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Was nun? Bis morgen 0:00 Uhr wechseln?

1  07.05.2001

Pro:
nichts

Kontra:
siehe Meinung

Empfehlenswert: Nein 

TP

Über sich:

Mitglied seit:30.05.2000

Erfahrungsberichte:135

Vertrauende:26

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Als ich gerade vor dem Fernseher saß und meine Post öffnete hörte ich so mit einem Ohr die Nachrichten auf Bayern3 zu.

Plötzlich ging es um das Thema Krankenkassenwechsel.
Da ich mich eigentlich schon entschlossen hatte dieses Jahr zu Wechseln hörte ich weiter nur halbherzig zu. Bis es mich plötzlich wachrüttelte und dann musste ich folgendes hören:

Die Bundesregierung will das Recht auf einen Wechsel der Krankenkasse erheblich einschränken. Schon am Mittwoch soll dazu im Kabinett ein Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt verabschiedet werden. Danach sind dann ab sofort, also ab Mittwoch, alle Kündigungen für dieses Jahr unwirksam. Das Recht darauf, seine Krankenkasse zu wechseln, wird sozusagen für dieses Jahr auf Eis gelegt.

Was steckt dahinter:
Die Bundesregierung will vor allem gegen den unfairen Wettbewerb innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung vorgehen. Denn seit auch die kleinen und meist günstigeren Betriebskrankenkassen für alle offen sind, wandern immer mehr Versicherte von den großen Kassen wie Barmer, AOK oder DAK ab, wo sie teilweise Spitzensätze von 14,2 Prozent – wie eben z.B. bei der AOK - zahlen.
Die Betriebskrankenkassen, zum Beispiel von Unternehmen wie Oetker oder Siemens, sind da schon günstiger. Ihre Sätze liegen zwischen 11,5 und 13 Prozent. Besonders junge und gesunde Menschen mit relativ hohen Einkommen wechseln gern zu den Betriebskassen. Und die sind dadurch natürlich weniger belastet. Um das zu ändern, sieht die Bundesregierung vor, ab 2002 einen Mindestbeitrag von 12,5 Prozent für alle Kassen einzuführen.
In erster Linie trifft der Entwurf die Pflichtversicherten. Alle Angestellten also, die nicht mehr als 6.525,- Mark brutto im Monat verdienen.
Sie sollten, so raten die Verbraucherzentralen, ihren Krankenkassen am besten bis spätestens morgen 00.00 Uhr gekündigt haben. Vorsorglich sozusagen. Denn der Entwurf der Gesundheitsministerin sieht vor, den bekannten Stichtag für den Krankenkassenwechsel, den 30. September, dieses Jahr auszusetzen.
Wer also bis morgen kündigt, hat immerhin die Möglichkeit, sich auch dieses Jahr nach einer neuen, vielleicht günstigeren Krankenkasse, umzusehen. Wer nicht wechselt, bleibt trotz ausgesprochener Kündigung einfach wie bisher versichert. So, als sei nichts geschehen. Für freiwillig Versicherte gilt voraussichtlich die alte Regelung. Danach können sie mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten ihre Kasse verlassen.
Das gibt’s doch nicht!
Oder?

Ich dachte wirklich ich träume! Bei einem andern Unternehmen würde das ganz einfach „unlauterer Wettbewerb“ und Absprache heißen und würde verboten werden!

Aber hier anscheinend nicht!

Ich habe natürlich gleich bei meiner Krankenkasse angerufen und nach genauen Einzelheiten gefragt, doch dort konnte mir keine genaue Auskunft erteilt werden und ich wurde gebeten einfach morgen noch mal wenn das normale Serviceteam wieder da ist anzurufen.

Das kann doch nicht angehen das die Kassen nicht Bescheid wissen!

Ich rate sicher niemanden, auch denen nicht die sich wie ich zu einem Wechsel entschlossen haben, einfach jetzt sofort zu kündigen. Ich würde mich einfach morgen noch mal bei meiner Kasse melden und dort mit den hoffentlich schon besser bescheidwissenden Mitarbeitern sprechen.

Ich weiß im Moment auch nicht was ich tun soll. Ich werde mich jetzt noch ein bisschen schlau machen und morgen mal weiter sehen.

Als Fazit:
Ich finde es einfach eine BODENLOSE FRECHHEIT den Verbraucher bzw. den Pflichtversicherten so abzuzocken und auszuschmieren. Gelten denn Verträge die man schließt in unserem ach so sozialen Deutschland nichts mehr??????

P.S.: Ich habe den Bericht zu der AOK Bayern geschrieben da ich zu Tipps und Tricks für den Krankenkassenwechsel schon eine Meinung schrieben habe und die AOK Bayern – als einer der teuersten Versicherungen – in diesem Bericht als Beispiel genommen wurde.

Euer, etwas verwirrter und verärgerter TP


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Miem

Miem

20.10.2006 05:39

auch wenn es hilfreich ist, hier ist es falsch.

MikeMAGay

MikeMAGay

14.05.2001 21:47

Wenn Du wirklich noch in der AOK bist, solltest Du SOFORT kündigen. Die gesetzlichen Kassen sind alle gleich, egal was sie dir aufschwatzen wollen. Einzige gesetzlich erlaubte Unterscheidung sind freiwillige Leistungen, die aber eh mangels Geld praktisch keine Kasse wirklich umfassend anbietet. Oder hast Du jemals eine solche Leistung in Anspruch genommen? Ich selbst bin froh, daß ich nicht mehr gesetzlich versichert bin, sondern privat. Die Unterschiede sind enorm. Halber Beitrag (im Vergleich zur gesetzlichen) und wirklich erstklassiger Service.

hasi---mausi

hasi---mausi

10.05.2001 19:56

:-)))

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