Tragbarer MiniDisc Rekorder
13.01.2001 (12.02.2001)
Pro:
Der Hund freut sich über längere Spaziergänge
Kontra:
MD nicht sehr weit verbreitet
Empfehlenswert:
Ja
 McHans
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:10
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 49 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich habe mir das Gerät im April des letzten Jahres bei Saturn in Neuss für den stolzen Preis von DM 429,- gekauft. Bekommen habe ich dafür ein sehr gut verarbeitetes Hightech-Gerät für die Hosentasche, das bei täglicher Nutzung noch keinerlei Macken gezeigt hat. Lieferumfang: Im Lieferumfang sind neben dem Gerät selber ein Lithiumionen-Akku (ca. 10 Std. Abspielen oder 4 Std. Aufnehmen), ein Netzteil, ein optisches Digitalkabel, ein Ohrstöpsel-Kopfhörer mit Kabelfernbedienung und drei Handbücher enthalten. Hier hätte ich mir noch eine Tasche gewünscht.
Verarbeitung: Die Verarbeitung ist wie gesagt sehr gut und bislang habe ich noch nichts negatives am metallenen Gehäuse festgestellt, abgesehen davon, dass die Klappe durch das viele Draufsitzen (ich trage den MD-Player immer in meiner rechten Hinterntasche (Mit Gürteltasche wäre das anders)) ganz leicht verbogen ist (merkt man aber kaum und ist auch kaum verwunderlich). Klangqualität: Die Klangqualität ist ebenfalls sehr gut, auch wenn sie nicht an die einer CD heranreicht. Das liegt an der Komprimierung, die die Liedgröße auf ein Fünftel schrumpft. Das merkt man aber erst, wenn man von mp3 mit 128 kbit/s aufnimmt. Dann ist die Qualität aber immer noch deutlich besser als auf Kassette.
Wiedergabe: Beim Abspielen bietet der MiniDisc Recorder alle Funktionen, die auch ein normaler Diskman hat, und noch einiges mehr. So gibt es neben der Play/Pause-, der Stop- und den Vor- und Zurücktasten auch eine Modetaste, mit der man während der Wiedergabe einstellen kann, ob die MiniDisc im Repeat-, im Repeat1-, im Random- oder im Programm-Modus laufen soll. Was mich hierbei allerdings stört ist, dass man im Random-Mode nicht zum vorherigen Lied zurück springen kann. Des weiteren gibt es noch eine Taste mit der Aufschrift DSL, die eine Bassverstärkung bewirkt, und eine DISP-Taste (Display), mit der man die Anzeige im ca. 3cm mal 2cm großen LCD (Liquid Crystal Display) einstellen kann (Zeit, Liedtitel, verbleibende Zeit, MD-Titel, Datum der Aufnahme). Mit Hilfe eines Rades ist dann auch noch die Lautstärke einstellbar (von 0 – 20, wobei Stufe 9 über die Kopfhörer angenehm und Stufe 20 nur für den Betrieb über die Anlage sinnvoll ist). Über diesem Rad befinden sich noch zwei Tasten (Enter/- und Search/+/Shift), wobei die erste beim abspielen keine Bedeutung hat. Mit der zweiten kann man Lieder direkt anspringen. Außerdem besitzt das Gerät ein 40 Sekunden Anti-Schock-System, das störende Sprünge im Betrieb verhindert. Aufnahme: Aufgenommen wird durch die Betätigung eines Schiebreglers an der Seite des Gerätes. Leider kann man (wie ja auch nicht anders zu erwarten war) nur in einfacher Geschwindigkeit aufnehmen. Ich hätte deswegen gerne ein MiniDisc-Laufwerk für den Computer, was ich hier zulande aber leider noch nicht gesehen habe. (Wer also weiß wie ich ein solches Gerät erwerben kann, soll sich bitte melden.) Ich habe für die Aufnahme den AM-F65 mit Hilfe eines Chinch-Klinken-Adapters an meinen Verstärker angeschlossen und lasse meinen Computer die gewünschte Musik abspielen. Da hierbei aber die digital vorliegende Musik erst in analoge Daten und dann wieder in digitale Daten umgewandelt werden muss, leidet die Qualität etwas. Besser wäre es eine Soundkarte oder einen CD-Player mit optischem Ausgang zu haben, da hier die Daten direkt digital übertragen werden und deswegen kein Qualitätsverlust entsteht. Ein weiterer Vorteil der Aufnahme über ein optisches Digitalkabel besteht darin, dass die Liedtrennungen mitgespeichert werden. Bei der normalen Methode werden die Lieder automatisch getrennt. Dies ist allerdings recht unzuverlässig, da die Marke geschrieben wird, wenn drei Sekunden lang kein Ton mehr übermittelt wird. Dies führt aber dazu, dass Lieder, zwischen denen nicht drei Sekunden oder länger Ruhe ist, als ein einzelnes Lied erkannt werden oder aber ein Break in einem Lied wird als Ende gewertet und das Stück wird in der Mitte getrennt. Dann muss das nachträglich relativ mühsam verbessert werden. Eine sehr gute Funktion ist aber die Umstellung von Stereo- auf Monoaufnahme, wodurch nur noch halb soviel Speicherplatz verbrauch wird und so auf eine normale 75 Minuten MiniDisc ganze 150 Minuten passen. Ein Nachteil dabei ist allerdings, neben dem fehlenden Stereoeffekt, dass diese Lieder nur auf Geräten, die Monowiedergabe unterstützen (das gehört, laut Handbuch, aber nicht zum Standart) abgespielt werden können. Außerdem ist es noch möglich, ein Mikrofon anzuschließen, mit dem der MD-Rekorder als Diktiergerät genutzt werden kann. Dafür muss dann lediglich ein Schalter auf der Rückseite betätigt werden.
Bearbeitung von Aufnahmen: Prinzipiell ist die Bedienung sehr einfach aber in der Praxis recht umständlich, da geeignete Eingabegeräte, wie eine Tastatur, fehlen. In den Bearbeitungsmodus gelangt man, indem man erst auf Play und dann auf Aufnahme drückt. Dann stehen einem sieben verschiedene, Funktionen zur Verfügung, zwischen denen per Mode-Taste gewechselt wird: Track Name, Disc Name, Combine, Divide, Renumber, Erase und Erase All. Aufwendig ist vor allem die Eingabe von Titeln, die wie folgt vonstatten geht: Eingegeben werden die Buchstaben, Zahlen und Zeichen durch das schon oben erwähnte Rad. Durch die Shift-Taste kann zwischen dem Alphabet in Großbuchstaben, dem Alphabet in Kleinbuchstaben und einer Reihe von Zeichen und Zahlen gewechselt werden. Mit der Vortaste gelangt man ein Zeichen weiter und mit der Zurücktaste ein Zeichen zurück. Bestätigt wird die Eingabe mit der Entertaste. Da braucht man bei längeren Titeln schon um die zwei Minuten. Handbuch: Die drei Handbücher beinhalten die Bedienungsanleitung in insgesamt 9 Sprachen (pro Buch drei Sprachen). Die Erklärungen und Zeichnungen sind durchweg präzise, umfassend und verständlich (zumindest für mich). Endlich mal ein Handbuch, das ein „sehr nützlich“ verdient hat.
Fazit: Äußerst gelungenes tragbares Abspielgerät, das, wegen der Ausgereiftheit, sein Geld wert ist. Wer allerdings nur Musik hören möchte und keinen großartigen Komfort braucht, sollte sich einen billigen Walkman kaufen. Negativ ist eigentlich lediglich die Tatsache, dass das Medium MiniDisc nicht sehr weit verbreitet ist.
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26.09.2001 19:32
SEHR HILFREICH!!! - Hey! Also mein alter Sharp ist in der Sonne in Israel geschmolzen, also hab ich mir den MZ-R900 von SONY gekauft: Ist echt gut. :) Also vielleicht schausst du auch bei mir mal rein?...ps. ich habe einen Bericht darüber geschrieben...;) ciao-corvin84
24.06.2001 04:36
Ich habe diesen MD-Player auch schon etwas länger und bin sehr zufrieden!
24.04.2001 14:17
Hey Mann, danke für die präzise Schilderung! Schön, dass hier noch ein paar Leute richtige Sätze schreiben können... Weiter so - ich schau mal wieder rein ;-) Masterracer