AMD Black Edition AMD Phenom X4 9950 / 2.6 GHz Prozessor

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AMD Black Edition AMD Phenom X4 9950 / 2.6 GHz Prozessor

Socket AM2+ - Cache: 2 MB mehr

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Die phänomenale Performance der AMD Phenom Multi-Core Prozessoren macht es möglich: Erleben Sie neue Wege, sich mit Freunden, Familie und digitalem Entertainment zu verbinden. AMD...
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Meine ganz private Zusatzheizung
Erfahrungsbericht von RoneryWulf über AMD Black Edition AMD Phenom X4 9950 / 2.6 GHz Prozessor
15.04.2010


Produktbewertung des Autors:   

Geschwindigkeit schnell 
Stabilität ausgezeichnet 
Übertaktung: kaum möglich 
Kompatibilität: gut 
Support/Service: gut 

Pro: Tut sein werk, Performance ok, zuverlässig
Kontra: eben etwas veraltet, viel zu Stark Abwärme, Stromverbrauch, OC fasst nicht möglich

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

So, nachdem ich euch letztes Mal mit einem Fragebogen genervt habe dachte ich mir, nimm mal ein etwas trockeneres, langweiligeres Thema. Sprich Technik! Was liegt da näher als über das Herz seines PCs zu schreiben? Nix. Also los, eine kleine Texttapete mit der ganzen Schönheit der technischen Begriffe liegt vor uns!


Architektur und Ausstattung
Es handelt sich bei dem Prozessor (CPU) um einen Vier-Kern-Prozessor. Soll heißen, die Rechenoperationen des CPUs laufen in vier verschiedenen Kernen ab, die aber rein physikalisch zusammenliegen und über die üblichen 3,3V versorgt wird. Getaktet wird das ganze in der 9950-Version mit leistungsstarken 2,6 GHz je Kern. Der AMD Phenom X4 9950 BE (nicht zu verwechseln mit dem Phenom X4 II) gehört noch zu den CPUs des Typs "Agena" Stepping B3, die noch auf 65 Nanometer gefertigt wurden. Wenn man überlegt, dass Intels neue Sechs-Kern-Prozessoren schon auf 32 Nanometer gefertigt werden, fragt man sich wie weit das noch verkleinert werden kann. Wie auch immer. Der CPU verfügt über eine Level 1 Cache von 512 KB und einem Level 2 Cache von 2048 KB (gleich 2 MB). Ein Funktionsumfang der sich durchaus sehen lassen kann. Desweiteren ist der Phenom natürlich geeignet für 64-Bit Programme und verfügt über das AMD-entwickelte Quiet'n'Cool 2.0 Energiesparkonzept.
Hinter Quiet'n'Cool verbirgt sich eine dynamische Spannungsregelung, die sowohl die Spannung für die einzelnen Prozessorkerne wie auch für die Speicherbausteine kontrollieren kann. Dies hat ganz einfach den Sinn, dass nicht benötige Kerne und Speicherbänke ganz einfach im Takt herunter geregelt werden können wodurch Storm gespart werden kann. Und glaubt mir, man ist bei diesem Prozessor für jedes gesparte Watt dankbar. Desweiteren verfügt der Prozessor über die Befehlssätze 3DNow, MMX, SSE, SSE2, SSE3 und SSE4a. Mit dieser Ausstattung hat AMD meiner Meinung nach ein astreines Paket geschnürt.

Der Phenom X4 ist für ein Mainboard mit einem AM2 (teilweise)/AM2+/AM3 Sockel konzipiert, welche auch schon ab 40 Euro zu haben sind. Nach oben gibt es da natürlich keine Grenze. An Speicher sind DDR2 vorgesehen, am besten 800 MHz oder 1066 MHz getaktet. Tja, spätestens hier macht sich eben das Alter von zwei Jahren bemerkbar, DDR3 Speicher werden nicht unterstützt.

Im Testgerät verbaut:
Mainboard: Asus M3A78 Pro; RAM: 2x 2 GB Kingston DDR2-1066; GraKa: nVidia 8800 GT 1024 MB


Installation, Montage und so...
Die Montage ist denkbar einfach und sieht am Anfang komplexer aus als sie in Wirklichkeit ist. Man sollte eben aufpassen, dass man sich nicht gleich Pinne verbiegt oder gar abbricht. Im Normalfall gleitet der CPU jedoch sanft in den Sockel. Eine Kante des CPUs ist mit einem Feil versehen und nicht bis zum Rand mit Pinnen bedeckt. So dass man weiß, wie man den CPU auf den Sockel stecken muss. Gewalt führt unweigerlich sofort dazu, dass man nicht zur Strafe, sondern nur zur Übung nochmal einen Neuen kaufen darf. Bevor man den Kühler auf den Prozessor stülpt, sollte man DRINGEND zunächst die Wärmeleitpaste gleichmäßig auf dem Leitblech verteilen. Dies soll die Hitze der CPU gleichmäßig auf den Kühler abgeben und so dem ungewollten, vorzeitigen Hitzetod des CPUs mit verhindern. Der Kühler wird in der Regel von zwei Halterungen auf dem CPU gehalten und zunächst schräg auf den CPU gesetzt und dann zugeklippst.
Sitzt CPU, Wärmeleitpaste und Kühler, sollte der CPU erkannt werden. Dann sollte im CMOS oder zumindest in der Systeminformation des Betriebssystems noch geschaut werden, ob auch der richtige CPU erkannt wurde und die Sache ist schon erledigt. Mit ein wenig geübten Fingern bekommt das jeder hin.

im Testgerät verwendet:
CPU-Kühler: EKS Alpenföhn Großclockner 120mm Lüfter; Wärmeleitpaste: Artic Silver 5


Benchmarks
Na ja, eigentlich bin ich kein wirklicher Freund von Benchmarks. Wen kümmert es schon, wenn das eine oder andere Programm sagt, der PC hat so und soviel Punkte. Dafür kann ich mir erst einmal gar nichts kaufen. Wenn der Benchmark sagt, mein PC ist super, aber der PC in der Praxis fünf Minuten benötigt, um den Browser zu öffnen ist mir das Schnuppe. Aber mangels Alternativen, da dass einzige Spiel auf meinem Rechner im Moment Windows Solitaire ist, gibt es eben eine kleine Zahlenflut für euch.

Also, im dafür üblichen 3D-Mark 06 Test kam ich auf 3721 Punkte. Der durchschnittliche Phenom X4 9950 scheint bei 3617 Punkten zu liegen. Ein Montagsmodell scheine ich also nicht erwischt zu haben. Aber ich nutze ohnehin lieber die SANDRA Software von SiSoftware. Bei dem Programm werden die Ergebnisse wenigstens in greifbare Einheiten ermittelt und nicht in sinnfreie Punkte umgerechnet. Im SANDRA Test erreichte mein CPU eine Gesamtleistung von 29,3 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde (GOPS). Das ist ein Wert, mit dem mein treudienender zwei Jahre alter CPU durchaus noch mit der unteren Mittelklasse aktueller CPUs mithalten kann. Allerdings nicht mehr mit den Vier-Kerne-Systemen. Die Leistung entspricht in etwa dem aktuell im Handel verkauften Intel i3 530 mit 2x 2,9 GHz. Dieser wird aktuell für Preise von um die 120 Euro verkauft wird. Das ist ungefähr der Preis, den ich vor zwei Jahren für meinen Prozessor auch bezahlt habe. Wenn man bedenkt, dass die Entwicklung der Prozessoren sehr schnell voranschreitet, kann man sich vorstellen das der Preis damals schon recht günstig war. Also kann man auch heute noch mit der Leistung durchaus zufrieden sein. Das vergleichbare aktuelle Modell AMD Phenom X4 II 910 mit 4x2,6 GHz kommt auf ca. 36,5 Milliarden GOPS. Also gut 25% schneller.

Windows-Leistungsindex: 7,1


Praxistest
Vorneweg, der Phenom gehört nicht zu den genügsamsten Prozessoren. Wenn man bedenkt, dass zusätzlichen zum CPU noch eine entsprechend leistungsfähige Grafikkarte sowie RAM Bausteine und ein, zwei, drei Festplatten hinzukommen, sollte man mit einem Netzteil ab 550 Watt Leistung vorlieb nehmen. Desweiteren sei schon im Vorfeld gesagt, dass der in der Retail-Version mitgelieferte AMD-Kühler absoluter Mist ist. Dabei muss noch nicht einmal der kümmerliche 65mm Lüfter erwähnt werden, der im Zimmer das angenehme Gefühl aufkommen lässt, als würde man in einem Wespenschwarm tippen. Na gut, es sei hiermit trotzdem erwähnt. Viel wichtiger ist, dass der Kühler völlig überfordert ist. So habe ich meinen CPU bei Volllast ohne große Mühe schon einmal auf 62 Grad hochbekommen. In der Spitze auch schon einmal 85 Grad, viel zu viel für einen Prozessor, auf dem man keine Spiegeleier braten möchte. Es empfiehlt sich daher dringend ein vernünftiger Kühler, in meinem Falle ein EKS Großclockner. Derzeit läuft der CPU auf erträglichen 38 bis 42 Grad und bei Volllast auf ca. 50 Grad.

Ansonsten habe ich nicht bemerkt, dass mein CPU das System irgendwie ausbremsen würde. Vom Computerstart über Office-Anwendungen bis hin zu Spielen und De -und Encodieraufgaben kann die Leistung überzeugen. Sicherlich, da spielt nicht nur der CPU eine Rolle, aber ich bin mit der Performance zufrieden. Darauf kommt es an. Er ist einfach flott und zuverlässig. So läuft der Rechner meist bis zu 10 Stunden am Tag und das über inzwischen zwei ein halb Jahre ohne Probleme. Wäre da nicht diese Hitze, diese wahnsinnige Hitze. Anderer Ort mag dass ja schön sein, aber nicht im Wohnzimmer. AMD gibt auf den Phenom übrigens eine Garantie von 36 Monaten.


Phenom X4 - die ungeliebte Zusatzheizung
Kommen wir also zu dem K.O. Kriterium, der Hitzeentwicklung. Es ist schon verrückt was dieser CPU sich an Strom zieht, je nachdem welches Fachblatt man zu Rate zieht spricht man von 320 bis 400 Watt Spitzenleistung (TDP). Nur mal zum Vergleich, der aktuell schnellste privat zu bekommende Prozessor, der Intel i7-980X mit sechs Kernen, ist mit 245 Watt angegeben. Im Grunde genommen handelt es sich dabei meiner Meinung nach um eine Fehlkonstruktion. Das kann so einfach nicht gewollt gewesen sein. Tatsache ist, dass sich die 320 Watt Spitzenleistung bei mir im Wohnzimmer mit einer Zimmertemperaturänderung von bis zu zwei bis drei Grad bemerkbar. Das klingt nicht viel, aber im Hochsommer, wenn der Schweiß ohnehin schon in Strömen fließt, geht man nicht gerne in die Sauna. Und so eine Art zusätzliche Sauna ist mein PC derzeit. Noch dazu beeinflusst die zusätzliche Abwärme natürlich auch die anderen PC Komponenten. Mein GraKa-Kühler läuft praktisch immer am Anschlag, da die Gehäusetemperatur recht hoch ist. So führt das Eine zum Anderen. Der Prozessor führt zur Wärme, Wärme führt zu ausgelasteten Lüftern, ausgelastete Lüft führt zu Lärm. Kurz, ich habe derzeit keinen PC sondern ein Kraftwerk im Wohnzimmer stehen. So zufrieden ich auch sonst mit der Performance des Prozessors bin, Stromverbrauch und Wärmeentwicklung - das geht gar nicht.


Overclocking
Kurzum, ein CPU der derartig krankhafte Abwärmewerte liefert wie der Phenom X4 9950 sollte auf keinen Fall noch weiter belastet werden. Overclocking ist also meiner Meinung nach in keinster Weise zu empfehlen, auch wenn AMD scheinbar den CPU dafür konzipiert hat. Das "BE" hinter der Prozessorbezeichnung steht nicht um sonst da. Es steht für "Black Edition". Dahinter versteckt sich die Möglichkeit den CPU über einen frei wählbaren Multiplikator zu konfigurieren. Der Referenztakt des Front Side Bus bleibt dabei bei 200 MHz. Wie gesagt, ich würd es bei den vorhanden Daten nicht trauen. Eine Übertaktung der Speicherbänke macht keinen Sinn, da der CPU maximal 1066 MHz unterstützt. Der Preisunterschied zwischen DDR2-800 und 1066 beträgt gerade einmal 20 Euro. Overclocking? Nicht empfehlenswert!


Preis /- Leistung
Gekauft habe ich meinen Phenom für 120 Euro. Heute ist der CPU praktisch nicht mehr zu haben. Ich habe hin und wieder bei eBay Angebote gesehen, die scheinbar nicht wirklich seriös waren. Mir scheint so, dass man ein wenig mit der Namensähnlichkeit zum Phenom X4 II die Leute abziehen wollte. Gebrauchtangebote bei eBay erreichen ca. 60 bis 70 Euro. Aber eine Empfehlung kann man wie geschrieben ohnehin nicht abgeben.


Alternativen
Wenn man heute seine 120 Euro besser anlegen will, würde ich zu etwas in Richtung AMD Phenom X4 II 925 (4x 2,8 GHz) oder 940 (4x 3,0 GHz) schielen. Dank 45 Nanometer Plattform und einem Level 3 Cache von zusätzlich 2 MB konnte eine Leistungssteigerung von etwa 30% bis 40% im Verrgleich zu diesem CPU erzielt werden und das bei deutlich weniger Abwärme. AMD scheint sich dem Wärmeproblem nämlich bewusst zu sein und zumindest in Teilen Abhilfe geschaffen zu haben.


Fazit
Tja, wie es eben so oft ist. Von den Daten her recht gut. Schnell ist er, sowohl bei Spielen, wie auch im Benchmark und bei Office-Anwendungen. Auch der Preis von 120 Euro scheint auf Anhieb recht günstig zu sein. Aber die Abwärme und der Stromverbrauch... nein, nie wieder! Der Prozessor ist ohne Wasserkühlung im Sommer praktisch nicht einsetzbar. Die aktuellen AMD Prozessoren sind hier schon wesentlich besser geworden.

p.s.: Fotos gibts sobald jemand bereit ist in meinen PC zu kriechen, den Kühler zu entfernen und das Mainboard auszubauen... und natürlich dann wieder alles einzubauen...

-----------
Update 15.02.2011: Die hitzige Schreckensherrschaft des Phenom 9950 in meinem PC geht langsam zu Ende. Ich habe mir gerade einen Phenom X6 1090T bestellt. Ich kann euch also doch noch Hoffnung auf einen Schnappschuss machen ;-)
Zum Aufwärmen gibt es einen CPU-Z-Screen.

Update 01.03.2011: So, nachdem ich beim Flashen mein Mainboard kaputt geschossen habe und nun neue Speicher, der 1090T und neues Board verbaut wurde gibt es von mir auch die versprochenen Schnappschüsse. Bevor es für den 9950 nach eBay geht.   

weitere Erfahrungsberichte
Phenom 9950
Bewertung für AMD Black Edition AMD Phenom X4 9950 / 2.6 GHz Prozessor von Michail90

Pro: Extrem OC Potential, Unlock Edition, Box Kühler / Service / 300 Punkte besser als der Q6600
Kontra: gigantischer extremer Stromverbrauch

Der Phenom 9950 ist ein klasse CPU. Hab ihn jetzt seid knapp 1 Monat und bin voll zufireden: Technische Daten: Taktfrequenz: 4x2,6Ghz Leistung: 125W Cache: 4MB gesamt Größe in nm: 65 nm Leistung: Mit seinen ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Geschwindigkeit
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05.05.2009
Phenom 9950 Black Edition
Bewertung für AMD Black Edition AMD Phenom X4 9950 / 2.6 GHz Prozessor von X2-3800

Pro: hohe Geschwindigkeit
Kontra: Kompatibilitätsprobleme mit einigen Mainboards, recht hohe TDP

Ich habe mir diesen Prozessor vor kurzen zugelegt und bin sehr zufrieden damit. Die Geschwindigkeit hat deutlich zugelegt, man kann sagen das der Phenom mit 2,6Ghz "pro Kern" noch einmal ein gutes Drittel schneller rechnet als der X2 Dualcore mit 2,9Ghz. ... Bericht lesen

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14.09.2008


AMD Black Edition AMD Phenom X4 9950 / 2.6 GHz Prozessor

Allgemein

MPN: HD995ZFAGHBOX, HD995ZXAGHBOX

Produkttyp: Prozessor

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