Der AMD Athlon XP Prozessor mit QuantiSpeed Architektur unterstützt die nächste Generation von Computerplattformen. Er gibt Hochleistungsanwendungen zusätzlichen Schwung und bietet... mehr
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Erfahrungsbericht von Robzn über AMD Athlon XP 2700+ / 2.17 GHz Prozessor 15.03.2004
Produktbewertung des Autors:
Geschwindigkeit
schnell
Stabilität
Übertaktung:
gut möglich
Kompatibilität:
gut
Support/Service:
Pro:
schnell, zuverlässig, günstig
Kontra:
nur noch Mittelklasse - CPU
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ein Arbeitskollege von mir hat es neulich doch tatsächlich geschafft, den Chipsatz seines alten AMD Mainboards zum brennen zu bringen.. wie auch immer er das geschafft hat. Nach langer Überlegung und vielen Diskussionen hier bei der Arbeit hat er sich nun einen AMD Athlon XP 2700+ Thoroughbred (nicht Barton) in der Boxed-Version gekauft.
Preis
Gekostet hat der Spaß Anfang Februar 120,00 Euro. Inzwischen ist die CPU für etwa 105,00 Euro zu haben, der Preis-/Wertverlust ist also noch zu verkraften. Dafür bekommt man 2166 MHz, 256KB L2-Cache und dank des beiliegenden Lüfters eine verlängerte Garantie. Im übrigen sind Boxed-Lüfter nicht fest am CPU montiert, d.h. man kann jeden beliebigen anderen Lüfter anbringen (passen und ordentlich kühlen muss er nur :) ).
Lüfter
Der Lüfter dürfte wohl den Status „okay“ bekommen. Die CPU wird zwar nicht zu heiß, aber in längerem Betrieb und sofern das Gehäuse keine zusätzlichen Lüfter beinhaltet, kann die Temperatur schon mal auf 55 Grad hochgehen (Wir haben dies z.B. festgestellt, als Windows auf einmal sehr sehr viel länger zum starten brauchte oder plötzlich wie von Geisterhand abschmierte. Nach dem Einbau von weiteren Kühlern ging es aber weg). Abhilfe schaffen da entweder große Gehäuselüfter, oder sofern kein Platz mehr da ist ein Slotlüfter (beides ab ~ 5 Euro erhältlich). Unter dem Kühler befindet sich eine Wärmeleitfolie, die zwar nicht die perfekteste Lösung ist, aber der 08/15 Anwender hat zumindest die einfachste Form der Montage. Wem die Wärmeleitfolie zuwenig Kühlleistung bringt, kann sich noch für 2-3 Euro entsprechende Kühlpaste kaufen.
Geschwindigkeit
Benchmarkergebnisse sind zwar das Ergebnis einer Geschwindigkeitsmessung, aber nicht mit 0-100 Werten von Autos zu vergleichen. Denn in der Praxis bekommt man davon kaum etwas mit. Wenn man z.B. das neue Unreal 2004 spielt, dann ist es völlig egal, ob man nun 50 oder 60 Frames hat, denn sehen wird man den Unterschied nicht. Und auch Word wird keinesfalls bei einem AMD 3200+ sehr viel schneller sein. Nur bei wirklich high-end Aufgaben kann er möglicherweise gegenüber anderen in die Knie gehen. Klar, es handelt sich inzwischen „nur noch“ um einen Mittelklasse-CPU. Doch tatsächlich merken wird man es kaum. Er ist zwar nicht der schnellste, aber doch mehr als ausreichend. Aber merke: Ein 2700+ ist keinesfalls so schnell wie ein Pentium 4 mit 2,7GHz! Da ist der Unterschied doch wesentlich höher, als z.B. zum nächst höheren AMD Bruder. Gegenüber dem Barton hat der 2700+ Thoroughbred den Unterschied, dass anstatt 521kb L2-Cache nur die Hälfte besitzt. Weniger ist aber nicht unbedingt schlechter, denn der 2800+ Barton hat nur noch 2038 MHz, anstatt 2166MHz wie der 2700+ T-Bred! Sicher, übertakten lässt sich vieles, aber man darf es dem Benutzer nicht wie im Falle AMD aufzwingen und so tun, als wäre der 2800+ schneller, wobei er es dann doch nicht ist. Es ist halt auch eine Frage der Anwendungen, die mehr mit dem größeren Cache anfangen können, als mit der Taktfrequenz.
Fazit
Die größeren Barton Modelle des AMD XP haben mehr als oft das nachsehen. AMDs Barton glänzt nur dann richtig schön, wenn man ihn auch übertaktet. Aber das wollen ja nun nicht unbedingt alle Anwender, denn damit geht auch die Garantie flöten. Rund ausgedrückt, könnte man sagen, der AMD 2700+ ist eine sehr gute Wahl wenn niedrigen Preis, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit vermischt. Wenn man etwas mehr Geld ausgeben möchte, dann könnte es aber auch ruhig ein Pentium 4 System sein.