AMD Phenom Prozessoren bieten optimale Performance pro Watt; denn sie ermöglichen die intelligente Nutzung von zuverlässigen, virtualisierungsfähigen und verbrauchsarmen Energie-... mehr
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Erfahrungsbericht von GunZen über AMD Phenom X4 9600 / 2.3 GHz Prozessor 11.03.2008
Produktbewertung des Autors:
Geschwindigkeit
schnell
Stabilität
gut
Übertaktung:
sehr gut möglich
Kompatibilität:
gut
Support/Service:
gut
Pro:
Neue Vier - Kern - Technik
Kontra:
keine Einsatzmöglichkeit außerhalb von Serverbereichen
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo alle AMD-Enthusiasten und PC-Freaks,
gestern ist mein Promotion-Bundle von AMD angekommen. AMD hat mich eingeladen, kostenlos den neuen AMD Phenom 9600 Black Edition zu testen. Das Ganze zusammen mit einem neuen Mainboard von MSI, dem K9A2 Platinum V2 mit AMD 790FX- und ATI SB600-Chipsatz (North- u. Southbridge).
Schicke Verpackung, hoffentlich hält sie auch dass, wonach sie aussieht ;) Gut alles umgebaut, angestöpselt und... er läuft! Toll, dann mal los ins neue Vierkern-Zeitalter...
Die Ernüchterung folgt auf den Fuss: Erste Benchmarks mit SuperPi und 3DMark06 sowie AquaMark 03 lassen mir fast die Tränen in die Augen steigen! Ich hatte vorher ein Referenz-Board von AMD (Biostar NF520) zusammen mit einem AMD Athlon X2 5200+ mit Windsor-Kern (Sockel AM2) verbaut. Und die Kombination war wesentlich schneller als dieser göttliche Prozessor mit QuadCore-Technik?? Wie kann das denn sein?
Gut gut, erstmal gegoogelt und noch 'n Kaffee gemacht... die äußeren Umstände haben sich nicht geändert bei mir: Ich arbeite immer noch mit Windows Vista Ultimate in der 32Bit-Version mit Service Pack 1 und 4 GB RAM (3,48 GB werden nur erkannt). Erkannt wurde der Prozessor einwandfrei.
Hmm, was steht denn hier... Ah so, die Phenoms der Black Edition haben einen frei wählbaren Multiplikator. Dieser kann entweder im BIOS oder per AMD OverDrive, also softwaretechnisch, eingestellt werden. Ich nehme mal die Software. Also, Grundtaktung ist 2.3 GHz pro Kern, was eigentlich auch lächerlich ist. Bei vier Kernen kämen wir auf eine rechnerische Leistung von 9.2 GHz... aber das sind ja alles nur Zahlen ;)
Apropo Zahlen: AMD gibt die maximale Taktung des 9600er BE mit 3.0 GHz an, allerdings müsste man dann die Kernspannung auf über 1,4V anheben und eine verdammt gute Kühlung einbauen. Ich werde mich aber erst in den kommenden Wochen mit einer Übertaktung beschäftigen und hier ein Update machen!
Bei gleichzeitigem Benutzen von iTunes, Internet Explorer, Office 2007, Skype und diversen Gadgets bleibt die Betriebstemperatur des Phenoms bei geschmeidigen 33°C und die Auslastung insgesamt bei allen vier Kernen liegt nicht höher als 12%. Beim Testen mit einem Spiel (Call of Duty 4) kamen zwei Kerne auf eine Auslastung von jeweils knapp über 90%, die anderen beiden Kerne haben sich gelangweilt!
Unter Last kommt die CPU auf maximal 45°C, bleibt also relativ cool! Allerdings läuft sie dann auch "nur" auf 2.4 GHz.
Mein Fazit bis heute (sind ja erst zwei Tage):
Bei der derzeitigen Softwarelage sehe ich für den Otto-Normal-Anwender keinen Bedarf für einen AMD Phenom 9600 BE QuadCore. Ich werde die CPU noch in einem unserer Werkstatt-PCs mit Vista 64Bit testen. Doch um das Potential dieser CPU auch nur annähernd ausschöpfen zu wollen, braucht man die entsprechende Software, die es zur Zeit noch nicht im Allgemeinen gibt.
Bei dem Preis (um die 200,- Euro) ist man derzeit mit einem DualCore AMD, 5200er bis 6000er, besser bedient. Auch Intel wäre eine Alternative. Schade AMD, solide Technik mit Potential, nur leider zum falschen Zeitpunkt.
Also aufgrund der Sinnlosigkeit keine Kaufempfehlung, nicht weil die CPU schlecht ist oder ähnliches... Bei wem Geld keine Rolle spielt oder wer immer up-to-date sein muss, der darf ruhig zugreifen!
Also, ich werde noch eine Review des hier verwendeten Mainboards von MSI machen sowie ein Update dieses Artikels in den nächsten paar Wochen,
bleibt dran,
GunZen
P.S.: Technische Daten von AMD: http://products.amd.com/en-us/DesktopCPUDetail.aspx?id=19
Update vom 18.03.2008:
Also, nachdem ich mal ein bißchen mit den Taktfrequenzen bis 2.7 GHz rumgetüdelt habe, kann ich nach mehreren Tests auf unserem "Werkstatt-Sklaven" sagen, dass die CPU (zumindest bis zu diesen 2.6 GHz) stabil läuft. Und zwar mit original AMD-Kühlung und einer durchschnittlichen Betriebstemperatur von 51°C. Von diesem "gefürchteten TLB-Bug" des B2-Steppings habe ich bisher noch nichts gemerkt. Werde in der nächsten Woche mal einen Test mit einem 64-Bit-BS machen.
Nach wie vor gibt es für den Otto-Normal-Verbraucher keinerlei Software, die die Vier-Kerner auch nur annährend ausreizen. Wenn ich etwas in dieser Richtung finde, gibt's an dieser Stelle ein Update.
Vorsicht! Update vom 23.03.2008:
Ich habe mir vor zwei Tagen mein Netzteil hochgejagt. Gut, könnte Altersschwäche sein... ich vermute jedoch ganz stark, dass es die Belastung des Prozessors nicht ausgehalten hat. Das Netzteil war ein 550 Watt Netzteil von LC und war gerade zwei Jahre alt. Jetzt habe ich ein GAP-565 von RASURBO in Orange/Black mit OVP, OPP & SCP und mit 550 Watt. Außerdem habe ich die Taktfrequenz wieder auf 2.5 GHz mit dem originalen Voltwert eingestellt und nun läuft der Phenom bei 35°C stabil.
Overclocker aufgepasst: Diese CPU ist als Black Edition zwar auf's Overclocking ausgelegt, jedoch ist hierbei Vorsicht geboten. Der Otto-normal-User sollte hier am Besten ganz die Finger von lassen, da das OC nicht so einfach ist, wie von AMD sugeriert wird. Gerade mit dem Tool AMD OverDrive läuft man ziemlich schnell Gefahr, sich seine teure, neu erworbene Vier-Kern-CPU zu zerschiessen und eventuell sogar noch sein Board und andere Komponenten in Rauch und Wohlgefallen aufgehen zu sehen! Bei mir kam der Knall erst nach einigen Stunden und kostete mich "nur" ein neues Netzteil... es hätte im schlimmsten Fall aber auch ein Schaden von einigen hundert Euro sein können.
Ich habe nämlich schon öfter Netzteile gesehen, die aufgrund einer Fehlfunktion wie beispielsweise ein Überspannungsschaden durch Blitzeinschlag o.ä. mal eben lustigerweise statt 12V bzw. 3.3V oder 5V locker 220V auf die Platine gegeben haben und somit sämtliche angeschlossene Peripherie "gekillt" haben.
...Hallo Ciao-Gemeinde!
Seitdem ich diesem Prozessor in meinem Rechner hab, ist ein neues Zeitalter für mich angebrochen!
Objektiv
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Hier erst mal die technischen Daten zum Prozessor:
CPU-Sockel: Sockel AM2+
Verlustleistung: 95 Watt
Prozessortyp: Quadcore
Taktfrequenz pro Kern: 2300MHz
Hyper Transport Spec: 3600MHz
Fertigungsprozess: 65 µm
L1-Cache: 512KByte
L2-Cache: 2048KByte
L3-Cache: 2MB
Prozessor Erweiterungen : MMX, 3DNow, SSE1/2/3/4a, OPM, SMP
Subjektiv
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Also entgegen der Verlautbarungen, konnte ich während des Betriebs bis jetzt keinen Prozessorfehler feststellen.
Die Leistung ist imens, durch die Lastverteilung werden alle 4 Kerne mehr oder weniger Gleichmßig verwendet.
Ebenso spricht für den Prozessor....230? für 4 Kerne waren seinerzeit einfach unschlagbar!!!
Dem Prozessor...
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