Im Jahre 2001 habe ich zwei dieser Monitore sehr günstig aus der Insolvenzmasse eines Kommunikationsfachhandels erworben. Ein Gerät befand sich in neuwertigem und das andere in gebrauchtem Zustand. Insgesamt habe ich für die Geräte etwa 100 Euro bezahlt (200 DM). Da konnte ich bei dem Preis nicht viel falsch machen, zumal ein Neugerät dieses Modells etwa 150 EUR (300 DM) kostete.
Eigentlich ist das heute ja alles "Schnee von gestern", doch ich möchte trotzdem meinen ersten Erfahrungsbericht zu diesem Gerät schreiben, auch wenn der Monitor schon seit Jahren nicht mehr erhältlich ist. Meine Erfahrungen lassen vielleicht ein wenig auf die Langzeitqualität von Geräten des (relativ unbekannten) Herstellers AOC schließen.
erster Eindruck
Das Gehäuse ist schlicht gehalten und wirkt auch heute noch nicht alt. Die auf der Vorderseite befindlichen Bedienelemente sind ergonomisch angewinkelt und lassen sich gut bedienen. In der Mitte fällt der Drück-/Drehknopf auf, über den das Bildschirmmenü aktiviert und Einstellungen vorgenommen werden können. Die Handhabung ist sehr einfach und kann intuitiv erfolgen. Links neben dem Drehknopf befindet sich die Taste "OSD" (On Screen Display) mit dem ebenfalls das Bildschimmenü aktiviert/deaktiviert werden kann. Die Taste ist eigentlich sinnlos, da sie keine weitere Funktion hat.
Rechts neben dem Drehknopf befindet sich der An-/Ausschalter.
Bei dem einen der beiden Geräte ist auf der Rückseite ein weiterer Schalter, mit dem der Monitor komplett vom Stromnetz getrennt werden kann. Bei dem anderen Monitor (älteres Modell) befindet sich an der Stelle nur Gehäuseplastik.
Das VGA-Kabel ist fest mit dem Monitor verbunden und kann somit nicht einfach ausgetauscht oder ggf. zum Transport abgezogen werden. Das Kaltgeräte-Netzkabel ist wie üblich aussteckbar.
Bildqualität
Ich nutze den AOC 7Glr zum Betrachten und Bearbeiten von Bildern sowie im Office und Internetbereich. Zur idealen Einstellung von Helligkeit und Kontrast empfiehlt es sich ein Testbild, dass den gesamten Helligkeits- und Farbbereich abdeckt, zu verwenden.
Bei der Bildqualität des 7Glr gibt es meines Erachtens nichts auszusetzen. Auch nach jahrelangem Einsatz muss man weder die Helligkeits- noch die Kontrasteinstellungen ans Limit treiben, um eine gute Bildwiedergabe zu erreichen.
Die Konvergenz ist als gut zu bezeichnen. Die Möglichkeiten zur Bildanpassung müssen dazu kam genutzt werden. Bei mir steht fast alles auf dem voreingestellten Mittelwert oder wenig davon abweichend.
Auch die Bildschärfe hat noch nicht spürbar nachgelassen. Allerdings ist bei dem älteren der beiden Geräte eine stärkere Unschärfe in der rechten unteren Bildecke zu sehen. Dies war aber schon so, als ich das Gebrauchtgerät bekommen habe, und hat evtl. mit der verherigen Nutzung des Geräts zu tun.
empfohlene Auflösungen
Ich empfehle die Auflösungen 1024x768 (100 Hz), 1152x864 (85 Hz) oder 1280x960 (85 Hz) zu verwenden. Höhere Auflösungen schafft der Monitor nicht mit 85 Hz (oder mehr), was dann in sichtbarem Flackern resultiert und auf Dauer sehr unangenehm wird. Zudem wird die Darstellung von Details sowie Schrift bei der sichtbaren Bildschirmdiagonale von 16 Zoll bei Verwendung von höheren Auflösungen zu klein und schwer lesbar.
Fazit
Der AOC 7Glr hat über die Jahre gute Dienste geleistet und mich positiv überrascht. Trotz der ständigen Nutzung weisen beide im Betrieb befindlichen Geräte keine Alterserscheinungen auf, weder von technischer noch von optischer Seite (kein Vergilben). Etwas kurios ist, dass nicht jedes Gerät gleich ist (ggf. fehlender Ausschalter auf Rückseite). In Testberichten (2000/2001) ging der AOC 7Glr häufig als Preistipp oder Preis-/Leistungssieger hervor, was ich aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Gerät gut verstehen kann.
06.02.2008 23:43
Hui.. ein Röhrenmonitor. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr "in die Röhre" geschaut :)
05.02.2008 20:52
guter Bericht. Ja, die guten alten Analogmonitore haben schon was. Wenn Sie nur nicht so viel Platz wegnehmen würden.
05.02.2008 20:14
netter 1. bericht. weiter so. gruß nico