Ein neues Gehirn für meinen PC
24.07.2007
Pro:
Preis/Leistung, Dual - Core, 64 - Bit
Kontra:
angeblich wurde die Produktion eingestellt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Geschwindigkeit
Stabilität
Übertaktung:
Kompatibilität:
Support/Service:
 Fippsi
Über sich:
Hobbys: (Spiele-)Programmierung; Webdesign;...
Mitglied seit:17.07.2002
Erfahrungsberichte:45
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Inhaltsverzeichnis ----------------------------------------------- 1) Anschaffung 2) Installation 3) Leistung 4) Übertaktung 5) Zusammenfassung ----------------------------------------------- Bezeich nung: AMD Athlon 64 X2 3800+ Taktung: 2 GHZ (bei Auslieferung) Kerne: 2 Sockel: AM2 Stromverbrauch unter Volllast: 95 Watt (35 Watt in der teureren EE-Stromspar-Variante) Max. Temperatur: 72° C (durch automatische Taktung liegt sie meist bei ca. 30° C)
----------------------------------------------- 1) Anschaffung ----------------------------------------------- So, endlich ein neues Motherboard, neue Grafikkarte, Gehäuse, usw. ausgesucht - jetzt muss noch die passende CPU hinein. Da ich AMD-Fan bin und nicht soviel Geld für eine Intel-CPU habe, wenn ich mit einer AMD-CPU dieselbe Leistung für weniger Geld bekomme, musste es natürlich eine Athlon-CPU sein.
Nach einigem Artikel-Lesen wusste ich immerhin, dass der damals aktuellste Sockel der AM2 war und welche CPUs es gab. In Preis-/Leistungstabellen fiel mir immer wieder die Athlon 64 X2 Dual Core 3800+ auf. Das X2 und das DualCore im Namen heißt übrigens, dass sich in der CPU quasi 2 CPUs befinden, besser gesagt 2 Rechenkerne. Also schnell mal meinen Händler fragen, ob er sie mir liefern kann (ein kleiner privater, der in der näheren Umgebung per "Mundpropaganda/Internetkontakt" verkauf). Er berichtet mir, dass die CPU derzeit innerhalb von 1 Tag lieferbar sei, allerdings sei die Produktion von neuen 3800+s eingestellt worden. Nach einigem Suchen im Internet konnte ich dieses Gerücht aber nicht bestätigen. Also kaufte ich sie erstmal auf gut Glück und hoffe nun, dass sie lange hält, falls mal die Ersatzteile ausgehen sollten.
Achja: Der Preis damals lag bei 79,- €uro. Früher waren die CPUs ja noch das teueste am ganzen PC. Mittlerweile ist der größte Kostenfaktor aber zur Grafikkarte rübergewandert. ----------------------------------------------- 2) Installation ----------------------------------------------- Früher erforderte es immer sehr viel Geschick, um eine CPU einzubauen. Damals musste man den Keramik-Kern noch großen Spannungen und großem Druck aussetzen. Dank der neuen Sockel-Designs der Motherboard- und CPU-Hersteller braucht man die CPU aber nur mehr an ihrem Platz legen und einen Hebel umlegen. Empfehlenswert ist es dann, die CPU mit einer dünnen Schicht Wärmleitpaste einzuschmieren und anschließend den Ventilator aufzusetzen. Ich verwende den beigelegten AMD-Ventilator der Boxed-Variante (dazu später noch mehr). Also alles in allem hat sich die Installation einer CPU in den letzten Jahren sehr vereinfacht - vielleicht gab es ja bei zu vielen Kunden Unfälle?!
----------------------------------------------- 3) Leistung ----------------------------------------------- Da es leider noch kein vernünftiges 64bit-Windows-Betriebssystem gibt (Windows Vista nur kurz angetestet, nach 2 Tagen unfreiwilligen Beta-Testens für Microsoft (werden die ganzen Kunden dafür eigentich entlohnt?) wieder entfernt), habe ich mich für die ganz normale WindowsXP SP2-Variante entschieden. Nebenbei hab ich noch Ubuntu 7.02 auf dem PC für Dinge, die ich nur unter Linux machen kann. Das 64bit-WindowsXP läuft auch einwandfrei, nur wollte ich nicht zusätzlich zum normalen 700MB-Setup-Image nochmal eine CD für alle verfügbaren Sprachen (inkl. deutsch) runterladen. Achja, für PC-Auskenner: Der restliche PC besteht aus einem ASUS M2N-E Motherboard, 2 GB DDRII 533Mhz Arbeitsspeicher und einer Radeon X1950Pro (256MB DDRIII)
Erstmal schnell hochgefahren (der neue PC geht ordentlich ab - was für eine Freude ;-) ), gleich einmal die ersten Spiele drauf. Und siehe da - das Strategiespiel Supreme Commander - welches für seine CPU-Last auf Grund der hohen Einheitenzahl bekannt ist - läuft mit allen Details mit 1280er-Auflösung flüssig. Als nächstes "Die Siedler II - Die nächste Generation": Auch alles flüssig bei allen Details. Also ein Spiel mit hohen Anforderungen - der Ego-Shooter S.T.A.L.K.E.R. inkl. dem 1. Patch: Ok, jetzt wird es etwas in die Knie gezwungen. In den Außenwelten mit dem ganzen Gras und seinen Schatteneffekten kommt es hin- und wieder zu Nachladeruklern. Wenn man die Bildqualität etwas herunterregelt kann man auch dieses Spiel flüssig spielen.
Um die Leistung mit und ohne Dual-Core zu testen, habe ich mir die neuste WinRAR-Version heruntergeladen und installiert. Da kann man einstellen, ob beide Kerne verwendet werden sollen. Ich habe eine 400MB-Video-Datei kompremiert. Mit einem Kern dauert es 120 Sekunden, bei zwei Kernen nur mehr 80 Sekunden. Also ein spürbarer unterschied. Aufgrund des großen Arbeitsspeichers und der Rechenlastverteilung kann ich auch Bittorrent, Firefox, Thunderbird und ein x-beliebiges Spiel gleichzeitig ausführen und ohne Verzögerung per Alt-Tab zwischen ihnen hin- und herwechseln. ----------------------------------------------- 4) Übertakten ----------------------------------------------- Ausgeliefert wird die CPU mit einer Taktung von ziemlich genau 2 GHZ. Der Wert schwankt zwischen 1996 und 2004 Mhz, aber egal. Laut den eingebauten Sensoren (Programme zur Anzeige gibt's auf der AMD-Seite oder beim Motherboard-Hersteller) erreicht die CPU selbst unter Volllast nicht mehr als 37° C. Also übertakte ich sie auf 2,3 GHZ, bis sie max. ca. 45° C erreicht hat. Bringt zwar nicht unbedingt die selbe prozentuale Leistungssteigerung in Spielen, aber warum die Leistung verschenken? Allerdings benutze ich weiterhin die tollen Cool&Quiet-Tools, damit sich die CPU automatisch auf das Minimum von 1 GHZ heruntertaktet, wenn man nicht mehr Leistung braucht (z.B. beim Internetsurfen, Office-Betrieb,...). Ansonsten wird mein kleines Zimmer vom PC sehr schnell aufgeheizt und die Lüfter drehen automatisch hoch, wenn die CPU zu heiß wird. So ist selbst mit dem mitgelieferten AMD-Kühler ein leiser Betrieb bei angemessener Kühlleistung möglich. Für Case-Modder, die ihr Gehäuse verzieren möchten, muss es aber trotzdem ein individueller Lüfter sein, das der AMD-Lüfter nicht gerade der schönste ist.
Achja, ein kleiner Tipp: Auf der Homepage von AMD (www.amd.com) gibt's den sogenannten Dual-Core-Optimizer bei den Treiber-Downloads. Der optimiert in Windows die Verteilung der Rechenlast auf beide Kerne.
----------------------------------------------- 5. Zusammenfassung ----------------------------------------------- Alles in allem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die 64bit bringen sich derzeit noch unter keinem Betriebssystem wirklich etwas (außer Linux), die zwei Rechenkerne (X2 DualCore) spürt man stark. Ich würde die CPU auf alle Fälle wiedernehmen - ok, mittlerweile ist sie vielleicht schon veraltet, aber für den Office-Bereich und für Ottonormal-Spieler durchaus sehr zu empfehlen.
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22.04.2009 15:45
Den hab ich auch, recht günstig ist der jetzt.
28.07.2007 10:28
solide cpu, aber ich hab sockel 775, bin also intel-fan...zur zeit jedenfalls. ;) gruß X
27.07.2007 23:38
Klasse beschrieben. Liebe Grüße Edith und Claus