 nach Christus. Etwas unwahrscheinlich, dass sich nun hier ein Jedermann tatsächlich gleich in die Arme fällt, um dieses Jahr zu herzigen. Halleluja! Aber dennoch: Für mich ist es ein Jahr, welches ich mir wohl dick und fett im Jahrhundertkalender vermerken werde. Ja, vielleicht sollte ich es sogar als DAS Jahr schlechthin bezeichnen!
=== „Glücksmomente“ === Wann zum Geier hat sich das Glück in all den vierunddreißig vergangenen Jahren dazu entschlossen, mir einmal in Sachen „Gewinn“ entgegenzukommen? Muss man sich dazu irgendwo anstellen? Oder reicht wirklich nur die formlose Bewerbung einer Preisvergleichsplattform wie dieser hier, die zum Drei-Wochen-Test einer Spülmaschine aufruft? Wo war es, als sich der Lotto-Gewinn der 80 Millionen-Grenze näherte? Als sich meine Hoffnung auf ein niegelnagelneues Ferrarimodel zerschlug oder der Start meiner Karriere als Fußballweltmeister auf Eis gelegt wurde? Verdammt! Und nun habe ich es gepachtet! Jawoll! Wie auch immer, ich bin einer der wenigen Auserkorenen, die sich eben dieser dreiwöchigen Experimentierphase in Sachen „Teste einmal diese Spülmaschine“ unterziehen dürfen. Fantastisch! Auch wenn es sich hierbei nicht gerade um einen „Gewinn“, sondern eher um ein „Experiment“ handelt, immerhin: Drei satte Wochen mal keine handlastigen Abwaschaktionen. Spülhände ade! Durchweg jemanden engagiert wissen, der den Mount Everest an Geschirr ohne Murren und Meckern abarbeitet. Was möchte man mehr?
Nun aber mal im Ernst. Schluss mit den übertriebenen Lobesrhythmen. Jene sollten wir uns für die netten, angenehm erleichternden Dinge eben dieses Testprodukts von AEG-Elektrolux mit dem hervorragend klingenden, leicht merkbaren Namen „Pro Clean F ÖKO XXL MP“ aufbewahren. Apropos: Wer denkt sich nur solche Modellnamen aus? Welcher Kaufwillige merkt sich so was? Zig Buchstaben aneinandergereiht? Hier hat sich wohl ein super schlauer Fuchs im Herstellerlabor seine eigenen Gedanken gemacht; die sogar für die gesamte Modellpalette (http://www.aeg-electrolux.de/Planen/Produktserien/ProClean/). Während ich mir bei der Aussprache des Modellnamen gedanklich immer noch die Zunge breche, steht dieses freistehende Gerät in Edelstahloptik seit nun gut zweieinhalb Wochen in unserer Küche. Still und leise vor sich hin arbeitend, vollzieht das gute Stück brav seinen Dienst. So soll es sein. === „Outlook“ ===
Man hat es ja nicht einfach, wenn sich die derzeitige Lage- Dank Spüllosigkeit - dermaßen entspannt hat. Ja, man schaut fast ein wenig dumm aus der Wäsche und vollzieht gelangweilte Gedankengänge rund um die Neuanschaffung. Blöd, oder? So stolziert man per Netzwerk innerhalb der AEG-Elektrolux-Website hin und her, schaut sich einfach einmal schlau mit welcher tollen neuartigen Technik dieser Geschirrspüler sein Werk vollzieht. Was das Maschinchen alles können soll, beschreibt der Hersteller hier in Form von neuartigen Wortlauten. So spricht man von „Innovativem Sattelitenarm“, „Deklarationsprogrammen“, „Multi-Tab-Funktionen“, „Level-Control-System“, „Pro-Clean-Körbe“, „Sensorlogic“ und „Aqua-Control“. Für AEG-Elektrolux ist es DIE Erfindung schlechthin. Kein Wunder, so wie diese ganzen Wortkreationen tönen. Aber sie tönen verdammt gut, dass muss man ihnen lassen, den Kreaturen der Worteskunst. Apropos Kunst. Dass sich hinter dem „F ÖKO XXLMP“ ein Highlight an formvollendeter Schöpferkraft verbirgt, bleibt ein Gerücht. Trotz der netten Edelstahloptik. Wir haben uns den Spaß erlaubt, zumindest ein Stück „Anders“ dem Maschinchen zu gönnen und die hellblaue, leicht glänzende, hauchdünne Schutzfolie an der Tür belassen. Mit dem leichten Spiel von Licht, hellblauem Teint und silbriger Umrandung wirkt die ganze Nummer ein wenig fescher. Auf Design verzichtet man bei dem Gerät ebenso wie auf unnötige platzzerrende Sperenzien. Baut man bei vielen Geräten mittlerweile auf die Platzierung der Bedienelemente im Innenraum der Tür, befindet sich hier alles frontseitig. Was nicht unbedingt schlimm ist. So sind im oberen, rechten Frontbereich die beiden Bedienfelder platziert worden, der Mittelbereich dient als Öffner, links wird der „Power-Modus“ per Druckknopf aktiviert. Somit eröffnen sich wie gesagt nicht gerade kreative Einschläge, dafür wirkt die Ansicht der Front aufgeräumt statt verspielt.
Wie jeder andere freistehende Geschirrspüler auch, trotzt der Quader in seiner ganzen Pracht dem Raume entgegen. Da helfen auch keine angepriesenen Maße von 80 x 60 x 62,5 (H x B x T in cm). Nicht, dass hier nun ein gigantisches Monster unserer Waschmaschine Konkurrenz leisten würde, keine Angst! Aber wer dies nicht unbedingt mag, sollte sich lieber für eine unauffällige Einbauvariante entscheiden. Wer auf das sogenannte „Hocheinbauprinzip“ setzt und seinen Geschirrspüler platztechnisch in höhere Küchenetagen integrieren möchte, dürfte mit dem „F ÖKO XXLMP“ nicht sonderlich glücklich werden. Bereits im Technikteil des Herstellers steht: „Nicht Hochbaufähig“. Dafür steht das gute Stück aber auch auf gutem und sicherem Fuße. Dank gut verarbeiteter Noppen am Boden der Maschine ist eine unregelmäßige Bewegung (Wackeln) relativ ausgeschlossen. Wer die recht große Tür per Hebelschalter zum ersten Mal öffnet, wird einem elegantem „Ahhh-Effekt“ nicht verwehren können. Alles glänzt und strahlt. Klar auch, wäre schlimm wenn nicht, ist ja schließlich neu das gute Stück! Im Vergleich zum „Siemens-Spüler“ meiner Eltern sind vorerst kaum Unterschiede im Laderaum erkennbar. Zwei Körbe auf ebenso vielen Etagen warten auf ihr Befüllen, ebenso der graue Besteckkasten. Auch die beiden sogenannten „Reinigungsmittelbehälter“ haben ihren Standartplatz in der Tür. Einer für Tabs, eine anderer für Pulvermittel und noch für die flüssige Version. Ja, soweit scheint alles in Butter zu sein mit unserem neuen Küchenhelfer auf Zeit.
Fazit Eindruck: Vom Äußerlichen her ist dem Hersteller kein heroisches Werk gelungen. Die benötigten Funktionstasten, Display und Öffnungsklappen sind gut und organisiert angebracht. Die Edelstahloptik sieht gegenüber den Plastikvarianten natürlich besser aus, reißt aber auch keinen Reiter mehr vom Pferd. Dank zwei Korbvarianten, der drei Spülarme und dem allgemeinen Platzangebot lässt sich Gutes erahnen. === „Technische (An)Schlüssigkeiten“ ===
Natürlich darf der „F ÖKO XXLMP“ auch bodenständig in vorhandene Nischen (z.B. unter die Küchenarbeitsplatte) gesteckt werden. Ist der Wasseran- und -abfluss passend vorhanden, steht dieser räumlichen Anpassung nichts im Wege. Nachteil dieses Unterfangens sind meist die doch unerreichbaren Anschlüsse, die kurz und bündig gehalten und meist nur mit
Bilder von AEG Favorit OEKO XXL U-MP
Hexenkünsten oder Gummiarmen erreicht werden können. Dank der lösbaren oberen Abdeckung (auch Arbeitsplatte genannt), die mit zwei, drei geübten Handgriffen vom Gerät gelöst ist, bekommt man die Herrschaft über das Schlauchgewusel. Der Zulaufschlauch wird an einen Wasserhahn mit einem ¾ - Gewinde angeschlossen, was einem ganz normalen Zulaufhahn eines Haushaltes entspricht. Da auch ein Geschirrspüler nach dem Waschmaschinenprinzip funktioniert, muss eingelaufenes Wasser irgendwie auch wieder raus. Damit die Pumpe dies vollziehen kann, muss der Abflussschlauch sinnvollerweise in die Nähe eines Spülbeckens verewigt werden. Die Einfachgestrickten unter uns lassen Selbigen einfach in das Becken hängen, andere installieren den Schlauch brav am Abflussrohr. Auch hier sind die benötigten Materialen anbei. Prima.Wenn wir schon beim Thema Wasser sind, sollten die technischen Daten diesbezüglich nicht unbeantwortet bleiben. Der „F ÖKO XXLMP“ arbeitet mit einem Wasserdruck von mindestens 0,5 bar und maximalen 8 bar. Das verarbeitende Wasser wird maximal auf 60°C aufgewärmt. Ein sehr großer Vorteil für Umwelt und Geldbeutel sind die seit längerem bekannten separierten Modernitäten, in denen eine Maschine sich mit Hilfe alternativer Energiequellen (zum Beispiel Solarzellen) direkt mit Heißwasser versorgt. Auch dieses AEG-Elektrolux-Model kann das. Das spart wiederum Strom, die Umweltaktivisten in der Nachbarschaft können aufatmen, und wir kaufen vom gesparten Geld der Frau etwas Nettes. Wow! Dafür ist der Wasserverbrauch natürlich auch nicht unerheblich. Der Bedarf schwankt programmbedingt zwischen 8 und 17 Litern pro Spülgang, was natürlich nicht unbedingt wenig ist; gerade dann nicht, wenn der höchste Wert erreicht wurde.
Das solch ein Maschinchen mehr als nur ein bisschen Strom verbraucht, ist kein Geheimnis. Wusstest du, dass ein Geschirrspüler tatsächlich € 0,35 pro Spülgang verbraucht? Rechnet man die Zeit und den Verbrauch einer Handwäsche gegen, darf man brav von einem Schnäppchen reden. Mit dem „F ÖKO XXL MP“ holt man sich einen Geschirrspüler der Energie - Effizienzklasse A ins Haus, der (laut Hersteller) 226,6 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht. Natürlich nur unter der Prämisse das Sparprogramm „ECO 50°“ dauerhaft zu nutzen. Dieser Wert ist natürlich eine sehr gute Richtlinie, bedenkt man, dass normale Spüler mehr als das Dreifache verpuffen. Um beim Thema Umweltschutz zu bleiben, sollten wir auch die Verwendung der Spülmittel nicht vergessen, die solch ein Gerät nun einmal benötigt. Hersteller AEG-Elektrolux setzt diesbezüglich auf zweierlei Methoden. Zum einen Pulver, zum anderen Tabs. Lässt sich erstgenanntes ohne zusätzliche Aktivitäten in einen Spülvorgang integrieren, muss man per Tastendruck der Maschine mitteilen, dass derzeit mit Tabs gespült werden soll. Sind die kleinen blauen Rechtecke bereits mit allem Guten versorgt, muss man beim Pulver zusätzlich Klarspüler und Salz hinzurechnen. Was wiederum den Tabs einen klaren Vorteil verschafft. Infolge einiger Tests mit beiden Reinigungsvarianten konnte das Pulver („Gut & Günstig“) den Tabs („Somat 9“) absolut den Rang ablaufen. Waren die Tabs in all ihrem Können dabei, konnte sich das Pulver offenbar in vollem Glanze mit dem Geschirrspüler arrangieren. Trotz der Herstellerempfehlung, welche auf die Tabs („Calgonit“) setzt. Geschirr, Bestecke und Geschirr wurden einfach sauberer.
Fazit Technik: Das Anschließen des „ProClean F ÖKO XXLMP“ 'verläuft reibungslos. Sind im Vorwege die Anschlüsse geklärt, der Abfluss nah genug und die Standfestigkeit gesichert, ist der Geschirrspüler innerhalb von einer maximalen halben Stunde bereit für alle Schandtaten. Dank vieler Energie- und Wassersparprogramme arbeitet das Gerät umweltgerecht. Natürlich nur dann, wenn auch der Mensch den Einsatz koordiniert. Ob Tabs oder Pulver, dem Maschinchen ist es wurscht. Beide Varianten werden akzeptiert. === „Benutzerinformationen“ ===
Bevor nun ein solches Maschinchen in Betrieb genommen wird, sollte man dem Hinweis des Herstellers „Lesen Sie vor der Installation und Anwendung sorgfältig dieses Handbuch!“ folge leisten. Jawoll, wird gemacht. Gut dass die Bedienungsanleitung recht schmal gehalten ist. Bedenkt man, dass innerhalb der siebzig Seiten drei verschiedene Sprachen (holländisch, französisch, deutsch) verarbeitet wurden, kann so manch ein anderer Hersteller neidisch werden. So hat man handliche 25 Seiten für uns Deutsche gewidmet. Der Aufbau des guten Schriftstücks ist übersichtlich gehalten. Vom Inhaltsverzeichnis über die Sicherheitshinweise, Funktionen, Verwendung, Fehlersuche, Reinigung, Pflege, Installation bis hin zu allgemeinen Umweltschutzhinweisen ist alles auffindbar. Mir persönlich fehlen allerdings die kompletten technischen Daten des Geräts. Man listet lediglich den Wasserverbrauch, - druck, die Abmessungen sowie das Fassungsvermögen auf, was mir zu wenig ist. Mich interessiert ebenso der Stromverbrauch wie der Anschlusswert (2200 W) und die benötigte Anschlussspannung (220-240 V). Auch wenn dies nach kleinkariertem Niveau klingt, um mich jedes Mal im Netz nach dem Gesuchten umschauen zu müssen, ist schon mühsam.
Sehr schön sind die tabellarischen aufgestellten Darstellungen vorhandener Spülprogramme. Selbige werden einem „Verschmutzungsgrad“ (normal, leicht verschmutzt), „Spülgut“ (Töpfe, Pfannen), Programmbeschreibung“ (Kaltspülgang, Vorspülgang) und „Energiesparen“ zugeordnet. Wer´s genau wissen möchte, darf in einer separaten Tabelle den Verbrauch der einzelnen Spülprogramme in Form von Energie (kWh) und Wasser (Liter) nachblättern. Natürlich darf man auch künstlerisch kreative Bildchen begutachten, die besonders im Reinigungs- und Installationssegment zu finden sind. Klassische Aufbaubezeichnungen finden sich ebenso, wie hilfreiche Zusatzzeichnungen zu Beschreibungen, in Textform. Auf einem separaten Blatt werden sogar Beladungsbeispiele gezeigt. Auf Deutsch: Welche Möglichkeiten habe ich, die beiden Körbe zu beladen?
Fazit Gebrauchsanweisung: Okay! === „Platzprobleme“ ===
Tür auf, unterer Korb raus und auf geht’s in den Beladungsstatus I: „Teller und Bestecke“. Der untere Korb bewegt sich Dank seiner leichten Rollen leger aus dem Spülraum und lässt sich leicht beladen. Traditionell finden sich hier ein- und ausklappbare Halterungen, in denen sich Teller in jeglichen (normalen) Formen wohl und sicher fühlen dürfen. Ob flach, tief, klein oder groß - in gutem Abstand verharren sie ihrer Reinigung. Auch ein Topfdeckel kann sich guten Gewissens zwischen die Teller drängen. Wie viele der Esshilfen in den Korb passen hängt natürlich von der jeglichen Größenordnung zusammen. Da ich viele Möglichkeiten ausprobiert habe, kann ich sagen, dass genug Platz vorhanden ist. Mit dem Einfahren der Halterungen schafft man Platz für Töpfe, Schüsseln und andere platzorientierte Utensilien. Tatsächlich nutzt man hier die gesamte Fläche aus, um größtmöglichen Geschirranteil unter zu kriegen. Sicherlich gehört etwas eigene Kunst dazu, den Korb bestmöglich zu beladen, doch diese wächst mit den Erfahrungen stetig.
Für das Besteck steht ein grauer rechteckiger Behälter zur Verfügung. Dieser hat zwar in der rechten vorderen Ecke seinen festen Stammplatz, kann selbstverständlich herausgenommen oder bewegt werden. Letzteres leider nur waagerecht. Schöner wäre eine komplette Bewegungsfreiheit, die im Notfall den Besteckkorb auch einmal im Font des Korbes postieren lässt. Am Behältnis selbst hat man die Möglichkeit dank zweier Flügelklappen kleines und große Bestecksorten zu integrieren. Auf dem Extrablatt der Gebrauchsanweisung vergibt man jedem Besteckteil sogar eine Nummer, die den jeweiligen Öffnungen der Flügelklappen zugeordnet werden können. Ob diese Klappen nun wirklich sinnvoll sind, darüber streiten sich die Gemüter. Einfache kleinere Bereiche (ohne Klappen) hätten es auch getan. Unterer Korb rein, oberer Korb raus: Beladungsstatus II: „Gläser und Sonstiges“
Der obere Korb ist der Flexi-Korb unter den Beladungsmöglichkeiten des „F ÖKO XXL MP“. Anhand eines kurzen Anhebens lässt sich dieser leicht höhenverstellen. Eine sehr sinnvolle Angelegenheit. Gerade dann, wenn der untere Bereich mit einem hohen Brett oder sogar einem Backblech belagert ist. Somit kommt kein sperriges zu reinigendes Teil mit dem am unteren Bereich des Korbes befestigten Spülarms in die Quere. Der obere Korb ist auch für die gläserne Zunft zuständig. Mehrere ausklappbare Halterungen sorgen bei langstieligen Modellen für einen sicheren Stand beim Spülen. Klassische Longdrinkgläser passen ebenso an den Rand des Korbes wie Tassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, darf auch eine rutschfeste Auflage ansetzen. Dass es allerdings durch zu starken Druck des Wasserstrahls zu Umstürzen kam, konnte ich in diesem Bereich allerdings nicht entdecken. Am Rand des Korbes lassen sich vier separate „Regale“ ausklappen. Schnapsgläser, Espressotassen, Eierbecher oder andere Miniportionen an Behältnissen passen bequem unter diese. Somit haben sperrige Kellen, lange Messer, Grillbesteck oder noch mehr der Schnapsgläser Platz genug, um mit in das Reinigungsprozedere involviert zu werden. Eine sehr gute Idee wie ich finde, der sich immer mehr Hersteller anschließen. Zudem sind auch kleine Einbuchtungen vorhanden, die als Sicherheit für langstielige Glasvarianten dienen.
Ideenreich formt sich auch das Einreihen von Tellern und Töpfen. Damit zum Beispiel Untertassen nicht sinnlos durch die Gegend poltern, lässt sich hier eine Halterung ausklappen, die sich als ganz dienlich zeigt. Als Stopper fungierend lassen sich auch die großen Geschwister (24 cm) vom ungewollten Ausbrechen abgehalten. Dass der Korb nun nicht unendliche Weiten an Töpfen aufnehmen kann dürfte klar sein. Gerade die großen Problemkinder finden nicht immer den korrekten Weg. Auch hier sind eigenen Kreationen gefragt. Ganz dem Koffermotto: Gut gepackt ist halb gewonnen. Im Laufe der Zeit schießen ganze Wälder an Packideen durch den Kopf, die redlich in die Tat umgesetzt werden. Fazit Kapazität: Der versprochene XXL-Laderaum schafft einiges. Dass sich nun besonders mehr an Spülutensilien im Inneren der Maschine ansammeln können, was man dann XXL-Raum nennt, konnte ich nun allerdings nicht staunend bewundern. Es passt wie auch in vielen anderen Maschinen mit viel Geschick eine Menge rein. Dank der Sensoren im Inneren der Maschine („Sensor-Logic“) und den drei Sprüharmen, darf auch das ein oder andere Geschirrteil mit anderen überlagern.
=== „Wäscherei“ === Tatsächlich muss man sich im Vorwege ein wenig mit der Steuerung des Gerätes auseinandersetzen. Nicht, dass ich jetzt ein technisches Wrack bin, das von Tuten und Blasen diesbezüglich keine Ahnung hat, aber die sechs manuellen Knöpfe wollen findig bedient werden.
Der „ProClean F ÖKO XXLMP“ ist bis unter den Rand gefüllt. Tja, so eine Woche mit Freunden schafft Unvermutbares. Mein erster Versuch soll sich im Bereich der einfachen Tabs bewegen. Brav sind darin natürlich nicht nur alle, sondern auch die besten Pflegestoffe enthalten (9), die so ein Geschirrspüler mitsamt seinem Reinigungsgut benötigt. Dieser findet seinen Weg in den Reinigungsmittelbehälter. Passt. Deckel zu, Tür zu, Klick! Der Einschaltknopf bringt Licht ins Dunkel. Das Display sowie einige rötliche Unterlämpchen (welche später das Reinigungsprogramm bestätigen werden) erleuchten. Der Automat vor mir möchte bedient werden. In sechs manuellen Tasten steckt die geballte Ladung seines Könnens! Wovon allerdings drei auf „Energiesparen“, „Multitab“ und „Zeitvorwahl“ programmiert sind. Ahhhh, da war ja noch was! Ich arbeite ja mit Tabs! Dementsprechend drücke ich leicht auf die „Multitab-Taste“. Ein entsprechendes Lämpchen leuchtet auf, was offenbar heißt, dass das gute Stück nun weiß, womit gespült wird. Lässt sich der Geschirrspüler meiner Eltern durch einen jeweiligen kurzen Knopfdruck in das richtige Programm steuern, wird dieses AEG-Modell erst durch mehrmaliges Drücken in die gewünschte Position gelotst. Nicht schlimm, da sich die Auswahl ja begrenzt. Aus Gründen der Bequemlichkeit entscheide ich mich gleich für das erste Programm: „AUTO 45-70°“. Ein Programm, das sich mit beliebigen Verschmutzungsgraden auskennen soll. Allerdings liegt der Wasserverbrauch hier im Höchstfall mit 17 Litern am Grenzwert. Die Wahl ist getroffen, ab geht die Wilde Fahrt. Es rumort im Inneren, das Display zeigt die zu erwartende Reinigungszeit an: 169 Minuten. Während sich der „ProClean F ÖKO XXLMP“ am Geschirr austobt, gehe ich fernsehen. 169 Minuten später steht das Display auf „0“. Wie versprochen ist der Spülvorgang beendet. Tür auf, kurze Abkühlung gönnen, die Ausräumphase beginnt. Tatsächlich. Der Geschirrspüler hat gute Arbeit geleistet. Sämtliche Teller, Töpfe, Tassen, Gläser und Bestecke haben ihre Wäsche bekommen. Saubere Arbeit. Bis auf kleinere Ausnahmen sind alle Utensilien getrocknet und glänzen. Ein erfreuliches Ergebnis.
Mit nur 0,9 Kilowattstunden und neun Litern Wasser klingt das Kurzprogramm „30 Min 60°“ wie ein toller Umwelthecht. Laut Hersteller sind weniger die hochverdreckten Töpfe und Teller dafür geeignet, sondern mehr die leicht verschmutzten. Ich lausche dem Tipp der Gebrauchsanweisung, belade das Maschinchen nur in geringem Maße. Ein paar leicht verschmutzte Teller, etwas Geschirr… Hihi… Und ein paar kleinere Töpfe. Dass ich ab sofort als Umweltsünder gelten dürfte, da ich trotz der geringen Beladung diesen Job durch eine Maschine vollziehen lasse, mag nun mal dahin gestellt sein. Ich bitte Greenpeace um Vergebung! Dreißig Minuten entlässt der Geschirrspüler sauberes Geschirr. Erfreulicherweise sind auch die rech grob verschmutzten Töpfe clean. Der Quarklöffel leider nicht. Es ist verzeihlich! „Eco 50°“ schimpft sich die ökonomische Version des „ProClean F ÖKO XXLMP“. Bei maximalen 1,1 Kilowattstunden und 11 Litern Wasser pro Spülgang bringt das Hinzufügen der „Öko Plus“- Taste noch etwas mehr. Zumindest an Energieersparnis. Selbige senkt die Temperatur in der Trocknungsphase, womit der Stromspareffekt bei 10 bis 25 Prozent liegen soll. Innerhalb dieser drei Testwochen ist natürlich kein großer Energiespareffekt nachprüfbar. Auf Dauer kann dies in sicherem Maße rentabel sein. Laut Empfehlung des Herstellers sollte man dieses Programm weniger mit stark verschmutzten Utensilien benutzen. Statt den Tabs verwende ich hier nun Pulver, verbunden mit Klarspüler (je „Gut & Günstig“). Auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen. Das Geschirr ist sauber, bis auf einen kleinen Feuchtigkeitsgrad zeigen auch die Gläser glänzende Resultate. Hier allerdings muss ich sagen, dass das Pulver tatsächlich etwas bessere Heldentaten vollzogen hat wie die Tabs. Alles wirkt reiner, einfach effektiver.
Der sogenannte „Kaltspülgang“ steht im Fall der Fälle als Vorwaschgang. In nur geringer Zeit wird das verschmutzte Geschirr vorgespült. Ob sich diese 4 Liter Wasser pro Waschgang nicht doch einsparen lassen, da man dies schnell mit der Hand vollzieht, scheint effektiver. Zudem leisten die anderen fünf Programme ja auch ihren Part. Vorteil: Für den „Kaltwaschgang“ es wird kein Reinigungsmittel benötigt! Um das letzte Programm „45°“ zu testen, benötige ich die Einwilligung meiner Schwiegermutter-Fraktion. Da sich dieses Programm als Variante für empfindliches Geschirr und Gläser outet, muss im letzten Test Omas altes Kaffeegeschirr dran glauben. Goldrand hin oder her. Auch die guten Kristallgläser wechseln ihren Standort. Habe ich soeben einen Frühjahrsputz organisiert? Da sich die Pulver-Klarspüler-Variante schon bewährt hat, speise ich diese auch in diesem Test ein. Das „Ja“ kommt, die Schiegermutter schweigt, ich winke beruhigend. Alles wird gut. Tatsächlich. Als würde jemals jemand daran gezweifelt haben. Kein Teller hat sich verbogen, die Goldrandtassen glänzen wie zu Omas Zeiten, das Kristall blieb in den Gläsern, Tatarataaaaa! Besser iss es. Ich wage erst gar nicht daran zu denken, wenn auch nur eines der Testobjekte das Zeitliche gesegnet hätte…
Fazit Abwasch: Sind die Körbe gut bestückt vollzieht der Geschirrspüler eine hervorragende Arbeit. Je nach Verschmutzungsgrad variiert der Wasser- und Energieverbrauch. Umständlich ist der gesonderte Tastendruck für Tabs, wobei Maschine und Pulver hingegen wesentlich besser harmonieren als die kleinen blauen Rechtecke. Schade, dass man in diesem € 750-Euro-Modell einen „Ich-Bin-Fertig-Ton“ (Piepen oder Ähnliches) vergessen hat zu integrieren. Testsieger ist Programm „Auto 45°-70°“.
=== Der Bericht kurz & bündig === „AEG-Elektrolux“ bringt seinen neusten Geschirrspüler namens „ProClean F ÖKO XXLMP“ in eine Testphase. Dank eines Glücksmomentes konnte ich dieses € 750-Modell für jenen Drei-Wochen-Test ergattern. Auch wenn sich die Skeptiker unter uns ereifern, dass innerhalb dieses Zeitraumes ein Test dieser Art kaum vollziehbar ist, kann ich dies widerlegen. Alles ist möglich. Lediglich die mehr oder weniger gesparten Energie- und Wasserkosten sind derzeit nicht nachweisbar. Hierfür ist ein ganzes Testjahr nötig. Ebenfalls die kränkelnden Teilchen, sowie den Garantieservice des Herstellers muss ich den Zufall überlassen. Ansonsten…
Anstatt des klassischen weißen Plastikkleidchens kommt der Geschirrspüler in silberner Edelstahloptik daher. Dies sieht natürlich netter aus. Ansonsten wird an fingierter Kunst gespart. Display und Funktionstasten befinden sich gut organisiert an der Frontseite. Die ersten Eindrücke des versprochenen XXL-Innenraums wirken vielversprechend. Mit drei Sprüharmen auf drei Ebenen soll das Geschirr auf Hochglanz gebracht werden. Die Installation des Ganzen ist kinderleicht. Der „ProClean F ÖKO XXLMP“ ist nichts für den Einbau auf höheren Etagen („nicht hochbaufähig“), was zwar Bodenständigkeit bedeutet, aber nicht heißen muss, dass das Gerät nicht in eine Nische „gesteckt“ werden darf. Um die Anschlüsse dementsprechend zu erreichen, kann die Abdeckplatte mit wenigen Griffen abgenommen werden. Dank der gut unterteilten Bedienungsanleitung, die mit tabellarischen sowie bildlichen Darstellungen arbeitet, fallen jegliche Unterweisungen leger und einfach aus. Zwei Körbe auf ebenso vielen Etagen dürfen bepackt werden. Stehen beim unteren Korb Teller, Bestecke, Töpfe und größere Utensilien an erster Stelle, sind Gläser, Tassen, lange Messer, Kellen und Co gern gesehene Gäste im oberen Stockwerk. Letzteres kann man mit leichtem Druck nach oben und unten stellen. Somit geraten sperrige Gerätschaften (Backblech, Schneidebretter) nicht in Kollisionsnähe mit dem mittleren Sprüharm. In beiden Körben sind variable Halterungen angebracht, die Teller sowie langstielige Gläser vor dem Umkippen schützen. Eine sehr gute Idee sind die beiden am oberen Korbrand befestigten, teilbaren Abstellflächen. Kleine Gläser, Eierbecher oder Tassen können somit platzsparend darauf oder sogar darunter platziert werden. Dem Besteck dient ein separater Korb, der ebenfalls ein ausklappbares Teil besitzt. Diese soll der korrekten Koordination dienen. Klappe auf: Sperriges Besteck (Paletten, kleine Kellen) rein; Klappe zu: normales Besteck rein. Ob sich diese Schablone wirklich rentiert, ist fraglich.
Ob Pulver oder Tabs ist dem „ProClean F ÖKO XXLMP“ völlig Schnuppe. Obwohl bei meinen Test die Pulver-Variante etwas besser abschnitt, darf der „Faule“ auch mit Tabs arbeiten. Hierzu steht eine „Multitabs-Taste“ bereit, die im Vorwege aktiviert werden muss. Dies ist im „Pulvermodi“ nicht nötig. Dafür benötigt aber die pulvrige Variante einen externen Klarspüler und eventuell Salz. Auch der regionale Wasserhärtegrad kann manuell eingestellt werden. Hierzu stehen nötige Angaben in der Bedienungsanleitung. Mit sechs verschiedenen Programmen will der „ProClean F ÖKO XXLMP“ dem Schmutz Herr werden. Dank des integrierten Sensors („Sensor-Logic“) kann das Maschinchen abschätzen, wie viel an Energie und Wasser nötig ist, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Womit der Verbrauch an Wasser bei minimalen vier Litern („Kaltspülgang“) und bei höchsten 17 Litern („Auto 45°-70°) pro Spülgang liegen kann. In Kilowattstunden befinden sich die Werte zwischen 0,1 Watt und 1,7 Watt pro Reinigung. Der Energiespareffekt lässt sich (laut Hersteller) mit der „Öko-Taste“ noch einmal um bis zu 25% erweitern. Lässt man alle Sparprogramme laufen, verbraucht das Gerät pro Jahr freundliche 226,6 Kilowattstunden, was einer Einstufung der Energieeffizienzklasse A gleichkommt. Sehr gut auch, dass sich das Gerät zehn Minuten nach Programmende abschaltet. Im Standby-Modus verbraucht der Geschirrspüler keinen Strom. Brav!
Alle Spülprogramme konnten überzeugen. Geschirr, Besteck und Töpfe wurden sauber, die Gläser glänzen. Da sich die Temperatur im „Öko-Plus-Modus“ absenkt, sind gerade an Gläsern leichte feuchte Stellen erkennbar, die nachpoliert werden sollten. Hilfreich wäre ein integriertes „Ich-Bin-Fertig-Signal“ in Form von einem leichten Piepen oder Ähnlichem. Dies fehlt leider. Dafür schaltet sich das Gerät Vorbildlicher weise nach zehn ungenutzten Minuten selbsttätig aus. Ob das „Kaltspülprogramm“ sinnig ist oder nicht, lasse ich im Raum stehen, dafür wäscht sich das Programm „Auto 45°-70°“ in den Testsieger-Himmel. Endfazit: Im Gegensatz zu gleichwertigen Maschinen der Konkurrenz fehlen dem „ProClean F ÖKO XXLMP“ kleine Nettigkeiten wie zum Beispiel ein Piepton, der das Ende eines Waschprogramms bestätigt. Hersteller AEG-Elektrolux setzt auf das Sparen von Wasser und Energie ,was ihm gelingt. Auch wenn nicht alle integrierten Programme wirklich umweltfreundlich agieren, bringt die Verwendung im Jahr schon einiges an Ersparnis. Der Geschirrspüler ist meiner Ansicht nach nicht perfekt, aber wer ist das schon? Auch wenn die Ergebnisse sehr gut ausfallen, kann ich mich mit der Vergabe von perfekten fünf Sternen nicht anfreunden. Hierzu fehlen mir wirklich die ersparten Werte von Energie und Wasser, sowie eventuell anfallenden Kosten für Reparaturen und Garantieleistungen, die einen halben Stern kosten. Wiederum einen halben Stern ziehe ich eben für die kleinen Kritikpunkte ab, was somit einem Wert von sehr guten vier Sternen entspricht. Der „AEG ProClean F ÖKO XXLMP“ bekommt eine absolute Kaufempfehlung.
=== Noch mehr Infos? === Die besonders Technikinteressierten unter uns finden auf der AEG-Website weitere Infos über den Geschirrspüler… Guckst du hier:
http://www.aeg-electrolux.de/Products/Geschirrsp%C3%BCler/Freistehende_Geschirrsp%C3%BCler/Freistehende_ProClean_Geschirrsp%C3%BCler/F%C3%96KOXXLMP ©knopfi.de´10
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für AEG Favorit OEKO XXL U-MP
|
|
06.05.2012 07:35
Absolut perfekt geschriebener Bericht, gute Bilder. Das Thema Anschlüsse wäre für mich mit meinen beiden linken Händen zB schon ein Problem. BH.
30.04.2012 14:25
der brilli ist mehr als verdient, ich komme also wieder vorbei
29.04.2012 12:07
BH!