Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
zumeist freundliche Mitarbeiter |
| Kontra: |
Leistungserbringung - oder auch nicht ! Beitragssatz |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Heute möchte ich doch einmal über meine speziellen Erfahrungen mit der AOK berichten. Kurz etwas zum
Produkt:
Die AOK (= Allgemeine Orts-Krankenkasse) bietet Ihren Versicherten grundsätzlich das gesamte Leistungsspektrum der ges. Kranken- und Pflegeversicherung an. Der Beitragssatz beträgt z. Zt. 13,5 % (weitere Einzelheiten könnt Ihr auch unter www.aok.de in Erfahrung bringen). Zudem gibt es die Möglichkeit für Höherverdienende sich auch freiwillig dort zu versichern. Ebenfalls angeboten werden Seminare/Kurse zur Prophylaxe - wie z. B. Rückentraining und ähnliches.
Und zu meinem Hintergrund:
Ich bin seit 1991 im nebenberuflichen Bereich und von 1997 bis 2000 hauptberuflich in der Verwaltung eines privaten Pflegedienstes tätig gewesen, und hatte von daher ständigen Kontakt zu diversen (vornehmlich gesetzlichen) Krankenkassen. In dieser Zeit konnte ich feststellen, daß die Einführung der Pflegeversicherung für unsere Patienten schon herbe Einbußen in der Form der Betreuung nach sich gezogen hat (wurde vorher ausschließlich über die Krankenkassen finanziert).
Jetzt kommt die Sache mit meinen darauf basierenden Erfahrungen:
Nachdem also die Leistungen für die pflegebedürftigen Patienten sowieso schon stark beschnitten und zunehmend mit Zuzahlungen verbunden waren, konnten wir dann feststellen, daß nicht einmal mehr die per Gesetz zugesicherten Leistungen ganz freiwillig übernommen wurden. Und hierbei fiel immer öfter auf, daß Nicht-Bewilligungen bevorzugt mit diesem wunderschönen grünen Emblem verziert eintrafen (hinzu kommt hier noch daß im Allgemeinen die Pflege bereits beginnt in dem Moment wo sie beantragt wird - und schon einige Zeit geleistet wurde, bis die Bewilligung eingeht - was weitere Probleme für Patient und Pflegedienst aufwirft).
Wir erlebten Fälle, wo eine fast blinde alte Dame sich die Medikamente selber einteilen sollte - wir fragten uns wie sie wohl nach Meinung der AOK ihre Medis auseinanderhalten soll.
Auch erwartete die AOK, daß die Patienten (egal ob bettlägerig oder nicht) entweder Angehörige herbeizaubern zur Medikamentengabe (da kann doch die Tochter mal in der Mittagspause vorbeischauen - klar hätte sie nicht 100 Km weiter weg gearbeitet), oder aber die Nachbarn (selber inne 90) diese verabreichen sollten - natürlich ehrenamtlich.
Ich mußte mir sagen lassen, daß es die Lebensqualität einer alten Dame nicht verbessert, wenn Mobilisationsübungen durchgeführt werden (um die durch einen Oberschenkelhalsbruch bettlägerig gewordene Dame wieder aus dem Bett zu bekommen)??? Im gleichen Atemzug erfuhr ich, daß allerdings ein schluckbehinderter Patient zusätzliche Zeit zur (sehr aufwändigen) Hilfe beim Essen eines Stücks Kuchen bekommt, denn das verbessere ja die Lebensqualität.
Die einzige Möglichkeit sich dagegen zu wehren lag für den Patienten darin, Widerspruch einzulegen. Doch wenn man sich den klassischen Patienten mal vorstellt: älterer Herr, möchte dem Staat nix wegnehmen, ist nicht mehr so gut beweglich, eventuell sogar geistig verwirrt..., kann man sich wohl vorstellen, wiewenige dieser Patienten dazu überhaupt in der Lage sind, bzw. (richtig) vermuten, daß sie das Ende diese bürokratischen Vorgangs sowieso nicht mehr erleben.
Häufig haben wir als Pflegedienst dann Widerspruch eingelegt (bis auch das untersagt wurde). Und wenn man dann feststellt, daß die meisten Widersprüche plötzlich anstandslos bewilligt werden, liegt doch die Vermutung nahe, daß diese Streichungen nach dem Motto "Versuchen kann man es ja mal" unternommen wurden. Sicherlich ließ sich so auch einiges an Geld sparen (und das an ausgerechnet der Generation die dieses Land nach dem Krieg wieder aufgebaut hat).
Empfehlung:
Nach diesen Erfahrungen würde ich mich nie im Leben bei der AOK versichern, denn bei den anderen Krankenkassen gab es auch mal Ablehnungen aber nicht in dieser Häufigkeit und dafür tendenziell eher mit fundierten Begründungen.
Empfehlen hingegen kann ich die Betriebskrankenkassen, bei diesen waren die Möglichkeiten auch einmal Sonderleistungen für den Einzelfall zu erhalten problemlos gegeben.
Fazit: AOK - tatsächlich die Gesundheitskasse, denn krank darf man nicht werden! Und dann noch sowenig Leistungsfreude für diesen doch recht hohen Beitragssastz.
Und somit wünsche ich Euch allen zum Abschluß:
Gesundheit
| weitere Erfahrungsberichte |
Die Krankenkasse ist ihr Geld wert!
Bewertung für AOK Bremen/Bremerhaven von
Gesuka
Pro: Sehr guter Service, nette Mitarbeiter
Kontra: nichts
...Ich bin am 01.10.04 in die AOK gewechselt, da ich mit meiner Krankenkasse immer Ärger hatte und diese mit Ihrem Beitragssatz noch zu teuer war. Bei der AOK Bremen/Bremerhaven bin ich echt über den Service überrascht. Man bekommt, wenn man will, auch einen ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich |
|
weniger hilfreich
03.01.2005
|
Gesund mit Schmerzen
Bewertung für AOK Bremen/Bremerhaven von
Der-van
Pro: tolles Gebäude
Kontra: Drohungen! schlechte Behandlung!
...Meine Freundin hatte Kürzlich ein Muskelzehrung und Kalkablagerungen in der linken Schulter. Sie ging zum Arzt und Wurde Krank geschrieben. Nach ablauf der 6 wochen bekammen wir ein Schreiben der Aok das der MDK (Medizinische Dienst der Krankenversicher ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich |
|
weniger hilfreich
26.06.2007
|