Erfahrungsbericht über

AENEON DRAM 1 GB PC2-5300

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung AENEON DRAM 1 GB PC2-5300

 

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Preiswerter Markenspeicher

3  05.12.2009

Pro:
ordentliche Leistung und OC - Potenzial, hohe Stabilität, günstig

Kontra:
korrekte Speichergeschwindigkeit muss manuell ausgewählt werden

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

radinho

Über sich: Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Bericht von mir. lg Hendrik ...

Mitglied seit:18.06.2006

Erfahrungsberichte:148

Vertrauende:61

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 178 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo!
In diesem Bericht möchte ich euch den Arbeitsspeicher vorstellen, welcher in meinem Media-Center PC verbaut ist. Dabei handelt es sich um ein 1GB Speichermodul vom Hersteller Aeneon.


Kaufentscheidung
Da bei einem Media-Center PC nicht die höchste Leistung benötigt wird habe ich beim der Kauf der Speicherriegel vor allem auf den Preis geschaut. Natürlich sollte aber die Stabilität nicht darunter leiden, weshalb ich billigen „NoName“-Speicher von vorneherein ausgeschlossen habe.
Das günstigste Speichermodul in der 1GB-Klasse bot der Hersteller Aeneon. Zwar war die Geschwindigkeit mit DDR2-667 und den Latenzen 5-5-5-15 nichts besonderes, dies war mir aber wie bereits erwähnt nicht so wichtig. Damals habe ich für das Speichermodul etwa 11€ bezahlt, mittlerweile sind die Preise allerdings wieder leicht gestiegen.


Technische Daten
Speicherart: DDR2
Kapazität: 1x1GB
Latenzen: 5-5-5-15
Geschwindigkeit: 667 MHz (PC-5300)
Spannung: 1,8 Volt


Aussehen
Optisch bietet das Aeneon-Speichermodul keinerlei Auffälligkeiten. Die Speicherchips werden nicht durch einen Kühler verdeckt, welcher oftmals in höheren Preisklassen zu finden ist. Die Wirksamkeit von solchen Speicherkühlern ist aber sowieso umstritten, da Speichermodule sehr große Temperaturtoleranzen bieten, welche die meisten Speichermodule nicht mal mit einer erhöhten Spannung erreichen. Nützlich ist allerdings der Aufkleber auf dem Modul, welcher sofort die wichtigsten technischen Eigenschaften verrät.


Einbau
Die Aufrüstung des Arbeitsspeichers gehört sicherlich zu den leichtesten Umbaumaßnahmen am Computer: Zuerst einmal muss das Gehäuse geöffnet werden. Daraufhin müssen die Arbeitsspeicher-Slots am Mainboard lokalisiert werden, meistens befinden sich diese rechts vom CPU-Kühler. Nun muss das Speichermodul in einen freien Speicherslot hineingedrückt werden, wobei Kerben verhindern sollen, dass man das Modul falsch hineinsteckt. Trotzdem sollte man etwas Vorsicht walten lassen, denn mit genügend Gewalt lassen sich das Modul auch falsch herum einsetzen, wodurch es beschädigt werden kann. Auch sollten der Speicherriegel keinesfalls an den goldenen Kontakten berührt werden, sondern nur an den Rändern. Sobald die Kerben an den Enden des Slots einrasten, sitzt das Speichermodul sicher im Slot.
Falls man gleich zwei von den Aeneon-Speichermodulen kauft, sollte man ebenfalls noch darauf achten, dass die Module in die richtigen Slots gesteckt werden, so dass der „Dual-Channel“-Modus aktiviert wird, mit dem die Speicherbandbreite verdoppelt wird. Meistens sind die entsprechenden Slots farblich identisch markiert, ein Blick ins Mainboard-Handbuch hilft hier bei Unklarheiten weiter.


Start
Der Computer startete nach dem Einbau der Aeneon-Speichermodule zwar problemlos, im Bios waren allerdings sowohl der Speicherteiler als auch die Timings langsamer eingestellt als vom Hersteller angegeben. Zwar konnte ich die Geschwindigkeit der Module manuell auf die richtigen Werte festlegen, allerdings ist man gerade bei Komplett-PCs namenhafter Hersteller (z.B. Dell, Medion, etc.) auf die automatische Erkennung angewiesen, denn diese Mainboards bieten dafür oftmals keine Einstellungsmöglichkeit im Bios. Immerhin war die Spannung mit 1,8 Volt von vorneherein richtig eingestellt. Falls das eigene Mainboard Probleme bei der Erkennung der Aeneon-Speichermodule hat, hilft meistens ein Bios-Update, bei dem die Hersteller oftmals die Unterstützung für neue Speicherriegel implementieren.


Stabilität
Da günstiger „NoName“-Arbeitsspeicher oftmals Verursacher von Programmfehlern, Abstürzen und Bluescreens darstellt ist dieser Punkt natürlich von besonderer Wichtigkeit. Wie bereits erwähnt wollte ich zwar bei den Speichermodulen etwas sparen, aber natürlich nur an der Leistung, nicht an der Stabilität. Glücklicherweise gibt es hier nichts zu bemängeln: Sowohl im Windows-Betrieb bei niedriger Last als auch beim Stabilitätstest Prime95 arbeitet das Aeneon Speichermodul absolut fehlerfrei, ohne Hänger oder Verzögerungen. Billigere Arbeitsspeicherriegel patzen hier oftmals, gerade wenn der Dual-Channel-Modus aktiviert ist.


Leistung
Zwar gehört der Aeneon-Speicher nicht zu den schnellsten Speichermodulen, trotzdem reicht die Geschwindigkeit für den Betrieb von Windows 7 vollkommen aus, das Betriebssystem startet flott und auch die Explorer-Fenster werden schnell aufgebaut. Auch beim eigentlichen Einsatzgebiet des PCs, Multimedia-Inhalte anzuzeigen, versagt das Aeneon-Speichermodul nicht. Das Media-Center reagiert flott auf die Benutzereingaben, Musik und Bilder werden ohne Verzögerungen wiedergegeben. Auch Videos werden problemlos abgespielt, selbst bei hochauflösenden Filmen von einer Blu-ray Disc kommt es zu keinerlei Rucklern oder sonstigen Problemen. Ein Gigabyte Arbeitsspeicher sind für dieses Einsatzgebiet genug.
Aufwändige Programme (etwa Bild- und Videobearbeitung, moderne Spiele) kommen allerdings des Öfteren ins Stocken, hier reicht die Speichermenge einfach nicht aus. Für diese Anwendungen sind mindestens zwei Gigabyte empfehlenswert.

Everest-Benchmarks:
Speicher Lesedurchsatz: 4036 MB/s
Speicher Schreibdurchsatz: 4424 MB/s
Speicher Kopierdurchsatz: 3924 MB/s
Speicherverzögerung: 64,4 ns


Overclocking
Obwohl so günstige Speichermodule nicht für ausufernde Übertaktungsversuche gedacht sind habe ich dennoch einen entsprechenden Test gemacht. Dabei macht das Aeneon 1GB-Speichermodul einen recht guten Eindruck: So sind auch 800 MHz (+133 MHz) mit den vorgegebenen Latenzen (5-5-5-15) kein Problem. Allerdings muss die Speicherspannung minimal um 0,1 Volt erhöht werden.


Fazit
Für einen Preis von mittlerweile knapp 17€ bietet Aeneons DDR2-667-Arbeitsspeicher mit einer Kapazität von 1 GB und den Latenzen CL5 eine ordentliche Vorstellung. Die Leistungswerte sind zwar nicht überragend, dafür gibt es keinerlei Probleme mit der Stabilität, das Speichermodul verrichtet zuverlässig seinen Dienst. Auch das Übertaktungspotenzial ist für diese Preisklasse beachtlich.
Ärgerlich ist hingegen die falsche Erkennung der Speichergeschwindigkeit, das Modul läuft ohne manuelle Anpassung nur mit einem behäbigen Tempo. Aus diesem Grund bekommt das Aeneon-Speichermodul nur drei Sterne von mir, kaufen sollte man sich das Modul nur, wenn das Mainboard ein manuelles Einstellen der Speichergeschwindigkeit zulässt.


Vielen Dank für das Lesen meines Berichtes, über Bewertungen und Kommentare würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Hendrik


Bilder von AENEON DRAM 1 GB PC2-5300
  • AENEON DRAM 1 GB PC2-5300 Speichermodul
  • AENEON DRAM 1 GB PC2-5300 CPU-Z 1
  • AENEON DRAM 1 GB PC2-5300 CPU-Z 2
AENEON DRAM 1 GB PC2-5300 Speichermodul
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
hochsauerlaender

hochsauerlaender

29.03.2010 12:18

Was will man da mehr ?? Gut gemachte Info. Nur beim Übertakten bin ich immer etwas vorsichtig und skeptisch.

ingoa09

ingoa09

19.12.2009 00:17

Ein feiner Bericht ;-) Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit! Ingo

Rheinkieker

Rheinkieker

17.12.2009 15:58

ich finde den bericht einfach klasse, aber von dieser technik verstehe ich nicht viel.

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