AIROH Tiberium

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So, nachdem ich so viel Kritik bezüglich des Detailgrades meines letzten Beitrages zu dem o.a. Helm einstecken musste, werde ich nunmehr versuchen, noch ein paar Infos zu geben. Also: Nach dem Kauf meiner Suzuki Bandit (in blau) musste natürlich auch ein passender Helm her. Das Passen sollte ... Bericht lesen





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Viel zu laut! (Lange Berichtsversion :-))
Erfahrungsbericht von Thomas10011977 über AIROH Tiberium
22.07.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Schnelles Öfnnen/Schließen
Kontra: Starke Windgeräusche

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

So, nachdem ich so viel Kritik bezüglich des Detailgrades meines letzten Beitrages zu dem o.a. Helm einstecken musste, werde ich nunmehr versuchen, noch ein paar Infos zu geben. Also:
Nach dem Kauf meiner Suzuki Bandit (in blau) musste natürlich auch ein passender Helm her. Das Passen sollte sich auf die Farbe und auf den Tragekomfort beziehen. Also schaute ich mir das Angebot von Louis an. Dort stieß ich auf den Airoh Helm, der mir auf Anhieb gefiel. Da ich Brillenträger bin, wollte ich auch einen Klapphelm haben, da diese für die Nutzung einer Brille gut geeignet sein sollte. Also bestellte ich mir den Helm für 199 €. Kurze Zeit später konnte ich Ihn in Empfang nehmen. In der Verpackung waren noch ein Antibeschlagvisier, ein Windabweiser (siehe Punkt 4) und ein Schutzbeutel.

Die Daten:
1. Material: Ronfalin
2. Gewicht: ca. 1450 g
3. Visier: kratzfest klar, antifog
4. Belüftung: Kinn- und Stirnbereich, verstellbar, sowie Hinterkopfbereich
5. Futter: Coolmax
6. Verschluss: Steckschloss

Im Einzelnen:
zu 1. Material
Zu dem Material kann ich leider nicht so viel sagen. Soll aber nicht das Beste sein, da sich mittlerweile Polycarbonat oder Fiberglas als Standart etabliert haben soll. Habe ich aber nur gehört und kann somit nicht mehr dazu sagen.
zu 2. Gewicht
Das Gewicht von 1450 g wirkt sich nicht unbedingt stören aus. Jedenfalls habe ich es bisher nicht als negativ empfunden. Muss aber zugeben, dass ich den Helm nie so lang aufhatte (Begründung in meinem kurzen Beitrag bzw. weiter unten :-)). Langstreckentauglichkeit kann somit nicht von mir bejaht/verneint werden.
zu 3. Visier
Das Visier macht auf den ersten Blick nen guten Eindruck. Soweit ich das beurteilen kann, waren auch keine Verzerrungen o.ä. zu erkennen. Zur Kratzfestigkeit kann ich nur sagen, dass ich schon nach ein paar Öffnungen/Schließungen leichte Abnutzungen erkennen konnte. Da wir gerade bei dem Öffnen sind. Das Klappvisier kann mit einer Hand geöffnet werden. Man betätigt einen Knopf auf der Innenseite des Helmes (Kinnbereich) und kann dann den kompletten "Vorbau" hockklappen. Leider funktioniert das nicht immer so toll, wie geplant. Machmal muss man sich schon anstrengen, den Mechanismus auszulösen. Zum Schließen zieht man dann das Oberteil wieder nach unten, bis es hörbar einrastet. Die Öffnung nur des Visiers stellt sich etwas kompliziert dar, da nur eine "Nase" an der rechten Unterseite des Visiers angebracht wurde, die mit Handschuhen recht schwer zu finden ist.
zu 4. Belüftung
Das Belüftungssystem macht mit mehreren Öffnungen am Helm auf sich aufmerksam. Direkt auf Mundhöhe sitzt die erste Einlassöffnung. Diese ist dreifach zu verstellen. Entweder geschlossen, geöffnet, oder Öffnung der Visiers von ca. 3 mm. Dabei drückt der Wahlschieber einfach die Unterseite des Visiers etwas nach oben. Weitere Öffnungen befinden sich im Bereich der Schläfen. Diese können entweder geöffnet oder geschlossen werden. Zu guter Letzt sitzt noch eine Öffnung auf der Oberseite des Helmes. Diese dient der "Absaugung" der warmen Luft. Das ganze soll durch die Erzeugung eines Unterdruckes erfolgen. In der Praxis funktioniert das Belüftungssystem so ganz gut. Da jedoch der Helm im Kinnbereich offen ist, benötigt man den vorderen Lufteinlass kaum, da das Kinn sehr stark durch den Fahrtwind gekühlt wird. Dies ist auf Dauer sehr unangenehm und dürfte bei etwas niedrigeren Temperaturen zum Abraten von der Nutzung des Helmes führen. Hier gibt es leider auch nicht viel Änderung, wenn man den Windabweiser den ich Eingangs erwähnt hatte, an den Helm montiert.
zu 5 Futter
Der Helm sitzt sehr angenehm auf dem Kopf. Das Material fühlt sich soweit gut an. Das Innenfutter besteht aus einem Stoff, der Coolmax genannt wird. Dieser lässt Luft an die Haut und führt Flüssigkeit (also den Schweiß) ab. Weiterhin können die Innenpolster gewaschen und ausgetauscht werden. Leider musste ich feststellen, dass man als Brillenträger nicht wirklich von einem solchen Helm profitieren kann. Da die Polster an den Ohren recht stramm anliegen, macht es mühe, die Bügel der Brille noch zwischen den Kopf und den Helm, zu schieben. Ein Auflassen der Brille beim Aufsetzten des Helmes war leider auch nicht möglich.
zu 6. Verschluss
Hier wartet der Helm mit einem einfachen Steckschloss auf. Dieses funktioniert aber ganz gut, wenn man ein paar mal geübt hat. Der Verschlussriemen saß auch ganz gut und drückte nicht unangenehm. Ich hatte aber den Eindruck, dass dich die Weite des Riemens gern verstellt und dadurch ein Nachspannen von Nöten ist.
zu 7. Sonstiges
So, nun komme ich zu dem, was meiner Meinung nach zur Unbrauchbarkeit des Helmes führt: Der Geräuschpegel.
Ich muss sagen, sowas habe ich noch nicht erlebt. Die Windgeräusche im inneren des Helmes sind so hoch, dass spätestens bei Tempo 100 ein weiteres Beschleunigen ohne Einbuße des Trommelfells nicht möglich ist. Ab ca. 50 km/h vernimmt man ein Pfeifen, was schon recht stark ist. Wieso das so ist, kann ich nicht sagen. Ich tippe mal, dass die Kante zwischen Visier und Helm Schuld an der Misere ist. Auch nach Schließen aller Belüftungsöffnungen ergab sich kein anderes Bild. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: Entweder man fährt nicht schneller als 50 km/h oder man muss Ohrenstöpsel tragen.
Noch eine Anmerkung. Der Helm kann mit einem Umrüstkit ( 72 € bei Louise) zu einem Jethelm umgerüstet werden. Vielleicht sind die Windgeräusche dann weniger :-)    


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