AMD Athlon XP 1700+

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XP1700 + JIUHB = XP3400!

5  05.05.2003

Pro:
offener Multiplikator, höchst übertaktungsfreudig, günstiger Preis

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Geschwindigkeit

Stabilität

Übertaktung:

Kompatibilität:

Support/Service:


Terminator-II

Über sich: still out of order ▪ (o:-♥ dich Schnuffel!

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JIUHB? Was ist das denn? Nun, das wußte ich bis vor einigen Wochen auch noch nicht! Damals machten im Web unglaubwürdige Gerüchte die Runde. Gerüchte, daß AMD einen neuen Prozessor auf den Markt gebracht hat, dessen Overclocking-Fähigkeiten geradezu sensationell sein sollten. Ich stand dieser Sache erst einmal sehr skeptisch gegenüber, zumal ich bisher auch überhaupt kein Overclocking-Fan war! Doch schon bald darauf wurden diese Gerüchte von diversen Berichten, Reviews und User-Posts in Hardware-Foren bestätigt - Eine AMD Athlon XP 1700+ CPU, original getaktet mit 1466 MHz, die man ohne großen Aufwand auf das Leistungsniveau eines Athlon XP 2600+ und höher bringen konnte!

Diese Meldungen haben mich dann so neugierig gemacht, daß ich mir kurzerhand auch eine dieser Wunder-CPUs bestellte. Ein solcher XP 1700+ CPU kostete ja auch nur rund 65 Euro und beim Gedanken, daß man diese dann wirklich auf XP2600+ Niveau overclocken kann, konnte ich einfach nicht widerstehen! Dazu kommt, zu dem Zeitpunkt kostete ein "echter" XP 2600+ immerhin rund 220 Euro, und auch jetzt muß man noch rund 150 Euro dafür bezahlen. Also sehr viel Leistung für sehr wenig Geld, den Versuch war es mir wert!

Insider mögen mir verzeihen, aber ich versuche meine Berichte immer so zu schreiben, daß auch Technik-Laien halbwegs etwas damit anzufangen wissen. Deshalb will ich vorab kurz auf den Begriff "Overclocking" eingehen.

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■ OVERCLOCKING

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Overclocking, zu deutsch, "übertakten" - unter diesem Schlagwort versteht man im PC-Sektor alles an Hardware, die man bezüglich ihrer Taktraten über deren Hersteller-Vorgaben betreibt. Ob CPU, RAM, Mainboard oder Grafikkarte - fast alles läßt sich übertakten. Mittlerweile ist es fast schon ein Volkssport geworden, seine Komponenten höher zu takten, deren Limits auszuloten und an ihre Grenzen zu treiben. Dies bringt natürlich z.T. beeindruckende Leistungs-Vorteile mit sich - eine übertaktete CPU rechnet schneller, eine Grafikkarte schafft mehr Bilder/sek. und der übertaktete RAM-Speicher macht sich mit einem höheren Speicherdurchsatz bemerkbar. Mehr Leistung, null Kosten.

Hört sich bis hierhin nicht schlecht an... und es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn Overclocking nur Vorteile mit sich bringt. Höher getaktete Komponenten benötigen aber fast immer mehr Volt-Spannung. Diese wiederum produziert z.T. erheblich mehr Abwärme, die sich negativ auf Stabilität und Lebensdauer solcher "mißhandelter" Hardware auswirkt. Um die höhere Abwärme in den Griff zu bekommen, muß man sie mit aufwendigeren Kühlmethoden ableiten. Bis zu einem gewissen Maß ist Overclocking sicher sinnvoll - wer es aber zu sehr übertreibt, kann sein teueres PC-System durch Overclocking auch durchaus ins "Hardware-Nirvana" schicken.

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■ CPU-LAYOUT

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Nach dem auspacken bekommt man ein ca. 5 x 5 cm großes, flaches und rechteckiges Stück Elektronik zu Gesicht - den Prozessor! Die Farbe der Athlon XPs ist immer grün oder braun. Dies hat nichts weiter zu bedeuten, die Qualität der CPUs ist nicht von der Farbe abhängig! Auf der Unterseite findet man 462 goldene und empfindliche Pins ("Beinchen") - genausoviele wie z.B. beim AMD Duron oder AMD Athlon Thunderbird. Solche CPUs bezeichnet man als "Sockel A"-CPUs. PC-Mainboards, die diesen CPU-Typ unterstützen, verfügen deshalb auch über einen sog. "Sockel A" CPU-Sockel.

In der Mitte befindet sich der CPU-Kern, die sog. CPU-"Core". Wurde dieser Kern beim alten "Palomino"-XP noch in 0.18 Micron gefertigt, schrumpfte die Herstellungstechnik bei dem hier vorgestellten "T-Bred"-XP auf 0.13 Micron (1 Micron = 0.001 Millimeter). Je kleiner die Micron sind, desto weniger Volt-Spannung werden benötigt, um die CPU zu betreiben, desto weniger Abwärme
Bilder von AMD Athlon XP 1700+
AMD Athlon XP 1700+ Bild 61892 tb
der Athlon XP 1700+ JIUHB DLT3C
wird produziert, aber desto kleiner ist auch die Fläche der Core, um diese Abwärme an den CPU-Kühlkörper abzugeben! Die "T-Bred" CPU-Core hat eine Größe von 101 mm², auf dieser Fläche sind circa 54.3 Millionen Transistoren untergebracht!

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■ DER 1700+, DER EIN 2600+ WAR!?

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Den AMD Athlon XP 1700+ gibt es eigentlich schon längere Zeit auf dem Markt. Die erste Baureihe dieses 1700ers wurde von AMD "Palomino" genannt. Eigentlich war er kein weltbewegender Prozessor, mit einer Kernspannung von 1.75v wurde er relativ warm und war auch nur schlecht übertaktbar. Aber dennoch machte er einen guten Job und war trotz seiner nur 1466 MHz Taktrate in etwa so schnell wie eine Intel Pentium-CPU mit 1700 MHz (deshalb auch die Bezeichnung "1700+").

Später wurde der "Palomino"-Kern vom "Toroughbred"-Kern (kurz auch T-Bred genannt) abgelöst. Dieser war etwas kleiner und konnte anstatt der 1.75v nun mit nur 1.50v Kernspannung betrieben werden. Dies sind zwar nur 0.25v weniger als zuvor, aber für CPU-Verhältnisse war das schon ein großer Fortschritt! Weniger Kernspannung (VCore) bedeutet zumindest bei einem solch "kleinen" 1700er nämlich auch weniger Abwärme, kühleren Betrieb, kleinere, leisere CPU-Lüfter und auch eine längere Lebensdauer.

Nun war es so, das der XP 1700+ ursprünglich gar nicht mit dem zweiten T-Bred-Kern hätte erscheinen sollen - mit dem auslaufen des ersten "Palomino"-Kerns war eigentlich auch das Ende des 1700ers gekommen. Der neue T-Bred war nur den neuen, schnellen XPs ab 2200+ und höher vorbehalten. Aber AMD hatte die Rechnung wohl ohne den Markt gemacht - denn dieser verlangte schlagartig wieder nach kleinen und günstigen Einsteiger-CPUs a´la XP 1700+. Verständlich, nicht jeder ist bereit, über hundert Euro für eine CPU auszugeben!

Der Clou war nun, daß AMD nicht extra neue XP 1700+ fertigte - nein, man nahm einfach große und teuere XPs in der Größenordnung XP2600+ bis 2800+ und labelte diese einfach auf 1700+ um! Dies geschah nach dem Prinzip, "...lieber irgendwelche CPUs günstiger aber sehr gut verkaufen, als gar keine". Bis hierher ist AMDs Handlungsweise noch einigermaßen nachvollziehbar - aber jetzt wird es erst wirklich kurios!

Denn bisher handhabte es AMD so, das jede CPU die das Werk verließ, mit einem festen Multiplikator "gelockt" wurde. Jede CPU läuft mit einer Kombination aus Multiplikator x Mainboard-Takt. Ein XP 1700+ hat einen Mutiplikator von x11.0, multipliziert mit einem Mainboard-Takt von 133 MHz kommt man so auf dessen 1466 MHz CPU-Takt. Im BIOS von fast allen halbwegs modernen PC-Mainboards konnte man diesen Multiplikator bisher zwar zwischen x5.0 und x12.5 (auf neueren Boards sogar bis x22.0) in 0.5er-Schritten einstellen, aber das hatte keinen Effekt - die CPU war auf ihren Multiplikator von x11.0 gelockt, also fest eingestellt.

AMD hat diesen Multiplikator nun aber bei unserem speziellen XP 1700+ offengelassen! Das heißt im Klartext, stellt man den Multiplikator im BIOS höher, gehorcht die ungelockte CPU diesem Multiplikator und taktet höher - und dem übertakten steht nichts mehr im Wege! Seltsam? Spätestens jetzt fragt man sich doch, -warum- AMD beim 1700er JIUHB den Multiplikator-Lock wegließ. Ein Versehen? Absicht? Man weiß es nicht genau..! Es wäre natürlich auch werbetechnisch gut für AMD und brächte im Kampf gegen Erz-Rivale Intel Image und Marktanteile, wenn sich herumspricht, wie gut sich AMD-CPUs übertakten lassen!

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■ DAS "JIUHB" SUPER-STEPPING

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Kommen wir nun zum interessantesten Teil dieses speziellen XP 1700+, dem CPU-Stepping. Was soll man beim Kauf beachten, welches Stepping ist gut übertaktbar und welches weniger? Bei den älteren "Palomino"-XPs war das Stepping noch direkt auf den CPU-Kern aufgeprägt. Bei unserem "T-Bred"-XP befindet sich das Stepping dagegen auf einem kleinen, schwarz-weißen Sticker, der am Rand der CPU aufgeklebt ist. Hier ein typischer Aufdruck eines solchen Übertaktungs-Wunders:

AXDA 1700 DLT3C 9746297-26-0877
JIUHB 0308 XPMW (m)(c) 1999 AMD

• AXDA
Dies gibt den Typ der CPU an. AXDA ist die Codierung für "Athlon XP (T-Bred) Desktop Processor (Model 8)". Bei allen XP1700+ handelt es sich um AXDAs (Desktop-CPUs).

• DLT3C
Dies bezeichnet die Volt-Spannung, die nötig ist, um die CPU zu betreiben. DLT3C = 1.50v, DUT3C = 1.60v, DMT3C = 1.75v (Palomino). Wer vorhat, seinen 1700+ zu übertakten, sollte sich auf jeden Fall nach einem "DLT3C" umsehen, da er mit 1.50v eine bessere Basis dafür bietet. Der DUT3C ist ebenfalls übertaktbar, aber er stößt wegen der von Haus aus höheren Spannung eher an seine Grenzen.

• 9746297-26-0877 (o.ä.)
Seriennummer der CPU. An 8. und 9. Stelle findet man oft eine 25, 26, 27, 28 oder 30. Viele User behaupten, dies wäre ein Hinweis darauf, welcher XP der 1700er ursprünglich hätte werden sollen (z.B. 25 = XP2500+, 28 = 2800+ usw.) Ich kann dies allerdings -nicht- bestätigen. Es sind 25er bekannt, die mit 2400 MHz laufen, genauso wie 28er, die nicht einmal über 2100 MHz kommen. Von daher: uninteressant.

• JIUHB
Die eigentliche Stepping-Bezeichnung. Vor dem JIU>H<B gab es auch das JIU>C<B- und JIU>G<B-Stepping. Hier gilt, je höher der vierte Buchstabe ist, desto mehr MHz sollten dann auch möglich sein. Mir sind z.B. viele JIU>C<B-CPUs aufgefallen, die kaum über 2000 MHz kamen. Also deshalb am besten einen JIUHB wählen.

• 0308
Produktionsdatum (hier: 08. Kalenderwoche 2003). Häufig zu finden sind auch 0304, 0309, 0310, 0311 und 0312. Auch hier gibt es viele Diskussionen darüber, welche Herstellungswoche denn am besten übertaktbar wäre. Meiner Ansicht nach ist dieses Produktionsdatum vernachlässigbar. Wir haben neben drei 0308er auch einen 0310er in unserem LAN, der genauso gut läuft wie die 0308er.

• XPMW
Über dieses Kürzel konnte ich leider nichts eindeutiges recherchieren. Neben >X<PMW existieren z.B. auch noch >M<PMW, >S<PMW und noch einige andere Kombinationen. Die Mehrheit behauptet, >X<PMW wäre die beste Kombination zum übertakten. Nichtsdestotrotz laß ich auch von fast allen anderen Kombinationen, die in Sachen Overclocking ebenso über 2300 MHz gekommen sind.

Zusammenfassend, wirklich beachten sollte man beim Kauf lediglich die Kobinationen JIUHB, DLT3C, sowie eventuell noch XPMW. Alles andere ist rein spekulativ. Der Hype um diesen XP 1700+, geht mittlerweile schon so weit, das rötlich schimmernde CPU-Kerne besser taktbar wären als bläuliche usw., und solche Diskussionen sind dann echt nur noch zum schmunzeln! Letztendlich gehört auch eine kleine Portion Glück dazu, denn -jede- CPU ist ein Unikat, und -keine- läßt sich übertaktet 100%ig genau wie die andere betreiben! Übrigens habe ich noch von keinem einzigen 1700+ JIUHB DLT3C gelesen, der nicht mindestens XP 2600+ Niveau erreicht hätte!

Wichtige Voraussetzung, um den XP 1700+ auf dieses 2600er-Niveau zu bringen, ist aber auch ein passendes Equipment! Ein Mainboard mit einstellbarem Multiplikator, das min. 166 MHz Frontside-Bus beherrscht (VIA KT333-, KT400- oder NForce2-Chipsatz), sowie min. DDR333 (PC2700)-Speichermodule sind Pflicht! Bei einem Mainboard mit 133 MHz Frontside-Bus (z.B. VIA KT266-Chipsatz) funktioniert es zwar prinzipiell auch, aber hier wäre mit 1662 MHz (max. Multiplikator 12.5 x 133 MHz FSB) das Maximum erreicht - also etwa XP 2000+ Niveau, was keine großartige Leistungssteigerung mit sich bringen würde.

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■ TIPS ZUR INSTALLATION

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Die Installation ist nicht sonderlich schwer. Man öffnet auf dem Mainboard die Verriegelung des Sockels, indem man den seitlichen Hebel nach oben bewegt. Sowohl der CPU-Sockel als auch die Pins auf der Rückseite der CPU weisen -eine- schräge Stelle auf! Beim einsetzen darauf achten, das diese schrägen Ecken gegenüberliegen! Die CPU fällt dann fast von selbst und !ohne! jeglichen Kraftaufwand in den Sockel! Bitte hier extra-sorgfältig und -vorsichtig vorgehen, kleinster Krafteinsatz oder Verspannungen verbiegen die empfindlichen Pins der CPU sofort! Nach dem einsetzen den Sockel durch herunterklappen des Hebels verriegeln!

Nun geht es darum, sich zu entscheiden, wie die Abwärme an den CPU-Kühler abgegeben wird. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, Wärmeleitpad oder Wärmeleitpaste. Fast alle CPU-Kühler haben bereits ein kleines Wärmeleitpad an der Kontaktstelle zur CPU-Core aufgeklebt (vor der Kühlermontage Schutzfolie entfernen!). Dieses Pad reicht im Prinzip geradewegs aus - aber wer overclocken will, sollte das Pad doch eher vorsichtig entfernen und eine gute Wärmeleitpaste (z.B. Arctic Silver III) verwenden. Im Vergleich zu einem Pad sorgt die Paste für einen besseren Übergang zwischen CPU-Core und -Kühler, und damit auch für einige Grad weniger CPU-Temperatur. Beim Einsatz von Wärmeleitpaste gilt, weniger ist mehr! Sie füllt nur die winzigen Unebenheiten zwischen CPU und Kühlkörper aus, deshalb denügt eine erbsengroße Menge, die man mittig auf die CPU-Core aufträgt.

Die Paste wird dann beim aufsetzen des CPU-Kühlers automatisch verteilt. Bei der Montage des CPU-Kühlers muß man z.T. ein wenig mehr Kraft aufwenden, bis die Halteklammer am CPU-Sockel einrastet - aber bitte nicht brachial vorgehen! Die Core ist zwar relativ stabil, aber bei zuviel Krafteinsatz kann der Rand der CPU-Core abbrechen und die CPU damit defekt sein, ehe sie überhaupt in Betrieb war! Beim CPU-Kühler schon beim Kauf darauf achten, das er a) für Sockel A-CPUs konzipiert ist und er b) auch leistungsmäßig für die CPU ausgelegt ist! Keinen Kühler kaufen, bei dem die zu verwendende CPU bereits die maximale darstellt, etwas Leistungsreserve nach oben hinaus schadet nie!

Am Schluß noch das/die Lüfterkabel sorgsam anschließen. Nach dem ersten einschalten sofort prüfen, ob sich der/die Lüfter des CPU-Kühlers drehen. Wenn ja, sofort ab ins BIOS und unter "PC Health Monitor" (kann je nach BIOS auch ein wenig anders heißen) die CPU-Temperatur beobachten. Sie steigt relativ schnell, sollte aber im Falle des XP 1700+ (Originaltakt) zwischen 30 und spätestens ca. 40 Grad immer langsamer steigen und sich dann irgendwann ganz einpendeln. Die CPU-Temperatur ist auch sehr stark vom verwendeten CPU-Kühler abhängig.

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■ BETRIEB UND FAZIT (Update 10/2004)

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Seine CPU übertakten - bisher brachte ich das mit "instabil", "zu heiß", "zu aufwendig" oder "materialmordend" in Verbindung. Doch der Athlon XP 1700+ hat mich diesbezüglich erstmals eines bessern belehrt! Zusammen mit meinem neuen Abit NF7-S Mainboard und Twinmos/Winbond DDR400-Speichermodulen läuft dieser unscheinbare, im original mit nur 1466 MHz (über 133 MHz Frontside-Bus) getaktete Prozessor ohne großen Aufwand zur absoluten Höchstform auf! Ich habe nach etwas experimentieren mit den Einstellungen folgende, 100%ig stabile Taktraten ausgetestet:

• Original-Takt
11.0 x 133 MHz FSB = 1466 MHz (XP 1700+) @ 1.50v Core - Ø 35°

• Overclocking
12.5 x 166 MHz FSB = 2075 MHz (~ XP 2600+) @ 1.50v Core - Ø 42°C
13.5 x 166 MHz FSB = 2241 MHz (~ XP 2800+) @ 1.65v Core - Ø 47°C
14.0 x 166 MHz FSB = 2324 MHz (~ XP 3000+) @ 1.75v Core - Ø 51°C
11.5 x 200 MHz FSB = 2300 MHz (~ XP 3400+) @ 1.75v Core - Ø 51°C

• Testumgebung
Abit NF7-S Rev 2.0
Global Win TAK 68 Aluminium-Kühler
geschlossener Standard Midi-Tower
3 Gehäuselüfter / 2 Netzteillüfter

Der Athlon XP 1700+ mit JIUHB-Stepping - AMDs totales Overclocking-Wunder! Nochmals zur Verdeutlichung: er läuft !ohne! Erhöhung der Spannung, !ohne! aufwendigen Spezialkühler, nur !minimal! wärmer superstabil als XP2600+! CPU einsetzen, im BIOS den CPU-Takt wählen - fertig! Also auch Laien und diejenigen, die Overclocking eher skeptisch gegenüberstehen, können auf ihre Kosten kommen - alles absolut im grünen Bereich! Noch höhere Experimente als meine erreichten 2300 MHz sind momentan nicht vertretbar - mein GlobalWin TAK68 CPU-Aluminiumkühler stößt bei dieser Taktrate langsam an seine Grenzen. Mit höherem Kühlaufwand (z.B. Wasserkühlung) wurden von anderen Usern aber durchaus schon bis zu 2500 MHz und mehr erreicht!

Nichtsdestotrotz: 2300 MHz mit 200 MHz Frontside-Bus - meine Güte, ein phänomenales Ergebnis! Mit diesem Takt läuft der XP1700+ nun seit über einem Jahr absolut stabil! Leistungsmäßig übertrifft der XP1700+ mit dieser Taktrate einem XP3200+ und ist einem AMD Opteron 2.2 GHz ebenbürtig (siehe Benchmark-Screenshot unten). Ein XP3200+ kostet im Augenblick rund 170 Euro, ich habe für meinen "Pseudo"-3400+ dagegen gerade mal 65 Euro bezahlt! Diese CPU bietet Rechenleistung ohne Ende, welche auch in der schnellebigen PC-Welt die nächsten ein bis zwei Jahre mehr als ausreichend sein dürfte. Wow! Da kann ich nur sagen, "danke, AMD"! Wer diese geschenkte und beeindruckende Mehrleistung nicht ausnützt, dem ist nicht mehr zu helfen!

Diese 1700er mit besagtem JIUHB-Stepping gehen weg wie die sprichwörtlichen "warmen Semmeln" - mittlerweile werden keine neuen 1700er mehr ausgeliefert, und es ist schwerer geworden, noch ein fabrikneues Exemplar davon zu ergattern. Gute Chancen hat man in Auktionshäusern, wo immer wieder mal ein nagelneuer 1700er zu finden ist. Auch manche Onlineshops haben noch geringe Restposten-Mengen zu bieten. Der XP 1700+ ist meiner Meinung nach auch heute noch eine Überlegung wert, denn wo bekommt man für das Geld schon einen Athlon XP-Prozessor, der (minimum) als 2600+, und zu 99% eher mit 2200 und noch mehr MHz läuft? Eben! Wer jetzt interessiert ist, aber noch Fragen zum XP 1700+ hat, schreibt mir ins GB, das bekommen wir schon hin! ;o)

CU,
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
DeeJayXS

DeeJayXS

18.07.2005 07:55

Sehr informativer Bericht, gut geschrieben....

dark_blood_line

dark_blood_line

04.05.2005 23:40

Ich kann dir da leider nicht so ganz zustimmen. Diese CPU ist nicht so leistungsfähig wie du sie beschreibst. Mit FSB 133 OC's stürtzt sie kontinuierlich ab. Sorry, deine Angaben stimmen nicht so ganz...!

LPeyes

LPeyes

10.10.2004 17:38

Athlon.... irgendwie kommt mir das bekannt vor.. das hatten wir vor kurzem im Informatikunterricht *nachdenk* was war das bloß? "Herr Müllerrrrrrr... helfen sie mir bitteeeeeeeeeeeeeeee! Was war gleich noch mal ein Athlon????" Tja, da merkt man es mal wieder.. von Technik keine Ahnung (genau wie von Informatik... wenn der gute Herr Müller da nicht noch verzweifeln wird...). LG Lindaaaaaaa

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