AOK Saarland

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... Wobei ich noch voranstellen will, daß die folgenden Passagen sicherlich zum großen Teil auch auf alle anderen in Deutschland ansässigen AOKs gilt. Kompetenztest: 21.06., 9.30 Uhr - Anruf in Saarlouis. Nach etwa 10 mal Klingeln hebt jemand ab, sagt grußlos "Moment" und nach nur 20 Sekunden ... Bericht lesen





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Teuer und schwerfällig
Erfahrungsbericht von oliverdressel über AOK Saarland
22.06.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: nichts
Kontra: hohe Beiträge, großer Verwaltungswasserkopf

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Zu Beginn meines Berichts, gleich der Schock, nämlich die Beiträge:

14,9 Prozent:
Für Mitglieder, die bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohn- oder Gehaltsfortzahlung für mindestens sechs Wochen haben.

19,8 Prozent:
Für Mitglieder, die bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Lohn- oder Gehaltsfortzahlung für weniger als sechs Wochen haben.

13,6 Prozent:
Für Mitglieder ohne Anspruch auf Krankengeld.

14,9 Prozent:
Für freiwillig versicherte Rentner; der Rentenversicherungsträger zahlt auf Antrag einen Beitragszuschuss.

14,9 Prozent:
Für freiwillig versicherte Versorgungsempfänger.

14,9 Prozent:
Für pflichtversicherte Rentner der gesetzlichen Rentenversicherung; der Rentenversicherungsträger steuert einen Zuschuss von 7,45 Prozent bei; dieser wird direkt von der Rentenversicherung überwiesen. Pflichtversicherte zahlen aus Versorgungsbezügen oder Arbeitseinkommen einen Beitrag von 14,9 Prozent.

14,9 Prozent:
Für freiwillig versicherte Selbständige, die mit Anspruch auf Krankengeld ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit versichert sind.

Nun, jetzt erwachen wir wieder aus dem Koma und ich beginne meine subjektive und etwas andere Untersuchung.

Wobei ich noch voranstellen will, daß die folgenden Passagen sicherlich zum großen Teil auch auf alle anderen in Deutschland ansässigen AOKs gilt.

Kompetenztest: 21.06., 9.30 Uhr - Anruf in Saarlouis. Nach etwa 10 mal Klingeln hebt jemand ab, sagt grußlos "Moment" und nach nur 20 Sekunden des Wartens spricht sie zu mir. Ich trage mein Anliegen vor, es geht um die Frage nach einem bestimmten Formular. Sie verbindet mich weiter und ein männlicher Mitarbeiter hebt ab. Ich trage mein Anliegen vor und er nimmt meine Ausführungen stumm entgegen. Meine Frage, ob man mir das Formular zuschicken kann wird mit: "Da verbinde ich Sie mal mit dem Sachbearbeiter!" beantwortet, was sich auf den ersten "Blick" gut anhört. Es klingelt wieder und eine Dame hebt ab. Auch sie läßt mich erstmal meine ganze Geschichte erzählen. Ärgerlich, denn auch Sie ist nicht zuständig und verbindet mich weiter. Diesmal dauert die Warteschleife etwa 3 Minuten und zu meiner Überraschung meldet sich wieder die Dame von eben. Sie sagt, daß sie den Mitarbeiter nicht erreichen könnte und versucht es mal bei jemand anderem. Warteschleife, es meldet sich jemand neues und erfreut will ich meine Geschichte erzählen, werde jedoch appruppt gestoppt, mit der Bemerkung: "Einen Moment bitte!". Ich sammle mich und hoffe bald mein Anliegen vorzutragen. Im Hintergrund höre ich zu wie Mitarbeiter ihre Brötchenbestellung zusammenstellen, naja muß ja auch sein, denke ich denn "Nichtzuständigkeit macht Hunger!" Nachdem die Bestellung fertig ist und offensichtlich jemand namens Monika zur Besorgung der Lebensmittel ausgesandt wurde nimmt die Dame das Gespräch wieder auf. In bewährter Manier erzähle ich wacker meine Geschichte. Als ich fertig bin wendet die Dame sich an einen anderen Mitarbeiter im Raum - stelle ich mir vor - mit der Frage: "Wer macht denn das mit den XXX-Formularen?" Ein humorvoller Mann antwortet ihr ebenfalls für mich hörbar: "Wir nicht, gib ihn mal weiter an den Hans!" "Welcher Hans?" fragt meine Betreuerin und der andere Mitarbeiter antwortet ihr: "Na der Schneider Hans, der macht das!" Erwartungsgemäß werde ich verbunden und es meldet sich..., nein nicht der Schneider Hans, sondern jemand anderes. Ich trage meine Geschichte vor, wobei ich zunächst versuchte mit knapp umrissenen Äußerungen die Sache abzukürzen, sie fragte aber nach und ich mußte doch alles erzählen, darauf sagte sie mir, daß der Herr Schneider nicht da wäre, er hätte Urlaub, aber sie könnte mich gerne weiterverbinden... Ich lehnte dankend ab! - Für diesen Kompetenztest habe ich im Namen eines Bekannten, der AOK-Mitglied ist, angerufen!

Beschäftigungsverhältnisse: die Beschäftigten der AOK sind beamtenähnliche Sozialversicherungsfachangestellte mit klasse Regelungen zum Kündigungsschutz und prima Gehältern. - Ich frage mich ob normale Angestellte diese Arbeit nicht auch erledigen könnten, zumal ein Arbeitnehmer mit steigendem Kündigungsschutz in der Regel eine fallende Motivation aufweist, was mein Kompetenztest deutlich bewiesen hat.

Werbung: "Die Gesundheitskasse" - so ist die Selbstdarstellung der AOK, eigentlich ein schöner Slogan, aber was nützt der beste Werbespruch, wenn er nicht mal ansatzweise stimmt? Diese Image-Kampagne läßt die AOK sich Millionen (Mitgliedsbeiträge) kosten! Das System AOK ist schwer krank!

Umgang mit Beiträgen:
Die AOKs verbrauchen einer Studie zufolge etwa 32 % der Mitgliedsbeiträge selbst, für Löhne und Gehälter von vielen vielen "unterforderten" Angestellten, schöne Prunkbauten, viele Dienstwagen und viele hochbezahlte Manager. Warum ist in fast jedem Bundesland ein eigener Vorstand mit Managern etc., selbst bei kleinen AOKs wie hier?

Mitgliedsbetreuung:
Die AOK hat bundesweit die höchste Beschäftigtenzahl im Verhältnis zu den Versicherten, was nicht einem klasse Service, der daraus eigentlich resultieren sollte, gleichkommt. Kleinere Krankenkassen verwalten mit relativ weit weniger Mitarbeitern weitaus mehr Versicherte.

Risikostrukturausgleich: gesetzliche Krankenkassen, meist BKKs, die wirtschaftlich gut arbeiten müßen je nach Kasse zwischen 35 - 50 % ihrer Beitragseinnahmen an die AOKs abtreten. Damit diese ihren riesigen Wasserkopf halten können und nicht in Beiträge von um die 25 % abdriften müßen. Das ist das selbe, wie, wenn Ihr Nachbar nicht haushalten kann, immer Pleite ist und nichts zu essen hat, weil er sich ständig Sachen leistet, die er nicht bezahlen kann und Sie geben ihm dafür die Hälfte Ihres Gehalts ab, damit er so weiter machen kann, wie bisher. Damit verdient die AOK Geld ohne ein Risiko zu tragen!

Sicher gibt es bei der AOK auch motivierte, freundliche und hilfsbereite Sachbearbeiter, man muß zu denen nur verbunden werden....

Fazit: die AOK ist wie andere große GKVs (Barmer, DAK) ein über die Jahrzehnte gewachsener Wasserkopf, unbeweglich und nicht empfehlenswert.   
Kurzbewertung zu AOK Saarland
Bewertung für AOK Saarland von Saarpfaelzerin

Nach über 20 jahren kündige ich jetzt bei der AOK, wenn man sie benötigt heißt es nicht im Hilfmittelkatalo, nicht wirtschaftlich. Bis eine entscheidung getroffen wird dauert es lange. Die Sachbearbeiter sind freundlich, doch was nützt dies wenn man krank

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
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25.04.2008
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