AOK Bayern

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Dass die AOK eine der teuersten Krankenkassen ist, kann ich bislang für mich noch nicht sagen, da ich noch in einem Studententarif bin, der ja für alle einheitlich ist. Allerdings habe ich das schon bei anderen Leuten gesehen, dass sie bei der AOK ganz schön gut blechen dürfen. Eins vorweg: ... Bericht lesen





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1-6 von 23 Erfahrungsberichten    
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Alles Ohne Kompetenz
Erfahrungsbericht von alla_malora über AOK Bayern
15.04.2010


Produktbewertung des Autors:   


Pro: viele Zweigstellen, bislang nur freundliche Mitarbeiter gehabt
Kontra: "Geht nicht . "  -  meist ohne Begründung, teuer, wurde schonmal angelogen von Mitarbeitern

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Dass die AOK eine der teuersten Krankenkassen ist, kann ich bislang für mich noch nicht sagen, da ich noch in einem Studententarif bin, der ja für alle einheitlich ist. Allerdings habe ich das schon bei anderen Leuten gesehen, dass sie bei der AOK ganz schön gut blechen dürfen.

Eins vorweg: Ich werde da, sobald ich nicht mehr studiere und Geld verdiene, garantiert abzischen und mein Glück bei einer anderen KK versuchen, vielleicht gibt's ja trotz des schlechten Rufs aller KKs doch noch was günstigeres und kompetenteres.

Ok, ein paar Pluspunkte hat die AOK, wobei ich glaube, dass diese Leistungen auch bei vielen anderen KKs angeboten werden. Das wären:

- AOK-Prämienprogramm: Man bekommt Punkte für z. B. Vorsorgeuntersuchungen, Teilnahme an ausgewählten Sportkursen, u. ä. Nach ein paar Jährchen nun habe ich immerhin fast so viele Punkte zusammen, dass ich mir damit z. B. das Wii-Skateboard holen könnte... Also die Prämien sind schon ganz gut, aber natürlich braucht man einige Zeit, bis man genug Punkte für was Gescheites zusammen hat.

- Angebot von Gesundheitskursen: 2x im Jahr gibt die AOK ein Programm raus mit Kursen (Das geht von gesunder Ernährung über Qui Gong bis Wassergymnastik, Pilates etc.), die man als AOK-Mitglied, wenn man bei 75% der Termine teilgenommen hat, kostenlos mitmachen kann. Habe bislang Qui Gong, Pilates und Wassergymnastik mitgemacht und war zufrieden. Das Geld muss man glücklicherweise nicht vorher auslegen, reguläre kosten solche Kurse ca. 90-110 €. Auch andere, nicht von der AOK organisierte Kurse können teilweise übernommen werden, da muss man aber vorher nachfragen, wenn man nicht doch alles selbst zahlen will.

- Zweigstellen: Die AOK hat jede Menge Zweigstellen und man muss nicht lange fahren oder laufen, bis man eine erreicht hat.

- Erreichbarkeit: Innerhalb der regulären Öffnungszeiten kriegt man immer sofort jemanden an die Strippe. Auf Mails wird unter der Woche innerhalb von 24-48h reagiert.


So, nun aber dazu, warum die Herrschaften mich und meine Familie so geärgert haben:

Standardaussage von denen scheint ja gerne "Geht nicht." zu sein.

FALL 1:
Von der Uni aus machten wir eine Exkursion nach Nordafrika. Ich wusste, dass es die Regelung gibt, dass Impfungen im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit übernommen werden, und dachte mir, das könne man vielleicht auch in diesem Fall anwenden. Deshalb bat ich unseren Prof, schriftlich zu bestätigen, dass wir für unsere Exkursion eine Hepathitis-Impfung benötigen. Immerhin konnte ich so meinen Kommilitonen allesamt eine kostenlose Impfung bescheren mit meiner Idee - nur mir nicht. Ich war nämlich der einzige Depp, der bei der AOK Bayern versichert war und nichts bekam.
Die AOK Bayern hat sich total quergestellt und gemeint, das geht nicht, das sei mein persönlicher Spaß, wenn ich eine Exkursion mitmache. Zwei meiner Kommilitonen erzählten mir, bei ihnen ging es ruckzuck problemlos durch - Krankenkasse: AOK Baden-Württemberg.
Daraufhin rief ich nochmal dort an und kam auch nochmal persönlich, da wollte ich nicht locker lassen, für mich als Student ging es um viel Geld. Ich wies darauf hin, dass die AOK Baden-Württemberg ohne zu Murren bezahlt hat und dass es doch wohl nicht sein kann, dass jede AOK in den einzelnen Bundesländern so krass unterschiedliche Serviceleistungen hat. Mir wurde dann gesagt, dass man auch nicht wisse, wieso die das gemacht haben, vielleicht war es ja ein Fehler. Klar, gleich bei 2 Leuten!
Ich durfte dann also die Impfung selbst blechen, das waren ja locker über 100 € und ich war stinksauer.
Später dann wurde ich mal angerufen und gefragt, ob ich zufrieden bin mit der AOK. Ich sagte gleich mal entschieden NEIN und wurde daraufhin gefragt, warum, und so kam ich nochmal - übrigens bleibe ich immer freundlich, das so nebenbei - auf das Thema Impfung zu sprechen. Die Tussi meinte, sie meldet sich nochmal, dann rief sie zurück und erzählte hörbar stolz, dass sie mir ein super Angebot machen könne: Wenn ich das nächste Mal diese Impfung brauche, dann würden sie mir einen Teil (weniger als 50%) zahlen, wenn ich ihnen verspreche, dass ich auch nach dem Studium bei ihnen bleibe. Ich war total baff, das war doch die absolute Bauernfängerei! Leider war ich in dem Moment einfach zu perplex und sagte einfach nur, dass ich es mir überlege. Aber selbst wenn ich einfach hätte sagen können: "Ja ja, ich bleibe, klar." und hätte es doch nicht gemacht - ein solches "unwiderstehliches Angebot" fand ich echt dreist!

Übrigens wurde bei einer späteren Diskussion das Thema seitens der gleichen Mitarbeiterin (Als Student wird man immer auf eine für die Studenten zuständigen junge Dame geschoben.) wieder aufgenommen. Und zwar ging es darum, dass man bei uns an der Uni sich ab dem Zeitpunkt, ab dem man zur Prüfung angemeldet ist, sich nicht mehr rückmelden muss. Das spart immerhin die 500 € Studiengebühren, da die Prüfungszeit generell in das nächste Semester reinfällt. Allerdings kriegt man dann keinen Studentenausweis mehr, doch eine Bestätigung vom Prüfungsamt, dass man noch so gesehen Student ist, aber halt in der Prüfungsphase. Die Dame vom Prüfungsamt sagte deshalb, man solle generell bei seiner KK nachfragen, ob man dann aus Kulanz - denn man möchte doch die Leute auch noch nach dem Studium behalten, wenn sie mal als Akademiker Geld verdienen - noch 6 Monate lang den Studententarif bekommt. Die meisten würden das auch machen.
Aber natürlich nicht die AOK, wo kämen wir denn da hin! Dafür aber, so meinte die Mitarbeitern, gäbe es einen günstigen "Examenstarif", der kostet auch "nur" 40 € mehr im Monat. Na ja, jedenfalls habe ich da per Mail etwas mit ihr hin- und herdiskutiert und dann kam sie von sich aus darauf zu sprechen, dass sie ja wohl schon z. B. bei der Impfsache so superkulant waren mit ihrem Angebot und ich es ja noch nichtmal angenommen habe. Worauhfin ich schrieb, dass sie mir bitte nicht damit kommen soll, denn das war ja wohl die absolute Bauernfängerei! Darauf kam dann nix mehr...
Nichtmal die Drohung, dass ich bei so wenig Kulanz definitiv weg bin, sobald ich Geld verdiene, hat irgendjemanden beeindruckt. Na der AOK muss es ja echt zu gut gehen, nachdem ich naiverweise dachte, dass ein Akademikergehalt da gerne gesehen ist...


FALL 2:
Meine Schwester war schwanger und ihre Freundin erzählte ihr, dass der Vorbereitungskurs idR von der KK übernommen wird. Daraufhin rief meine Schwester bei ihrem AOK-Fuzzi an und dieser sagte ihr: "Nö, wüsste ich nichts von, das zahlen wir nicht, damit haben wir nichts zu tun." Sie schaute dann nochmal nach und fand einen Flyer der AOK, in dem genau diese Leistungen für Schwangere aufgelistet wurden. Der Typ stellte sich aber quer. Daraufhin rief ihr Freund - nicht AOK-versichert - an, erzählte, dass er wechseln wolle und als was er arbeitet (Verdient gut Geld, das war natürlich sehr reizvoll, einen solchen Menschen zu werben.) und dass seine Frau schwanger sei und ob sie denn z. B. einen Schwangerschaftskurs bezahlt bekäme. Daraufhin erzählte der gleiche AOK-Mitarbeiter ganz ausschweifend, welche Leistungen die schwangere Frau erhalten kann, natürlich inkl. dieser Kurse, von denen meine Schwester einen machen wollte. Am Ende sagte der Freund, dass er gar nicht vorhat zu wechseln und konfrontierte den Mitarbeiter mit seiner Lüge. Der fühlte sich zwar hörbar unwohl, behauptete aber stotternd, dass meine Schwester da bestimmt was falsch verstanden hätte, und voilà, sie hatte ihren Kurs!

FALL 3:
Mein Vater erkrankte an Krebs nur ein paar Monate vor seinem 65. und musste alle paar Wochen bei der AOK antanzen, um persönlich zu bestätigen, dass er noch krank sei, um Krankengeld zu bekommen. Die AOK wollte ihn wegschieben mit dem Argument, nachdem er schon fast 65 ist, soll er doch einfach gleich in Rente gehen, das würde ihm zustehen. Da ihm aber ausgerechnet wurde, dass er dann, obwohl es sich nur um wenige Monate handelte, noch Abstriche bei der Rente hätte (Die eh nicht so prall ist, weil er nie viel verdient hat.), verneinte er jedes Mal. Zumal die Rente deutlich niedriger wäre als das Krankengeld.
Sie meinte dann, er müsse einen Antrag auf Reha unterschreiben, weil sonst das Krankengeld gestrichen würde, das wäre das gängige Prozedere. (Stimmt so weit, habe ich nachgelesen.) Mein Vater unterschrieb und sagte, dass er aber auf gar keinen Fall schon vorzeitig in Rente geschickt werden möchte, und sie sagte, nein nein, das hat gar nichts damit zu tun, das ist nur ein Reha-Antrag.
So, nach ein paar Wochen kam dann von der Rentenkasse die Bestätigung, dass er nun rückwirkend Erwerbsunfähigskeitsrente beziehe auf Grund seines Antrages und das zuviel erhaltene Krankengeld mit der Nachzahlung verrechnet wird. Ich ging dann mit meinem Vater zur Rentenversicherungsanstalt und besprach den Fall. Die Frau dort meinte, dass es an und für sich der gängige Verlauf ist, dass man einen Reha-Antrag stellt, und falls der abgelehnt wird, bekommt man automatisch Rente.
Sie meinte dann, es ist halt normal so, dass die Krankenkasse das den Leuten sagen müssen, bevor sie den Antrag unterschreiben. Dass aber die AOK bei ihnen schon bekannt dafür ist, dass sie es den Leuten verschweigt und immer wieder gerne für böse Überraschungen damit sorgt. Sie konnte auch selbst an Hand der Daten meines Vaters sehen, dass er fast 50 Jahre lang ununterbrochen eingezahlt hatte (War nie arbeitslos.) und bis auf einen Unfall nie krank war! Er hatte also die AOK fast keinen Cent gekostet und trotzdem haben sie ihn so reingelegt. Das fand sogar die Dame von der LVA dreist und meinte, das hätte man schon aus Kulanz bei einem so guten Mitglied machen können, da es ja zur regulären und damit der automatischen Ablösung des Krankengelds nicht mehr lange hin gewesen wäre. Aber gut, dass die AOK kein Geld verschenkt, ist auch klar...
Ich bin danach zur AOK und habe die Dame - wie gesagt, ich bin immer freundlich, vermutlich zu freundlich, was mich auch ärgert... - damit konfrontiert, dass sie meine Eltern angelogen hat. (Meine Eltern waren immer zu zweit dort für den Fall, dass einer was falsch versteht oder nicht mitkriegt. Ich konnte leider nie mit zu den Terminen.) Sie war zwar sehr freundlich und erklärte mir das ganze Zeug nochmal, ließ es nun aber andererseits so aussehen, als hätte die Dame von der LVA uns angelogen und dass sie meine Eltern durchaus darauf hingewiesen hätte und sie es wohl nicht verstanden oder vergessen hätten. Nee, meine Eltern verstehen Deutsch und haben kein Alzheimer!
Ich hab dann noch so lange herumgenervt, bis ich wenigstens den Tipp bekam, bei meinem Vater nachprüfen zu lassen, ob er als Rentner nun vielleicht diese Grenze für Zuzahlungen überschreitet, das haben wir dann auch alles beantragt und mein Vater hat zumindest problemlos ein paar 100 € zurückbekommen für dieses Jahr.

Fazit:
Ich bin total genervt von diesem Laden. Ich habe momemtan keine Zeit und keinen Nerv, mich ausgiebig darüber zu informieren, welche KK besser wäre, und ich zahle ja noch ein bisschen den Studententarif, der bei allen gleich ist. Aber sobald ich Geld verdiene, gehe ich lächelnd in den Laden und werde ihnen sagen, dass ich jetzt Geld verdiene und dieses lieber zu ner anderen KK trage - adios!
   
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